Panzerschloss von Lisa Aigelsperger

PanzerschlossDie aus der Feder von Carl Sandburg berühmt gewordene Zeile „Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin“ dürfte so ziemlich jedem bekannt sein. Was wäre, wenn aus einem Panzer plötzlich ein Schloss würde? Diese Idee hat Lisa Aigelsperger in ihrem Kinderbuch Panzerschloss* umgesetzt, in dem zwei Kindern eine Geschichte vorgelesen wird, in der sie selbst zu Handlungspersonen werden: Eine Prinzessin und ein Räuber spielen immer nur so lange miteinander, bis es Streit gibt. Sobald nämlich der Räuber die Prinzessin herumkommandieren will, weil sie nach einer Entführung durch ihn gefälligst weinen soll, wird sie wütend.

Plötzlich kommt ein Kind auf die beiden zugelaufen, gefolgt von einem riesigen „Trumm“, einem mit uniformierten Soldaten besetzten Panzer. Der Aufforderung, den Wald zu verlassen, folgen die drei mutigen Kinder nicht, obwohl ihnen prophezeit wird, dass es „BUMM BUMM“ machen wird und alle umfallen.

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Das Jahr der Gier von Horst Eckert

Das Jahr der GierMelia Adan ist leitende Kriminalrätin für Gewaltverbrechen in Düsseldorf. Ihr Onkel Bashir bittet sie, sich um den Überfall auf Oscar Ravani, den Sohn seines Freundes, zu kümmern, woraufhin sie diesen im Krankenhaus besucht. Sofort fallen ihr an seiner Darstellung des Hergangs Ungereimtheiten auf und sie ist sicher, dass ihr der in London arbeitende Journalist nicht alles erzählt, zumal er in Rätseln spricht, wenn er sagt: „Diese Leute haben gewonnen.“ Melia hofft, Näheres bei einem Besuch in dem Lokal zu erfahren, in dem Oscar vor dem Überfall war.

Bevor Kriminalhauptkommissar Vincent Veih den Bericht über Oscar Ravani für seine Inspektionsleiterin Melia erstellen kann, wird er zu einer Leiche mit durchtrennter Kehle gerufen. Wie sich herausstellt, handelt es sich um Naomi Meyer-Krell, Tochter vermögender Eltern, der eine hoffnungsvolle Karriere bevorstand. Vincent überträgt die Leitung der Mordkommission Anna Winkler, die mit Kollegen zunächst der Beschuldigung von Naomis Mutter nachgeht, der Ex-Freund ihrer Tochter sei der Mörder.

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Es war schon immer ziemlich kalt von Ela Meyer

Es war schon immer ziemlich kaltVor acht Jahren haben Insa und Hannes, die seit der Kindergartenzeit unzertrennlich sind, ihrem Dorf in Friesland den Rücken gekehrt und sind nach Hamburg gezogen. Als er entschlossen erklärt, wieder nach Friesland zu ziehen, um die von seinem Großvater betriebene Autowerkstatt wiederzueröffnen, fällt Insa aus allen Wolken und fragt sich, was dann aus ihr werden soll. Zudem sorgt sich die Siebenundzwanzigjährige über die zunehmende Taubheit ihrer linken Hand. Während ihr schwuler Freund Hannes seine neue Wohnung renoviert, lässt sie sich im Krankenhaus untersuchen. Auch wenn die Diagnose noch unklar ist und in drei Monaten ein MRT gemacht werden soll, besteht bei ihr der Verdacht auf Multiple Sklerose.

Noch zwei Wochen jobbt Insa zur Aushilfe als Briefträgerin, bevor sie wieder Arbeitslosengeld beantragen muss. Da meldet sich Nico bei ihr, ebenfalls ein Freund aus Kindheitstagen von ihr und auch von Hannes, mit dem beide gemeinsam in einer Band gespielt haben. Sein Angebot, für drei bis vier Wochen nach Spanien zu fahren, kommt ihr gerade recht.

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Weinbar. Essbar. Wanderbar von Uwe Ittensohn

Die junge Pfälzer Vinothekenkultur entlang der Weinstraße!

Weinbar. Essbar. WanderbarDer Bildband Weinbar. Essbar. Wanderbar von Uwe Ittensohn stellt „die junge Pfälzer Vinothekenkultur entlang der Weinstraße“ vor. Zunächst zeigt eine Übersichtskarte der Pfalz die an der Weinstraße gelegenen Weingüter und Vinotheken sowie die in dieser Region vorgeschlagenen Wanderungen, wobei der Autor Wert auf die Feststellung legt, dass die Auswahl nach seiner subjektiv empfundenen Sicht erfolgt ist. In Tabellenform folgen die wichtigsten Details, bevor die Weingüter und Vinotheken ausführlich mit weitreichenden Infos, beispielsweise zu Park- und Sitzplätzen, einer möglichen Barrierefreiheit oder dem Speisenangebot, vorgestellt werden.

Zu jeder Location hat Uwe Ittensohn Wissenswertes zu den jeweiligen Inhabern zusammengetragen. Die von ihm und zumeist auch von seiner Ehefrau höchst persönlich verkosteten edlen Tropfen beschreibt er im Aussehen und Charakter äußerst präzise, was nicht erstaunt, ist er doch anerkannter Berater für deutschen Wein!

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Rezension: Meine wunderbare Frau – Ein perfider Thriller mit überraschender Wendung

Cover von Meine wunderbare Frau von Samantha Downing

Eine Ehe mit dunklen Geheimnissen

Der Protagonist des Thrillers Meine wunderbare Frau ist seit fünfzehn Jahren mit Millicent verheiratet. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern, Jenna und Rory, leben sie in Florida am Rand von Hidden Oaks. Millicent verkauft Immobilien, ihr Mann gibt private Tennisstunden. Doch immer dann, wenn sich später jemand an ihn erinnern soll, gibt sich der neununddreißigjährige Mann als Tobias aus – ein angeblich tauber Buchhalter.

Denn um Millicent glücklich zu machen, sucht er Frauen aus und verschleppt sie. Bereits vor einem Jahr hat das Paar Lindsey entführt, die sie gemeinsam im Moor töten wollten.

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„Talberg 1977“ von Max Korn – Eine düstere Chronik zwischen Schuld, Einsamkeit und Gesellschaftskritik

Buchcover des Romans Talberg 1977

Die Einsiedlerin im Wald – Maria Steiners abgeschiedenes Leben

Die 72-jährige Maria Steiner lebt seit Jahrzehnten allein in einem abgelegenen Haus im Wald, das sie von ihrer Tante Bruni geerbt hat. Nur selten zieht es sie in das fünf Kilometer entfernte Dorf Talberg, wo sie aufgrund ihres zurückgezogenen Lebens und mysteriöser Gerüchte gefürchtet wird. An jenem schicksalhaften Tag, an dem der Jäger auf Marias Wunsch hin einen ihr einst anvertrauten Hund erlöst, erhält sie Besuch von der jungen Metzgerstochter. Das Mädchen bittet Maria, ihre ungewollte Schwangerschaft geheim zu halten – in der Hoffnung auf Hilfe von der als „Hexe“ verschrienen Alten. Tatsächlich überreicht Maria ihr einen Kräutertrank.

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Nachtarbeiter von Brian Selfon

NachtarbeiterShecky Keenan hat seinen Neffen Henry Vek mit zehn Jahren zu sich geholt, um ihm ein neues Zuhause zu geben. Über die Jahre hat er den mittlerweile Zweiundzwanzigjährigen für die von ihm praktizierte Geldwäsche mit Steuertricks und Gesetzeslücken vertraut gemacht, so dass auch Henry den „Kunden“ ein nach außen hin legales und regelmäßiges Einkommen verschaffen kann. Shecky hat neben Henry auch Kerasha Brown in sein Haus in Brooklyn geholt, Henrys ein Jahr ältere Cousine, die sechs Jahre im Gefängnis einsaß und nun auf Bewährung entlassen wird. Sie muss regelmäßig zu Dr. Xu, dessen Gutachten darüber entscheiden wird, ob sie weiterhin bei ihrem Onkel Shecky wohnen darf.

Als Henry gegen den Rat seines Onkels Emil Scott, der mit ihm als aufstrebender Künstler die Liebe zur Malerei teilt, für einen Kurierdienst anheuert, wird dieser kurz darauf tot aufgefunden. Schlimm genug, dass der neue Kurier damit ausgeschieden ist, doch viel schlimmer ist, dass die zur Geldwäsche bestimmte Summe verschwunden ist.

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Singe ich, tanzen die Berge von Irene Solà

Singe ich, tanzen die BergeDomènec lebt mit seiner Frau Sió, den beiden Kindern Hilari und Mia sowie seinem Vater Ton auf dem Bauernhof Matavaques in einem von Bergen umgebenden Tal in den Pyrenäen. Als er das Haus bei einem Gewitter verlässt, weil er nur fernab von Babygeschrei dichten kann und zudem nach den Kühen sehen will, wird er von einem Blitz tödlich getroffen. Das Unglück wird von den Frauen Joana, Eulàlia, Dolceta und Margarida beobachtet. Siò lebt fortan alleine mit ihren Kindern, das Jüngste erst zwei Monate alt, und Großvater Ton auf dem Matavaques. Nachdem sie bereits den Tod ihres Ehemannes verkraften musste, wird einige Jahre später auch ihr Sohn Hilari als 20-jähriger bei einem Jagdunfall von seinem Freund Jaume versehentlich erschossen. Daraufhin muss Jaume für fünf Jahre ins Gefängnis. Er kehrt nach seiner Haft nie mehr in das Dorf zurück, obwohl er Mia liebt und sie ein Paar waren. Doch glaubt er, Mia kann ihm niemals verzeihen, dass er ihren Bruder erschossen hat.

Einige Jahre, nachdem Mias Großvater Ton und auch ihre Mutter Siò bereits verstorben sind, lebt sie verbittert und allein mit ihrem Hund Lluna auf Matavaques. Sie betreibt inzwischen die Metzgerei im Dorf, in der sie schon als Mädchen gearbeitet hat.

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