
Ein grausiger Fund unter dem Brandenburger Tor
Die Pietà zeigt den vom Kreuz genommenen und in den Schoß seiner Mutter Maria gelegten Leichnam Jesu. In der bildenden Kunst ist Michelangelos Marmor‑Pietà im Petersdom das bekannteste Werk dieser Art.
Im Thriller von Alex Thomas entdecken Touristen unter dem Brandenburger Tor eine Frau und einen Mann, den sie in ihren Armen hält – beide unbekleidet, mit bronzener Farbe und Blut beschmiert. Als Kriminalkommissarin Annetta Niedlich am Tatort eintrifft, wurde die Frau, die im Gegensatz zum Mann noch lebt, bereits in die Charité gebracht.
Dr. Ralf Lewandowski richtet ihr im Auftrag von Kriminaldirektor Kurt Monsen aus, dass sie dem wegen eines Herzleidens pensionierten, nun aber reaktivierten Polizeihauptkommissar Magnus Böhm assistieren soll. Böhm hatte vor vierzehn Jahren in Rom einen Killer gejagt, der Menschenskulpturen inszenierte – ohne ihn je zu fassen.
weiterlesenEine Pietà aus Fleisch und Blut – und ein Killer, der zurückkehrt


Aktuell werden Forderungen laut, den Datenschutz zu lockern, um die Ermittlungen bei Fällen von Kindesmissbrauch zu erleichtern. Doch wer kann garantieren, dass eine Aufweichung des Datenschutzes nicht für andere Zwecke genutzt wird? Mit einem solchen Szenario hat sich die Autorin Solveig Engel in ihrem Thriller System Error auseinandergesetzt.
Jens Lubbadeh geht in seinem Science Fiction Roman Der Klon der spannenden Frage nach, welche Konsequenzen sich durch das Klonen von Menschen nicht nur bei den Betroffenen selbst, als vielmehr für die Gesellschaft ergeben, wenn ein „genetischer Aufguss“, wie es im Roman heißt, von einer Person wie Adolf Hitler erschaffen wird: Bernd Sörensen, Parteichef einer rechtsradikalen Partei, gibt sich mit der Juristin Alina Schalk im Jahr 2007 bei Prof. Moon Dong-soo, der inoffiziell Menschen klont, unter dem Deckmantel, künstliche Befruchtungen durchzuführen, als Ehepaar Jung aus. Sie bitten ihn, aus einem etwa sechzig Jahre alten Zahn einen Klon zu produzieren. Obwohl er die enorme Summe von fünf Millionen Euro dringend gebrauchen könnte, lehnt er ab, weil das Ausgangsmaterial zu alt ist. Seine Assistentin Park Seoyoung glaubt jedoch, aus Zahnpulpa Stammzellen gewinnen zu können. Er nimmt den Auftrag an, will aber einen Rückzieher machen, als er erfährt, dass der Zahn von Adolf Hitler stammt. 


Wissenschaftler wie der 2018 verstorbene Stephen William Hawking warnten bereits davor, dass der Menschheit die Auslöschung droht, ob durch einen Atomkrieg, genmanipulierte Viren oder die Erschaffung von außer Kontrolle geratener künstlicher Intelligenz (KI). Erik D. Schulz beschreibt in seinem KI-Thriller Weltmacht ohne Menschen ein solches Szenario im Jahr 2075: Der Arzt Philip Rogge erfährt von seinem Patienten Friedrich Cannavale, dass dessen Team um Dorian, Carlo, Sophie und Bastian an einer Superintelligenz namens Omniscient arbeitet. Daguo MIC, das unter anderem Androiden der neuesten Generation baut, will nach Befürchtungen von Friedrich Cannavale aus dem perfekten Überwachungsstaat eine Diktatur mit einem autoritären Regime machen. Doch Philip kann nicht glauben, dass das Volk durch gleichgeschaltete Medien manipuliert werden könnte und ein Überwachungsstaat droht. Er vermutet eine Verschwörungstheorie und Wahnvorstellungen seines Patienten.
Die Entdeckung des ersten Antibiotikums durch Alexander Fleming im Jahr 1928 war eine medizinische Sensation und hat unzähligen Menschen das Leben gerettet. Doch durch unbedachte Antibiotikagaben und Einsatz in der Massentierhaltung sterben schon jetzt laut Bundesministerium für Gesundheit in Deutschland jährlich zehn- bis zwanzigtausend Menschen und vier- bis sechshunderttausend erkranken an den Folgen einer nicht mehr behandelbaren Infektion. Bis zu 95 Prozent der sogenannten Krankenhauskeime, so schreiben Kathrin Lange und Susanne Thiele in ihrem Thriller Probe 12, haben mittlerweile Resistenzen gebildet. Zudem gibt es bereits pan-resistente Erreger, gegen die selbst für Notfälle in Reserve gehaltene Antibiotika nicht mehr helfen. Wie die WHO im Jahr 2014 feststellte, kann eine Pandemie mit multiresistenten Erregern nicht mehr ausgeschlossen werden. Rettung könnten die schon lange bekannten, Viren abtötenden Bakteriophagen bringen, die in Osteuropa längst im Einsatz, in Westeuropa jedoch bis auf Ausnahmen verboten sind, oder neue Antibiotika, die jedoch wegen fehlender Gewinne niemand entwickeln will.