Wilsbergs Welt von Jürgen Kehrer

Wilsbergs WeltEinem Millionenpublikum ist Detektiv Wilsberg aus der gleichnamigen Fernsehserie ein Begriff. Der Autor Jürgen Kehrer hat diese Figur zunächst für eine Krimi-Reihe erschaffen. Hauptkommissar Stürzenbecher ist fürs Fernsehen durch eine Frau ersetzt worden und anstelle eines Briefmarken- und Münzladens hat man sich für ein Antiquariat entschieden.

In den Kriminalstorys „Wilsbergs Welt“ schreibt Jürgen Kehrer im ersten Teil über den Arbeitsalltag des schon seit zwanzig Jahren in Münster lebenden Privatdetektiv Georg Wilsberg. Wobei dieser allerhand Kurioses erlebt! Als Weihnachtsmann verkleidet landet er unerwartet in einer Gefängniszelle und in einem anderen Fall wird er von einem alten Bekannten nach Strich und Faden verarscht. Einen ganz genialen Einfall hatte Jürgen Kehrer mit der Geschichte, die sich an den Klassiker „Der dritte Mann“ anlehnt und die Protagonisten in dem berühmten Riesenrad in Wien sitzen. Einem anderen, sehr interessanten Fall sieht sich der Detektiv gegenüber, als er ausgerechnet den Schauspieler bewachen soll, der ihn in der Fernsehserie spielt. Denn dem „echten“ Wilsberg wird seine Identität natürlich von niemandem abgenommen.

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Hängen im Schacht – Krimikurzgeschichten mit Ruhrgebietskolorit

Buchcover der Kriminalgeschichten Hängen im Schacht

Anthologie voller Spannung und Charaktere

Eine Anthologie ist wie eine Schachtel Pralinen – eine bunte Mischung, in der für jeden etwas dabei sein sollte. Deshalb ist Herausgeber H. P. Karr kein Risiko eingegangen: Für die Krimisammlung Hängen im Schacht* hat er ausschließlich erfahrene Autor:innen verpflichtet, die bereits eine treue Fangemeinde besitzen und somit für den Erfolg der Kurzgeschichtensammlung garantieren.

Disco, Dauerkarte & Detektive: Ruhrpott trifft Mord

In Dortmund wird Bonnies Kleid von „die Ohr“ zum Schlüssel für Jo, der sich dadurch mutiger fühlt, als er eigentlich ist. Mit dreiundvierzig darf man noch in die Ü-30-Disco – oder etwa nicht?

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Entflammtes Herz von Angelika Stephan

Kurzgeschichten und mehr …

Entflammtes HerzAngelika Stephan hat in einem Buch mit Kurzgeschichten und lyrischen Texten, die durch Abbildungen ihrer Gemälde noch Ergänzung finden, ihre künstlerische Vielfalt unter Beweis gestellt. Schon den Bucheinband ziert in Herzform ein Ausschnitt aus ihrem Bild „Entflammtes Herz“, wonach auch das Buch benannt ist. Die Künstlerin präsentiert einige ihrer abstrakten Kunstwerke, bei denen die orangen und blauen Töne überwiegen, teilweise dominiert auch nur eine dieser beiden Farben.

Die Kurzgeschichten könnten unterschiedlicher kaum sein. Angelika Stephan erzeugt in einigen Erzählungen schnell die nötige Spannung. In den Geschichten geht es aber auch um negative Erlebnisse beim Friseur oder Träumereien, die wie Seifenblasen platzen. Die Autorin stellt das traurige Schicksal einer Magersucht vor, präsentiert dem Leser ein trauriges Weihnachtsfest und einen zerbombten Keller während des Krieges. Eine Kurzgeschichte endet zwar mit der Freude über den Mauerfall, doch ist das Thema an sich schon eher bedrückend.

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Der Mond zu Gast von Ando Mikie

Der Mond zu GastDas kleine Buch „Der Mond zu Gast“ von Ando Mikie enthält sieben Kurzgeschichten für Kinder. In der ersten Geschichte geht es um die Suche eines Bären nach seinem Ladybär. Doch bis der Bär seinen Ladybär endlich in den Armen halten kann, begegnet er einer Schildkröte, einer Biene und einer Raupe, die ihm alle auf ihre Weise eine Hilfe sind.
In einer nächsten Geschichte erfährt ein Wanderer, wie eine Fliege von einer Spinne, die Spinne von einer Eidechse, die Eidechse von einem Hahn, der Hahn von einem Fuchs und der Fuchs schließlich von einem Tiger gefressen wird. Jeden plagen Gewissensbisse, aber letztendlich haben sich doch alle wieder beruhigen können und sind zufrieden.

Weiter geht es mit einem Schlangenkind, dessen Vater Probleme mit der Vergangenheit hat, während die Mutter Probleme mit der Zukunft hat. Glücklicherweise kann ein Tiger helfend einspringen und kann das Familienglück der Schlangenfamilie wieder herstellen.

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Zwischen Mondkult und Sachertorte: Witeks literarischer Wahnsinn mit Methode

Cover von Was sie im Norden der Insel als Mond anbeten, kommt bei uns im Süden in die Sachertorte von Johannes Witek

Ein Einstieg in die radikale Sprachwelt

Johannes Witek präsentiert in Was sie im Norden der Insel als Mond anbeten, kommt bei uns im Süden in die Sachertorte eine ebenso ungewöhnliche wie herausfordernde Mischung aus Lyrik und Prosa. Gespickt mit kritischen und zynischen Untertönen, konfrontiert er seine Leserinnen und Leser mit neuen Wortschöpfungen und einer Aneinanderreihung von Versen, die auf den ersten Blick weder Sinn ergeben noch zusammenpassen wollen. Die gewählten Gedichtformen sprengen bewusst das klassische Bild eines Gedichts.

Die teils surreal anmutenden Inhalte verlangen Aufmerksamkeit, Offenheit und gelegentlich auch ein zweites Lesen, um zu erahnen, was die Zeilen vermitteln möchten. Selbst dann bleibt manches schwer zugänglich. Wer sich auf Witeks Stil einlässt, muss bereit sein, gedanklich um die Ecke zu denken und sich auf ein literarisches Experiment einzulassen.

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