Wie is? – Muss. von Hermann Beckfeld und Werner Boschmann (Hrsg.)

Warum Ruhrgebietler manchmal stolpern, aber niemals hinfallen.

Wie is? – Muss.Die Anthologie „Wie is? – Muss.“, herausgegeben von Hermann Beckfeld und Werner Boschmann, beinhaltet neben Kurzgeschichten auch einige Gedichte und zwei Autobiografien. Desweiteren beantworten Autoren in insgesamt drei Gesprächen ihnen gestellte Fragen, bei denen es zum einen um den Verein Vfl-Bochum und zum anderen um einen Ruhrgebietsladen in Mülheim geht. Außerdem erklärt eine der Befragten, dass sie sich tatsächlich für einen Umzug vom vornehmen Hamburger Stadtteil Blankenese ins Ruhrgebiet entschieden hat.

In den Kurzgeschichten, die nicht zwangsläufig das Ruhrgebiet zum Handlungsort haben, berichtet eine Buchhändlerin von ihren Erlebnissen in der Buchhandlung, eine Vorstadtreporterin plaudert aus dem Nähkästchen, und eine Putzfrau hat ihre Aufgabe im Museum zu ernst genommen. Mit einer unliebsamen Bescherung endet sowohl ein Familienausflug zum Ketteler Hof, als auch für eine Hausfrau der Besuch eines Scherenschleifers. Auf die Mercatorhalle in Duisburg singt einer ein Loblied, und ein anderer wertet die Wiederholung einer Schulklasse als Chance und Glücksfall.

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Märzchen im November von Peter Coon

Märzchen im NovemberPeter Coon beginnt seinen Erzählband mit einer Geschichte, in der es um die Verarbeitung oder besser Nicht-Verarbeitung eines Erlebnisses von Karl geht, der das Unglück in Ramstein mit dem Absturz von drei Kunstflugmaschinen im August 1988 miterlebt hat und den die Erinnerungen daran regelrecht verfolgen. Weiter geht es mit Lena und Lukas, die sich in einem Dunkelrestaurant kennengelernt haben. Nach vielen Gesprächen lädt Lena ihren neuen Freund zu sich nach Hause ein, doch auch dort treffen sie in völliger Dunkelheit aufeinander, wogegen sich im Verhalten von Elsa und Paul viele Paare wiedererkennen dürften, die schon längere Zeit zusammenleben. Die beiden beratschlagen, ob sie am Abend lieber gemeinsam lesen oder spielen sollen, oder doch eventuell besser fernsehen.

Einige Kurzgeschichten befassen sich mit Außenseitern wie Benni, der jeden Tag nach der Schule von einer Gruppe Jungen angegriffen wird. Er wartet förmlich darauf, dass sie ihm wieder auflauern, und als sie eines Tages ihre Taktik ändern, ist er perplex und fordert sie heraus.

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Sonne, Mord & Meer von Regina Schleheck (Hrsg.)

Sonne, Mord & MeerIn der Anthologie „Sonne, Mord & Meer“, herausgegeben von Regina Schleheck, dreht sich jede der neunzehn Kurzgeschichten um genau eines dieser drei Themengebiete. So hängt es in heimischen Gefilden während eines Wildniswochenendes von der Entscheidung einer Gruppe ab, ob Otto sterben soll. Im Gegensatz zu Rocko, der nach einem AC/DC Konzert auf der Flucht ist und nicht weiß, wohin er fliegen soll, befindet sich eine Frau auf dem Rückflug von Irland nach Frankfurt, wo ihr allerdings einiges sonderbar vorkommt. Da ergeht es ihr aber immer noch besser als einer Besatzung, die im Indischen Ozean auf einer Insel notlanden muss. Auch der Urlaub von drei Frauen steht von Anfang an unter einem schlechten Stern, denn anstatt Flugtickets nach Malaga in Händen zu halten, soll es plötzlich nach Faro an die Algarve gehen.

Kein Schüler mag Katharina und sogar die Lehrer würden sie lieber in der „Klapsmühle“ sehen, doch von ihrem Leben zu Hause bei ihrem Stiefvater ahnt niemand etwas. In einem anderen Fall befolgt eine unter Depressionen leidende Frau den Ratschlag ihres Psychologen und bucht ein Ferienhaus in Mexiko, das aber so gar nicht zu den Beschreibungen im Reiseführer passen will.

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Totgelacht von Manfred Koch

TotgelachtMit einer Sammlung von zwanzig makabren Kriminalgeschichten wartet das Buch Totgelacht von Manfred Koch auf. Da bewundert ein Kriminalkommissar tatsächlich einen Viersternekoch, der bei vierzehn begangenen Morden nicht die kleinste Spur hinterlassen hat. Ein Möbelhaus preist seine Besteckserie „Skalpellen“ und den neuen Lehnstuhl „Folteren“ an, ein vermeintlicher Neffe will den Onkel um sein Geld prellen, und ein Journalist muss von seinem Chef Vorhaltungen wegen schlampiger Recherchen einstecken. Angehende Meuchlerinnen und Meuchler wohnen einem Vortrag über den perfekten Mord bei, und ein Bankräuber kommt erst zu spät zu der Einsicht, wie nützlich Fremdsprachen sein können.

Ungewöhnlich reagiert ein Polizist auf das Geständnis eines Mörders, und aus Unachtsamkeit stellt ein Ehemann das Video von dem Mord an seiner Frau ins Netz. In einer weiteren Geschichte berichtet ein Polizist von einem Wettbewerb eines Wirtes, der ein Pilzgericht nach dem Vorbild von russischem Roulette kreiert, weil einem Gast ein Knollenblätterpilz serviert werden soll.

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Bis zum Hals von Bruno Jonas

Bis zum HalsIn zehn Kurzgeschichten stellt Bruno Jonas in seinem Buch Personen vor, denen sprichwörtlich das Wasser bis zum Hals steht. In Rückblicken erzählen die Ich-Erzähler von ihren Sorgen und Problemen und lassen ihrem Unmut freien Lauf. So erleidet in einer Geschichte beispielsweise der junge Journalist Timo während eines Golfturniers einen Herzinfarkt und landet ausgerechnet auf der Intensivstation eines Professors, den er einst des Plagiats bezichtigt hat.
Der Landtagsabgeordnete Wolfgang Höfling ist wie das Fähnlein auf dem Turme ein angepasster Mensch und stimmt sogar gegen seine eigene Überzeugung. Bei der Landtagswahl muss er eine herbe Niederlage einstecken und macht gute Miene zum bösen Spiel.

Vor zwei Jahren hat Dimitri Papadakis seine Taverne in München aufgegeben, um auf einer griechischen Insel ein Hotel zu führen. Mit seiner genialen Idee der Handwerksferien, wobei er Arbeitern aus Deutschland Urlaub gegen Arbeit versprochen hat, kann er dem Land zum Aufschwung verhelfen, wofür er zum Staatspräsidenten auf Lebenszeit gewählt wird.

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Sonne, Strand und ganz viel Meer von Cornelia Funke

Sonne, Strand und ganz viel MeerFür das Kinderbuch Sonne, Strand und ganz viel Meer* hat Cornelia Funke sechs Kurzgeschichten zusammengefasst. In der ersten entdeckt Mia im Urlaub mit ihren Eltern und ihrer Schwester am Strand eine Flaschenpost, in der sie einen Zettel mit einem Rätsel findet. Wenn sie das lösen kann, winkt ihr ein Schatz.

Weiter geht es mit Jo, der zwar das Meer überhaupt nicht mag, den Strand dafür aber umso mehr. Er baut eine große Burg mit unterirdischen Gängen, als plötzlich in einem Gang ein Dünenschwein auftaucht.

Anna soll auf ihren kleineren Bruder Max aufpassen. Doch sie lässt ihn alleine bei der gebauten Sandburg zurück, um etwas Passendes für den noch fehlenden Fahnenmast zu suchen. Als sie zurückkommt, ist Max verschwunden.

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Tote reisen nicht – Überraschungen zwischen Spannung, Nachdenklichkeit und Humor

Buchcover: Tote reisen nicht

Spannende Wendungen gleich zu Beginn

Angelika Stephan wartet bereits mit der ersten Kurzgeschichte ihres Buches Tote reisen nicht* mit einer Überraschung für die Leser auf: Ein Überfall auf Hanna nimmt einen glücklichen Ausgang. In einer weiteren Geschichte täuscht ein Paar eine Autopanne vor, ohne zu ahnen, dass ein Ring ihnen zum Verhängnis wird, als sie sich scheinbar hilfesuchend an Christine wenden. Katja wiederum wird es bereuen, in einer Disco einen Whiskey mit Cola getrunken zu haben. Und der Ehestreit zwischen Helen und Heinz führt zu einer entscheidenden und völlig überraschenden Wendung in der Auseinandersetzung zwischen Mario und Georgio.

Nachdenkliche Episoden mit Tiefgang

Nach diesen spannungsgeladenen Texten wendet sich die Autorin ernsteren Themen zu. Jens, der in Amerika lebende Sohn von Mia, möchte seiner Mutter zum Weihnachtsfest eine Überraschung bereiten – ohne zu ahnen, dass ihn selbst eine unerwartete Wendung ereilen wird.

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Fantastische Welten, echte Gefühle: Ein Streifzug durch Nöstlingers Kurzgeschichten

Cover von Das große Nöstlinger Lesebuch von Christine Nöstlinger

Ein Kaleidoskop aus Humor, Fantasie und Alltag

Der Kurzgeschichtenband Das große Nöstlinger Lesebuch versammelt ausschließlich Geschichten der bekannten Kinder- und Jugendbuchautorin Christine Nöstlinger und deckt eine beeindruckende Bandbreite an Themen ab. Da gibt es etwa den Jungen Jim, dem grüne Bohnen aus Nase, Mund und Ohren wachsen, oder Schulkinder, für die ausgerechnet ein Hund der beste und liebste Lehrer ist. Das Mädchen Kathi muss für die Schule stricken lernen, Jo packt seinen Kummer in eine Kummerdose, und Anna trommelt ihre aufgestaute Wut einfach weg.

In weiteren Erzählungen wird der Ausgang des Märchens „Der Wolf und die sieben jungen Geißlein“ infrage gestellt, ein König erlässt Gesetze zum Schutz der Kinder, Hugo trennt sich aus Liebe von seinem Lieserl, und Pinocchio landet im Spielzeugland.

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Weihnachtsherzen von Anne Tente (Hrsg.)

Die schönsten Geschichten zum Fest!

WeihnachtsherzenNur eine von elf Geschichten in der Anthologie „Weihnachtsherzen“ hat ein Mann geschrieben. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn sich vieles um Beziehungskrisen dreht. So denkt auch Zoe an eine Liebe in der Sommerstadt, irrt am Heiligen Abend umher und kann sich einfach nicht entschließen, zu ihrer Familie zu gehen. Mary muss sich zwischen ihrem Zuhause in Ingleby und einem Mann entscheiden, dem ihre Liebe gehört. Zum Heiligen Abend des Jahres 2007 begibt sich der Buchhändler Jean Perdu sowohl auf eine literarische, wie auch auf eine phantastische Tagtraumreise, und in einer weiteren Geschichte verknüpfen sich die Erlebnisse der unglücklichen Jana während einer Überfahrt mit einem Segelschiff im Jahre 1878 nach New York mit einer Urlauberin auf den vor Cornwall gelagerten Scilly-Inseln im Handy-Zeitalter.

Georg trauert um den frühen Tod seiner geliebten Leni und bereitet zum Heiligen Abend ein Essen vor, bei dem ihm ausgerechnet eine Katze wertvolle Tipps gibt. Anstatt, wie geplant, mit ihrem Mann und den beiden Kindern die Weihnachtstage in einem Vier-Sterne-Hotel in St. Moritz zu verbringen, warten auf Carmen jede Menge böse, wie auch angenehme Überraschungen.

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Der alljährliche Wahnsinn von Werner Irro (Hrsg.)

Die besten Satiren zum Weihnachtsfest!

Der alljährliche WahnsinnAls Herausgeber der Anthologie Der alljährliche Wahnsinn* präsentiert Werner Irro dem Leser das Weihnachtsfest einmal nicht in der gewohnt besinnlichen Weise, denn in dem Buch möchte beispielsweise ein Ehepaar seinen heiratswilligen Töchtern zur Bescherung jeweils einen Mann schenken, oder ein Revolutionär beabsichtigt den Bart des Nikolaus anzuzünden. In einer Familie wird zum Fest nicht nur auf Geschenke verzichtet, sondern sogar auf den Weihnachtsbaum, weil der Vater in allem eine Gefahr wittert. Überhaupt ist die Abschaffung des Festes häufig ein Thema, wobei ein Mann seiner Frau vorrechnet, wie viel eingespart werden könnte, wenn das Fest wie ein Geburtstag einfach um ein paar Tage verschoben würde. Für ein Ehepaar besteht die Bescherung in einem Wohnungsbrand und ein anderes Paar reagiert mit Bestürzung, als sie hören, was der gemietete Weihnachtsmann den Kindern erzählt. Ein Enkel wird kurzerhand vor dem Fest von seiner Oma enterbt, Weihnachtsplätzchen misslingen, und in einem modernen Weihnachtsmärchen führt Gretel ihren Hänsel mittels GPS nach Hause.

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