Entschuldigen Sie meine Störung von Jan-Uwe Fitz

Entschuldigen Sie meine StörungJan-Uwe Fitz fühlt sich selbst in dem Wahnsinnsroman „Entschuldigen Sie meine Störung“ verfolgt. Einer Gruppe von Bauarbeitern mit Presslufthammer und Betonmischer kann er nicht entkommen. Er hat panische Angst vor Menschen und kann sich nicht länger als zehn Minuten auf einer Party aufhalten, bis er sich davon stiehlt. Auf jede Berührung muss er vorbereitet sein und verliebt sich andererseits sofort in jeden, der ihn berührt. In Selbstgesprächen offenbart er, was bei ihm alles peinlich wirkt, bei einem George Clooney aber voll cool wäre. Man erfährt von ihm Tipps, wie soziale Phobiker ihre Störungen in den Griff bekommen können. Die Kaffeekränzchen bei seinen Nachbarn sind ihm zuwider und seine Eltern hat er seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Die Menschen möchte er umerziehen, damit er sie überhaupt ertragen kann und auf der Suche nach einem Psychiater landet er bei einem Metzger.

Im Wald hat er weniger Angst, denn die Bäume waren immer anständig und höflich zu ihm. Um seine Ängste beherrschen zu können, möchte er in einer Privatklinik aufgenommen werden. Da ihm das Geld jedoch fehlt, lässt er seine Patientenkarte von einem Computer-Fachmann manipulieren.

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Kettenreaktion von Sebastian Stammsen

KettenreaktionDavid Krusekamp bricht in dem Kriminalroman „Kettenreaktion“ von Sebastian Stammsen in einem Elektrogeschäft zusammen, jede Hilfe kommt zu spät. Kriminaloberinspektor Markus Wegener und seine Kollegin Nina Gerling treffen vor Ort schon auf den Gerichtsmediziner, der vor einem Rätsel steht, was die Todesursache anbelangt. Denn Drogen, Alkohol und Gift scheiden von vornherein aus. Die Videoaufzeichnungen der Fernsehabteilung zeigen einen schwankenden David Krusekamp und es muss geklärt werden, ob er geschubst wurde, bevor er gestürzt ist. Markus Wegener und Nina Gerling befragen zunächst Michael Freise, der sich in unmittelbarer Nähe von David Krusekamp befunden hat. Er beteuert immer wieder, dass er ihn weder kannte, noch ihn berührt hat.

Die beiden Kriminalbeamten machen sich auf den Weg zu Nadine Krusekamp, um sie vom Tod ihres Mannes zu unterrichten. Die Ehefrau kann ihnen auch keine brauchbaren Hinweise geben und bei Durchsicht der Computerdateien gibt ihnen eine Eintragung ein Rätsel auf.

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Vorstadthimmel von Gabriele Kögl

VorstadthimmelIn ihrem Roman „Vorstadthimmel“ erzählt Gabriele Kögl die Geschichte eines Emporkömmlings und einer zeitgeistigen Journalistin, indem sie geschickt die verschiedenen Perspektiven der beiden Protagonisten beleuchtet, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Heinrich fährt mit seinem Lamborghini Diablo, den er liebevoll Panther nennt, von seiner Villa im Wiener Nobelviertel „Am Himmel“ zu seiner Zahnarztpraxis für die bessere Klientel. Inzwischen auf der Überholspur des Lebens, doch das war nicht immer so, stammt er doch aus ärmlichen Verhältnissen. Bei der Mutter aufgewachsen, ohne einen Vater, in einem schäbigen Mietshaus in der Vorstadt. Mit vierzehn begann er eine Lehre als Handelskaufmann und sein Studium verdiente er sich als Dressman. Bewusst hatte er eine Frau aus gutem Haus geheiratet. Doch sein Schwiegervater ist nicht glücklich über seine Herkunft. Heinrich war überzeugt, dass er niemanden so sehr liebe wie seine Frau, auch wenn er mit anderen Frauen ins Bett ging.

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Hexengold von Heidi Rehn

HexengoldMit „Hexengold“ setzt Heidi Rehn die Geschichte um Magdalena, deren Schicksal mit „Die Wundärztin“ begann, fort. Der Dreißigjährige Krieg ist mittlerweile seit zehn Jahren vorbei. Die Protagonistin Magdalena hat sich mit ihrem Eric und der gemeinsamen Tochter Carlotta in Frankfurt niedergelassen, wo Eric als Kaufmann arbeitet. Plötzlich kehrt Eric jedoch von einer Reise nicht zurück. Magdalena muss erfahren, dass er ihr etwas über ihre verschollene Familie in Königsberg verschwieg und ihr ein falsches Reiseziel angegeben hat. Magdalenas Welt bricht zusammen. Plötzlich steht sie mittellos da und fürchtet, dass ihr gemeinsames Leben nur auf Lügen basiert. Daraufhin bricht sie nach Königsberg auf und kommt dort nicht nur ihrem Familiengeheimnis, sondern auch Erics Vergangenheit auf die Spur.

Wie schon in „Die Wundärztin“ gelingt es Heidi Rehn, den Leser mit dem Schicksal der schönen und tapferen Ärztin Magdalena in den Bann zu ziehen. Es ist eine bewegte Epoche, in der die Handlung spielt – die Leiden des Krieges sind noch allgegenwärtig, Frauen haben wenig zu sagen.

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Jenseits von Feuerland von Carla Federico

Jenseits von FeuerlandDas Buch „Jenseits von Feuerland“ von Carla Federico ist der zweite Teil einer Chile Saga, nach dem erfolgreichen Erstling „Im Land der Feuerblume“. Die Geschichte des historischen Romans spielt bei genauerer Betrachtung aber nicht in Feuerland, sondern in der Region, welche gegenüber des Archipels liegt – und zwar in Patagonien. Patagonien ist eine windige, einsame, archaische und raue Gegend. Und genau dorthin flüchten zwei Frauen, Rita und Emilia vor ihrer Vergangenheit.

Der Roman wirft den Leser mit einer Verfolgungsszene direkt in das Geschehen. Eine Frau flüchtet vor bewaffneten Reitern. Es ist eine Hetzjagd auf Leben und Tod. Was man zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: Rita – so heißt die Flüchtende – ist Tochter einer Weißen und eines Mapuche-Indianers. Im Chile jener Zeit herrscht eine strikte ethnische Trennung und ein brutaler Rassismus macht Indigene und auch Mischlinge wie Rita zu Verfolgten.

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Aufbruch von Ulla Hahn

AufbruchEs ist die Amtszeit von John F. Kennedy und vier „Pilzköpfe“ bringen die Mädchen um den Verstand. Das Buch „Aufbruch“ von Ulla Hahn versetzt uns mit Hildegard Palm, kurz Hilla genannt, in diese Zeit. Hilla wohnt mit ihrer Familie in Dondorf, einem kleinen Örtchen am Rhein und besucht das Aufbaugymnasium. Was für eine aus einer Proletenfamilie schon ungewöhnlich ist. Fast täglich trifft sie sich mit dem aus besserem Hause stammenden Godehard, der ihr Geschenke macht. Darunter sogar einen Ring, mit dem er ernste Absichten bekundet. Dabei denkt Hilla noch gar nicht an eine feste Bindung, sondern hat nur ihr Ziel Abitur und Studium vor Augen. So „kniefällig“ wie ihre Mutter will sie nicht werden. Als sie jedoch erfährt, dass sie nur als Ersatz für eine Andere herhalten muss, ist sie froh, sich ihr „Kapital“, wie die Mutter immer gemahnt hat, bewahrt zu haben. Und ihr Zuhause ein Loch genannt zu haben, nein, das hätte Godehard nicht sagen dürfen.

Hilla nimmt einen Ferienjob auf dem Friedhof an, arbeitet dort doch Peter, in den sie verliebt ist. Von der täglichen Arbeit im Freien braun gebrannt, spart sie sich ihr Geld und gibt bei ihren Freundinnen mit einer erdachten und erträumten Reise an. Doch ihre Hoffnungen auf eine Verbindung mit Peter platzen schnell.

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Hexenspiel – Psychokrimi mit verstörender Tiefenschärfe

Buchcover des Psychokrimis Hexenspiel

Der Albtraum beginnt im Dunkeln

Ein Mädchen erwacht in völliger Dunkelheit – mit dem bitteren Geschmack von Mandeln und Blut im Mund. Der Geruch von faulen Äpfeln, Schimmel und Erbrochenem liegt in der Luft. Ihr ist kalt, sie hat Schmerzen und große Angst. Neben ihr liegt der leblose Körper ihrer Freundin Sandra. Was wie ein Spiel begann, entpuppt sich als erschütternde Realität. So beginnt der Psychokrimi Hexenspiel* von Manfred Koch.

Ermittlungen und alte Wunden

Polizeiinspektor Klaus Wagner möchte eigentlich nur seine demenzkranke Mutter besuchen, notwendige Reparaturen im Elternhaus prüfen und im Garten arbeiten. Doch eine reißerische Schlagzeile bringt seinen Tag aus dem Gleichgewicht: Zwei vierzehnjährige Mädchen – Sandra und Daniela – gelten als vermisst.

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Der Regler von Max Landorff

Der ReglerIn dem Thriller „Der Regler“ von Max Landorff lässt sich Gabriel Tretjak für Dienste bezahlen, die seine Auftraggeber selbst nicht ausführen wollen. So wird er von Melanie Schwarz beauftragt, ihren Mann zu erpressen. Sie verlangt die Scheidung plus genügend Geld, um ein angenehmes Leben führen zu können. Er ist gewohnt, in seinem Leben alles unter Kontrolle zu haben, wobei er stets von seiner Ratio geleitet vorgeht.

Doch dann passieren merkwürdige Dinge: Der Kommissar August Maler sagt ihm, dass der Hirnforscher Prof. Kerkhoff durch einen Messerstich in die Leber getötet wurde und ihm beide Augen mit einer Eiskugelzange entfernt worden sind. Der letzte Anruf des Toten hätte ihm, Gabriel Tretjak, gegolten. Eine alte Frau, die Gabriel als kleinen Jungen kannte, findet in einem Hotelzimmer Prof. Kufner, der auf dieselbe Art ermordet wurde. Gabriel bekommt einen Anruf von der Tochter seiner Putzfrau, die er angeblich auf seine Kosten in ihr Heimatland Argentinien geschickt haben soll. Wenige Tage darauf findet sie ihre Mutter in der Wohnung von Gabriel tot auf, der daraufhin verhaftet wird.

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Mord auf Schienen – ein Fall zwischen Wien und Berlin

Auf der Strecke von Claus-Ulrich Bielefeld und Petra Hartlieb

Ein Schriftsteller auf dem Weg ins Verderben

Im Kriminalroman Auf der Strecke von Claus-Ulrich Bielefeld und Petra Hartlieb steigt Xaver Pucher in Wien in den Zug, der ihn nach Berlin bringen soll. Er träumt vom großen Geld und davon, als Schriftsteller berühmt zu werden. Doch dazu kommt es nicht: Ein Zugführer findet ihn mit einer Drahtschlinge erwürgt.

Ermittlungen in zwei Städten

Die Ermittlungen laufen parallel in Wien und Berlin. Erste Hinweise deuten auf einen islamistischen Hintergrund, da Pucher bereits Monate zuvor Drohungen wegen seines letzten Buches erhalten hatte. Fatik Özül erklärt jedoch, dass seine Glaubensbrüder in dieser Sache nichts mehr unternehmen würden.

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Tödliche Aussicht über der Weser

Cover von Tödlicher Schnappschuss von Andreas Schmidt

Unfreiwillige Kur statt Erholung

Andreas Schmidt, Autor von inzwischen sechs Wuppertal-Krimis, schickt in seinem neuen Roman Tödlicher Schnappschuss den Wuppertaler Leiter des KK11, Kriminalhauptkommissar Norbert Ulbricht, zur Kur ins Weserbergland nach Bad Pyrmont.

Doch Ulbricht verspürt nicht den geringsten Drang zu einer vierwöchigen Kur unter strenger medizinischer Aufsicht. Er fühlt sich den „Quacksalbern“ ausgeliefert und entzieht sich den Ärzten, wo er nur kann. Schon am frühen Morgen schleicht er sich aus der Klinik, um einen Becher Kaffee und belegte Brötchen in einer Burgruine zu genießen, die über dem kleinen Ort Polle thront. Als er hinunter ins Tal blickt, entdeckt er einen Mann, der leblos mit weit geöffneten Augen unterhalb der Mauer im Buschwerk liegt.

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