Der Marionettenspieler von Senta Meyer

Der MarionettenspielerKriminalhauptkommissar Wilfried Lichter und seine Kollegen Oliver, Martina, Veronika und Carsten vom K4 in Berlin bekommen bei der Suche nach neun innerhalb der letzten fünfundzwanzig Stunden verschwundenen Kindern völlig unverhofft Unterstützung durch ein von Europol beauftragtes Team. Allerdings sind sie nicht nur von den eigenwilligen Outfits der Kollegen irritiert, sondern auch vom Befehlston ihrer Chefin Jenny, die im Schneidersitz auf den Tischen sitzt, trotz Verbot raucht und alle ungefragt duzt. Für das bestens ausgebildete Team um Marie, Paul, Sarah, Ben und Tom ist Jenny der „Boss“, und sie folgen ihren präzisen Anweisungen, die eine strikte Umsetzung erfordern. Doch die Kollegen aus Berlin wähnen sich in einem Albtraum und kapitulieren schließlich.

Bisher haben die Kidnapper weder eine Forderung gestellt, noch ist ein Bekennerschreiben eingegangen. Jenny teilt die Aufgaben ein und hofft zunächst bei den Familien und Freunden der verschwundenen Kinder auf Gemeinsamkeiten zu stoßen. Erst bei der Überprüfung der durchgemachten Kinderkrankheiten zeigen sich erste Auffälligkeiten.

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Das wilde Herz des Wacholders von Vanessa Roggeri

Das wilde Herz des WacholdersGegen Ende des 19. Jahrhunderts war der Aberglaube zumindest in den ländlichen Gebieten noch weit verbreitet, so auch in dem auf Sardinien gelegenen Dorf Baghintos, von dem der Roman Das wilde Herz des Wacholders von Vanessa Roggeri handelt. Während eines tobenden Gewitters liegt Assunta Zara in den Wehen, und die Hebamme betet inständig darum, dass es nach sechs Töchtern nicht wieder ein Mädchen wird, was nur ein Unglück bedeuten kann. Doch es kommt noch schlimmer: Die Siebtgeborene trägt die Zeichen des Teufels, ein Schwänzchen am Rücken und ausgebildete Zähne. Sie muss eine Coga, eine Hexe sein!

Severino, der unglückliche Ehemann, wird von seinem Vater Efisio eindringlich gemahnt, das Neugeborene sofort zu töten, um weiteres Unheil abzuwenden. Das bringt er jedoch nicht übers Herz und überlässt die Kleine in der Nacht draußen ihrem Schicksal, wo sie allerdings von der zehnjährigen Tochter Lucia gefunden wird.

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Die Affenagentur – Tauschtag im Tierpark von Till Penzek

Die AffenagenturEinem kleinen Affen ist es im Zoo langweilig geworden, denn es geschieht nichts Aufregendes. Weil auch die anderen Tiere nur noch einen gelangweilten Eindruck hinterlassen, bleiben die Besucher aus. Doch dann bittet der große Löwe den kleinen Affen, ihn in seinem Gehege zu vertreten, weil er zur Hochzeit seiner Schwester nach Afrika reisen möchte. Der kleine Affe ist begeistert, denn wie der Löwe nur herumliegen und brüllen, das kann er auch!

Den anderen Affen fällt auf, wie viel Spaß der kleine Affe mit seinem Vater im Löwengehege hat, und so bieten sie den anderen Löwen ihren Affenbaum zum Tausch an. Aber die Löwen haben Höhenangst! Da hat der kleine Affe eine Idee und eröffnet Die Affenagentur, bei der jedes Tier seinen Platz zum Tausch anbieten kann. Zunächst klappt das auch wunderbar, bis eines Tages die Tiere im Krankenhaus landen.

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Der Krieg ist ein Menschenfresser von Elisabeth Zöller

Der Krieg ist ein MenschenfresserFerdinand Menzel ist in Anni, die Schwester seines Freundes August Zerbe, verliebt. Doch nach dem Willen ihrer Eltern soll sie mit dem vermögenden Ernst Dunker verheiratet werden. Als Ferdinand beobachtet, wie Ernst sie zum Tanz bittet, fasst er den Entschluss, dem Drängen von August nachzugeben. So melden sich beide kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Freiwillige an die Front. Bevor die Jungen für das Vaterland nach Frankreich in den Krieg ziehen, bekommt Ferdinand von einem alten Kriegsveteran eine Ledertasche, die ihn beschützen soll. Seine letzte Nacht in der Heimat verbringt er zusammen mit Anni.

Die Schreie der verwundeten, feindlichen Soldaten und die Bilder der ersten Toten lassen Ferdinand in den Nächten aufschrecken. Er erinnert sich an die Worte seines sozialdemokratischen Vaters: Der Krieg ist ein Menschenfresser. Läuse und Wanzen setzen den Kameraden zu, aber noch schlimmer sind die Ratten und der gefürchtete Gasbrand.

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Sexualität und Fantasie im Jugendroman „Prinzessinnen“ von Marie Darrieussecq

Buchcover des Jugendromans Prinzessinnen

Frühe Neugier und familiäre Distanz

Nach Angaben der Zeitschrift Eltern hatten laut einer Umfrage aus dem Jahr 2006 fast vierzig Prozent der Mädchen zwischen vierzehn und siebzehn Jahren bereits Geschlechtsverkehr mit einem Jungen. Im Jugendroman Prinzessinnen* von Marie Darrieussecq zeigt sich, dass das Mädchen Solange bereits im Alter von zehn Jahren ein starkes Interesse an Sexualität entwickelt. Sie schlägt in einem Lexikon nach, um mehr über Geschlechtsorgane und Fortpflanzung zu erfahren.

Solanges familiäre Situation ist geprägt von emotionaler Distanz: Ihre Mutter leidet häufig unter starken Kopfschmerzen, die sie nur mit Schmerz- und Schlaftabletten übersteht, während ihr Vater seiner Arbeit nachgeht. So verbringt Solange viel Zeit bei dem Dorfbewohner Monsieur Bihotz, der ihr bereits als Kleinkind die Windeln gewechselt hat und mit dem sie gerne kuschelt.

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Was meine Eltern von mir lernen können von Mathias Jeschke

Was meine Eltern von mir lernen könnenJedes Kind hat sich schon einmal mit Geschwistern, einem Nachbarkind, mit Kindern auf dem Spielplatz oder im Kindergarten gestritten. Meistens ist der Streit schnell beigelegt und vergessen. Doch was empfinden Kinder, wenn sich die Erwachsenen, ihre Eltern, streiten? Obwohl die Mutter eines kleinen Mädchens in dem Buch Was meine Eltern von mir lernen können behauptet, mit dem Vater gerne zu streiten, ist die Kleine davon absolut nicht überzeugt. Denn wenn sie abends im Bett liegt, hört sie ihre Mutter weinen. Während die ihrem Mann vorhält, dem Alkohol zuzusprechen, flüchtet er in sein Zimmer und sie sitzt alleine im Wohnzimmer.

Natürlich ist auch diesem Mädchen ein Streit unter Gleichaltrigen nicht fremd und sie kennt Hannes, der zu Marlene im Streit sogar „Zimtzicke“ sagt, während die ihn eine „Dumpfbacke“ schimpft. Selbst hat sie fast jeden Tag Streit mit Moritz, der einfach die Haare ihrer Puppe abgeschnitten hat, wofür er sich allerdings später entschuldigt und ihr sogar eine neue Barbie geschenkt hat.

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Totgelacht von Manfred Koch

TotgelachtMit einer Sammlung von zwanzig makabren Kriminalgeschichten wartet das Buch Totgelacht von Manfred Koch auf. Da bewundert ein Kriminalkommissar tatsächlich einen Viersternekoch, der bei vierzehn begangenen Morden nicht die kleinste Spur hinterlassen hat. Ein Möbelhaus preist seine Besteckserie „Skalpellen“ und den neuen Lehnstuhl „Folteren“ an, ein vermeintlicher Neffe will den Onkel um sein Geld prellen, und ein Journalist muss von seinem Chef Vorhaltungen wegen schlampiger Recherchen einstecken. Angehende Meuchlerinnen und Meuchler wohnen einem Vortrag über den perfekten Mord bei, und ein Bankräuber kommt erst zu spät zu der Einsicht, wie nützlich Fremdsprachen sein können.

Ungewöhnlich reagiert ein Polizist auf das Geständnis eines Mörders, und aus Unachtsamkeit stellt ein Ehemann das Video von dem Mord an seiner Frau ins Netz. In einer weiteren Geschichte berichtet ein Polizist von einem Wettbewerb eines Wirtes, der ein Pilzgericht nach dem Vorbild von russischem Roulette kreiert, weil einem Gast ein Knollenblätterpilz serviert werden soll.

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Die kleine Insel am Ende der Welt von Richard Mackenrodt

Die kleine Insel am Ende der WeltUm auf die südlich von Sizilien und östlich von Tunesien gelegene Insel Linosa zu gelangen, muss man von Sizilien aus weitere sechs Stunden mit einer Fähre übersetzen. Linosa, Die kleine Insel am Ende der Welt*, ist auch das Ziel von Lisa Bürger, deren beste Freundin Chiara Buffonacci dort ihre Hochzeit feiern will. Bereits auf dem Weg zum Flughafen in München wird für Lisa die Zeit knapp, denn sie war bis auf die letzte Minute mit der Planung eines Messestandes bei Nero Black Enterprises beschäftigt, einer Unternehmung, die Videospiele vermarktet. Ohne zu ahnen, um welche Person es sich handelt, hat ihr Taxi ausgerechnet mit Phillip Schwarz, dem Chef von Nero Black Enterprises, einen Zusammenstoß, der ebenfalls das Flugzeug nach Palermo erreichen will. Phillip, den persönliche Gründe nach Linosa treiben, ist menschenscheu, überlässt nichts dem Zufall, gibt sich nie öffentlich zu erkennen und kommuniziert selbst mit seiner persönlichen Assistentin Kathrin Schmidtbauer nur mittels eines speziellen „Zauberstabes“, der mit einem eigenen Satelliten verbunden ist.

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Wer mordet schon im Ruhrgebiet? von Birgit Ebbert

Der kriminelle Freizeitführer: 11 Krimis und 125 Freizeittipps!

Wer mordet schon im Ruhrgebiet?Die Reihe „Wer mordet schon…“ vereint Kriminalgeschichten einer Region mit dazugehörigen Freizeittipps, die sich in Form von Anmerkungen dem jeweiligen Kurzkrimi anschließen. Bei Birgit Ebbert werden in ihrem Buch „Wer mordet schon im Ruhrgebiet?“ die Konzertbesucher aufgefordert nach Hause zu gehen, nachdem das letzte Stündlein eines Maestros geschlagen hat. Ein roter Schuh führt zu einer Leiche, ein Teilnehmer eines Klassentreffens kann den Heimweg nicht mehr antreten, und einem Menschen wird ein Kunstraub zum Verhängnis. Ausgerechnet in einem Bayern-Trikot findet ein BVB-Betreuer ein Ende, und anhand einer Visitenkarte kann ein Mörder überführt werden. In einem Schmetterlingshaus wird ein Parkwächter erschlagen aufgefunden. Ein Hund richtet einen Schäfer übel im Gesicht zu, und ein Mitglied eines Hexenzirkels treibt in einer Gräfte. Auf einem Schiff wird ein Tourbegleiter ermordet, wobei seine Tätowierung den Täter verrät, und ein Bloggertreffen fordert gleich drei Menschenleben.

Bei den Krimis von Birgit Ebbert steht die Auflösung der Morde im Vordergrund, denn ihre Ausführung wird nicht thematisiert. Vielmehr ist es so, dass private Ermittler ganz zufällig bei einem Spaziergang auf etwas Verdächtiges stoßen, was letztlich zu einer weiteren Leiche führt.

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Wer mordet schon im Hochsauerland? von Margit Kruse

Der kriminelle Freizeitführer: 11 Krimis und 125 Freizeittipps!

Wer mordet schon im Hochsauerland?„Wer mordet schon…“ ist eine Reihe von kriminellen Freizeitführern, die zu den unterschiedlichsten Gegenden in Deutschland Freizeittipps liefert, die wiederum von den jeweiligen Autoren geschickt in Kurzkrimis eingearbeitet wurden. In elf Geschichten schreibt Margit Kruse in „Wer mordet schon im Hochsauerland?“ von einem vergifteten Finanzbeamten und weiter von einem Mann, der unter Schneemassen begraben liegt, nur weil ihm ein Glas Wasser verweigert wurde. Seiner Aufdringlichkeit fällt ein Vertreter zum Opfer, und ein nur mit einer knappen roten Unterhose Bekleideter wird abgeführt, während Freunde einem Forellenzüchter übel mitspielen, wodurch einer von ihnen ein tödliches Ende im Teich findet. Gestorben wird aber auch in einem Heilstollen, wobei der Kommissar zu klären hat, ob es sich um einen Unfall oder Mord gehandelt hat.

Bei einem Gewerkschaftsausflug wird einem Mitglied sein rotes Poloshirt zum Verhängnis und seinem Mörder Gleichgewichtsprobleme. Ein Knappenchormitglied muss samt Grubenlampe auf Nimmerwiedersehen verschwinden, weil er sich niemals von ihr trennen würde, und Goldmünzen kosten sowohl einem Bergmann, als auch einem Steiger das Leben.

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