Rezension des Romans Misericordias Domini von Tino Hemmann – Zwischen Realität und surrealer Welt

Buchcover: Misericordias Domini von Tino Hemmann

Zerbrechliche Kindheit und familiärer Missbrauch

Maximilian Kramer kann nicht verstehen, warum sein Vater die Familie verlassen hat – und noch weniger, warum seine Mutter sich dem brutalen Conrad zuwendet. Mit acht Jahren wird er Zeuge ihres Liebesspiels, was den Unmut seines Stiefvaters weckt. Ein Schulaufsatz mit dem Titel „Meine schöne Welt“ verfehlt angeblich das Thema, und Maximilian erhält eine schlechte Note, woraufhin seine Mutter zur Schule zitiert wird. Diese Eskalation führt zu immer häufigeren und brutaleren Misshandlungen durch Conrad, die sich verschärfen, als Maximilian neun Jahre alt wird.

Eine Kinderleiche und albtraumhafte Begegnungen

Beim Spielen mit seinem Freund Leon findet Maximilian die Leiche eines Kindes – Hannes Kliem. Dieser mischt sich immer wieder in seine Träume ein.

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„Papa hat dich lieb“ – Ein Kriminalroman über ein verdrängtes Tabu

Buchcover: Papa hat dich lieb von Gerd J. Merz

Ein Thema, das niemand sehen will

Obwohl die Öffentlichkeit durch die in letzter Zeit immer häufiger bekannt gewordenen Fälle von Kindesmissbrauch sensibilisiert sein müsste, werden allein in Deutschland jedes Jahr noch immer tausende Kinder sexuell missbraucht. Offensichtlich können sie sich niemandem anvertrauen – oder anders gesagt: Zu viele sehen lieber weg.

Dieses Schicksal teilt im Kriminalroman Papa hat dich lieb* auch die 18-jährige Eva aus dem rheinland-pfälzischen Alzey. Ihre Freundin Angelika, die allein mit ihrer Mutter Maike Berger lebt, bemerkt zunehmend eine Veränderung an ihr. Als Eva spurlos verschwindet, warnt Kriminalhauptkommissar Alfred Breuner Angelikas Mutter vor weiteren Nachforschungen – schließlich sei Eva bereits volljährig.

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