Sandra Bannister ist Dozentin für Literaturgeschichte an der Universität von Akron im US-Bundesstaat Ohio. Obwohl sie inzwischen Mitte dreißig ist und als angehende Professorin an ihrer Habilitation arbeitet, sieht sie um einige Jahre jünger aus und wird oftmals für eine Studentin gehalten. Ihre Beziehung zu Frank versetzt sie in einen Zustand der unaufhörlichen Anspannung, denn wann immer er sich meldete, um ihr ein Treffen zu befehlen, hatte sie bereit zu sein. Frank hat sie über einen SM-Kontaktmarkt im Internet kennengelernt und er ist der erste Mann, der rücksichtslos genug ist, um ihr die Lust an der sexuellen Erniedrigung zu verschaffen. Wobei es ihm nicht an Einfallsreichtum mangelt, um Sandra zu demütigen.
So muss sie alles vorbereiten, etwas Obst, Schokolade und Sekt kaufen, ein romantisches Arrangement mit Rosenblättern und Kerzen herrichten und Frank in Fahrt bringen, bevor er sich mit seinen Gespielinnen im Schlafzimmer amüsiert. Obwohl sie diese demütigende Situation sehr erregt, darf sie sich nicht befriedigen, denn sie muss Frank für jeden Orgasmus um Erlaubnis bitten.

„David Knackmanns unglaubliche Vorlesenacht der vierten Klassen“ nimmt ihren Anfang, als die Schulleiterin Napollon einer Gesamtschule in Neustadt den Achtklässler dazu zwingt, als Lesepate die nächste Lesenacht verantwortlich zu leiten. Die alljährliche Lesenacht findet für die Viertklässler im Schulkeller statt und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Ein Esel lese nie“. Zehn Kinder, darunter der geheimnisvolle Mikkel, kommen mit Schlafsack und Taschenlampe ausgerüstet zu David und er erhält den Generalschlüssel.
Die Spiegel Paperback-Bestsellerliste wird angeführt von sado-masochistischen Erotik-Romanen: Die Schottin E. L. James belegt mit ihrer Trologie
„Was ist also Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern…“, heißt es bei Friedrich Nietzsche in „Über Lüge und Wahrheit im außermoralischen Sinn“. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Katharina Tiwalds Roman „Die Wahrheit ist ein Heer“.
Tino Hemmann greift in der Erzählung „Hugo – Der unwerte Schatz“ das wohl düsterste Kapitel der deutschen Vergangenheit auf: Die systematische Tötung von geistig und körperlich Behinderten sowie all derer, die nicht ins System der Nationalsozialisten passten. Um dem Leser die unfassbaren Gräueltaten schildern zu können, bedient sich der Autor einer fiktiven Geschichte um einen Jungen, der stellvertretend für das Schicksal viel zu vieler Kinder steht:
„Herzrasen“ ist eines der Symptome, das bei Flugangst auftreten kann und immerhin leiden nach einer Umfrage 15% aller Deutschen darunter. Der Privatdetektiv Alex Herz leidet in dem Kriminalroman von David Daniel ebenfalls unter dieser Phobie und lehnt deshalb beinahe einen lukrativen Auftrag, der ihn nach Irland führen soll, ab. Doch Gereon, ein Gefängnispriester, kann ihn überreden und Alex erhält von Graf zu Bickenbach ein wertvolles Bild, das für eine Auktion nach Dublin gebracht werden soll. Alex fürchtet sich vor dem Flug, ahnt jedoch noch nicht, dass der das geringste Übel bei dieser Aktion sein wird!
„Endlich sind sie tot!“, darüber sind sich die Nachbarn der Familie Brose einig. Eine Nachbarin entdeckt eines Morgens Blut unter der Wohnungstür und alarmiert die Polizei. Die ermittelnden Beamten aus Krefeld finden Vater, Mutter und ihren 18-jährigen Sohn halb nackt und kopfüber von der Decke hängend. Alle drei wurden aufs Grausamste über Stunden gefoltert, nachdem ihnen zuvor ein lähmendes Gift verabreicht wurde. So mussten sie das Martyrium bei vollem Bewusstsein erleben! Der 16-jährige Sohn Marvin kauert verstört und apathisch am Ort des Verbrechens. Aufgrund der Spurenlage ist es keine Frage, dass er die bestialischen Morde an seiner Familie begangen hat.
Ist es nicht ein Widerspruch, den Leser bei einem traurigen Thema zum Lachen zu bringen? Doris Knecht ist mit dem Roman „Gruber geht“ dieser Spagat gelungen! John Gruber lebt in Wien als stolzer Porschebesitzer und genießt sein Leben, besonders die Frauen, in vollen Zügen. Auf einem geschäftlichen Flug nach Zürich lernt er Sarah Vogel kennen, die bei großen Unternehmen als DJ sehr gefragt ist. Als die Berlinerin einen Auftrag in Wien annimmt, begegnen sich die beiden wieder und landen nach wenigen Stunden gemeinsam im Bett. Da entdeckt Sarah einen Brief von einem Krankenhaus, den John seit Wochen nicht öffnen wollte. Seine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich, als er darin liest, dass bei ihm ein Tumor entdeckt wurde.
In seinem Roman „Septemberwut“, einem Krimi aus Ostwestfalen, hat Rolf Düfelmeyer die Handlung in seiner Heimat an realen Orten angesiedelt. Wie der Autor glaubhaft versichert, ist die Geschichte frei erfunden, aber Bielefeld gibt es wirklich.