
Wenn die Lust schwindet: Annes Dilemma und Tess‘ Flaute
Die 38-jährige Anne und ihre Freundin Teresa, genannt Tess, verbindet eine über zehnjährige Freundschaft, die ihren Ursprung in einem Yogakurs fand. Anne, die seit sechs Jahren verheiratet ist und sich oft zwischen Job und Muttersein aufgerieben fühlt, sieht den samstäglichen Treffen mit Tess als willkommene Abwechslung und kleines Highlight. Doch diesmal ist ihre Stimmung getrübt. Die lange Sexflaute mit ihrem Mann Joachim und seine erneute Abweisung am Vorabend haben Anne frustriert. Sie sehnt sich nach Lust und Leidenschaft, doch seit der Geburt ihres fünfjährigen Sohnes Lars haben die intimen Momente drastisch abgenommen, fast auf null. Für Anne tickt die Uhr, denn der Wunsch nach einem zweiten Kind ist groß und die Zeit drängt. Auch bei der kinderlosen Tess, die mit dem Mittdreißiger Bernd zusammenlebt, der sich als Hausmann betätigt, herrscht im Bett gähnende Leere.
weiterlesenErotisches Chaos und Haschkekse: Eine Romananalyse
In der Autobiografie „Tantra – Schrei nach Liebe“ schildert Tara Wera ihren Lebensweg, der in einem konservativen Elternhaus begann. Ihre Mutter war zwar großherzig, aber auch sehr streng und hielt an alten Tugenden fest. Als sie eine politisch engagierte Frau kennenlernte, kam der Wandel, sie begann Alice Schwarzer zu lesen und emanzipierte sich. Der Vater von Tara Wera war schon immer ein unkonventioneller Typ, der sich für die SPD engagierte und eine Leidenschaft für das Drachenfliegen hatte. Als sich ihre Mutter von ihm trennte und nach Berlin zog, blieben ihre beiden noch minderjährigen Geschwister beim Vater. Zu dieser Zeit überredet sie eine Freundin zu einem Saunabesuch, der für sie zum echten Horror wurde. Sie wollte partout nicht auffallen, doch musterten sie die anderen Saunagäste erstaunt, als sie im Badeanzug auf der mittleren Bank saß.
„Erbsünde“ ist der erste Band einer neuen Krimireihe der Autorin Nika Lubitsch. In einem Geschäftshaus am Kurfürstendamm 216 in Berlin befinden sich die Räume der Krimiautorin Alice von Kaldenberg, die mit ihrem Team gelegentlich auch in dem einen oder anderen Kriminalfall ermittelt. Die arbeitslose Journalistin Judith Schilling kann den drittklassigen Minijob leider nicht ablehnen und wird vom Jobcenter für Recherchearbeiten zu der Schriftstellerin geschickt. Bei einem Bewerbungsgespräch wird ihr jedoch schnell klar, dass es sich bei dieser Arbeit nicht um eine normale journalistische Tätigkeit handelt.
Mit der Sage von dem Zwergenkönig Laurin und seinem Rosengarten beginnt Heike Eva Schmidts Roman „Die gestohlene Zeit“. Der Zwergenkönig soll sich in die schöne Similde verliebt haben, als er sie bei einer Ausfahrt der adeligen Gesellschaft zum ersten Mal sah. Mit einer List war es ihm gelungen, ungesehen in das Schloss ihres Vaters zu kommen und sie in einem unbeobachteten Moment zu entführen. Doch das Heer der Recken spürte ihn auf, um Similde zu befreien. Obwohl ein Zaubergürtel Laurin die Kraft von zwölf Männern verlieh und er mit Hilfe einer Tarnkappe seinen Kontrahenten aus dem Verborgenen attackieren konnte, gelang es Dietrich von Bern den Zwergenkönig zu besiegen und in Ketten zu legen. Viele Jahre war Laurin ein Gefangener im Verlies der Burg hoch über Bern und er verfluchte seinen Rosengarten, der ihn verraten hatte. Niemand sollte die Pracht mehr sehen können, weder bei Tag, noch bei Nacht. Doch hatte Laurin bei seinem Fluch die Dämmerung vergessen und so kommt es, dass auch noch heute die blühenden Rosen bei Sonnenaufgang sowie bei Sonnenuntergang für kurze Zeit erstrahlen.
Wie sich die Vergangenheit, besonders, wenn sie emotionale Schmerzen oder Enttäuschungen beinhaltet, in gegenwärtigen Beziehungen wiederholt, erläutert der Psychotherapeut David Richo in seinem Buch „Versöhnung mit der Vergangenheit“. Er zeigt anhand einiger Beispiele auf, wie Übertragungen unbewusst zustande kommen und welche Gründe es dafür gibt. Ein Beispiel für Übertragung ist eine Patientin, die sich in ihren Arzt verliebt, weil er freundlich, verständnisvoll, zuverlässig und um sie besorgt ist. Eigenschaften, die sie sich bei ihrem Vater gewünscht hätte.
Mitten in der Nacht taucht vor dem Haus von Fokko Broer, das weit außerhalb von Werlesiel liegt, eine verwirrte und offensichtlich verletzte junge Frau aus dem dichten Küstennebel auf. Die verstörte Frau fleht ihn an, ihr zu helfen und verschwindet kurz darauf auf mysteriöse Weise wieder im Nebel. Auch in der kleinen Polizeiinspektion von Werlesiel meldet sich in der Nacht eine ängstliche, scheinbar panische Frau über den Notruf und bittet um Hilfe, danach bricht das Gespräch plötzlich ab. Am nächsten Morgen wird die neunzehnjährige Vikki Rickmers aus dem Nachbarort Bornum von ihrer Mitbewohnerin als vermisst gemeldet. Solche Dinge geschehen für gewöhnlich nicht in Werlesiel und Femke Folkmer, die seit drei Jahren die Polizeistation leitet, glaubt nicht an einen normalen Vermisstenfall.
Der Fantasyroman „Das Amulett“ ist der erste Teil der Trilogie „Die Erben der Alten Zeit“, der bereits als E-Book bei Amazon erfolgreich war. Nun ist der Roman in einer überarbeiteten Fassung als Hardcover-Ausgabe in der Grassroots Edition erschienen.
Jahrelang hat eine erfolgreiche Berliner Sachbuchautorin vergeblich versucht einen Verlag für ihren Kriminalroman „Der 7. Tag“ zu finden. Unter dem Pseudonym Nika Lubitsch hat sie schließlich ihren Roman als E-Book selbst veröffentlicht, der innerhalb weniger Tage die Kindle-Bestsellerliste eroberte und monatelang anführte. Aufgrund dieses großen Erfolgs ist der Titel nun auch als Taschenbuch erhältlich.