Teufel ohne Alibi von Joachim H. Peters

Teufel ohne AlibiOberkommissar Jürgen Kleekamp hält es nach seinem zweiten Herzinfarkt, den er während seines letzten polizeilichen Einsatzes erlitt, im Herzzentrum Bad Oeynhausen nicht mehr aus. In „Teufel ohne Alibi“, der Fortsetzung von Sterben tun immer die Anderen, verlässt er auf eigenen Wunsch die Klinik, nachdem er Sybille Warneke etwas versprochen hat: Da sie nicht glaubt, dass ihr Vater Selbstmord begangen hat, soll er der Sache auf den Grund gehen.

Wieder zurück auf seiner Dienststelle in Paderborn wird Kleekamp von seinen Kollegen darüber unterrichtet, dass in der Wohnung von Angelika Ostwald eine mumifizierte Kinderleiche aufgefunden wurde. Laut Obduktion soll das Kind verhungert und verdurstet sein. Während die Suche nach Frau Ostwald im Sande verläuft, werden die Beamten zu Yilmaz Üzgür gerufen. Das letzte Wort des Niedergestochenen lautet „Heiner“, worauf sich allerdings niemand einen Reim machen kann.

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Günner Mambrallek: Gezz kucksse! von Volker Kosznitzki

Günner Mambrallek: Gezz kucksse!Günner Mambrallek ist ein Genießer: Nach Feierabend trinkt er gerne ein Pils und raucht dazu eine Zigarette. Sport treibt er bewusst nicht, fährt aber gerne und viel mit dem Rad. Er liebt die Musik der Beatles und Stones und hält sich vom Vereinsleben lieber fern, wobei der Kegelverein eine Ausnahme bildet. Bei einem Ausflug mit seinen Kegelbrüdern sieht er sich plötzlich am Flughafen einer Kalaschnikow gegenüber, und in einem Traum haut er Dieter Bohlen in der Castingshow um. Die Rauchverbote in der Öffentlichkeit und sogar in der Wohnung gehen ihm zu weit, bei der Ziehung der Lottozahlen bekommt er Herzklopfen, und zu allem Überfluss verlangt man von ihm den Kauf eines Anzugs samt Krawatte für eine Familienfeier.

Einem seiner Kumpel ist das Wasserlassen in einer öffentlichen Grünanlage teuer zu stehen gekommen, während ein anderer von seinem Vollzeitjob nicht leben kann. Von einem Rechtssekretär wird Günner darüber aufgeklärt, wie die Kreisverwaltung rechnet, mit dem Handbuch zu seinem neuen Herd hat er seine liebe Not, und seine Einkäufe tätigt er lieber im Supermarkt, als zu den überteuerten Tiefkühlprodukten der Firma Eismann zu greifen.

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Das kurze Leben des Ray Müller von Ralf Bönt

Das kurze Leben des Ray MüllerDer Krimiautor Marko Kindler wartet in Berlin seit Stunden auf einen Psychologen, der ihn verhören soll. Denn er hat seinen erst wenige Wochen alten Sohn entführt, der dabei zu Tode kam. Während der langen Wartezeit blickt Marko auf sein Leben zurück, zunächst an der Seite seiner Jugendliebe Nadja, mit der er die Kinder Jakob und Merle hat. Marko leidet unter einer Hausstaub- und Gräserallergie sowie extremer Schlaflosigkeit. Seine Schilddrüsenerkrankung verursacht bei ihm Zahnfleischblutungen und lässt ihn zu immer höheren medikamentösen Dosen greifen, die extreme Auswirkungen auf seinen Sexualtrieb haben: Filmszenen mit Lesben reizen ihn immer mehr, er genießt erotische Massagen und wegen häufiger Masturbationen wird seine Haut wund.

Nach der Trennung von Nadja startet er mit Lycile einen Neuanfang. Vorübergehend arbeitet er als Autohändler, doch auf Wunsch von Lycile versucht er ein Comeback als Autor bei seinem Verleger Hottinger. Doch weder ihm, noch Lycile gegenüber erwähnt er das niederschlagende Ergebnis eines Hirntests, den der Neuropsychologe Dr. Neuer gemacht hat.

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Mein Schneetag von Sam Usher

Mein SchneetagKinder sind von Natur aus ungeduldig und möchten alles am liebsten sofort haben. Ganz besonders betrifft das die ganz Kleinen, für die selbst ein so alltäglicher Begriff wie „morgen“ völlig abstrakt ist. Sogar Erstklässler erwarten das Ziel einer Urlaubsreise meistens schon ungeduldig, wenn die Reise gerade erst angetreten wurde, weil sie auch noch nicht das gleiche Zeitgefühl wie Erwachsene haben. Sam Usher hat in seinem Kinderbuch „Mein Schneetag“ diese Ungeduld zum Thema gemacht.

Nach dem Aufwachen stellt ein kleiner Junge freudestrahlend fest, dass es geschneit hat, und er will so schnell es geht in den Park. Er zieht sich an und treibt seinen Großvater aus dem Bett, damit sie die Ersten im Schnee sind. Doch Opa duscht sich erst einmal in aller Seelenruhe und bindet seine Krawatte. Enttäuscht blickt der Junge immer wieder nach draußen und sieht seine Freunde auf Skiern und mit dem Schlitten fahren.

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Kleiner großer Henry von Linda Urban

Kleiner großer HenryEs liegt in der Natur eines Kleinkindes, alles auszuprobieren und möglichst früh selbstständig Handlungsabläufe des täglichen Lebens zu meistern. Da bildet auch Henry keine Ausnahme. Nur in den Augen seiner Eltern sowie Geschwister Linn und Sven bleibt er deren kleiner großer Henry, den sie den ganzen Tag betüddeln wollen. Alle möchten ihm das Müsli zubereiten und beim Zähneputzen behilflich sein, obwohl Henry das längst alleine kann. Und er besteht auch darauf! Er will selbst entscheiden, was er anziehen wird, und er verbringt einen herrlichen Tag mit seinem Freund Lennard, den er ganz alleine besucht hat.

Die Familie ist über die Selbstständigkeit ihres Jüngsten erstaunt. Jetzt, wo sie nichts mehr für ihn tun können, ist allen langweilig. Erst, als Henry sich für die Nacht alleine fertig gemacht hat und allein in seinem Bett liegt, vermisst er, von jemandem zugedeckt zu werden. Natürlich muss er nicht lange bitten, da kommen Mama, Papa, Linn und Sven, so dass Henry beruhigt einschlafen kann.

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Ksss! – Lise, Paul und das Garderobenmonster von Daniele Meocci

Ksss! – Lise, Paul und das GarderobenmonsterNach einer Online-Studie der Universität Koblenz-Landau sollen über die Hälfte der rund zweitausend befragten Schüler der Klassen eins bis dreizehn bereits direkt von Mobbing betroffen gewesen sein, wobei es eher die schwächlich wirkenden, übergewichtigen oder schüchternen Kinder trifft. So werden auch Lise und Paul in dem Kinderbuch „Ksss! – Lise, Paul und das Garderobenmonster“ von ihren Klassenkameraden ausgegrenzt. Paul, weil er einen Sprachfehler hat, für sein Alter zu viel wiegt, sich nur langsam bewegt und nicht gerne Fußball spielt. Und Lise wegen ihrer roten Lederlatzhose, die Marlen, Nina und Suki doof finden, weshalb sie Lise nicht mitspielen lassen.

Eines Tages entdeckt Lise in der Umkleidegarderobe ein hellgrünes „Ding“ in der Größe eines Tennisballs. Zunächst hält sie es für eine Fluse, doch dann hört sie, wie es „Ksss“ sagt. Lise vertraut dem Außenseiter Paul, dass sie offensichtlich ein Monster gesehen hat.

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Prinzenjagd: Ein Kriminalfall zwischen Loyalität, Liebe und gesellschaftlicher Kritik

Buchcover des Kriminalromans Prinzenjagd

Auftrag mit Nebenwirkungen

Lila Ziegler soll auf Wunsch ihrer Freundin Lena deren Vater Lennart Staschek beschatten und herausfinden, ob er eine Affäre hat. Allerdings darf sie ihrem Freund Ben Danner, mit dem sie gemeinsam eine Detektei betreibt, nichts davon erzählen. Denn Danner ist der beste Freund von Staschek, dem Leiter der Mordkommission in Bochum, mit dem er vor über zehn Jahren zusammengearbeitet hat.

Wie es der Zufall will, ist Staschek gerade mit der Aufklärung des Mordes an Sternekoch Carlo Pfiffhofen beschäftigt, der verstümmelt auf dem Parkplatz des Allee-Hotels aufgefunden wurde – jenem Hotel, in dem er früher als Küchenchef tätig war. Als wenig später auch der Gewinner einer Castingshow in einem Hotelzimmer ums Leben kommt, beauftragt der Geschäftsführer Flegenfeld das Detektiv-Duo Lila und Ben mit der Aufklärung der Morde. Für Lila kommt dieser Auftrag gelegen, da sie so ihre verdeckte Beobachtung von Staschek fortsetzen kann.

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Mein Rucksack ist mein Haus von Maria Stalder

Mein Rucksack ist mein HausHannes verkündet eines Tages seiner Mutter, dass er in die Welt hinaus ziehen will. Doch selbst jetzt, als er schon seinen Rucksack zu packen beginnt, glaubt ihm seine Mutter nicht so recht, geht ihrer Arbeit nach und telefoniert schließlich. So kann Hannes sie nicht einmal nach dem Proviant fragen und steckt sich ein, was er in der Küche findet. Um die Mutter nicht beim Telefonat zu stören, winkt er nur und macht sich auf den Weg.

Hannes läuft bis zu einem Wald und will eigentlich eine Hütte bauen, doch ist er nach dem Essen dafür zu müde. Er denkt sich, „Mein Rucksack ist mein Haus“ und kriecht einfach in seinen Rucksack. Während er schläft, kehrt der Winter noch einmal unerwartet zurück. Vor dem Schneetreiben sucht ein Hase Schutz, und Hannes nimmt ihn zu sich in den Rucksack. Später finden sogar noch ein Wildschwein und ein Reh darin Platz!

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Die Glücklichen von Kristine Bilkau

Die GlücklichenMit der Geburt ihres Sohnes Matti hat sich für die Cellistin Isabell und ihren Mann, den Journalisten Georg, einiges geändert. Das Glück der jungen Familie wird durch den Alltag überschattet, den es zu organisieren gilt: Wenn er nach Hause kommt, verabschiedet sie sich zu den Proben bei einem Musical Ensemble, wobei der Austausch von Zärtlichkeiten auf der Strecke bleibt. Isabell hat nach der Babypause ihre Selbstsicherheit verloren und kann sich nur schwer einfügen. Ihre Ängste, beim Solo zu versagen, verfolgen sie den ganzen Tag über, und sogar während einer Radtour denkt sie nur an ihre Hände, die beim Spielen zittern. Eine Krankschreibung scheint für Isabell die Lösung zu sein und sie sucht Hilfe bei einem Physiotherapeuten.

Neben der Sorge um Georgs Mutter, die zunehmend unter Verwirrungszuständen leidet, ist die Familie nach dem Verlust der Arbeitsplätze von Isabell und Georg auf staatliche Unterstützung angewiesen. Noch gehen beide davon aus, dass dies nur ein vorübergehender Zustand ist.

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Wie sich Mileva Einstein Alberts Nobelpreisgeld sicherte von Anne-Kathrin Kilg-Meyer

Wie sich Mileva Einstein Alberts Nobelpreisgeld sicherteAlbert Einstein dürfte jeder kennen, doch wer hat schon von seiner ersten Ehefrau Mileva Einstein gehört? Anne-Kathrin Kilg-Meyer hat in ihrem Buch ein Porträt dieser außergewöhnlichen Frau gezeichnet, die 1875 im heutigen Serbien zur Welt kommt. Nach einer unbeschwerten Kindheit geht die erst Neunzehnjährige alleine in die Schweiz, die ihr ein Studium in den Fächern Medizin, Mathematik und Physik ermöglicht. Dort trifft sie auf ihren späteren Ehemann Albert, und in der Folgezeit tauschen sie in Briefen sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse, als auch Liebesschwüre aus. Die beiden heiraten und trotz dreimaliger Mutterschaft unterstützt Mileva ihren Mann bei seinen Studien- und Forschungsarbeiten in Bern, da er sie als ebenbürtige Partnerin anerkennt. Doch mit achtunddreißig Jahren muss Mileva erkennen, dass ihr Mann sie mit seiner Cousine Elsa betrügt. Fast zeitgleich mit Beginn des Ersten Weltkrieges kommt es zur Trennung, und um ihren Kindern weiterhin eine beste Ausbildung zukommen zu lassen, muss Mileva Hunger leiden.

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