Der Roman „Die letzte Nacht des Matze Blitz“ von Aleks Wiercinski

Ein Außenseiter findet Anschluss
Als Mateusz Blizniak im Alter von acht Jahren zu Beginn der 1990er-Jahre mit seiner Mutter aus Polen nach Schwetzingen übersiedelt, lernt er innerhalb eines Jahres die deutsche Sprache nahezu perfekt. Da seine Mitschüler seinen polnischen Namen kaum aussprechen können, nennen sie ihn kurzerhand Matze Blitz. Der als Außenseiter geltende Junge freundet sich in der siebten Klasse einer Hauptschule mit Robert, Daniel und Steff an.
Steff, wie Matze ein Scheidungskind, wird aufgrund seiner nazifreundlichen Gesinnung gelegentlich „Adolf“ genannt. Der wortkarge und eher nachgiebige Robert mit russischen Wurzeln trägt den Spitznamen „Josef“. Daniel, dessen Mutter aus Thailand stammt, teilt sich seine Wohnung mit dem Türken Erkan – bei ihm treffen sich die grundverschiedenen Freunde regelmäßig.
Erst seit Juni 2009, so schreibt Georg Quedens in seinem Buch „Weltnaturerbe Wattenmeer“, ist das Wattenmeer von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden. Unzählige Kleinstlebewesen bevölkern das Wattenmeer, das durch den Wechsel der Gezeiten einem steten Wandel unterliegt. Der Autor belegt anhand früherer Kartenausschnitte, wie sich die Inseln und die Wattenströme immer wieder verlagert haben. Er macht in einem Rückblick auf das Ende der letzten Eiszeit vor 20.000 Jahren deutlich, wie das uns heute bekannte Wattenmeer mit seinen Prielen und Wattenströmen entstanden ist und wie sich Inseln, Marscheninseln und Halligen gebildet haben. Dem Leser zeigt er nicht nur die Ursache von Ebbe und Flut auf, sondern geht auch auf die Auswirkungen, was die Gezeiten beeinflusst sowie auf die mit einer Sturmflut verbundenen Gefahren ein. 
