Der dreizehnjährige Joshua hat vor fünf Jahren seinen Vater durch einen Heckenschützen verloren. Ein Jahr später zog er mit seiner Mutter und seinem verhassten Stiefvater nach Amarias, eine durch eine Mauer geteilte Stadt. Joshua wohnt „Auf der richtigen Seite“, wo sich die Bewohner durch eine hohe Mauer und Stacheldraht vor den Feinden auf der anderen Seite schützen. Es gibt nur einen Durchgang, den von Soldaten bewachten Checkpoint. Um jedoch nach Amarias zu gelangen, benötigt man einen Passierschein.
Eines Tages landet der Lederfußball von Joshua auf einer Baustelle, auf der merkwürdigerweise nie gearbeitet wird. Um seinen Ball wieder zu bekommen, klettert der Junge über den Zaun und bestaunt dort ein zerstörtes Haus. Von seiner Neugier getrieben entdeckt er unter einem Metalldeckel ein tiefes Loch, das sich als Eingang zu einem unterirdischen Tunnel entpuppt. Joshua ahnt, dass der Tunnel auf die andere, verbotene Seite führt und beschließt trotz seiner Angst, in den Tunnel zu kriechen.
In der Vorweihnachtszeit machen es sich viele Menschen gerne zu Hause in der warmen Stube gemütlich und greifen zu einem Buch. Welche Lektüre könnte sich da besser anbieten als „Weihnachtsgeschichten aus dem Ruhrgebiet“? In dreizehn, in sich abgeschlossenen Geschichten rund um das Fest schreibt Margit Kruse, wie die Menschen im Ruhrgebiet diese festlichen Tage erlebt haben.
Sowohl das Verfassen, als auch das Lesen dieser Buchbesprechung setzt das Vorhandensein eines vernetzten Nervensystems voraus, mit dessen Entwicklung die Stammzellen bereits während der embryonalen Phase beginnen: Mit unserem Gehirn. Der promovierte Neurobiologe Henning Beck räumt in seinem Buch „Hirnrissig“ mit einer Vielzahl von Mythen auf und will verständlich machen, was die Wissenschaft bisher über dieses spannende Organ in Erfahrung gebracht hat. Erst das Zusammenspiel von Groß-, Zwischen- und Kleinhirn ergibt ein perfektes Ganzes und natürlich geht der Autor auf die einzelnen Hirnzentren ausführlich ein. Sehr anschaulich erklärt er, was bei einer Elektroenzephalographie (EEG) gemessen wird oder was bei der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) geschieht. Der Leser erfährt, dass der Mensch seiner Amygdala, einem Teil des limbischen Systems, bestimmte Abneigungen oder Vorlieben zu verdanken hat, warum das Hirngewebe gefaltet ist und ob ein großes Hirn mehr zu leisten vermag als ein kleines.
Das erste, was Anne nach der Flucht in den Westen in die Hand bekommt, ist eine Dose Cola, und deshalb beschließt sie nicht traurig zu sein, weil die Mutter mit ihr und ihrem kleinen Bruder in der Bundesrepublik bleiben will. Im Aufnahmelager lernt sie die Comics mit Donald Duck kennen, um die sie die anderen Kinder im Osten beneidet hätten. Nachdem die Mutter ein Telefon angeschafft hat, hofft Anne vergeblich, dass sich ihr Vater, dem sie bereits vier Briefe geschrieben hat, melden würde. Als sie eines Tages glaubt ihn auf der Straße zu sehen, wird sie von einem Auto angefahren. In der Schule ist sie eine Außenseiterin, die für einige Zeit in dem türkischen Jungen Mehdi einen Freund findet, bis der mit seiner Familie wieder zurück nach Istanbul geht.