Geheimnisse auf Floreana: Die Galápagos-Affäre und ihre literarische Verarbeitung

Cover von Das schwarze Paradies von Ida Hegazi Høyer

Rätselhafte Ereignisse auf einer abgelegenen Insel

Drei bis heute ungeklärte Todesfälle und drei spurlos Verschwundene erschütterten im Jahr 1934 die auf dem Pazifischen Ozean gelegene Insel Floreana. Die Medien widmeten sich diesem reißerischen Thema ausführlich und machten es unter dem Namen „Galápagos-Affäre“ einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Den Ausgangspunkt bildete der Entschluss des Berliner Arztes Friedrich Adolf Ritter und seiner Lebensgefährtin Dore Koerwin, dem bürgerlichen Leben den Rücken zu kehren und auf einer einsamen Insel neu zu beginnen. Im September 1929 wurden sie die ersten Bewohner Floreanas.

Doch sie blieben nicht lange allein: Die Österreicherin und selbst ernannte Kaiserin Eloise Wagner de Bousquet sowie das Ehepaar Heinz und Margaret Wittmer – deren Nachfahren heute ein Hotel auf Floreana betreiben – folgten als weitere Aussteiger, die ein Leben inmitten unberührter Natur suchten.

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Spannung mit Fragezeichen: Alexander Hartungs Thriller „Was verborgen bleiben sollte“

Cover von Was verborgen bleiben sollte von Alexander Hartung

Ein ruhiger Samstag wird zum Albtraum

Eigentlich hat sich Kripochef Bergmann auf einen ruhigen Samstag gefreut. Doch wegen der Bronchitis seiner Frau muss er in einem Schmuckgeschäft ihre reparierte Kette abholen. Während der Inhaber noch eine Kundin bedient, betrachtet Bergmann einige Schmuckstücke in den Vitrinen – als plötzlich mehrere maskierte, bewaffnete Männer den Laden stürmen. Sie treiben die Kunden, eine Angestellte und den Geschäftsinhaber in einen Nebenraum, der von einem der Täter bewacht wird.

Bergmann gelingt es, heimlich per SMS seinen besten Ermittler, Kommissar Jan Tommen, zu informieren. Eigentlich hätte er das SEK verständigen müssen, doch das Verhalten der Räuber – die sich weder für den Inhalt der Kasse noch für den Schmuck in den Auslagen interessieren – lässt ihn vermuten, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Überfall handelt.

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Mord im Kaiserbad: Ein Ostseekrimi mit Lokalkolorit

Buchcover: Das Mordhaus im Kaiserbad von Elke Pupke

Ein tödliches Gespräch

Zufällig führt Wilhelm Steinberg ein Telefonat, als er vom Dach seines Hauses gestoßen wird. Sein Gesprächspartner hört noch, dass es sich bei dem Täter oder der Täterin um eine Person aus dem Haus handeln muss. In der Pension „Kehr wieder“ auf Usedom ist Das Mordhaus im Kaiserbad* das Gesprächsthema schlechthin – zumal Bruno Kerr, ein Nachbar des Ermordeten, ein gern gesehener Gast bei Sophie Kaiser und ihrer Tante Berta Kelling ist. Auch die Kellnerin Noreen Dietzen wohnt in dem Haus.

Dorfpolizist Fred Müller und Hauptkommissar Schneider kommen nach der Befragung aller Mieter zu dem Schluss, dass Wilhelm Steinberg bei allen unbeliebt war. Man hielt ihn für habgierig und unangenehm. Die zentrale Frage lautet: Wer hatte ein Interesse an seinem Tod – und wer erbt? Denn Steinberg hatte allen Mietern bereits gekündigt, um Luxuswohnungen zu errichten.

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Dunkle Spuren der Vergangenheit – ein Mordfall, der nicht zur Ruhe kommt

Buchcover: Opfer von Cathi Unsworth

DNA‑Analyse als Wendepunkt

Der Grundstein für eine DNA‑Analyse, die den Bauplan eines Lebewesens aufzeigt, wurde 1985 mit der Entdeckung spezifischer Muster gelegt. Mit der Entwicklung einer besonderen Technik, der PCR, Anfang der 1990er‑Jahre war die Bestimmung des genetischen Fingerabdrucks mit nur geringen Mengen von Speichel oder Blut möglich, was gerade für die Kriminalistik von großer Bedeutung war. So kann auch die Anwältin Mathers in dem Kriminalroman Opfer* von Cathi Unsworth einen zwanzig Jahre zurückliegenden Fall wegen neuer DNA‑Beweise neu aufrollen. Der Privatdetektiv Sean Ward soll für sie herausfinden, was damals in Ernemouth geschehen ist. Ein Opfer wurde mit zahlreichen Stichwunden in Brust und Unterleib aufgefunden, wies Brandwunden von Zigaretten auf und alle Anzeichen deuteten auf einen Ritualmord hin. Am Tatort wurde die Schülerin Corrine Woadrow blutüberströmt aufgefunden und zu lebenslanger Haft verurteilt.

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