Das Kinderbuch „Die Bunte Bande – Gemeinsam sind wir stark!“ vereint vier Geschichten um Henry, Tessa, Leo und Tom, die bis auf den zwölfjährigen Henry elf Jahre alt sind. Die erst siebenjährige Schwester von Tom wurde gerade erst in die Bunte Bande aufgenommen, als eines Tages sämtliche Möbel und sogar ein wertvolles Schlagzeug von dem neuen Hausmeister aus ihrem Kellerraum einfach an den Straßenrand gestellt werden. Doch kann er ihnen sofort einen Bauwagen als Ersatz anbieten. „Der neue Bandentreff“ verfügt im Gegensatz zum Keller sogar über Fenster und muss nur noch von den Kindern aufgeräumt werden.
Als begeisterte Basketballspielerin darf Tessa auf keinen Fall zu spät zum Spiel kommen, doch hat die Bunte Bande mit allerlei Widrigkeiten beim „Turnier mit Hindernissen“ zu kämpfen. Als eines Tages „Mitglieder für die Schulband gesucht“ werden, freut sich Henry, der Schlagzeug spielt.
weiterlesenDie Bunte Bande – Gemeinsam sind wir stark! von Ronald Gutberlet und Corinna Fuchs
In dem Kinderbuch „Ida, Paul und die Dödeldetektive“ von Mikael Engström sind die Eltern von Ida beide berufstätig und haben es morgens immer sehr eilig. Deshalb muss Ida häufig ihren kleineren Bruder Leonardo, den sie allerdings nur Zappel nennt, auf den Weg zur Schule zum Kindergarten bringen. Mit ihrem besten Freund Paul besucht sie die erste Klasse. Die Zwillinge Tim und Tom halten sich für die Klassenbesten, doch für Ida sind sie die letzten Dödel der Schule.
Wie leicht junge Menschen in unserer vom Christentum geprägten Kultur vom Islam beeinflusst werden können, zeigt Christian Linker in seinem Jugendroman „Dschihad Calling“ am Beispiel des achtzehnjährigen Jakob auf. Nach dem Abitur zieht dieser zu seiner Freundin Liz in eine WG nach Bonn, wo er ein Studium aufnimmt. In einer Unterführung kann er eine verschleierte, in Jeans und knallroten Docs gekleidete junge Frau vor dem Zugriff durch Hooligans retten. Ohne sich bedankt zu haben, verschwindet sie, doch geht sie Jakob nicht mehr aus dem Kopf, der von ihren Augen fasziniert ist. Durch Zufall erkennt er sie auf einem Pressefoto wieder und erfährt aus dem Begleitartikel, dass Samira Mitglied eines Vereins ist, der vom Geheimdienst überwacht wird.

Der Gedanke, dass alles Leben in der Bewegung erstarrt, ist in der Literatur nicht neu, denn schon in dem Märchen Dornröschen ist der Hofstaat in einen schlafähnlichen Zustand verfallen. In dem Kinderbuch „Hamish und die Weltstopper“ lebt der zehnjährige Hamish mit seiner Mutter und seinem Bruder Jimmy in Starkley, Großbritanniens viertlangweiligstem Ort. Die Familie vermisst den Vater, der vor Monaten verschwunden ist und nicht mehr nach Hause kam. Hamish ist von seinem Dad nur eine Uhr, eine Explorer, geblieben. In der Schule wird er von Scratch Tuft und Mole Stunk wegen seiner Chomp-Riegel bedrängt und muss sich außerdem vor Grenville Bile fürchten. Mitten im Unterricht von Mr. Longblather setzt plötzlich eine Pause ein und für Sekunden bleibt die Welt stehen. Niemand, außer Hamish, kann sich mehr bewegen. Als er wieder einmal von seinen Mitschülern bedroht wird, kommt ihm die erneute Pause gerade recht. Hamish stellt fest, dass die Pausen von einem Blitz eingeleitet und immer länger werden. Er nutzt die folgenden Gelegenheiten, um mit einer Vespa durch den Ort zu fahren und sich Leckereien im Süßwarenladen bei Madame Couscous zu holen, den er wegen eines Hausverbots nicht mehr betreten darf.
Die fünfzehnjährige Robie lebt mit ihren Eltern auf den Midway Inseln, einem Korallenatoll im pazifischen Ozean. Im Juni ist sie bei ihrer Tante Jilian in Honolulu zu Besuch und will mit dem Versorgungsflugzeug, das einmal im Monat fliegt, nach Hause. Robie versucht vergeblich, ihre Eltern von ihrer Ankunft zu informieren, doch leider funktioniert die telefonische Verbindung via Satellit wieder einmal nicht und ein Handyempfang ist dort wegen eines Funklochs sowieso nicht möglich.
„Die Prophezeiung“ ist der Auftakt der neuen Fantasy-Trilogie „Die Chroniken von Toronia“ von J. D. Rinehart. Die Handlung ist im Königreich Toronia angesiedelt, in dem der grausame König Brutan herrscht. Seit tausend Jahren kennt Toronia nichts als Krieg. Doch in einer alten Prophezeiung wird vorausgesagt, dass drei Erben die Macht des Königs beenden werden und eine neue Zeit des Friedens für das Reich anbricht. So schöpfen die Menschen neue Hoffnung, als der in der Vorhersage angekündigten Dreistern am Himmel alles andere überstrahlen.
Kinder sind von Natur aus ungeduldig und möchten alles am liebsten sofort haben. Ganz besonders betrifft das die ganz Kleinen, für die selbst ein so alltäglicher Begriff wie „morgen“ völlig abstrakt ist. Sogar Erstklässler erwarten das Ziel einer Urlaubsreise meistens schon ungeduldig, wenn die Reise gerade erst angetreten wurde, weil sie auch noch nicht das gleiche Zeitgefühl wie Erwachsene haben. Sam Usher hat in seinem Kinderbuch „Mein Schneetag“ diese Ungeduld zum Thema gemacht.
Es liegt in der Natur eines Kleinkindes, alles auszuprobieren und möglichst früh selbstständig Handlungsabläufe des täglichen Lebens zu meistern. Da bildet auch Henry keine Ausnahme. Nur in den Augen seiner Eltern sowie Geschwister Linn und Sven bleibt er deren kleiner großer Henry, den sie den ganzen Tag betüddeln wollen. Alle möchten ihm das Müsli zubereiten und beim Zähneputzen behilflich sein, obwohl Henry das längst alleine kann. Und er besteht auch darauf! Er will selbst entscheiden, was er anziehen wird, und er verbringt einen herrlichen Tag mit seinem Freund Lennard, den er ganz alleine besucht hat.