Kinder sind von Natur aus ungeduldig und möchten alles am liebsten sofort haben. Ganz besonders betrifft das die ganz Kleinen, für die selbst ein so alltäglicher Begriff wie „morgen“ völlig abstrakt ist. Sogar Erstklässler erwarten das Ziel einer Urlaubsreise meistens schon ungeduldig, wenn die Reise gerade erst angetreten wurde, weil sie auch noch nicht das gleiche Zeitgefühl wie Erwachsene haben. Sam Usher hat in seinem Kinderbuch „Mein Schneetag“ diese Ungeduld zum Thema gemacht.
Nach dem Aufwachen stellt ein kleiner Junge freudestrahlend fest, dass es geschneit hat, und er will so schnell es geht in den Park. Er zieht sich an und treibt seinen Großvater aus dem Bett, damit sie die Ersten im Schnee sind. Doch Opa duscht sich erst einmal in aller Seelenruhe und bindet seine Krawatte. Enttäuscht blickt der Junge immer wieder nach draußen und sieht seine Freunde auf Skiern und mit dem Schlitten fahren.
Es liegt in der Natur eines Kleinkindes, alles auszuprobieren und möglichst früh selbstständig Handlungsabläufe des täglichen Lebens zu meistern. Da bildet auch Henry keine Ausnahme. Nur in den Augen seiner Eltern sowie Geschwister Linn und Sven bleibt er deren kleiner großer Henry, den sie den ganzen Tag betüddeln wollen. Alle möchten ihm das Müsli zubereiten und beim Zähneputzen behilflich sein, obwohl Henry das längst alleine kann. Und er besteht auch darauf! Er will selbst entscheiden, was er anziehen wird, und er verbringt einen herrlichen Tag mit seinem Freund Lennard, den er ganz alleine besucht hat.
Nach einer Online-Studie der Universität Koblenz-Landau sollen über die Hälfte der rund zweitausend befragten Schüler der Klassen eins bis dreizehn bereits direkt von Mobbing betroffen gewesen sein, wobei es eher die schwächlich wirkenden, übergewichtigen oder schüchternen Kinder trifft. So werden auch Lise und Paul in dem Kinderbuch „Ksss! – Lise, Paul und das Garderobenmonster“ von ihren Klassenkameraden ausgegrenzt. Paul, weil er einen Sprachfehler hat, für sein Alter zu viel wiegt, sich nur langsam bewegt und nicht gerne Fußball spielt. Und Lise wegen ihrer roten Lederlatzhose, die Marlen, Nina und Suki doof finden, weshalb sie Lise nicht mitspielen lassen.
Hannes verkündet eines Tages seiner Mutter, dass er in die Welt hinaus ziehen will. Doch selbst jetzt, als er schon seinen Rucksack zu packen beginnt, glaubt ihm seine Mutter nicht so recht, geht ihrer Arbeit nach und telefoniert schließlich. So kann Hannes sie nicht einmal nach dem Proviant fragen und steckt sich ein, was er in der Küche findet. Um die Mutter nicht beim Telefonat zu stören, winkt er nur und macht sich auf den Weg.
Einem kleinen Affen ist es im Zoo langweilig geworden, denn es geschieht nichts Aufregendes. Weil auch die anderen Tiere nur noch einen gelangweilten Eindruck hinterlassen, bleiben die Besucher aus. Doch dann bittet der große Löwe den kleinen Affen, ihn in seinem Gehege zu vertreten, weil er zur Hochzeit seiner Schwester nach Afrika reisen möchte. Der kleine Affe ist begeistert, denn wie der Löwe nur herumliegen und brüllen, das kann er auch!
Ferdinand Menzel ist in Anni, die Schwester seines Freundes August Zerbe, verliebt. Doch nach dem Willen ihrer Eltern soll sie mit dem vermögenden Ernst Dunker verheiratet werden. Als Ferdinand beobachtet, wie Ernst sie zum Tanz bittet, fasst er den Entschluss, dem Drängen von August nachzugeben. So melden sich beide kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Freiwillige an die Front. Bevor die Jungen für das Vaterland nach Frankreich in den Krieg ziehen, bekommt Ferdinand von einem alten Kriegsveteran eine Ledertasche, die ihn beschützen soll. Seine letzte Nacht in der Heimat verbringt er zusammen mit Anni. 
Jedes Kind hat sich schon einmal mit Geschwistern, einem Nachbarkind, mit Kindern auf dem Spielplatz oder im Kindergarten gestritten. Meistens ist der Streit schnell beigelegt und vergessen. Doch was empfinden Kinder, wenn sich die Erwachsenen, ihre Eltern, streiten? Obwohl die Mutter eines kleinen Mädchens in dem Buch Was meine Eltern von mir lernen können behauptet, mit dem Vater gerne zu streiten, ist die Kleine davon absolut nicht überzeugt. Denn wenn sie abends im Bett liegt, hört sie ihre Mutter weinen. Während die ihrem Mann vorhält, dem Alkohol zuzusprechen, flüchtet er in sein Zimmer und sie sitzt alleine im Wohnzimmer.
Nachdem Leon unschuldig in einer Jugendstrafanstalt einsitzen musste, konnte er eine Arbeit in einem Blumenladen bei André und Camilla Samper finden. Am meisten interessiert sich Leon aber für ihre Tochter Laura, die ihn mit ihren Freunden aus betuchten Elternhäusern bekannt macht. Als alle zu einem Wochenendausflug in ein Golfclubhaus am Starnberger See eingeladen werden, ist Leon davon wenig begeistert. Die Jungen sorgen auch gleich bei der erstbesten Gelegenheit dafür, dass Leon einen peinlichen Auftritt hat.
Für sein Alter ist Frank Einstein ein Genie. Während seine Eltern in der Antarktis weilen, experimentiert er mit seinem langjährigen Freund Watson in der von seinem Großvater Grampa Al zu einem Wissenschaftslabor umfunktionierten Garage in Midville. Frank will unbedingt den diesjährigen Wissenschaftspreis gewinnen. Aus einem Sammelsurium ausrangierter Sachen baut er einen Roboter zusammen, der jedoch durch einen Blitz zerstört wird. Plötzlich hört Frank die Stimme eines Roboters, der sich Klink nennt und der sich selbst neu zusammengesetzt hätte. Kurz darauf gesellt sich Klank, ein weiterer Roboter mit künstlicher Intelligenz zu ihnen. Und natürlich kommt auch Watson aus dem Staunen über die Roboter nicht mehr heraus.