Zerrissene Wege – Ein Leben zwischen Pflicht und Verlust

Buchcover des Kriminalromans Der Bund

Familiäre Prägung und berufliche Entscheidung

Leo Leutzinger hat das Ingenieurbüro mit acht Angestellten von seinem Vater übernommen. Auf dessen Drängen holte er sich Marc, einen unermüdlichen Auftragsjäger mit dem Fokus aufs Geldverdienen, als Geschäftspartner ins Boot. Obwohl Leo das Unternehmen bereits seit sieben Jahren leitet, haftet ihm noch immer das Etikett des „Juniorchefs“ an. Eigentlich hätte Leo lieber eine Schreinerei gegründet, doch nach dem Tod der Mutter konnte er sich gegen den autoritären Vater nicht durchsetzen und entschied sich für ein Ingenieurstudium. Nun, mit fast siebenunddreißig Jahren, steht er an einem Wendepunkt: Er muss das Büro verkaufen, bevor er zu alt ist, um beruflich noch einmal neu anzufangen.

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Mörderischer Feldzug von Andrea Gerecke

Mörderischer FeldzugDie 8-jährige Karla Becker aus Minden-Hahlen will am Sonntag bei ihrer Freundin Mirijam übernachten. Am Montag wartet ihre Mutter Katharina nach der Schule vergeblich auf sie und macht sich Sorgen. Von der Freundin erfährt die Mutter, dass sich die Mädchen gestritten und getrennt haben. Bald wird auch zur Gewissheit, dass Karla auch nicht in der Schule war. Denn der Paketbote Horst Engelmann hat Karla aufgegriffen und es folgt sein „Mörderischer Feldzug“.

Kriminalhauptkommissar Alexander Rosenbaum, gerade von Berlin nach Minden versetzt, hat den Eltern der kleinen Karla eine schlimme Nachricht zu überbringen. Ihre Tochter wurde tot aufgefunden, nachdem sie sexuell missbraucht wurde. Karla war zuletzt im Pferdestall bei Paul Mertens, dem stotternden Dorftrottel. Alle Indizien sprechen gegen ihn und das langt für Rosenbaum und seine Kollegin Heike Langenkämpfer von der Spurensicherung aus, Paul in Untersuchungshaft zu nehmen.

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Mörder im Zug von Frank Goyke

Mörder im ZugDie Mordkommission in Rostock sieht sich vor eine neue Herausforderung gestellt: Während einer nächtlichen S-Bahn-Fahrt wird der Lette Andriejus Medanauskas laut Obduktionsbericht mit acht Messerstichen getötet. Da sich der „Mörder im Zug“ befunden haben muss, konzentrieren sich die Vernehmungen der ermittelnden Beamten Jonas Uplegger und Barbara Riedbiester auf eben diese Personen, die mit im Zug gesessen haben. Rüdiger Sokolowski vom Bahnschutz kann ihnen glücklicherweise ziemlich präzise Angaben darüber machen, welche Fahrgäste wo hinzu- bzw. ausgestiegen sind. Und immerhin sind ihm zwei Rocker aufgefallen, die das Rauchverbot missachtet haben.

Von der Familie des Toten erfahren Uplegger und Riedbiester, dass der auf einer Störfarm als Produktionsleiter Beschäftigte einen Betriebsrat gründen wollte und sich damit kaum bei seinem Chef beliebt gemacht haben dürfte. Die Eltern des Ermordeten betreiben zwei nicht gut gehende Restaurants und die Gerüchteküche weiß von Geldwäsche und Mafia zu berichten.

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Das Matratzenhaus von Paulus Hochgatterer

Das MatratzenhausMit einem Epilog „Wie es gewesen sein muss“ beginnt Paulus Hochgatterer seinen Roman „Das Matratzenhaus“. Eine Frau geht mit einem Mädchen eine flache Anhöhe empor. Bevor sie das Haus betreten, ergreift das Mädchen ihre Hand. Zwei Männer und eine Frau unterhalten sich in einer fremden Sprache in der Halle. Sie bekommt von einem der Männer einen Umschlag und lässt das Mädchen los. Sie zählt das Geld aus dem Umschlag und verlässt das Haus, ohne sich umzublicken. Vielleicht lacht sie, vielleicht schreit sie auch.

Raffael Horn ist Psychiater im örtlichen Krankenhaus der fiktiven österreichischen Kleinstadt Furth am See. Seine Frau Irene arbeitet als Lehrerin, spielt leidenschaftlich Cello und hat ein Verhältnis mit einem durchgeknallten Benedektinermönch. Er befasst sich mit einer früh gestörten Selbstverletzerin und scheitert an dem Versuch die Zuneigung zu seinem Sohn Tobias zu finden. Nur der Sex mit seiner Ehefrau ist für ihn noch immer das Beste, was es gibt.

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Engel des Vergessens von Maja Haderlap

Engel des VergessensDas Mädchen lebt mit ihren Eltern, Geschwistern und der Großmutter in Kärnten, nahe der slowenischen Grenze. Ihre Großmutter erzählt oft von früher, vom Krieg und vom KZ in Ravensbrück. Sie hat ihr Lagerheft noch aufbewahrt und blättert darin. Der Enkelin erzählt sie von ihrer Heimkehr und den vielen verhafteten Nachbarn, die in den Tod geschickt wurden. Auf Spaziergängen kommen sie an unbewirt- schafteten Höfen vorbei, deren Bewohner im Krieg geblieben sind. Die Enkelin hört, dass auch andere von ihrer Flucht berichten, wie sie im Lager überlebt haben und von Internierungslagern für Kinder ist die Rede. Sie besucht ein ehemaliges KZ und sieht dort den Vater zum ersten Mal weinen. Von einem Tonband hört sie die Schreie von Kindern, die nach der Mutter rufen.

Maja Haderlap lässt in „Engel des Vergessens“ ein Mädchen in der Ich-Form von ihrer Kindheit berichten, wie sie mit der Großmutter für den Vater Zigaretten schmuggeln soll, wie sie mit einer Kindergruppe nach Bibione fährt und wegen eines traumatischen Erlebnisses Angst hat schwimmen zu lernen. Das Verhältnis der Eltern ist gespannt und manchmal sieht sie die Mutter weinen.

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Parasiten von Marina Heib

ParasitenIn dem Thriller „Parasiten“ von Marina Heib ist Christian Beyer der Chef der Soko, einer Sondereinheit, die zum Zweck der Jagd nach Serienkillern gegründet wurde. Die auf ungewöhnliche Weise zugerichtete Leiche von Henning Petersen, eines jungen Volontärs der Hamburger Morgenpost, gibt nicht nur ihm Rätsel auf. Wenn er an einem brisanten Fall gearbeitet hätte, müsste sein Kollege Walter Raumsauer davon gehört haben, was aber augenscheinlich nicht der Fall war. Zusammen mit seinen Kollegen Eberhard Koch, einem Spezialisten in der Spurensicherung, Daniel Meyer-Grüne, der sich als ehemaliger Hacker unverzichtbar gemacht hat, Volker Jung, einem Verhörspezialisten und Pete Altmann, einem Sprachgenie, führen ihn die Ermittlungen zum Lover des Ermordeten: Danylo Savchenko.

Psychologie-Dozentin Anna Maybach ist mit Kommissar Beyer liiert. Sie liebt klassische Musik und hat erst kürzlich ein Konzert besucht. Danylo Savchenko sollte mit Sofia Suworow auftreten, die er schon seit seinen Kindheitstagen aus Moskau kennt.

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Rezension: „Twin-Pryx – Zwillingsbrut“ von John Asht – Fantastischer Abenteuerroman mit Tiefgang

Buchcover des Romans Twin-Pryx – Zwillingsbrut

Eine Reise ins Übernatürliche mit historischem Fundament

Zum Auftakt von „Twin-Pryx“* verschlägt es Cyan Grünauge auf Geheiß des Herrn der Finsternis nach Transsilvanien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Leserinnen und Leser, die John Ashts geheimnisvolle Heldin bereits aus früheren Romanen kennen, dürfen sich auf ein Wiedersehen freuen – für alle anderen eröffnet sich ein spannender Einstieg in eine phantastische Geschichte voller Rätsel und Faszination.

Umfangreiches Epos mit weltgeschichtlichem Rahmen

Mit über 900 Seiten ist „Twin-Pryx – Zwillingsbrut“* ein gewaltiges literarisches Werk – sowohl im Umfang als auch in der erzählten Tiefe. Die Geschichte beginnt in Transsilvanien, einem legendären Ort der europäischen Übernatürlichkeit, und führt in die Wirren des Zweiten Weltkriegs.

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Der Proband von Guido Kniesel

Der ProbandVor über einem Jahr hat sich die Frau von Paul Amon mitsamt der 6-jährigen Tochter auf und davon gemacht. Die Alkoholexzesse ihres Mannes wollte sie sich und der Kleinen nicht länger zumuten. Bis heute hat es Paul einfach nicht geschafft, davon loszukommen. Auch jetzt sitzt er wieder in seiner Lieblingskneipe. Er hat eine Verletzung am Kopf und kann sich nicht erinnern, woher sie rührt. Doch es tauchen immer diese bruchstückhaften Erinnerungen an ein Mädchen in Todesangst auf. Erst, als Paul eine Unterhaltung der anderen Gäste aufschnappt, nimmt sein Verdacht immer konkretere Formen an. Ein junges Mädchen soll auf offener Straße vergewaltigt worden sein. Zum Glück hat der Täter von seinem Opfer gelassen, weil ihm jemand einen Schlag auf den Hinterkopf verpasst hat. So erklärt sich also seine Verletzung! Es passt alles zusammen. Er hat einen Filmriss und kann sich an nichts mehr erinnern. So weit ist es mit ihm schon gekommen? Dass er Mädchen vergewaltigt? Er muss etwas unternehmen, es kann und darf so nicht weitergehen.

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Der Fluch der Dogon von Christof Wackernagel

Der Fluch der DogonStefan Raschmann lebt und arbeitet seit Jahren in Mali als Schreiner. Für Dauda Wueleguem, einen betuchten Afrikaner, soll er eine Küche anfertigen. Als er jedoch die Bekanntschaft eine seiner Frauen macht, ist er sofort von ihr angetan. Er trifft sich mit Fatoumata öfter als nötig und die Beiden verlieben sich ineinander. Obwohl Stefan mit vielen afrikanischen Bräuchen vertraut ist, ahnt er nichts von den Problemen, die eine solche Verbindung nach sich ziehen. Sein Arbeitskollege Abdulaj warnt ihn immer wieder und fürchtet ein drohendes Unheil. Doch Stefan trägt noch an einer Last aus seiner Vergangenheit, über die er mit niemandem sprechen mag und schlägt alle Warnungen in den Wind.

Unterdessen erwirbt Philipp Laube von Jussuf eine Maske zu einem astronomischen Preis, die er nach Deutschland schmuggeln will. Dieser Maske Awa wird eine jahrtausendealte Magie der Dogon nachgesagt und nur alle 60 Jahre wird sie für ein Ritual benutzt. Jussuf kommt unmittelbar nach der Übergabe auf mysteriöse Weise ums Leben.

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Das schönste Wort der Welt von Margaret Mazzantini

Das schönste Wort der WeltGemma ist verheiratet und lebt mit Giuliano in Rom. Vor 16 Jahren ist sie ihm unter ungewöhnlichen Umständen begegnet. Heute, mit 53 Jahren, erhält sie völlig unverhofft einen Anruf von Gojko aus Sarajevo. Gemma müsste unbedingt zu einer geplanten Kunstausstellung kommen, bei der auch Fotos von Diego gezeigt werden, dem Vater ihres Sohnes Pietro. Erinnerungen werden wach, Diego, ihre große Liebe. Wie die Zeit vergeht! Warum meldet sich Gojko erst jetzt? Sie zögert, aber schließlich kann Gojko sie doch überreden. Mit Pietro fliegt sie nach Sarajevo, ohne zu ahnen, welchen Geheimnissen sie dort auf die Spur kommen wird.

In dem Roman „Das schönste Wort der Welt“ von Margaret Mazzantini begibt sich Gemma auf die Spuren ihrer Vergangenheit und erinnert sich, wie alles vor 24 Jahren begann. Als 29-Jährige hat sie an ihrer Masterarbeit geschrieben und Gojko war in Sarajevo ihr Fremdenführer. Er hat sie mit Diego bekannt gemacht, einem 24-jährigen Fotografen aus Genua. In dieser Liebe hat sie keine Zukunft gesehen und heiratet ihren Verlobten aus Rom.

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