Prypjat ist eine für die Arbeiter von Tschernobyl errichtete Stadt und liegt nur vier Kilometer vom Reaktor entfernt. Als am 25. April 1986 das Unglück im Atomkraftwerk seinen Lauf nahm, hatte das verheerende Folgen für die viel zu spät evakuierte Bevölkerung, unter denen viele Kinder waren. Javier Sebastián hat mit „Der Radfahrer von Tschernobyl“ den vielen Opfern und vor allem einem ganz besonderen Menschen ein Denkmal setzen wollen. Eine dem Leser nicht näher vorgestellte Person erzählt teilweise in der Ich-Form vom Leben und Wirken dieses besonderen Menschen:
Prof. Wassili Nesterenko (1934-2008) von den Bewohnern nur Wasja genannt, war ein führender Wissenschaftler und hat selbst für die Regierung einen Reaktor konstruiert. Nach dem Unglück hat man ihn zu Rate gezogen um zu verhindern, dass ganz Europa „zur Hölle fährt“. Auf Anordnung hat er das Gelände mit einem Hubschrauber überflogen und erste Maßnahmen angeordnet. Doch weil er Manipulationen in großem Umfang aufgedeckt hat, wurde ihm gedroht und es wurden sogar zwei Attentate auf ihn verübt.
weiterlesenDer Radfahrer von Tschernobyl von Javier Sebastián
Klara Schindler, eine Deutsche, hält sich am 27. Februar 1933 in Kopenhagen auf, als auch sie die Kunde über den Reichstagsbrand in Berlin erreicht. Sie arbeitet für die Komintern, ein weltweiter Zusammenschluss der Kommunisten, und erhält einen neuen Spionageauftrag „Unter dem Schatten des Todes“. Als Korrespondentin einer britischen Zeitung getarnt soll sie mit gefälschten Papieren nach Berlin und aufklären, wer den Brand gelegt hat.
Der Roman „Fast genial“ von Benedict Wells beruht auf der wahren Geschichte der „Samenbank der Genies“, die der millionenschwere Geschäftsmann Robert Graham gegründet hat und aus der 217 hochintelligente Kinder entstanden sein sollen. Graham war von dem Gedanken getrieben, dass die intelligenten Menschen aussterben, während sich die Dummen unaufhörlich reproduzieren!
Jeásh, der in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, lebt in einer Heil- und Verwahranstalt für Irre und seelisch Beschädigte in Toch Eleth. An schlimmen Tagen ritzt er sich mit einem scharfen Gegenstand seinen Namen in die Haut und sein Körper ist von Narben gezeichnet. Wie alle Menschen wird er von zwei Engeln begleitet: Dem weißen Engel Malach, der ihn beschützen und ihm helfen soll, den richtigen Weg in seinem Leben zu finden, und dem schwarzen Engel Ezariel, der seine Seele ins Verderben stürzen soll. Als sich Jeásh eines Tages aus Verzweiflung das Leben nehmen will, ringt Malach mit dem schwarzen Engel, doch ist er kaum noch in der Lage, seinen Schützling vor dem Tod zu bewahren. Er sieht nur noch einen Ausweg und gibt Jeásh etwas von seinem Herzblut, das Wertvollste, das ein Engel nur einmal zu geben vermag.
In dem sehr ungewöhnlichen Krimi „Aus. Amen!“ von Walter Müller ist nichts so, wie es scheint. Der 61-jährige Martin Klinger wird von seiner Putzfrau Jovanka Eberherr tot unter einem Stapel Bücher aufgefunden. Oberinspektor Hermann Bauer von der Kripo Salzburg versucht nun mit seiner Kollegin Edith Kuzmany herauszufinden, ob es sich um Mord, Selbstmord oder lediglich um einen Unfall handelt. Bei dem Toten wird kein Handy gefunden, dafür aber 10.000 Euro in bar und Pornocassetten, die zu allerhand Spekulationen Anlass geben. Doch kann die Gerichtsmedizinerin Dr. Elisabeth Taschner keine Spermaspuren nachweisen, die man zu finden glaubte. Besondere Aufmerksamkeit wird auch dem weißen Inhalt eines Briefchens gewidmet, denn wer Pornos ansieht, konsumiert sicher auch Kokain.
New York hat viele Gesichter. „Cracktown“ ist eines davon und hier dominiert Gewalt in jeder nur denkbaren Form. Um das Leben, das eigentlich gar keines ist, auszuhalten, wird gekifft, ein Schuss nach dem anderen gesetzt oder die Bazooka abgefeuert, wie sie es nennen. So greift auch Londa auf die Bazooka zurück, weil sie von ihrem Mann brutale Prügel einstecken muss. Sie weiß, wo sie sich den Stoff besorgen kann und muss dafür lediglich jemandem einen blasen.
Rock lebt in Kleinanatolien und einer seiner besten Freunde ist Lemmy. Er hat das beste Gras, von dem er selbst auch oft und gerne konsumiert. Senef, die vorübergehend bei ihm einquartiert ist, berichtet von Schwanzverlängerungen so lang wie „Das Schwert des Ostens“. Als Rock sich auf den Weg zu einer Vorstellung im Pornhouse Kino macht, findet er den Pornokönig Willi übel zugerichtet vor. Gemeinsam mit dem tollpatschigen Bullen Guttmann will er herausfinden, wer Willi dermaßen mitgespielt hat. 
Ediew Chasimikow hat durch Zufall ein Gespräch tschetschenischer Terroristen aufgeschnappt. Den Inhalt gibt er weiter, bis das „Geheimnis“, bei dem es sich um eine „Mörderische Fracht“ handelt, bei der Russin Elena Bakarova landet. Dabei geht es um einen Anschlag auf einen russischen Öltanker. Elena, die das verhindern will, schlägt sich zu ihrem alten Vertrauten, dem Neuropsychologen Dr. Thomas Nyström nach Deutschland durch und entgeht dabei nur knapp dem Tod. Denn der ehemalige Bosnienkämpfer Yves Morisaitte hat mit ihr noch eine alte Rechnung zu begleichen. Dr. Nyström hat vor zwei Jahren versucht, Morisaitte mit einer Überdosis Insulin zu töten, da dieser seine Geliebte Helen Jonas umgebracht hat. Morisaitte sinnt nun seit zwei Jahren auf Rache und hat es ebenfalls auf die Schwester von Helen, auf Anna Jonas abgesehen. Dr. Nyström wiederum plagen Schuldgefühle, da er sich seinerzeit der Künstlerin Jaqueline van t-Hoff bedient hat. Sie war die Geliebte von Morisaitte und hat ihn an Dr. Nyström verraten. Der konnte den Verrat allerdings nicht für sich behalten und hat damit den Mord an Jaqueline heraufbeschworen.
Robert Naumann lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern Hannah und Emma in Berlin. Die Familie bezieht Hartz IV und Robert hat längst gemerkt, dass es sich innerhalb dieser Bedarfsgemeinschaft, so die offizielle Bezeichnung, nicht lohnt, wenn einer berufstätig ist. So bleibt er lieber arbeitslos und wird regelmäßig im Jobcenter bei Frau Steputat im Zimmer 211 vorstellig. Als er nicht die vorgeschriebenen Bewerbungen vorweisen kann, werden ihm die Leistungen gekürzt. Ihm wird ein Job bei der Post angeboten, was bei ihm Erinnerungen an eine frühere Tätigkeit dort weckt. Doch schlecht bezahlte und sinnlose Arbeit lehnt er entschieden ab und stößt auf Unverständnis bei seiner persönlichen Ansprechpartnerin. Robert Naumann versucht sich als Spargelstecher und Hüpfburgbeauftragter und möchte eigentlich lieber Popstar werden.