Vom ersten Mal und der Achterbahn der Gefühle

Buchcover des Jugendromans Tick Tack Fuck

Ein Jugendlicher in der Krise

Nur noch wenige Tage, dann feiert Xaver von Göttschling seinen siebzehnten Geburtstag. Doch statt Vorfreude quält ihn ein einziges Problem: Er ist immer noch Jungfrau! Das muss sich unbedingt schnell ändern, denn was er momentan durchlebt, ist die reinste Hölle.

Sein größtes Hindernis? Seine Traumfrau Charly. Immer wenn er sie ansieht, versagt ihm die Stimme – und zu allem Überfluss bekommt er auch noch eine Erektion. Sein Freund Leo hat wenig Verständnis: Für ihn ist Charly bloß eine Schlampe, eine Bitch, die mit jedem schläft, der entweder gute Kontakte, ein Auto oder Kohle hat.

Zwar hat Xaver ebenfalls eine Freundin – Toni. Doch die kennt er seit seiner Kindheit und betrachtet sie eher wie eine Zwillingsschwester. Für sein Vorhaben kommt sie definitiv nicht in Frage.

weiterlesenVom ersten Mal und der Achterbahn der Gefühle

Das kleine QuEntchen Glück von Klaus Puth

Das kleine QuEntchen GlückUm im Leben voran zu kommen, etwas zu erreichen, Erfolg zu haben, braucht es… Ja, was braucht es da manchmal? Genau! Das kleine QuEntchen Glück*. In seinem gleichnamigen Buch hat Klaus Puth eine Reihe von Situationen dargestellt, in denen wir genau auf dieses kleine Quentchen angewiesen sind, ohne uns dessen in jeder Lage bewusst zu sein. Wie ist das nochmal, wenn wir pünktlich irgendwohin müssen, einen Termin haben, und dann in der Eile nicht mehr wissen, wo wir den Wohnungsschlüssel gelassen haben? Oder wenn wir uns hastig auf den Weg zur Bushaltestelle machen? Der Bus kann uns wie die Straßenbahn oder der Zug vor der Nase wegfahren und wir sehen nur noch die Rücklichter. Auf der anderen Seite können wir Glück haben, der Busfahrer hat ein Einsehen oder es steigen so viele Leute aus und ein, dass wir es gerade noch rechtzeitig schaffen.

weiterlesenDas kleine QuEntchen Glück von Klaus Puth

Das Wasserhaus von Reinhard Schultze

Das WasserhausDie diesjährige Dürrekatastrophe in Südeuropa hat zur Folge, dass in Italien der Gardasee austrocknet und die Kleinbauern in Spanien um ihre Existenz bangen, da enorm viel Wasser für den Anbau von Erdbeeren benötigt wird. Mit diesem Problem wird auch die Protagonistin Marianne Holzrichter konfrontiert, die dem Aufsichtsrat einer Wasseraufbereitungsgesellschaft angehört, als sie eines Tages gebeten wird, unbedingt Herrn Obereke aus Südafrika kennenzulernen. Dort, so erfährt sie, vermischen sich die sauren Grubenwässer aus stillgelegten, überlaufenden Gruben mit dem Grundwasser, wobei giftiges Sulfat entsteht, das wiederum in den Flüssen landet. Für Südafrika sind die Folgen aufgrund des Abbaus nicht nur von Kohle, sondern auch von Diamanten, Erzen, Gold und Platin weitaus dramatischer als für Deutschland, so dass ganzen Landstrichen ein ökologisches Todesurteil droht. Für die Rettung Afrikas käme nur sie infrage.

Der mit Hans-Joachim, von allen nur Forscher genannt, verheirateten Marianne gehört Das Wasserhaus* sowie die seit Jahrhunderten in Familienbesitz befindliche Burg Gauchstein, von der seit 1945 allerdings nur noch eine Ruine übrig ist.

weiterlesenDas Wasserhaus von Reinhard Schultze

Damals, im Sommer von Wei Jie und Li Xiaoguang

Ein Bilderbuch aus China!

Damals, im SommerIm Alter von neun Jahren ist Wei Jie mit ihrer Familie aus dem Dorf Jianchi in der chinesischen Provinz Shaanxi in die Stadt Hanzhong gezogen, weil ihr Vater dort eine Arbeit fand. Der Abschied vom Heimatdorf hat bei der Autorin, wie sie im Anhang ihres Bilderbuches Damals, im Sommer* schreibt, unterschiedliche Gefühle erzeugt, denn einerseits fiel ihr die Trennung vom Vertrauten schwer, andererseits war sie gespannt auf das Neue, das sie erwarten sollte. Zu den knappen, in grüner Schrift gehaltenen Textzeilen hat Li Xiaoguang schwarz-weiß Illustrationen hinzugefügt, die bereits auf der ersten Seite mit einem Blick auf ein weites Land verdeutlichen, was es für die Familie heißt, Abschied zu nehmen. Als Onkel Liu adieu sagen will, haben sich die Kinder im Garten versteckt und anhand der Illustration wird ihre helle Freude daran gezeigt, wie er gegen einen Wachskürbis läuft.

weiterlesenDamals, im Sommer von Wei Jie und Li Xiaoguang

Schwestern wie Ebbe und Flut von Thesche Wulff

Schwestern wie Ebbe und FlutDie in Hamburg wohnende Mira lässt sich mit der Fähre zur Taufe ihrer Nichte nach Amrum übersetzen. Mit gemischten Gefühlen betritt sie neben dem Apartmenthaus ihrer Schwester Anke das ehemalige Kapitänshaus, das sie nach dem Tod ihres Patenonkels Ocko von ihm geerbt hat und erinnert sich an ihre früheren Besuche und seine Geschichten. Zurück in Hamburg, erhält Mira vier Monate später von Anke einen Anruf: Ein Orkan hätte das Dach des Kapitänshauses abgedeckt und den Schuppen zerstört. Die vom Wind hinterlassene Unordnung wäre ihren Gästen nicht zuzumuten. Sollte Mira nicht sofort nach Amrum kommen, würde das alte Haus abgerissen.

Mira bleibt nichts anderes übrig als sich freizunehmen und das Treibgut aus dem Schuppen einzusammeln, so, wie sie es als Kind mit Ocko auch immer gemacht hat. Dabei fällt ihr ein Weidenkorb in die Hände, der sie an die Geschichte ihres Onkels erinnert, in der er einst diesen Korb mit einem Baby darin liegend aus dem Wasser gerettet haben will.

weiterlesenSchwestern wie Ebbe und Flut von Thesche Wulff

Ich bin ja heut so glücklich von Charlotte Roth

Roman nach einem wahren Schicksal!

Ich bin ja heut so glücklichCharlotte Roth zeichnet in ihrem Roman Ich bin ja heut so glücklich* das kurze Leben der Sängerin und Schauspielerin Renate Müller nach: Ende des Jahres 1918 feiert ihre Familie gemeinsam mit den Nachbarn Lohse im oberbayerischen Emmering den ersten Jahreswechsel in Friedenszeiten. Renate Müller ist zu dem Zeitpunkt zwölf, der Nachbarsjunge Werner, überzeugt davon, eines Tages ihr Ehemann zu werden, fünfzehn Jahre alt. Fünf Jahre später verschweigt Renate ihrem Vater, dass sie beim Latinum in der ihr verhassten Schule durchgefallen ist. Da er jedoch von einer bestandenen Prüfung ausgeht, darf sie zur Belohnung Gesangsunterricht am Danziger Stadttheater nehmen. In dieser Stadt trifft sie zufällig auch Werner wieder, der ihr völlig mittellos gegenübersteht. Mit ihrem ersparten Geld greift sie dem Freund aus Kindheitstagen unter die Arme, damit sich dieser eine Existenz als Antiquitätenhändler aufbauen kann.

In Berlin sieht Renate im Jahr 1926 endlich ihre Chance gekommen, ihren Traum bei der Filmunternehmung UFA zu verwirklichen. Zwei Jahre später ist sie mit ersten Rollen am Theater zu sehen und zu Silvester 1930 nimmt sie bereits Gratulationen zu ihrem Erfolg entgegen.

weiterlesenIch bin ja heut so glücklich von Charlotte Roth

Eurocan 2033 von Christian Gruenler

Eurocan 2033In dem Roman Eurocan 2033* ist Wladimir Putin im Jahr 2032 immer noch der Präsident von Russland. Soeben setzt man ihn darüber in Kenntnis, dass in Portugal Bakterien entdeckt wurden, die Wasser in Sauer- und Wasserstoff aufspalten können. Von seinem Sicherheitsberater Yuri Sorokin weiß Putin, dass die Technologie namens Hydro-Bakt-Projekt eine Bedrohung für Russland darstellt, die den Erdölpreis unweigerlich drücken wird. Wie es heißt, werden sogar noch weitere Versuchsfelder im nördlichen Atlantik angelegt, die zur Senkung weiterer Produktionskosten führen werden, was Putin keinesfalls hinnehmen will.

Während eines Besuches bei ihrem Vater überreicht dieser Staatsministerin Sophie Hartmann das von ihm verfasste Dokument „Eurocan“, in dem es um die Fusion mehrerer Staaten zu einer Regierung geht.

weiterlesenEurocan 2033 von Christian Gruenler

Wie ein Stern in mondloser Nacht von Marie Sand

Die Geschichte einer heimlichen Heldin

Wie ein Stern in mondloser NachtHenni Bartholdy lebt im Jahr 1947 allein mit ihrer Mutter Wilma und dem kränkelnden Bruder Paulchen in Berlin, nachdem der Vater in Russland gefallen ist. Eines Tages soll sie für ihre entkräftete Mutter das Putzen im Hause der Rothenburgs übernehmen. Während Henni die Treppe mit Schmierseife behandelt, stürzt der erwachsene Sohn und fällt mit dem Kopf auf den Putzeimer, wobei er sich eine blutende Wunde an der Stirn zuzieht. Ihre forschen an ihn gerichteten Worte machen den jungen Mann neugierig. Er möchte mehr über sie, über die Nöten und Sorgen armer Leute in Erfahrung bringen. Seinerseits vertraut er ihr an, dass er es bei seiner verlogenen Familie nicht mehr aushält und nach Cambridge ausziehen wird, um dort ein Medizinstudium aufzunehmen. Anders als sein Vater, der bei zahlungskräftigen Nutten und Filmstars Abtreibungen vornimmt, will er später auch ohne Bezahlung helfen. Um Henni das Abitur zu ermöglichen, übernimmt er ihre Putzarbeiten und entlohnt sie dennoch großzügig.

weiterlesenWie ein Stern in mondloser Nacht von Marie Sand

Gestatten, Gaston! von Kelly DiPucchio

Gestatten, Gaston!Das Bilderbuch Gestatten, Gaston!* handelt von zwei Hundefamilien. Madame Pudel achtet bei ihren vier Welpen Fiti, Chouchou, Oh-Là-Là und Gaston auf eine gute Erziehung. So sollte weder geschlabbert noch gebellt oder gekläfft werden. Gaston, der als einziger viel größer wurde als seine Geschwister, fällt das allerdings schwer und er muss deshalb für die gesteckten Ziele härter und länger üben.

Im Frühling nimmt Madame Pudel ihre Welpen zum ersten Mal mit auf einen Spaziergang in den Park, wo sie Fiti, Chouchou, Oh-Là-Là und Gaston stolz präsentiert. Dort begegnen sie Rocky, Ricky, Bruno und Antoinette von Frau Bulldogge und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Offensichtlich wurden der zu groß geratene Gaston und die zierliche Antoinette bei den Geburten vertauscht!

weiterlesenGestatten, Gaston! von Kelly DiPucchio

Von der Ostsee nach Berlin: Carl und Fees abenteuerlicher Weg zur Selbstbestimmung

Cover des Jugendromans Nur 300 km

Ein Urlaub, der alles andere als erholsam ist

Nach einem schweren Autounfall ist der nun dreizehnjährige Carl inkomplett querschnittgelähmt. Zwar trägt sein Vater keine Schuld am Unfall, doch er verlässt die Familie, da er den Anblick seines Sohnes im Rollstuhl nicht ertragen kann. Für die Sommerferien bucht Carls Mutter ein Ferienhaus an der Ostsee, obwohl Carl viel lieber ein Rollstuhl-Skate-Camp in Bayern besucht hätte.

Bei der Ankunft zeigt sich schnell, dass das angeblich behindertengerechte Haus nicht hält, was es verspricht: Es ist eine Bruchbude mit geschmackloser Einrichtung. Der Treppenlift zur Veranda braucht ewig, und das Schlafzimmer im oberen Stockwerk bleibt für Carl unerreichbar. Stattdessen schläft er auf dem unbequemen Sofa im Wohnzimmer.

weiterlesenVon der Ostsee nach Berlin: Carl und Fees abenteuerlicher Weg zur Selbstbestimmung