Gelateria Paradiso von Stefanie Gerstenberger

Gelateria ParadisoFlugbegleiterin Francesca Adler ist seit über fünfundzwanzig Jahren mit dem Onkologieprofessor Tim verheiratet. Da sie für jeglichen Luxus wie teure Autos, Kleidung und Kosmetik ein Faible hat, musste sie ihr Konto überziehen und sieht sich genötigt, die von ihren Eltern gegründete „Gelateria Paradiso“ aufzulösen. Die als Tischlerin arbeitende Susanne Werner hört von dieser Ladenauflösung. Als Francesca sie erblickt, kommt ihr die Frau irgendwie bekannt vor. Aber erst, als der fünfunddreißigjährige, minderbegabte Lennart, den Susanne mitgebracht hat, zufällig ein Foto entdeckt, das den Vater von Francesca zeigt, wird dieser bewusst, wem Susanne ähnlich sieht und was das bedeutet: Sollte ihr Vater eine Geliebte gehabt und mit ihr eine Tochter gezeugt haben, müsste sie mit einer Schwester teilen.

Susanne, die ihre leiblichen Eltern nicht kennt, geht es weniger um eine mögliche Erbschaft, als darum, ihren auf dem Foto entdeckten Vater kennenzulernen. Von dem Ehepaar, das sie adoptiert hat, ist ihr nie Liebe entgegengebracht worden, weshalb sie ihnen bereits im Alter von achtzehn Jahren den Rücken gekehrt hat.

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Französisch von unten – Leben mal sieben von Wolfgang A. Gogolin

Französisch von unten – Leben mal siebenWie an jedem Morgen seit der Scheidung von seiner Frau Marguerite vor zwei Jahren besucht Juste Simon das Bistro von Blanche Martin und bestellt ein Croissant sowie einen Kaffee, bevor er ins Rathaus geht. Der Stadtbuchhalter hat kein gutes Gefühl, denn für heute ist eine Ratssitzung anberaumt. Bürgermeister Laval, der noch zwei Jahre im Amt ist, muss den Haushalt ausgleichen, bevor er in den Ruhestand geht. Deshalb will er den Kindergarten schließen, wodurch nicht nur Marguerite ihren Job verlieren würde, sondern auch viele Eltern müssten ihre Kinder in den Kindergarten im Nachbarort bringen. Außerdem soll die baufällige Kirche Sainte Catherine geschlossen und direkt gegenüber ein Bordell eröffnet werden, das Einnahmen für die Stadtkasse bringen würde. Bürgermeister Laval leistet ganze Arbeit, denn die Ratsentscheidung fällt einstimmig aus. Eine falsche Entscheidung, wie Juste findet, und kein guter Tag für die Zukunft von Arnaud.

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Blumenspiel von Hajo Steinert

BlumenspielHeinrich Theodor Karthaus arbeitet im elterlichen Betrieb. Sein Vater, ein Kunstschmied, ist ein Patriarch und unterstützt im Gegensatz zur Mutter nicht die Vorliebe Heinrichs zum Malen. Nach dem Tod der Eltern unterbreitet ihm Else Römer, eine Freundin seines Vaters, das Angebot, zu ihr nach Cöln an den Rhein zu ziehen. Nach anfänglichem Zögern entschließt sich Heinrich zum Verkauf der Schmiede und des Fachwerkhauses und begibt sich im Jahr 1908 mit einem Koffer, einem Rucksack und seinem Hammer von Engelskirchen im Bergischen Land nach Cöln, wobei er die Strecke aus Angst vor der Eisenbahn zu Fuß bewältigt. Bei Else Römer, die ihn wie eine Mutter umsorgt, wohnt er in der vierten Etage zur Untermiete und legt sich den Künstlernamen Henri Cartouse zu, da er endlich seiner Leidenschaft frönen kann.

Von seinem Balkon aus fällt Heinrich auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Schaufenster auf, durch das die Näherin Hedwig Maria Groll zu sehen ist. Fortan kreisen seine Gedanken nur noch um ein Treffen mit ihr, während seine Vermieterin Else auf eine Zukunft mit ihm hofft. Bei Hedwig, die für die Kostümbildnerei an der Oper arbeitet, lässt auch Bariton Rudolf Rosenblatt nähen.

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Heimkehr nach Rom – und die Schatten der Vergangenheit

Buchcover: Wo die Geschichte endet

Ein Mann zwischen vier Ehen

Nach sechzehn Jahren kehrt Matteo aus dem kalifornischen Exil nach Rom zu seiner zweiten Ehefrau Frederica Zevi zurück. Der Tod seines Gläubigers hat ihm die Angst genommen, sodass er nun frei ist, heimzukehren. Vor fünfundzwanzig Jahren hatte er sich beim Skifahren Hals über Kopf in Frederica verliebt und ließ sich von seiner ersten Ehefrau scheiden – obwohl er mit ihr einen Sohn hatte. Frederica sieht seiner Rückkehr aus Los Angeles mit gemischten Gefühlen entgegen, denn im Exil gab es auch noch Ehefrau Nummer drei und vier.

Entfremdete Kinder und alte Freunde

In Rom wird Matteo lediglich von seinem alten Freund Tati empfangen – weder von seinem Sohn Georgio noch von seiner Tochter Martina aus zweiter Ehe. Georgio will mit seinem Vater nichts mehr zu tun haben und verweigert jedes Gespräch.

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Frankreich, wir kommen! von Brigitte Guggisberg

Frankreich, wir kommen!Betty Bauer ist Köchin aus Leidenschaft und führt in dem Roman Frankreich, wir kommen!* von Brigitte Guggisberg seit zwei Jahren mit ihrem Partner Klaus das Restaurant „Sonne“ in Efringen-Kirchen. Für die Hochzeit ihrer Freundin backt sie nicht nur, sondern bereitet auch das Menü. Doch die Feier endet für Betty mit einer herben Enttäuschung. Angeblich wären die Muscheln verdorben gewesen, was die örtliche Presse ausschlachtet. Besonders trifft Betty, dass Jan Meister, den sie aus Kindheitstagen kennt und in den sie einst verliebt war, als ihr Konkurrent in dem Beitrag zitiert wird. Auch wenn er ihr gegenüber behauptet, seine Aussage sei von der Presse manipuliert worden, ändert das nichts daran, dass der Artikel die Gäste vergrault hat und sie der „Sonne“ fernbleiben.

Für Betty stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll. Als ihr der Vorschlag gemacht wird, mit einem Food-Truck durch die Lande zu ziehen, weigert sie sich zunächst entschieden. Aus reiner Neugier stöbert sie im Internet und entdeckt eine Ausschreibung für einen Wettbewerb auf einem Street-Food-Markt in Monte Carlo, bei dem Prinzessin Stéphanie den Hauptpreis überreichen soll.

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Tote kriegen keinen Sonnenbrand von Hilke Sellnick

Tote kriegen keinen SonnenbrandHenriette Sophie von Kerchenstein, von ihren Freunden nur Henni genannt, soll eines Tages das Schloß Kerchenstein erben. Die Achtundzwanzigjährige ist mit ihrem Kater Walter von Stolzing auf dem Weg dorthin, um den Geburtstag ihrer Großmutter zu feiern. Wie in jedem Jahr machen die männlichen Gäste nacheinander Henni ihre Aufwartung, da bekannt ist, dass die Großmutter auf der Suche nach einem Heiratskandidaten für ihre Enkelin und darüber hinaus an einer Verbindung zu einem adeligen Haus gelegen ist.

Unter den Gästen ist auch Professor Friedemann Bond, der einen geeigneten Ort für Gesangsproben sucht, um am Wettbewerb der Verdistimmen in Busseto teilzunehmen. Da der Professor Spionage von seinem Erzrivalen Manuel Koschinski fürchtet, macht er eine völlige Abgeschiedenheit zur Bedingung. Conte Alessandro Mandrini, der ehemalige Liebhaber der Großmutter, bietet seine in der Toskana gelegene kleine Villa an.

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