77 Tage von Lucie Flebbe

77 TageFür das Jahr 2009 listet das statistische Bundesamt 11634 Pflegeheime und 12026 ambulante Pflegedienste. Die in jenem Jahr zu pflegenden 2,3 Millionen Menschen könnten bis 2030 sogar noch auf 3,4 Millionen ansteigen. Lucie Flebbe hat in ihrem Kriminalroman „77 Tage“ genau diese Menschen, die sich nur noch eingeschränkt selbst versorgen können, in den Mittelpunkt gerückt.

Die 20-jährige Lila Ziegler ist vor einem halben Jahr zu ihrem Arbeitgeber und Lebenspartner Ben Danner nach Bochum gezogen. Zusammen betreiben sie ein Detektivbüro, von deren Einnahmen sie aber kaum die Miete zahlen können. Da kommt ihnen ein neuer Auftrag gerade recht: Der kaufmännischen Leiterin des ambulanten Pflegedienstes Sonnenschein ist aufgefallen, dass in ihrem Bezirk die Zahl der Todesfälle 20 Prozent über dem Durchschnitt liegt, wofür es keine Erklärung gibt. Lila und Ben nehmen verdeckte Ermittlungen auf und begleiten die ambulanten Pflegekräfte bei ihren Hausbesuchen. Die Frage, wer vom Tod der Alten profitiert, ist von entscheidender Bedeutung.

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Moorbad – Mordbad von Joachim H. Peters

Moorbad - MordbadAuch wenn sein letzter Kriminalroman den Titel Ruhe sanft, Koslowski trägt, so wird die Serie um den Ermittler Koslowski von Joachim H. Peters natürlich fortgeführt. Die Idee zu dem Bäder-Krimi „Moorbad – Mordbad“, ohne Koslowski und dafür mit einem grantigen Ermittler aus Bayern, kam dem Autor bei einer Kur in Bad Driburg. Doch wie sollte es anders sein, auch in diesem Kriminalfall spielt das Hermannsdenkmal eine Rolle.

Als Alois Rosenhöfer wegen seines Übergewichts zur Kur nach Bad Driburg soll, bekommt er eine mordsmäßige Wut im Bauch. Gegen eine Kur hätte er nichts einzuwenden, wenn sie in einem Kurort in Bayern stattfände, doch muss es ausgerechnet bei den „Saupreußen“ sein? Das hat er nur diesem „Viechdoktor“ zu verdanken, der sich an ihm rächen will. In dem ostwestfälischen Kurort angekommen, bildet der übergewichtige Bayer in seiner bayerischen Tracht einen krassen Gegensatz zu den anderen Gästen. Nach einer gründlichen Untersuchung verordnet Professor Doktor Berghammer, Chefarzt und Leiter der St. Urbanus Klinik, jede Menge Anwendungen, Reduktionskost, viel Sport und ein striktes Alkoholverbot, um ihn wieder auf Vordermann zu bringen.

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Die Manon Leseaut von Turdej von Wsewolod Petrow

Die Manon Leseaut von TurdejVon Puccini gibt es eine Oper mit dem Titel „Manon Lescaut“, deren Handlung auf dem Roman „Geschichte des Chevalier des Grieux und der Manon Lescaut“ basiert. Der wiederum war Vorlage für die Novelle „Die Manon Lescaut von Turdej“ von Wsewolod Petrow. Der Begriff der Manon Lescaut steht für Schönheit und eine Frau, die für die Liebe wie geschaffen ist, aber auch für Verrat und Unglück.

Mit seinem Kollegen Aslamasjan ist ein Offizier, der unter heftigen Anfällen mit Atemnot und Todesangst leidet, zum Militärspital abkommandiert. Auf dem Weg zur Front teilen sie sich mit Anderen einen Waggon, unter ihnen die Ärztin Nina Aleksejewna und die Schwester Vera Muschnikowa. Der Offizier kann seine Blicke nicht von der erst 20-jährigen Vera lassen und verliebt sich unsterblich in sie. Als Vera dem Hauptmann Rosaj schöne Augen macht, spricht man im Waggon über den Offizier und macht sich über ihn lustig. Für seine Liebe zu Vera sieht er keine Zukunft mehr. Doch dann entschuldigt sich Vera bei ihm und schwört ihm ewige Liebe.

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Mein gläserner Bauch von Monika Hey

Wie die Pränataldiagnostik unser Verhältnis zum Leben verändert!

Mein gläserner BauchUm ihre vor über zehn Jahren gemachten Erlebnisse einer Schwangerschaft und anschließenden Abtreibung zu verarbeiten, hat Monika Hey das Buch „Mein gläserner Bauch“ geschrieben. Ihr ist damit ein Balanceakt zwischen einem Erfahrungsbericht einerseits und einem wissenschaftlichen Ratgeber andererseits gelungen, der mit sachlichen Informationen und Fakten aufwartet.

Nachdem Monika Hey durch ihre berufliche Erfüllung lange gewollt kinderlos blieb, dann aber doch Mutter werden wollte, ist sie mit 46 Jahren endlich schwanger geworden. Von Anfang an hat sie deutlich gemacht, dass sie von der Möglichkeit einer Fruchtwasseruntersuchung zur Feststellung einer eventuellen Behinderung des Kindes keinen Gebrauch machen möchte. Sie ahnte jedoch nicht, dass schon die bei ihr durchgeführte Ultraschalluntersuchung darauf angelegt war, Missbildungen zu erkennen. So geriet sie in einen Kreislauf, dem sie nicht gewachsen war. Von den Ärzten wurde sie zu weiteren Untersuchungen und letztendlich zu einer Abtreibung gedrängt, weil man ihr Leben in Gefahr sah.

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