
Kindheit ohne Halt – der Beginn einer Tragödie
Thomas Alexander Staisch zeichnet in Heinrich Pommerenke, Frauenmörder die Stationen im Leben des wegen vierfachen Mordes, zahlreicher Mordversuche sowie mehrerer Vergewaltigungen verurteilten Heinrich Pommerenke nach. Bereits in seiner Kindheit soll Pommerenke Liebe und Anerkennung vermisst haben; seine Mutter habe ihn angeblich immer wieder als „missglückte Abtreibung“ bezeichnet.
Nach seiner Festnahme und Inhaftierung wurde Pommerenke zeitweise in die Psychiatrie verlegt und dort mit Nervendämpfungsmitteln behandelt. Berichten zufolge soll man ihm heimlich Schlafmittel verabreicht und ihn in Einzel- sowie Dunkelhaft gesperrt haben. Drei Jahre soll er in einem dunklen Kellerverlies verbracht haben. Als verschärfte Strafmaßnahmen kamen Bettentzug und Kostkürzungen hinzu. Dem chronischen Bettnässer wurden von Beginn an Triebhemmer verabreicht; eine Kastration lehnte er ab.
weiterlesenEin Leben im Dunkel: Die verstörende Geschichte des Heinrich Pommerenke


In ihrem Jugendbuch „Höhenflug abwärts“ berichtet Jana Frey von der 15-jährigen Marie. Sie besucht die 9. Schulklasse und Leon war ihr Freund, so lange sie sich erinnern kann. Immer haben sie alles gemeinsam gemacht. Als Leon eines Tages nur noch Augen für die neue Schülerin Friederike hat, bricht für Marie eine Welt zusammen. Erst jetzt wird ihr klar, dass sie in Leon verliebt war und Verzweiflung macht sich in ihr breit. Sie hasst sich und verändert ihr Äußeres, indem sie ihre Haare abschneidet. Sie geht auf eine Party und lässt sich eine erste Pille geben, gegen die sie sich zuvor immer gewehrt hat. Alles sieht plötzlich so gut aus und sie fühlt sich glücklich. Obwohl ihr später klar wird, dass es sich um eine Droge gehandelt haben muss, nimmt sie eine weitere Pille. Ihre Freunde versichern ihr die Harmlosigkeit. Um mit ihrem Minderwertigkeitskomplex und ihrer, wie sie glaubt, schlechten Figur klar zu kommen, konsumiert sie weitere Drogen, die sie nun nur noch gegen Bezahlung bekommt. Ohne Drogen hat sie nur noch ein „Scheißleben“.