Der Journalistin Hanna Dohn wird wie ihrem befreundeten BKA-Beamten Joe Jaeger, Hunter genannt, von einem Unbekannten ein Video mit einem Schreiben zugesandt, das sich auf vor zwanzig Jahren begangene Missbrauchsfälle im Internat Maria Hilf bezieht. Zu dem internationalen Ring „Rose“ hatte sie seinerzeit ergebnislose Recherchen betrieben. Hanna wie Hunter werden in dem Schreiben gebeten, an einer vierzehntägigen Etappenwanderung auf dem Jakobsweg teilzunehmen. Das Video zeigt acht ehemalige Missbrauchstäter, denen eine Kopie mit der Aufforderung zur Teilnahme an der Wanderung ebenfalls zugestellt wurde. Unter den Decknamen Gerd Ballhaus und Maria Feldmann mischen sich Hunter und Hanna, die zudem mit einem GPS-Tracker ausgestattet wird, unter die Gruppe.
Pater Domingo, der die Anwesenden im Auftrag eines gewissen Servatius auf den Camino führen wird, begrüßt Pater Dr. Johannes Hartmann und seine Schwester Christiane, den ehemaligen Soldat Tom Rex, Vorstandsvorsitzenden Herbert von Bellheim, IT-Berater Gottfried Stein, Piotr Ruskow, Manager Louis Peeters, Paul Schmitts sowie Maria (Hanna) und Gerd (Hunter).
Theo Kettling ist erst sechsundvierzig Jahre alt, aber wegen einer Bandscheibenoperation bereits seit sechs Jahren Frührentner. Schon seit seiner Kindheit kennt er Sabine, die zu einer Rockband gehört. Als sie ihn fragt, ob er bei einem Konzert am Chiemsee mit beim Bühnenaufbau helfen will, nimmt er das Angebot an. Eines Tages kommen die beiden mit den Pensionsgästen Georg und Ute Reimer ins Gespräch. Da das Paar genau wie Theo und Sabine im Sauerland lebt, gibt es viel zu erzählen. Von Herrn Reimer erfahren sie, dass seine Ute unter Depressionen leidet, während sie Theo und Sabine anvertraut, dass böse Menschen hinter ihr her sind. In der darauffolgenden Nacht werden sie plötzlich durch Rufe von Herrn Reimer geweckt, seine suizidgefährdete Ehefrau sei verschwunden.
Kurz nachdem die Rechtsmedizinerin Sofie Rosenhuth von einer Spritztour an die Adria mit ihrem Exmann, dem Hauptkommissar Joe Lederer, zurückgekehrt ist, liegt bereits der erste Tote auf ihrem Sektionstisch. Die Leiche des siebenundvierzig Jahre alten Manfred Groedinger hat die typischen Spuren einer Strangulation durch Erhängen, und auf den ersten Blick scheint es sich um einen Suizid ohne Fremdeinwirkung zu handeln. Doch die Ehefrau des toten Bauunternehmers glaubt nicht an einen Selbstmord und irgendetwas macht auch Sofie stutzig. Ihre Zweifel sind nicht unberechtigt, denn wie sich anhand der Untersuchungen im Labor herausstellt, wurde Groedinger mit Fentanyl, einem starken Schmerzmittel betäubt, weshalb er sich unmöglich selbst erhängt haben kann.
Für den einundzwanzigjährigen Thomas Engel geht im Jahr 1965 ein Traum in Erfüllung, als sich sein Onkel Kurt Strobel, der zukünftige Direktor des LKA, für ihn stark macht. Nach einem Lehrgang hält er stolz seine Dienstmarke in Händen. Schon nach zwei Tagen wird Engel mit einem Toten auf einer Müllhalde konfrontiert. Obwohl alles für einen Suizid von Willy Frenzel spricht, ist Kollege Drezko anderer Ansicht, denn der Tote sollte von ihm als Zeuge vernommen werden, wozu Drezko allerdings keine näheren Angaben machen will. Engel lernt unterdessen auf einem Konzert der Rolling Stones die neunzehnjährige Peggy kennen, die in einem Fürsorgeheim der Ursulinen lebt.
Im Februar 1949 sucht Maria ihren Bruder Siem Coburg auf, der auf einem fahruntüchtigen Boot lebt. Sie bittet ihn, den in einem Rollstuhl sitzenden Tammens in Utrecht aufzusuchen. Wie Coburg von diesem erfährt, hat er seinen schwachsinnigen Enkel Siebold vor drei Wochen in ein Heim geben müssen. Den keine siebzehn Jahre alten Jungen hat Tammens tot zurück bekommen, wobei er wegen der bei seinem Enkel festgestellten Verletzungen nicht an einen natürlichen Tod glaubt. Coburg will seinem Freund gerne den Gefallen tun und sich im Internat Sint Norbertus in Wercke umsehen, da ihm Tammens während seiner Zeit als Widerstandskämpfer Unterschlupf gewährt und sein Enkel Siebold ihm das Leben gerettet hat.
Kriminalhauptkommissar Tobias Velten arbeitet in der Abteilung Staatsschutz und wird von seiner Chefin Dr. Meyer für einen neuen Einsatz nach Juist geschickt. Bundespräsident Jochen Bramberger will auf der Insel seinen Urlaub verbringen, und aufgrund einer verschlüsselt abgefangenen Nachricht besteht der Verdacht, dass auf ihn ein Attentat verübt werden soll. Da es sich dabei lediglich um einen ins Darknet führenden Tipp gehandelt hat, müsste es im Fall einer real existierenden Bedrohung in den eigenen Reihen einen Maulwurf geben. Dr. Meyer bittet Velten deshalb darum, inoffiziell Ermittlungen gegen das von Svenja Jenner geführte zehnköpfige Team der unmittelbaren Personenschützer zu führen, während ihm selbst die Planung und Konzeption der Sicherheitsmaßnahmen für ein zweites Team obliegt.
Während die Mitglieder der Senioren-WG in dem Kriminalroman
Die fast fünfzigjährige und geschiedene Schweizerin Tereza Berger hat von ihrer Tante Annie Gisler ein Haus in Camaret-sur-Mer auf der Halbinsel Crozon geerbt, dass sie verkaufen will. Bevor sie der Maler Severin Lukesch zum Haus führt, macht sie die Bekanntschaft der Surflehrerin Ayala Ngkachana, die ihr von der gefährlichen Strömung im Atlantik erzählt und auch von den zwei Toten in diesem Frühjahr: Bruno und Ronan. Einer alten bretonischen Sage nach fordert die Strömung „Morwen“ alle einhundert Jahre drei Tote, so dass in diesem Jahr noch ein weiteres Opfer im Meer ertrinken wird. Das, so erfährt Tereza, würde sich in einem geringeren Verkaufspreis niederschlagen. Als sie endlich an der „Villa Wunderblau“ ankommt, ist sie von dem verfallenen Haus mit morschen Treppenstufen und nicht funktionierendem Wasser einerseits enttäuscht, findet es andererseits aber auf „schäbige Weise grandios“.
In der heutigen Zeit hat jeder die Möglichkeit, sich bei Bedarf vorab im Internet darüber zu informieren, welche Speisen und Getränke in einem Hotelrestaurant angeboten werden. Als Arnold Bennett seinen Kriminalroman
Erst vor zehn Wochen ist die ehemalige Hobbydetektivin Margareta Sommerfeld zu einer staatlich geprüften Ermittlerin aufgestiegen und muss noch die für ihre Ausbildung aufgenommenen Schulden abtragen. Da bittet sie ihr Bruder Gisbert um Hilfe: Im Picksmühlenteich in Gelsenkirchen-Buer-Hassel wurde der Makler Fritz Stalewski erdrosselt aufgefunden. Gisbert räumt zwar ein, dem Makler das Nasenbein gebrochen zu haben, aber nur, weil der die Leute aus den Zechenhäusern vertreiben wollte. Obwohl er ein Alibi hat, zur Tatzeit war er bei seinem Nachbarn Norbert Koslowski, befürchtet er verdächtigt zu werden. Notgedrungen verspricht Margareta sich umzuhören, auch wenn er sie nicht bezahlen kann. Da kommt ihr die lukrative Vermittlung ihres Freundes Henry, mit dem sie zuvor in einer Detektei gearbeitet hat, gerade recht. Sie soll Dr. Klaus von Koschnitz im Auftrag seiner Ehefrau Dietlinde beobachten.