Roman „Kaltfront“ – Die Pest des 21. Jahrhunderts

Buchcover des Romans Kaltfront

Der Anfang einer Pandemie

Im Dezember 2019 meldet China der WHO eine unbekannte Lungenkrankheit. Der Auslöser: ein neuartiges Coronavirus. Bereits am 27. Januar 2020 erreicht die Krankheit Deutschland. Wenige Wochen später stirbt der erste Deutsche, und Heinsberg wird zum ersten Corona-Hotspot des Landes. Was bis dahin unvorstellbar schien, wird am 22. März 2020 Realität: Der Lockdown beginnt. Schulen, Kitas, Restaurants und Kinos schließen.

Vera – Eine Ärztin zwischen Pflicht und Zweifel

Im Roman Kaltfront* von Peter Weibel fällt es auch der Landärztin Vera in Wolfach schwer, sich mit der neuen Realität abzufinden. In dem Schwarzwald-Dorf bezieht sie eine Altbauwohnung nahe ihrer Praxis. Drei Monate gönnt sie sich Ruhe, bevor sie mit Unterstützung ihrer neuen Assistentin Rahel erste Patienten behandelt.

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Henriette Hirschfeld-Tiburtius – Eine Pionierin der Zahnmedizin in Deutschland

Buchcover des Romans Henriette – Ärztin gegen alle Widerstände von Sabine Trinkaus

Der mutige Weg einer Frau gegen gesellschaftliche Zwänge

Sabine Trinkaus zeichnet in ihrem Roman Henriette – Ärztin gegen alle Widerstände* das bemerkenswerte Leben der ersten in Deutschland praktizierenden Zahnärztin Henriette Therese Margaretha Hirschfeld-Tiburtius nach. Schon früh erkennt Henriette, anders als ihre Freundin Friederike, dass ihr Lebensweg nicht in Ehe und Mutterschaft liegt. Heimlich lernt sie Latein bei ihrem Bruder – ein Privileg, das Mädchen damals verwehrt bleibt. Als sie endlich die Erlaubnis ihrer Eltern erhält, im Lazarett zu arbeiten, wird sie enttäuscht: Ihr Alter ist zu gering. Verständnis erfährt sie allein von ihrer jüngeren Schwester Emilie.

Zwangsehe und der Bruch mit Konventionen

Nach nur vier Monaten muss Henriette ihr schulisches Vorhaben an der höheren Töchterschule in Hamburg aufgrund eines familiären Ereignisses abbrechen.

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Otto Leege – Der Pionier des Naturschutzes auf Memmert

Buchcover des Romans Memmertsand

Vom Schüler zum Lehrer: Otto Leege und sein früher Werdegang

Im Alter von rund sechzig Jahren erzählt der 1862 in Uelsen geborene Volksschullehrer Otto Leege, inzwischen in zweiter Ehe mit Engeline verheiratet und zum achten Mal Vater, seinen Schülern von seinem bewegten Leben. Seine botanisch versierte Mutter weckte früh seinen Wissensdurst. Als die Frage nach der beruflichen Zukunft aufkam, unterstützte ihn sein Lehrer mit dem Vorschlag, die Laufbahn eines Schulmeisters einzuschlagen.

Während seiner Ausbildung in Aurich erkundete Otto neugierig die Natur und lernte von seinen Weggefährten. Früh begann er, seine Beobachtungen in einem Tagebuch festzuhalten. Bei einem Ausflug nach Norderney faszinierte ihn die einzigartige Pflanzen- und Vogelwelt so sehr, dass er am liebsten dort geblieben wäre.

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Tsai Kun-Lin – Ein neues Leben: Der dritte Band der bewegenden Graphic Novel aus Taiwan

Cover der Graphic-Novelle Tsai Kun-lin – Ein neues Leben

Ein Neuanfang nach zehn Jahren Haft

Unvermittelt knüpft der dritte Band Tsai Kun-Lin – Ein neues Leben* an die Graphic-Novel-Reihe aus Taiwan an. Er beginnt mit der Ankunft Tsai Kun-Lins im Jahr 1960 nach einer zehnjährigen Haftstrafe. Die Enttäuschung ist groß: Sein Vater, der aus Kummer Suizid beging, ist nicht mehr am Leben. In Taipeh sucht Tsai täglich nach Arbeit und findet schließlich eine Anstellung bei einem Zeitungsverlag. Durch Zufall erfährt er, wo seine Jugendliebe Kimiko lebt. Bei ihrem Besuch werden Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit wach. Aufgrund seiner Vorstrafe muss Tsai jedoch die Stelle beim Verlag aufgeben – seinem Chefredakteur drohen Repressalien. Nach einer erneuten Phase der Arbeitslosigkeit wird Tsai freier Mitarbeiter bei einem Comicverlag.

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Die Radioschwestern – Tanz in ein neues Leben von Eva Wagendorfer

Die Radioschwestern - Tanz in ein neues LebenDie ersten beiden Teile der Trilogie umfassen die Freundschaft der Frauen Gesa, Margot und Inge in den Jahre von 1926 bis 1955, woran der Roman Die Radioschwestern – Tanz in ein neues Leben* direkt anschließt: Gesa Kellermann, deren erster Ehemann im Krieg blieb und die inzwischen mit dem Programmdirektor Philip vom Hessischen Rundfunk verheiratet ist, sorgt sich um ihren Sohn Julius, nachdem er mit einem Job in Berlin scheiterte und nun ausgerechnet von der Konkurrenz als deutsch-amerikanischer Koordinator eine Zusage bekommen hat. Doch damit nicht genug, will plötzlich auch noch Rikard van Leeuwen, der Vater ihres Enkelkindes Peterchen, den Kleinen sehen, obwohl er Christel Bronnen seinerzeit im Stich gelassen hat. So ist Gesa überglücklich, als der Intendant sie zur stellvertretenden Leiterin des Frauenfunks ernennt und den Gastdirigenten-Vertrag von Rikards Vater, Thomas van Leeuwen, nicht verlängert, was zur Folge hat, dass die van Leeuwens nach Amerika gehen.

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Sturmmädchen von Lilly Bernstein

Freundinnen in dunkler Zeit

SturmmädchenNachdem ihr Vater im 1. Weltkrieg gefallen ist, wohnt Elli in ärmlichen Verhältnissen mit ihrer Mutter Alma in der Eifel. Von den Dorfbewohnern wird sie wegen ihrem zu kurzen Bein und zu kleinen Fuß nur das „Hinkemädchen“ genannt. Eines Nachts, als die Hebamme Alma zu einer Geburt unterwegs ist, klopft Schwester Gertrud an und überreicht Elli ein Päckchen für ihre Mutter, über das sie Stillschweigen bewahren und das sie gut verstecken soll. In derselben Nacht kommt auch Hans Janssen, ihr Nachbar und Freund aus Kindertagen, nach drei Jahren zurück auf den elterlichen Hof.

Nur noch in der Erinnerung existieren im Jahr 1938 die unbekümmerten Tage der einstigen Freundinnen, die sich vor fünf Jahren regelmäßig zum Baden im Perlenbachtal trafen. Die aus vornehmem Hause stammende Margot Schiffmann kam jedes Wochenende und zu den Ferien mit ihren Eltern in ihr Ferienhaus in die Eifel, und zusammen mit Käthe schworen sich die drei Mädchen „eine für alle und alle für eine“.

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Keine Reue von Ellen Sandberg

Keine ReueDie Anwältin Barbara und ihr Ehemann, der Publizist Gernot Maienfeld, leben in einer großzügigen Eigentumswohnung in Stuttgart, die sie Ende der 1980er Jahre gekauft haben. Als Barbaras Eltern kurz nacheinander verstorben sind, hat sie völlig unerwartet einen Teil des Millionenvermögens aus deren Textilfabrik geerbt. Obwohl sie die Erbschaft zunächst ausschlagen wollte, hat Gernot sie überredet, mit einem Teil des Geldes einige Organisationen zu unterstützen. Doch das ausschlaggebende Argument für sie war, dass sie sich mit dem Geld eine kleine Wohnung in Stuttgart, Frankfurt oder München leisten könnten. Die Aussicht, aus dem alten Haus in Buchsweiler auszuziehen und wieder in einer Stadt zu leben, war zu verlockend.

Doch statt einer kleinen Wohnung haben sie eine großzügige Wohnung mit Dachterrasse, Designermöbeln und einen Sportwagen für Gernot gekauft. Aus der einstigen Anwältin der RAF und dem linken Publizisten, der gegen das System und den Kapitalismus anschrieb, waren bourgeoise Salonlinke geworden.

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Geheimoperation Gehlen – Ein packender Kriminalroman zwischen Geheimdiensten und dunkler Vergangenheit

Buchcover des Kriminalromans Geheimoperation Gehlen

Ein Fremdenlegionär im Schatten der Nachkriegszeit

Im Jahr 1955 besitzt der ehemalige Fremdenlegionär Louis Richard zwei Wohnungen in Essen – eine davon dient konspirativen Zwecken. Als er eine junge Frau namens Monika aus den Fängen ihrer brutalen Zuhälter befreit, die er krankenhausreif schlägt, erwartet er Dankbarkeit. Doch Monika reagiert verärgert: Sie weiß, dass ihre Peiniger sich rächen werden.

Tatsächlich wird sie bald Opfer brutaler Übergriffe. Louis beschließt, sie in seiner Wohnung zu beschützen. Kurz darauf erhält er von seinem Mittelsmann einen neuen Auftrag: Er soll den berüchtigten Zuhälter Roland „Mucki“ Kahrmann davon überzeugen, dass der Kokainhandel in der Nordstadt bereits „besetzt“ ist.

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Andromeda von Therese Bohman – Eine literarische Hommage an die Kunst des Erzählens

Buchcover des Romans Andromeda

Ein Praktikum in Stockholm: Sofie Anderssons Einstieg in die Literaturwelt

Nach dem Umzug in eine Einzimmerwohnung in Stockholm freut sich Sofie Andersson auf ihr Sommersemesterpraktikum beim renommierten Verlag Rydéns. Als der literarische Leiter Gunnar Abrahamsson sie nach ihrer Meinung zu einem Roman fragt, der nur schlechte Kritiken erhalten hat, antwortet sie ehrlich: Sie hält das Buch nicht für gelungen. Überrascht über ihre eigene Offenheit fürchtet sie, durch diese Äußerung ihre Chance auf eine spätere Anstellung im Verlag verspielt zu haben.

Umso erstaunter ist Sofie, als sie von Gunnar einen Stapel Erstlingswerke der Andromeda-Reihe zur Durchsicht erhält – eine Reihe, in die er große Hoffnungen setzt. Trotz Unsicherheit wählt sie ein Werk aus, das sie für qualitativ hochwertige Literatur hält, obwohl dessen kommerzieller Erfolg fraglich ist.

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Stimmen der Hoffnung – Drei Frauen im Aufbruch zur Radiogeschichte

Buchcover des Romans Die Radioschwestern - Klänge einer neuen Zeit

Freundschaft, Ambitionen und die Schatten der Vergangenheit

Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Gesa Westhof bei ihrer Tante in Bielefeld auf. Im Jahr 1926 hat die 24-Jährige nur einen Wunsch: beim Südwestdeutschen Rundfunk in Frankfurt zu arbeiten. Zunächst schlägt sie sich als Servierkraft durch, wobei sie Inge Jacobs kennenlernt – eine junge Frau, die im Café mit Gesang die Gäste unterhält und Gesa als Untermieterin bei sich aufnimmt.

Inge träumt von einer Karriere als Sängerin und arbeitet als Sekretärin bei Albert Bronnen, dem Sendeleiter des Rundfunks. Über ihn hat sie Kontakt zu Margot Mikola, einer Cellistin, die sich als einzige Frau im Rundfunkorchester gegen die männlich dominierte Welt behaupten muss – nicht zuletzt, weil Dirigent Bienefeld ihr das Leben schwer macht.

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