Ein Schattendieb, ein gestohlener Ring – und ein Wettlauf gegen die Zeit

Cover von Magicalia - Das Geheimnis des Schattendiebs von Jennifer Bell

Ausbildung an der Akademie und ein neuer Auftrag

Nachdem Elizabeth Wilder und Koshan Ranasinghe das Böse in der machtvollen Gestalt von Riddelflax vor drei Monaten besiegt und das magische Kreiselrad an sich gebracht haben, befinden sie sich im zweiten Teil Magicalia – Das Geheimnis des Schattendiebs* zur Ausbildung an der Europäischen Akademie für Heraufbeschwörung bei Professorin Doyle.

Da Kosh von seinen nicht kosmodynamischen Eltern keinen Pfennigstein erhalten konnte, sein Urgroßvater laut DNA jedoch die entsprechende Eigenschaft besaß, soll er nun von einem Heraufbeschwörer ohne Nachkommen einen solchen Stein bekommen.

Sirenenalarm und ein Angriff im Südamerikatunnel

Plötzlich hören Bitsy, Kosh, Kanzlerin Herschel, César Cortez und General Tychon Sirenen. Über Funk wird der General über einen Angriff des gefährlichen Schattendiebs im Südamerikatunnel informiert. Da mehrere Einsatzgruppen beteiligt sind, weisen die Wachleute darauf hin, dass nicht genügend Kräfte zur Verteidigung der Chrysaliden bereitstehen – eigentlich ein sicherer Ort.

Ein gestohlener Ring und eine unheimliche Gestalt

Zu allem Unglück trägt Kanzlerin Herschel ihren silbernen Ring mit dem Chrysalis‑Schlüssel nicht mehr bei sich – jemand muss ihn gestohlen haben. Sie kann die Tür, hinter der Bitsy und Kosh eingeschlossen sind, nicht öffnen.

Dank seines frisch erhaltenen Pfennigsteins erzeugt Kosh einen Wunderblubbar, sodass sich beide vor einer unheimlichen Gestalt mit dicken schwarzen Handschuhen verstecken können. Da diese den gestohlenen Ring besitzt, muss es sich um den gefürchteten Schattenschmied handeln.

Eine Aktentasche, ein Verdacht – und eine gefährliche Verwechslung

Bitsy und Kosh verstehen aus dem Gemurmel des Schattenschmieds, dass er für den bösen Riddelflax eine Aktentasche sucht. Mit einer List gelingt ihnen die Flucht mit dem gesuchten Gegenstand. Bitsy folgert, dass der Schattendieb nur jemand aus der Gruppe sein kann, mit der sie vor dem Sirenenalarm zusammen waren – also jemand aus den eigenen Reihen.

Doch nun haben sie ein Problem: Sie hätten die Aktentasche nicht einmal aus bester Absicht aus dem Raum nehmen dürfen. Kurz darauf erfahren sie von ihrem Freund Mateo, dass laut Magicore‑Rundschau bereits nach Kosh gesucht wird – man hält ihn für einen Dieb und sogar für den Schattendieb.

Magicores, Zünfte und ein drohender Krieg

Jennifer Bell stellt ihrem zweiten Band Informationen zu Magicores, ihren sechs Typen und weiteren Begriffen einschließlich der Zünfte voran, die Lesern des ersten Teils bereits vertraut sind.

Erneut beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Bitsy, Kosh und Mateo müssen mutig und entschlossen einen von Riddelflax geplanten Krieg verhindern und den Herzkern durch zahlreiche Abenteuer retten. Dinge bewegen sich wie von Zauberhand, gefährliche Gegenstände wirbeln wie Geschosse durch die Luft, Flammenwerfer und Wasserkanonen greifen an, und ihre Latzhosen verwandeln sich in Neoprenanzüge.

Reisen durch Lichttüren und fantastische Begegnungen

Die drei jungen Protagonisten gelangen durch eine Lichthoftür nach Barcelona und reisen weiter nach Washington, in die Schweiz und in einen Vorort von Colombo in Sri Lanka, wo sie auf Kosh’ Tante Ravi treffen.

Die Autorin erinnert einerseits an reale Persönlichkeiten wie die Gebrüder Wright und Neil Armstrong der Apollo‑11‑Mission, andererseits lässt sie ihrer Fantasie freien Lauf: Ein Zentaure verschickt Botschaften über einen Böendienst, ein Wahrsagespiel sagt die Zukunft voraus, die Kinder werden „durch ein Portal in einem Gemälde gezogen“, mit dem Material Tricksamt lassen sich Wände vortäuschen und mithilfe einer Atemkugel bewegen sie sich – wie auf dem Cover dargestellt – unter Wasser.

Ein Abenteuer jagt das nächste

Dies sind nur einige der „verrückten“ Beispiele, mit denen Bitsy und ihre Freunde konfrontiert werden. Im aus dem Englischen von Friedrich Pflüger übersetzten zweiten Teil Magicalia – Das Geheimnis des Schattendiebs* folgt ein Abenteuer auf das nächste.

Kaum ist eine Gefahr überstanden, wartet bereits das nächste Hindernis. Obwohl die von Jennifer Bell farbenprächtig beschriebenen Magicale in David Wyatts Illustrationen nur in Schwarz‑Weiß abgedruckt sind, lassen sie dennoch alle Details für junge Leser ab etwa acht Jahren erkennen. Doch auch ältere Leser werden an diesem wendungsreichen und äußerst spannenden Plot Gefallen finden.

Magicalia – Das Geheimnis des Schattendiebs von Jennifer Bell

Cover von Magicalia - Das Geheimnis des Schattendiebs von Jennifer Bell
Übersetzung von Friedrich Pflüger | Illustrationen von David Wyatt
Carl Hanser Verlag 2026
Hardcover
320 Seiten
ISBN 978-3-446-28591-0

Bildquelle: Carl Hanser Verlag

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