Eine späte Befreiung – und ihre Grenzen

Wie Elfriede Vavrik in „Nacktbadestrand“ über Sexualität im Alter schreibt

Cover von Nacktbadestrand von Elfriede Vavrik

Ein neues Sexualleben mit 79 Jahren

In Nacktbadestrand beschreibt Elfriede Vavrik, wie sie erst im Alter von 79 Jahren zu einem erfüllten Sexualleben findet. Nachdem sie rund vier Jahrzehnte keinen Partner mehr hatte und sich allein behelfen musste, entscheidet sie sich, ein Inserat aufzugeben. Mit deutlich jüngeren Männern – einer soll erst etwa 20 Jahre alt gewesen sein – erlebt sie ihren ersten Orgasmus.

Sie schildert offen, wie sie erstmals verschiedene sexuelle Praktiken ausprobiert, welche Erfahrungen sie dabei macht und wie sich ihr Körper dabei anfühlt. Auch berichtet sie, dass sie Analverkehr ausprobiert habe und Männer über 50 für anspruchsvoll halte, da sie ihrer Ansicht nach viel erwarteten, aber körperlich weniger leisten könnten. Zudem ist sie überzeugt, dass ein kleiner Teil der Männer eine Vorliebe für ältere Frauen habe.

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Im Herzen der Strahlung: Ein Bericht, der unter die Haut geht

Cover von Ich war im Sarkophag von Tschernobyl von Anatoly N. Tkachuk

Ein Einstieg in die Schatten des Kalten Krieges

Ich war im Sarkophag von Tschernobyl von Anatoly N. Tkachuk beginnt mit düsteren Szenarien eines möglichen Atomkrieges. Der Autor schildert Spionagetätigkeiten zwischen der UdSSR und den USA – Tätigkeiten, an denen er selbst als KGB-Agent beteiligt war und die er in der Figur Andrey verarbeitet. Berichte über Inspektionen von Testgeländen nach Atomwaffenerprobungen verdeutlichen das Ausmaß und die verheerenden Schrecken nuklearer Bedrohungen.

Der 24. April 1986: Der Tag, an dem alles eskalierte

Am denkwürdigen 24. April 1986 kommt es zur Reaktorkatastrophe. Um die unsichtbare Gefahr begreifbar zu machen, erläutert Tkachuk die Eigenschaften von Alpha-, Beta- und Gammastrahlung und betont die fatale Tatsache, dass man Strahlung weder hören noch sehen kann.

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Emil Zopfis „Finale“: Ein Kriminalroman zwischen Kletterdrama und emotionalem Abgrund

Buchcover des Romans Finale

Ein verhängnisvoller Sturz in Finale Ligure

Emil Zopfi geht in seinem Roman Finale* ohne Umschweife zur Sache: Eine kleine Gruppe macht sich auf den Weg zur letzten Route einer Kletterwoche im italienischen Finale Ligure. Mit dabei sind Volker, Sabine, Tom, Hina, Felix und die Bergführerin Andrea. Während Andrea noch an den letzten Streit mit ihrem Freund Daniel denkt, geschieht das Unglück.

Der 68-jährige Felix soll Andrea sichern. Sie prüft seinen Bremsknoten, klettert los, zeigt ihm das Erreichen des Standplatzes an und will zum Umfädeln ansetzen – plötzlich stürzt sie in die Tiefe. Die Gruppe ist fassungslos. Alle blicken auf Felix, den sie „Opa“ nennen, der sich selbst als Kletteranfänger ausgegeben hatte. Andrea überlebt schwer verletzt. Während der dramatischen Bergung fürchtet sie, vor Schmerzen zu sterben.

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Wenn ein Leben aus den Fugen gerät – und neu beginnt

Cover von Der Lauf meines Lebens von Ruth Heidrich

Der Schock, der alles veränderte

Den schlimmsten Moment ihres Lebens erlebte sie, als sie die Diagnose Brustkrebs erhielt. Wie konnte das passieren? Sie ging regelmäßig zur Vorsorge, ernährte sich ausgewogen, hatte rotes Fleisch längst vom Speiseplan gestrichen, trieb viel Sport und war bereits mehrere Marathons gelaufen. Dieses vermeintliche Todesurteil wollte sie nicht akzeptieren. Sie wollte leben – und so begann der Lauf ihres Lebens.

Ein Kampf gegen Angst, Zweifel und medizinische Grenzen

Nach einer ersten Operation, bei der ein Tumor entfernt wurde, ergaben weitere Tests, dass der Krebs bereits gestreut hatte. Beide Brüste mussten vollständig entfernt werden. Sie durchlebte Phasen tiefer Angst und quälender Unsicherheit.

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