Die Gefahren, die von genmanipulierten Lebensmitteln ausgehen, werden seit längerem kontrovers diskutiert, zumal Kritiker vor möglichen, langfristigen Folgen warnen. Selbst Viren, wie etwa die Pocken, die im Mittelalter große Teile der europäischen Bevölkerung dahingerafft haben und längst als ausgerottet gelten, bergen eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Wie das Nachrichtenmagazin Focus schreibt, werden Pockenviren weiterhin sowohl in Atlanta, als auch in Nowosibirsk gezüchtet. Im Sommer 2014 sollen sogar auf einem Campus in einer Abstellkammer Glasampullen mit dem tödlichen Inhalt gefunden worden sein. Was, wenn die in unbefugte Hände geraten wären? Wenn Länder wie Nordkorea oder Syrien, die sich ebenfalls im Besitz befinden sollen, diese zu Kriegszwecken einsetzen? Oder wenn ein Virus oder Bakterium plötzlich mutiert und Impfstoffe wirkungslos bleiben? Diesen Fragen und möglichen Folgen ist Will Hofmann in seinem düsteren Roman Lebensnacht nachgegangen.

Der Biogenetiker Prof. Harry Kauffmann nimmt in Schweden den Nobelpreis für Chemie entgegen, nachdem er aus organischen Abfällen Oktan, den Hauptbestandteil des Benzins, gewinnen konnte. Obwohl sich vor über drei Jahren ein Unfall aufgrund eines klemmenden Ventils ereignete, bei dem eine beträchtliche Menge Nährflüssigkeit in den Main geflossen ist, weist der Professor, in einem Interview darauf angesprochen, etwaige Sorgen entschieden zurück. Tierversuche belegten eindeutig, dass von den Bakterien keine Gefahren ausgingen. Weiterlesen »