„Dicker als Blut“ – Gesellschaftskritischer Kriminalroman mit Kultfaktor

Buchcover des Krimanalromans Dicker als Blut

Mordfall Frankfurt – Der spannende Auftakt

Dem Frankfurter Rechtsanwalt Hans-Jochen Ebert wird grausam das Leben genommen: Nach vorheriger Folter durchtrennt ihm jemand die Kehle. Noch vor dem Eintreffen der Polizei bittet seine Kollegin Freya die Privatdetektivin Sandy um diskrete Ermittlungen am Tatort. Die Tochter des Ermordeten, Verena, eine Studienfreundin von Freya, engagiert Sandy, um den Täter zu finden – obwohl für sie und die Boulevardpresse bereits Kevin H. als Schuldiger feststeht. Er ist Hausbesetzer einer Villa, gegen die Ebert eine Räumungsklage geführt hatte.

Ermittlungen mit Ecken und Kanten

Sandy, ehemalige Punkerin mit unkonventionellem Lebensstil, nutzt ihre Szene-Kontakte: Ein Insider führt sie zum geheimen Versteck von Kevin H., genannt „Che“. Im weiteren Verlauf ihrer Nachforschungen trifft sie auf Olga, die Putzfrau des Ermordeten, sowie den Bordellbetreiber Dietmar Berger – eine Spur ins Rotlichtmilieu tut sich auf.

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Verbrechen hinter den Kulissen: Beate Baums Kriminalroman „Auf Sendung“

Buchcover des Kriminalromans Auf Sendung

Ein mysteriöser Fall im Nachwendedeutschland

Rund zwei Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer besitzen in Erfurt nur wenige Privathaushalte ein Telefon. In dieser Zeit ist der Kriminalroman Auf Sendung* von Beate Baum angesiedelt. Kirsten Bertram und Andreas Rönn vom „Tageskurier“ sind einem Verrechnungsschwindel auf der Spur. An einer Werbekampagne für eine Striptease-Show des Privatsenders PLT scheint etwas faul zu sein, denn zwei Mädchen, die einen Preis gewonnen haben, bleiben plötzlich verschwunden.

Manfred Haffmann, der Organisator der Show, wird tot in seinem Büro aufgefunden – ausgerechnet von Andreas, der nun selbst in den Kreis der Verdächtigen gerät. Zum Glück hat Kirsten kürzlich die Bekanntschaft des Privatdetektivs Dale gemacht, der sich in die Ermittlungen einschaltet.

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Männerlügen: Ein schonungsloser Blick auf Wahrheit und Täuschung

Buchcover des Romans Männerlügen

Wenn Pinocchios Nase Realität wird

Wolfgang Limmer wollte es ganz genau wissen – und ging dem Phänomen des Lügens auf den Grund. Laut ihm soll die Nase eines Lügners tatsächlich anschwellen – ganz so wie bei der bekannten Figur Pinocchio, die auch das Cover seines Buches Männerlügen* ziert. In diesem Werk sammelt der Autor eine Vielzahl kurioser, oft unglaublicher Geschichten, die sich vor allem um zwischenmenschliche Beziehungen, Untreue und gesellschaftliche Rollenbilder drehen.

Einige Männer lügen, weil die Wahrheit zu absurd oder verletzend wäre. Manche Frauen hingegen fühlen sich paradoxerweise erst dann besonders geliebt, wenn der Partner sie anlügt.

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Literarische Provokation mit Tiefgang: Philip J. Dingeldeys „Koitus mit der Meerjungfrau“

Buchcover Koitus mit der Meerjungfrau

Gesellschaft am Abgrund – Geschichten, die nicht wegsehen

In seinem Buch Koitus mit der Meerjungfrau* präsentiert Philip J. Dingeldey neun Kurzgeschichten, die sich mit den Schattenseiten der Gesellschaft auseinandersetzen. Thematisiert werden unter anderem das Schicksal einer seit zehn Jahren obdachlosen Frau und eines studierten Philosophen, der von Arbeitslosengeld II lebt und bei der Tafel für Essen ansteht. Zwei Journalisten, die über ein Massaker an Dorfbewohnern in der Wüste berichten wollen, werden selbst auf brutale Weise zu Opfern. Weitere Figuren sind ein Mann, der sich Essen aus der Suppenküche holt, ein zum Tode Geweihter, der sich an eine „Vergessensmaschine“ anschließt, sowie der brave Hiob, der seinen Glauben an Gott verliert. Besonders verstörend ist die Geschichte eines Priesters, der sich im vermeintlichen Glauben an Gottes Willen auf brutalste Weise an einem Ministranten vergeht.

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Rezension des Romans „Oberflächenmensch“ von Michael Wyhnal: Gesellschaftskritik mit Tiefgang

Buchcover des Romans Oberflächenmensch

Ein namenloser Protagonist voller Gedanken

Michael Wyhnal erzählt in seinem Roman Oberflächenmensch* die Geschichte eines zwanzigjährigen Studenten, der sich als kritischer Beobachter einer oberflächlichen Gesellschaft präsentiert. Der Leser erfährt weder den Namen noch das äußere Erscheinungsbild des Protagonisten – lediglich seine Sicht auf eine Welt, in der Freundschaft und Liebe kaum noch zählen, während Rastlosigkeit und One-Night-Stands den Alltag bestimmen.

Ein Urlaub als Übergang – der Beginn einer inneren Reise

Vor Beginn seines Studiums verbringt der junge Mann einen letzten Urlaub in einer schlichten Ferienwohnung, gemeinsam mit seinem besten Freund Lukas Weinrich und dessen Eltern.

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„Blech“ von Oliver Gasperlin – Dystopie, Kritik und literarischer Aufschrei

Buchcover des Romans Blech

Der Geruch des Verderbens

Die Erdkugel ist eingehüllt in einen alles durchdringenden Gestank nach fauligem Eiter und verbranntem Fleisch. Leichenberge, stöhnende Verwundete und schreiende Operierte prägen das Bild. Der Mensch lebt in der „Schanz“, wo unerträgliche Hitze herrscht und dunkle Schächte in bodenlose Tiefe führen. Dieses düstere, albtraumhafte Szenario entwirft Oliver Gasperlin in seiner Erzählung Blech – Blech wohin das Auge reicht.

Ein Erzähler im Kriegsgebiet

Der Ich-Erzähler schleppt sich mit seinem Führer durch diese lebensfeindliche Welt, schwer beladen mit Raketenwerfern und Navigationsinstrumenten. Nach dem Tod seines Führers tritt er einer neuen Truppe bei.

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