Zu ihrem sechsundzwanzigsten Geburtstag gibt die Polizeischülerin Laura Feldmann eine Party und alle im Haus feiern mit, denn sie alle sind Studenten der Polizeiakademie Nienburg. Ihre beste Freundin Kathrin Peters ist aus Hannover angereist und die beiden amüsieren sich prächtig, bis Lauras Exfreund Jonas Winter auf der Party auftaucht, obwohl er nicht eingeladen war. Im Laufe des Abends entschließen sich die Teilnehmer der Party noch zu einem Besuch in einem nahegelegenen Jazzclub, in dem eine Bluesband spielt. Doch dann erhält die ausgelassene Stimmung einen Dämpfer, denn Kathrins Jacke ist verschwunden und eine hektische Suchaktion setzt ein. Die Jacke, in der sich auch Schlüssel zu Lauras Wohnung befinden, bleibt verschwunden. Nachdem die Bluesband die letzte Zugabe gespielt hat, machen sich die Freundinnen zusammen mit Jonas auf den Weg zurück in Lauras Wohnung. Kathrin und Jonas müssen sich eine Schlafcouch im Wohnzimmer teilen, während Laura sich in ihr Schlafzimmer zurückzieht.

Am nächsten Tag wird Kathrin tot in der Wohnung aufgefunden und Jonas und Laura sind verschwunden. Kriminalhauptkommissar Martin Morlock und Kriminalhauptkommissarin Rebecca Scott nehmen die Ermittlungen auf. Weiterlesen »

Eine Anthologie ist wie eine Schachtel Pralinen, eine bunte Mischung, in der für jeden auch etwas dabei sein sollte. Deshalb ist der Herausgeber H. P. Karr auch kein Risiko eingegangen und hat für die Kurzgeschichten Hängen im Schacht ausschließlich erfahrene Autoren verpflichtet, die mit ihren Veröffentlichungen bereits eine Fangemeinde vorweisen können und somit ein Garant für den Erfolg der Krimisammlung sind.

In Dortmund muss Bonnies Kleid von „die Ohr“ sein und das macht aus Jo einen viel mutigeren Mann, als er eigentlich ist. Auch mit dreiundvierzig kann man in die Ü-30-Disco gehen, ist doch Ü-30, oder etwa nicht? Nur sollte man die Dauerkarte für „auf Schalke“ nicht an einen Killer verleihen. Während Bruno Kowalski in Dortmund mit einem zwölfachsigen Bergepanzer eine einzelne Zigarette vom Asphalt bergen kann, ohne sie zu beschädigen, geht Uwe Kowalski in Duisburg Routinespuren nach und bringt die Ermittlungsakten auf den aktuellen Stand. Auch Koslowski kann im Duisburger Präsidium den Fall einer ermordeten Landtagsabgeordneten ganz ohne LKA lösen und beweist, dass es möglich ist, Verbrechen durch Vorurteile aufzuklären. Weiterlesen »

Brennen muss die Hexe ist der zweite Band einer Thriller-Reihe um die Kriminalpsychologin Alex Stietencron, der aber auch ohne Kenntnisse des ersten Romans problemlos gelesen werden kann, da alle wichtigen Hintergrundinformationen in die Handlung eingestreut wurden. Doch leider hat Sven Koch in diesem Roman auch zu viel über den ersten Fall Purpurdrache verraten, so dass dieser Thriller für Leser, die das Buch noch nicht kannten, nun nicht mehr so interessant ist.

In der Nähe von Lemfeld werden in einem Steinkreis, der auch als Hexentanz bekannt ist, die Überreste einer Frauenleiche gefunden. Wie sich zeigt, wurde die Frau qualvoll wie im Mittelalter gefoltert und anschließend bei lebendigem Leib auf einem Scheiterhaufen in dem Druidenkreis verbrannt. Nur einem in der Nacht einsetzenden Regen ist es zu verdanken, dass Teile der Leiche noch erhalten sind. Da es sich bei der Tat offenbar um das Werk eines Ritualmörders handelt, will der Leiter der Sonderkommission Stephan Reineking die Polizeipsychologin Alexandra Gräfin von Stietencron, die die ermittelnden Kriminalbeamten unterstützen soll, in seinem Team mit dabei haben. Weiterlesen »

Arno Wilhelm – Informatiker, Blogger und Poetry Slammer – hat bereits zwei Gedichtbände geschrieben und nun folgt sein erster Roman. Doch kann es sich bei Jack Rodman – Die ganze Wahrheit nicht um einen gewöhnlichen Roman handeln, denn bereits das Cover ziert ein Foto des fiktiven Musikers Jack Rodman, von dem im Buch weitere Fotos und eine CD mit einigen seiner Songs zu finden sind. Erstaunlich, da doch die Romanfigur erfunden scheint, oder etwa doch nicht? Erfindet vielleicht Arno Wilhelm sich selbst ständig neu?

Eigentlich ist Sven Heller ganz zufrieden mit seinem spießigen Leben. Er wohnt in einer ruhigen Gegend, in der man nicht fürchten muss, dass aggressive, bewaffnete Jugendliche umherziehen. Auch die interessante Arbeit in einem Laden, der sich auf die Reparatur von Technik aller Art spezialisiert hat, macht ihm viel Spaß. Doch seine Freundin Lara, die in einem Plattenladen arbeitet, möchte, dass er sich einen besseren Job sucht und endlich eine andere Wohnung. Doch warum soll er sein Leben verändern? Die Musik ist seine Leidenschaft und im Keller hat er sich ein Amateur-Tonstudio eingerichtet, wo er englische Texte zu seiner selbst komponierten Musik schreibt. Er hatte ein paar erfolglose Auftritte und auch die Plattenfirmen schickten ihm seine CDs immer mit freundlichen Floskeln zurück. Weiterlesen »

Obwohl der Titel Das Schwert im Stein vermuten lässt, dass es sich bei dem Roman um eine Neuverfassung der Legende um König Artus handeln könnte, ist diese Annahme jedoch nicht ganz richtig. Denn der Roman endet mit der Geschichte um das sagenumwobene Schwert Excalibur, das angeblich von Merlin geschmiedet und mittels eines Zaubers in einen gewaltigen Stein getrieben wurde. So erzählt der Fantasy-Roman von Daniel Daub vielmehr die Geschichte des noch jungen Merlin und dem Heiligen Gral.

Es sind gefährliche Zeiten, denn nach dem Abzug der Römer aus Britannien zerfällt das Reich in viele kleine Königreiche, die untereinander zerstritten sind. Da hat der zwölfjährige Merlin, der Sohn von Tryffin, dem Herrscher über das Volk der Demetae, eine Vision, in der ein roter Drache einen weißen Drachen im Kampf besiegt. Nur wenige Tage danach erreicht die Nachricht vom Tode des Hochkönigs die Festungsstadt Caer Maridunum. Die beiden Söhne des gemeuchelten Königs Konstans forderten ihr Geburtsrecht und Blutzoll für ihren Vater. Der Kampf war nur kurz und hart, die Brüder, deren Feldzeichen ein roter Drache ist, siegten und der Hochkönig, der einen weißen Drachen auf seinem Banner trug, starb auf dem Schlachtfeld. Weiterlesen »

Der katastrophale Klimawandel, eine anhaltende Energiekrise, Hungersnöte, Armut und Krankheit bestimmen das Leben im Jahr 2044. So entflieht der größte Teil der Menschheit täglich in die virtuelle Welt von Oasis, eine Simulation, in der sie ein selbst bestimmtes zweites Leben führen können. Als der Programmierer und Erfinder von Oasis, James Halliday, verstirbt, hat ihn seine virtuelle Welt zu einem der reichsten Menschen gemacht. Doch da er keine Erben hat, verfügt er in seinem Testament: Wer das von ihm in Oasis versteckte Easter Egg als Erster findet, erbt sein gesamtes Vermögen, das auf zweihundertvierzig Milliarden Dollar veranschlagt wird. Das ist allerdings nicht so einfach, denn dazu müssen drei Schlüssel gefunden werden, die drei versteckte Tore öffnen. Die Jagd auf Hallidays Easter Egg beginnt!

Der Wettbewerb wird innerhalb kürzester Zeit ein fester Bestandteil für Millionen Menschen, die ihre gesamte Freizeit darauf verwenden nach Hallidays Easter Egg zu suchen. Auch der Jugendliche Wade Watts, der am Stadtrand von Oklahoma City in einem Trailerpark lebt und keinerlei Perspektiven für die Zukunft hat, verbringt seine gesamte Zeit als Egg-Hunter und beschäftigt sich mit Hallidays Obsessionen für Filme, Comics, Fernsehserien, Computerspiele und die Popkultur der 1980er Jahre. Weiterlesen »

Es sind keine weltbewegenden Themen, mit denen sich der Lyriker Dirk Juschkat in seiner Gedichtesammlung Abgebogen beschäftigt. Es sind die kleinen Dinge des Alltags, die ihn bewegen. Er selbst hat für sich den Begriff „Depressionslyriker“ geprägt, doch trifft diese Bezeichnung nicht das gesamte Spektrum seines Schaffens. Denn manche seiner hintersinnig-amüsanten Gedichte wie „Lebenslauf“ oder „Wege zwischen Kopf und Bauch“ erinnern an den populären Dichter Eugen Roth, der Menschen und ihre Schwächen unter die Lupe nahm. So dichtet auch Dirk Juschkat mit einem schelmischen Augenzwinkern Verse wie „Beziehungsbeute“ oder „Oh, du schöne Weihnachtszeit!“, die vermutlich einen persönlichen Hintergrund haben. Andere nachdenkliche, melancholische Texte wie „Ein Fleck auf dem Herzen“ oder „Sehnsucht“ scheint er in seiner Seele zu schmieden.

Dirk Juschkat nimmt sich Zeit für seine Kunst, denn moderne Lyrik, das ist nicht sein Metier, seine Gedichte müssen sich reimen und die Worte müssen mit regelmäßiger Wiederkehr klingen. Doch sind seine Gedichte weder eine Abfolge von betont unbetonter Sprache, noch verwendet er die klassische bildhafte Sprache mit Gleichnissen, Sinnbildern oder Metaphern in gehobener Sprache. Weiterlesen »

Die unheimliche Lutterburg in der Nähe von Bodenwerder, in der es angeblich spuken soll, steht im Mittelpunkt des neuen Kriminalromans TodesDuft von Andreas Schmidt. Der Autor hat seinen Wuppertaler Ermittler im Columbo-Trenchcoat, Kriminalhauptkommissar Norbert Ulbricht, wieder einmal in das Weserbergland geschickt, wo der Leser auf alte Bekannte aus Tödlicher Schnappschuss vom Zentralen Kriminaldienst in Hameln trifft.

Eine Gruppe, die sich mit Geistererscheinungen beschäftigt, findet auf der Lutterburg bei Pegestorf einen Toten. Unter ihnen die junge Katharina, die zuvor an einem medizinischen Experiment teilgenommen hat und seitdem in ihren Albträumen von Muthesius verfolgt wird. Muthesius hieß auch der Architekt, der die Häuser an der Lutterburg entworfen hat und in deren Ruinen es spuken soll. Ist es Zufall, dass der Tote ein Arbeitskollege von Katharina war, der im Labor von Symrise in Holzminden gearbeitet hat? Oder hat sein Tod etwas mit seiner Arbeit im Labor zu tun? Die Kommissarin Maja Klausen und ihr Kollege Jürgen Grundmann nehmen die Ermittlungen auf. Die einzige Angehörige des Toten ist seine Mutter, die in Wuppertal-Ronsdorf in einer Senioreneinrichtung lebt. Maja Klausen bittet den Kriminalhauptkommissar Norbert Ulbricht aus Wuppertal sie aufzusuchen, der sich dann auch prompt wieder einmal in ihre Ermittlungen einmischt. Weiterlesen »

Nach einem Busausflug zu einer Judo-Safari ist einer der Jungen, der siebenjährige Kelvin Jänicke, spurlos verschwunden. Seine Mutter Angela hatte mit ihrem Fahrzeug einen Platten und traf deshalb verspätet ein, um ihren Sohn abzuholen. In der Nähe der Bushaltestelle fand sie den Rucksack ihres Sohnes, doch von Kelvin keine Spur. Die Suche der Polizei mit einer Hundestaffel und auch der Einsatz von Hubschraubern mit Wärmebildkameras bleiben erfolglos und so nehmen Kommissar Kofi Kayi und sein Kollege Stefan Ollner die Ermittlungen auf.

Kurze Zeit darauf wird die Leiche eines Jungen gefunden, die komplett in Frischhaltefolie eingewickelt ist, aber es ist nicht Kelvin Jänicke. Doch wenn die beiden Fälle zusammenhängen, können die Ermittler davon ausgehen, dass es weitere Entführungen geben wird. Als auch noch die siebenjährige Emma Nielsen vermisst gemeldet wird, organisieren sich die Eltern zu einem Sicherheitsdienst, um zu verhindern, dass weitere Kinder entführt werden. Aber damit bescheren sie der Polizei nur noch mehr Probleme. Denn bald darauf wird auch die Leiche von Kelvin Jänicke in Frischhaltefolie verpackt aufgefunden und den Ermittlern wird klar: Sobald ein weiteres Kind entführt wird, werden sie die Leiche von Emma finden. Weiterlesen »

Nachdem sich bereits vor etwa sechzehn Jahren 78% der Husumer bei einem Bürgerentscheid gegen die Bebauung des Dockkoog ausgesprochen hatten, kam das Thema nun erneut auf den Tisch. Ein potentieller Investor hat den Kommunalpolitikern, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, seine Pläne für ein Dockkoog-Resort vorgestellt, in das er bis zu 30 Millionen Euro investieren möchte. Da bekanntlich die Wirklichkeit die besten Geschichten schreibt, hat die Meldung über das geplante Bauvorhaben den Autor Andreas Schmidt zu seinem Krimi WattenMord inspiriert.

Noch bevor morgens um neun die ersten Besucher in das Multimar Wattforum in Tönning stürmen um die Unterwasserwelt der Nordsee zu bestaunen, macht eine Mitarbeiterin einen ersten Rundgang durch die Ausstellung, um die Anlage hochzufahren. Dabei entdeckt sie am Grund des knapp dreihunderttausend Liter fassenden Großbeckens eine Leiche. Die ermittelnde junge Kommissarin Wiebke Ulbricht und ihr Partner Hauptkommissar Jan Petersen von der Husumer Kripo erfahren, dass es sich bei dem Toten um den Immobilienkaufmann Holger Heiners, den Investor für ein geplantes Ferienresort am Dockkoog, handelt. Einem Bauvorhaben, das immer wieder auf Kritik bei den Anwohnern und bei Umweltschützern stößt. Doch dem Umweltschützer und hauptberuflichen Lehrer Torben Schäfer trauen die ermittelnden Beamten keinen Mord zu. Weiterlesen »