Bereits im Jahr 1851 zählte London über zweieinhalb Millionen Einwohner und war die größte Stadt Europas. In dieser Stadt wohnt der erst vierzehnjährige Sherlock in dem Roman „Young Sherlock Holmes – Eiskalter Tod“ von Andrew Lane mit der Hauswirtschafterin Mrs. Eglantine auf Holmes Manor. Sein Bruder Mycroft, der für das Außenministerium arbeitet, ist für ihn verantwortlich, weil der Vater in Indien und die Mutter krank ist. Der ehemalige Kopfgeldjäger Amyus Crowe unterrichtet Sherlock, der schnell lernt eine Beute zu fangen, Spuren zu lesen und wie er sich ohne Kompass orientieren kann. Sherlock ist mit Mycroft im Diogenes Club verabredet, doch als er dort zusammen mit Amyus eintrifft, finden sie dort einen Toten vor, während Mycroft ein Messer in der Hand hält. Obwohl er seine Unschuld beteuert, wird er verhaftet.
Amyus und Sherlock, die von seiner Unschuld überzeugt sind, suchen am Tatort nach verdächtigen Spuren und stoßen dabei auf ein Visitenkärtchen. Sherlock soll herausfinden, aus welcher Druckerei die Karte stammt und gerät dabei in einen Hinterhalt.
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Kaum ein Besucher der Stadt Münster kann sich dem Blick auf den Turm der Lambertikirche entziehen, wie er sich aus Richtung Prinzipalmarkt stellt. Hoch oben über der Kirchturmuhr sind immer noch die drei Eisenkörbe angebracht, die den drei Wiedertäufern Bernhard Krechting, Bernd Knipperdolling und Johann Bockelson, allen nur unter Jan van Leiden bekannt, seit ihrer barbarischen Hinrichtung am 22. Januar 1536 als letzte Ruhestätte dienten. Werner Rumphorst geht in seinem Roman nicht ohne Humor der Frage nach, ob man die Käfige nicht einer „Wiederverwendung“ zuführen kann.
Ergreift ein Unschuldiger die Flucht, wird ihm genau das zur Last gelegt. Denn wäre er unschuldig, so die Behauptung, hätte er keinen Grund zur Flucht gehabt. Ähnlich argumentieren wir, wenn uns jemand etwas verschweigt. Gerade „Das Verschwiegene“ gibt Anlass zu Spekulationen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und ein Urteil ist gesprochen. Um diese Thematik geht es auch in dem Roman von Linn Ullmann.
Nick Wright ist der Held, oder besser gesagt der ewige Loser in dem Comic-Roman „Super Nick – Bis später, ihr Pfeifen“ von Lincoln Peirce. Zu Hause muss er neben seinem Vater seine 15-jährige Schwester Ellen ertragen und in der Schule scheint der Sechstklässler auch nur vom Pech verfolgt. Gerade ist er aus einem Traum mit dem Horrorszenario erwacht, dass seine Lehrerin Mrs. Godfrey einen Heimatkundetest schreiben lassen will, da holt ihn schon die Realität ein. In Gedanken geht er sämtliche Möglichkeiten durch, damit er den Test nicht mitschreiben muss, denn eine weitere schlechte Note hat Nachhilfe zur Konsequenz. In seiner Verzweiflung denkt er sogar daran, sich selbst eine Entschuldigung mit gefälschter Unterschrift zu schreiben.
In dem neuen Baccus-Borg-Krimi „Eisige Rache“ von Elke Schwab haben sich die Bewohner von Wadern-Buweiler gerade von der Aufregung um einen Verkehrsunfall erholt, bei dem Aline Konrad schwer verletzt wurde und nach einem Jahr im Koma verstarb, da erschüttert das Örtchen im Saarland eine Mordserie. Kriminalkommissar Theo Borg ist mit seinem Kollegen Lukas Baccus im Schneegestöber auf dem Weg nach Buweiler zu seiner Tante. Plötzlich gerät ihr Fahrzeug unter Beschuss und auf der Flucht vor ihrem Verfolger suchen sie Schutz in einer Blockhütte. In dieser gottverlassenen Gegend funktioniert kein Handy und ihre Dienstpistolen haben sie nicht bei sich. Doch sind sie nicht die Einzigen, auf die es der Schütze abgesehen hat, denn ein Mann bricht vor ihren Augen tot zusammen.
Um die Grabstätte des legendären Mongolenfürsten Dschingis Khan ranken sich auch noch fast 800 Jahre nach seinem Tod Legenden. Tatsächlich soll der Mongolenfürst testamentarisch bestimmt haben, dass seine Grabstätte geheim gehalten werden soll und vermutlich wurden 1800 Soldaten und Arbeiter getötet, nur um dieses Geheimnis zu wahren. Um die wahrscheinlich von einem seiner Söhne verfasste Schrift „Geheime Geschichte der Mongolen“ geht es in dem Buch „Die Kinder des Dschinn – Die Kristalle des Khan“ von P. B. Kerr.
Iris Hadbawnik wollte dem „Mythos Mount Everest“ nachgehen und hat sich daher intensiv mit diesem höchsten Gipfel auseinandergesetzt. Seit den ersten Pionieren George Mallory und Andrew Irvine, die 1924 ein bis heute ungeklärtes Schicksal ereilte und der Erstbesteigung durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay im Mai 1953 hat sich vieles geändert. In den Basislagern lauern zuweilen einige hundert Bergsteiger auf ein Schönwetterfenster. Ihnen wird zwar der Aufstieg durch Sauerstoff und jedes Jahr neu angebrachte Fixseile erleichtert, doch vor Erfrierungen, plötzlich aufkommende Winde und Schneefälle, Erschöpfung und nachlassende Kräfte aus Selbstüberschätzung sind sie nicht gefeit. Interessant sind in diesem Zusammenhang erwähnte neueste Erkenntnisse über unsere modernen Synthetikfasern im Vergleich zu der altertümlichen Kleidung der Pioniere.
Louis Jensen schreibt in dem Jugendroman „33 Cent – um ein Leben zu retten“ von einem 14-jährigen Jungen, der mit seiner Familie in Dänemark lebt. Um den hungernden Kindern in Afrika zu helfen, besucht er nur noch jeden zweiten Tag die Schule, damit er an den freien Tagen Geld verdienen kann. Als ihm das auch noch zu wenig ist, beginnt er Kleidung zu stehlen, die er an einen Hehler weiterverkauft. Natürlich stellt er sich die Frage, ob das erlaubt ist. Immerhin ist sein Vater Richter und sagt ihm, dass man nicht stehlen darf. Doch er kann nicht verstehen, dass er etwas Unrechtes tut, denn schließlich nimmt er wie sein Vorbild „Robin Hood“ den Reichen und gibt den Armen.
Der Grundstein für eine DNA-Analyse, die den Bauplan eines Lebewesens aufzeigt, wurde 1985 mit der Entdeckung spezifischer Muster gelegt. Mit der Entwicklung einer besonderen Technik, der PCR, Anfang der 90er Jahre war die Bestimmung des genetischen Fingerabdrucks mit nur geringen Mengen von Speichel oder Blut möglich, was gerade für die Kriminalistik von großer Bedeutung war. So kann auch die Anwältin Mathers in dem Kriminalroman „Opfer“ von Cathi Unsworth einen zwanzig Jahre zurückliegenden Fall wegen neuer DNA-Beweise neu aufrollen. Der Privatdetektiv Sean Ward soll für sie herausfinden, was damals in Ernemouth geschehen ist. Ein Opfer wurde mit zahlreichen Stichwunden in Brust und Unterleib aufgefunden, wies Brandwunden von Zigaretten auf und alle Anzeichen deuteten auf einen Ritualmord hin. Am Tatort wurde die Schülerin Corrine Woadrow blutüberströmt aufgefunden und zu lebenslanger Haft verurteilt.