Valentina fährt nach einem Besuch bei ihren Eltern, wo sie ihren dreißigsten Geburtstag gefeiert hat, mit dem Zug nach Hause. Aus dem Fenster beobachtet sie einen Mann auf dem Bahnsteig, dessen Blicke sie treffen. Weil ihr dieser Mann nicht mehr aus dem Kopf geht, steigt sie an der nächsten Station aus und kehrt zurück. Doch der Unbekannte ist nicht mehr da. Auf der Suche nach ihm spricht sie eine Frau an und zeigt ihr eine Portraitzeichnung, die sie während der Zugfahrt von dem Mann angefertigt hat. Schnell freundet sie sich mit Vanessa an, die den Mann wiedererkannt hat und Valentina bei der Suche behilflich ist.

Seit der Begegnung auf dem Bahnsteig fühlt sich Valentina verändert. Ihren Traum und ihre Hoffnung, eines Tages den Richtigen und damit die Liebe zu finden, hatte sie schon aufgegeben. Doch durch den Blick des Fremden kann sie wieder Freude am Leben empfinden, wofür sie sich bei ihm bedanken will. Mit Steckbriefen und einem Inserat will sie den Unbekannten finden. Tatsächlich meldet sich einen Tag später ein freundlicher Herr bei ihr und gibt ihr einen Tipp, in welchem Restaurant er den Gesuchten gesehen hat.

Die Lektüre des Romans Valentina sucht das Glück erinnert allein schon aufgrund des poetischen Sprachgebrauchs von Hans Kruppa an ein Märchen. Das wird besonders an einem Traum von Valentina deutlich, bei dem sie durch eine ihr unbekannte Stadt läuft, wie es von den beiden Töchtern aus Frau Holle bekannt ist, die sich nach dem Fall in einen Brunnen auf einer Wiese wiederfinden und daraufhin den unbekannten Ort erkunden. Weiterlesen »