Der Münchner Trödelhändler Wilhelm Gossec hat mit seinem Freund Julius eine mit diversen Flaschen Weißbier angeheizte Diskussion, in der es darum geht, weshalb junge Burschen zu Nazis werden. Er will seinem Freund beweisen, dass der überwiegende Teil der Münchner wieder den rechten Arm erhebt, wenn Hitler durch München marschieren würde. Eine Schnapsidee veranlasst ihn, sich kurzerhand einen Wehrmachtsmantel, Stiefel und eine SS-Offiziersmütze aus seinem Klamottenfundus anzuziehen. Mit einem Kajalstift markiert er sich einen typischen Bart und verlässt das Haus. Bei dieser hirnrissigen Aktion trifft er auf einen Trupp Neonazis, die eine Mahnwache mit Fackeln abhält und ihm nun folgt. Nur mit Mühe gelingt es ihm, die Verfolger abzuschütteln und sich zu retten.

„Hitler in München!“ lautete am nächsten Morgen die Schlagzeile in der Zeitung. Ein Faschingsscherz oder eine geschmacklose Provokation, hinter der man den Kabarettisten Beppo Wolfertshofer vermutet. Die Nationalen Kameraden München fühlen sich provoziert und drohen Wolfertshofer eine angemessene Antwort an.

Gossec fühlt sich miserabel, er fürchtet eine Gefahr für Leib und Leben von Wolfertshofer und trifft sich mit dem Kabarettisten, um die Geschichte aufzuklären. Der aber möchte die Hintergründe gar nicht aufdecken und ist eher amüsiert, dass die Aktion ihm zugeschrieben wird und die Zeitungen deshalb einen besonderen Tiefsinn dahinter vermuten. Weiterlesen »

Aktivisten des Netzwerks „Sub Africa“ planen einen Terroranschlag während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Beim ersten Spiel der deutschen Mannschaft im Moses-Mabhida-Station in Durban soll der Skywalk, ein ypsilonförmiger Bogen, der das Spielfeld des Stadions um mehr als hundert Meter überragt, gesprengt werden, wobei die gefährlichen Viren aus zwei Phiolen, die im Skywalk versteckt sind, in wenigen Sekunden die 70.000 Menschen im Stadion infizieren würden.

Der deutsche Bauingenieur Henning Fries arbeitet für das Hamburger Architekturbüro, die den Stadionbau geplant hat, in verantwortlicher Position auf der Baustelle in Durban und ist dort seltsamen Vorgängen auf die Spur gekommen. Die Pläne für den Skywalk auf seinem Computer wurden manipuliert und es wurden Änderungen in den Bodenblechen vorgenommen, die er so nicht vorgesehen hatte. Fries wird misstrauisch und er versucht fieberhaft herauszufinden, wer hinter den Änderungen steckt.

Als an einem Wochenende in Kapstadt bei einer Klettertour auf dem Tafelberg auf Fries geschossen wird, flieht er nach Deutschland, um herauszufinden, was in Hamburg schief gelaufen ist. Doch vorher will er sich mit seiner alten Freundin, der Journalistin Linda Roloff, in Stuttgart treffen. Weiterlesen »

Der 16-jährige Nick ist Schüler an einer Londoner Schule und nicht weiter besorgt, als eines Tages sein bester Freund Colin nicht zum Basketballtraining auftaucht. Als Colin am nächsten Tag völlig übernächtigt und mit geröteten Augen in der Schule eintrifft und sich mit zwei als uncool geltenden Schülern schon fast unterwürfig unterhält, wird Nick misstrauisch.

Er beobachtet, wie Colin einem anderen Schüler eine CD zusteckt und auf ihn einredet. Nick wird neugierig und entdeckt, dass auch andere Schüler miteinander tuscheln und kleine Päckchen übergeben. Plötzlich kommen Schüler nicht mehr zur Schule, melden sich krank oder verändern sich.

Als Nick dann endlich auch ein Päckchen mit einer DVD erhält, muss er zunächst versprechen mit niemandem darüber zu reden. Die DVD enthält das Computerspiel Erebos, ein Online-Rollenspiel mit merkwürdigen Regeln. Er hat nur eine Chance das Spiel zu spielen. Er darf nur spielen, wenn er allein ist. Er darf mit niemandem, auch nicht mit anderen Spielern, über das Spiel reden. Wer gegen die Regeln verstößt, ist raus und wird für immer aus dem Spiel ausgeschlossen. Weiterlesen »

Jan Hesse, der 25-Jährige Protagonist in Sebastian Christs Roman …und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute!, studiert in München Geschichte und führt seit Jahren ein Leben als Praktikant in der Medienwelt.

Wie ein Nomade zieht er mit drei Taschen, in die er sein ganzes Leben packen kann, zum nächsten Praktikum in die nächste Stadt. Ein neuer Arbeitsplatz, ein neuer Chef und nur Übergangsbekanntschaften. Er lebt in nur spärlich möblierten Wohnungen zur Zwischenmiete, ohne ein festes Umfeld und ohne echte Freunde.

Während eines Praktikums in einem Hamburger Verlagshaus lernt er Anne kennen, zu der er sich hingezogen fühlt. Zwischen den beiden entsteht eine Vertrautheit, die ihm das Gefühl gibt endlich angekommen zu sein. Doch als er zurück in München ist, um seine Magisterarbeit zu schreiben, wird ihm klar, dass er alles verloren hat, was ihm früher einmal wichtig war.

Als sich die Chance ergibt bei dem renommierten Hamburger Kinomagazin ein Praktikum zu machen, greift er sofort zu, packt seine Sachen und fährt nach Hamburg. Aber Anne ist nicht mehr in Hamburg, sie macht inzwischen ein Auslandssemester in Paris. Weiterlesen »

Eddy Stein ist ein Lebenskünstler. Als Trickbetrüger nimmt er betuchte Touristen aus, um sein Leben in Kreuzberg, als Musiker mit einer bürgerlichen Fassade, zu finanzieren.

Nach einer seiner Gaunereien trifft er zufällig auf dem Hausflur zu seiner Altbauwohnung auf Berlins meistgehassten Prominenten Horst König, der mit einer Bratwurstkette in Amerika Millionen gemacht hat und als Käufer der Tempelhofer Deo-Werke zunächst als Retter gefeiert wurde. Aber nach der angekündigten Schließung der Fabrik und dem damit verbundenen Abbau von 8.000 Arbeitsplätzen als Heuschreckenkapitalist ist er in die Schlagzeilen der Boulevardpresse geraten. Es kommt zu einer Auseinandersetzung der beiden, die durch einen unglücklichen Unfall für Horst König tödlich endet. Doch damit Eddys bürgerliche Fassade keine Risse bekommt, lässt er die Leiche verschwinden, vorbei an Königs Bodyguards, die draußen auf ihren Chef warten.

Doch die Leiche wird gefunden und der vermeintliche Mord an König wird zum Medienereignis für die Boulevardpresse, die den unbekannten Mörder als Volkshelden feiert und nun die Familie des Opfers belagert. Weiterlesen »

Der schweizer Journalist und Buchautor Bruno Ziauddin ist als Sohn eines indischen Ingenieurs und einer Schweizer Krankenpflegerin in Zürich aufgewachsen. Für seine indische Abstammung hat er sich nie interessiert. Erst nach dem Tod der Eltern wird ihm bewusst, dass er nur sehr wenig über seinen Vater und seine indischen Wurzeln weiß. Um mehr über ihn und letztlich sich selbst in Erfahrung zu bringen, beschließt er in den Geburtsort des Vaters, ein kleines Dorf an der Südspitze Indiens, zu reisen.

Dort lernt er nicht nur seine fünf Tanten und zahlreiche Cousinen und Cousins kennen, er entdeckt in der Familie des Vaters die eigene Familie, die ihm fremd und dabei seltsam vertraulich ist. So wird die abenteuerliche Reise zum Ausgangspunkt der Suche nach den Ursprüngen der Geschichte seines Vaters. Wie konnte er es aus einem armen indischen Kaff an eine englische Elite-Uni schaffen und unter welchen Umständen hat er seine Schweizer Ehefrau kennen gelernt?

Die Spurensuche führt den Autor zunächst nach London, wo sein Vater studiert hat. Nach Ghana reist er nicht, obwohl seine Eltern dort geheiratet haben, er dort gezeugt wurde und das Land gerne einmal gesehen hätte. Stattdessen führt ihn die Suche wieder zurück nach Indien. Weiterlesen »

Für viele Menschen ist der Computer und das Internet zum Bestandteil ihres täglichen Lebens geworden und aus ihrem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie shoppen, mailen, chatten oder spielen, ohne sich viele Gedanken darüber zu machen, welche digitalen Spuren und persönlichen Daten sie im Netz hinterlassen.

Ibrahim Evsan, Gründer von Sevenload und Web 2.0 Experte, gestaltet sein Leben beruflich wie privat im Netz und kennt auch dessen Abgründe. In seinem Buch Der Fixierungscode beschreibt er die Chancen und Gefahren des Internets aus seiner persönlichen Sicht: Wie durch die rasante Entwicklung der digitalen Welt und immer leistungsfähigeren Mobilgeräte, mit denen wir auch unterwegs online gehen können, eine zunehmende Fixierung auf die Geräte und Programme (Codes), mit denen wir unseren Alltag heute organisieren, stattfindet. Durch berufliche- und soziale Netzwerke verlagert sich unser reales Leben immer mehr ins Netz. Der Autor erklärt, wie man sich vor Gefahren schützt und wie man seinen Ruf im Netz pflegt.

Drei Monate hat Evsan den größten Teil des Tages damit verbracht, sich bei dem verrufenen Online-Rollenspiel „World of Warcraft“ nach oben zu spielen, um sich ausführlich dem Thema Spielsucht und der wirtschaftlichen Macht hinter den Spielen widmen zu können. Weiterlesen »

Eigentlich wollte er Fußballprofi werden, sein großes Vorbild war Pelé. Urs Althaus wurde 1956 als uneheliches Kind einer Schweizer Mutter und eines nigerianischen Medizinstudenten geboren. Den Vater hat er nie kennen gelernt. Er wuchs als einziges schwarzes, reformiertes Kind in der katholischen Urschweiz in Altdorf auf. Seine Kindheit verbrachte er unbeschwerter, als man annehmen würde.

Nach der Schulzeit startete er zuerst beim FC Basel, dann beim FC Zürich eine Fußballkarriere, die er verletzungsbedingt aufgeben musste. Während seiner kaufmännischen Ausbildung erhielt er durch Zufall seinen ersten Modeljob. Was danach kommt, ist wie eine rasante Achterbahnfahrt.

Er lief für Designer wie Calvin Klein, Valentino, Armani, Kenzo, Yves Saint Laurent und hat es zum internationalen Topmodel gebracht. Er war das erste schwarze Männer-Model, das es auf das Cover der amerikanischen Modezeitschrift „GQ“ geschafft hatte. Er arbeitete als DJ in dem Ferienort Klosters und wurde Chef der größten Schweizer Model-Agentur. Als Schauspieler stand er neben Marcello Mastroianni und mit Sean Connery, in der Verfilmung von Umberto Ecos Roman Der Name der Rose, vor der Kamera. Er konsumierte Drogen und Alkohol, liebte Männer und Frauen. Er war reich, hat alles verloren und wieder neu angefangen. Weiterlesen »

Der neue Thriller Boston Run von Frank Lauenroth handelt während der zwei Stunden des berühmtesten Marathon-Laufs der Welt, des Boston-Marathons.

Der Boston-Marathon ist erst der zweite Start von Brian Harding über die 42,195 Kilometer lange Distanz, doch er weiß, dass er den Lauf gewinnen wird. Ein neues Dopingmittel verleiht seinem Körper ein Mehrfaches des normalen Leistungsvermögens. Die Substanz baut sich während des Laufes ab, so dass sie nach dem Überqueren der Ziellinie nicht mehr nachweisbar sein wird.

Den scheinbar perfekten Plan hat sein Freund und Erfinder des Dopingmittels Christopher Johnson ausgeheckt. Der ehemalige Geheimdienst-Mitarbeiter gilt als Genie und sollte für seinen ehemaligen Arbeitgeber die NSA ein Mittel erfinden, um Soldaten zu ausdauernden Kampfmaschinen zu machen. Als Christophers Freundin stirbt, macht dieser die NSA, die ihm finanzielle Hilfe verweigert hat, für ihren Tod verantwortlich und er verschwindet mit seiner Erfindung, um sich an der NSA zu rächen.

Nachdem sich Christopher dem Zugriff des Geheimdienstes auf geschickte Weise entziehen konnte, weiß die NSA-Einsatzleiterin Rachel Parker, dass sie an Brians Blut gelangen muss, bevor er auf die Zielgerade einbiegt. Weiterlesen »

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