Über die Tannhaus-Grundschule flog an einem warmen Vormittag ein Hund, einfach so. Vor dem Fenster jedes einzelnen Klassenzimmers machte der Boxer Halt, fletschte seine Zähne und ruderte mit den Vorderbeinen. Genauso interessiert wie der Hund hineinschaute, schauten die begeisterten Kinder aus ihren Klassenzimmern auf das seltsame fliegende Tier hinaus. Und es fordert einiges von den Kindern. Die Lehrer wollen in Ruhe unterrichten, den Kindern kommt der fliegende Hund aber so seltsam vor, dass es sie gar nicht auf ihren Stühlen hält. Besonders beeindruckt ist die kleine Liselotte von dem Hund, selbst die Ermahnungen ihrer Lehrerin können diese Faszination nicht brechen. Als Lieselotte auf den Hund hinweist ist dieser nämlich bereits in das nächste Stockwerk geflogen und sie bleibt die einzige Zeugin dieser Begebenheit. Lieselotte, das wird schnell klar, ist ein einsames Kind, das Gefüge innerhalb der Klasse hat sich gefunden und sie ist irgendwie außen vor geblieben. Eine allerbeste Freundin hat sie nicht.
weiterlesenCoxi Flederwisch und der total verhexte Schultag von Meike Haas
Im Mittelpunkt des großen literarischen Romans „Die Zwillinge von Nürnberg“ von Hermann Kesten steht das Leben der Zwillinge Primula und Ultima. Nachdem ihre Mutter im Kindbett verstarb, werden sie von ihrem Vater aufgezogen, der als grausamer Richter bekannt ist. Als sie in ein Internat gesteckt werden sollen, fliehen die 17-jährigen Schwestern nach Nürnberg. Man schreibt das Jahr 1918 und es ist endlich wieder Frieden eingekehrt. Sie werden zusammen mit Ferdinand Lust, der aus einem Gefangenenlager aus Nancy geflohen ist, liebevoll von Marie Tucher aufgenommen. Ferdinand unterhält eine kurze Liaison mit der Witwe eines kürzlich verstorbenen Freundes sowie mit der von ihm geliebten Marie Tucher und auch mit Primula, eine der beiden Zwillingsschwestern. Primula wird schwanger und die beiden Schwestern zieht es nach Berlin, wo Primula ebenfalls Zwillinge, zwei Jungen, auf die Welt bringt. Primula und Ultima beschließen, die beiden Jungen Alexander und Caesar jeweils als ein Kind von sich auszugeben und niemand soll jemals von diesem Schwindel erfahren.
Die Hauptperson in „Heldensommer“ ist der fünfzehn Jahre alte Philipp, der sich im Grunde nur fürs Rauchen, Kiffen und Trinken interessiert. Durch die Schule hat er sich bisher mit etwas Glück und dem geringstmöglichen Aufwand gemogelt. Die Schule war ihm auch bisher herzlich egal. Als er jedoch durch einen besonders motivierten Austauschlehrer aus Frankreich eine durchaus berechtigte sechs auf dem Zeugnis bekommt und er folglich die Klasse wiederholen muss, ist er dann doch etwas verärgert. Philipp sieht die Schuld für diesen Misserfolg allein bei dem in seinen Augen viel zu strengen und ungerechten Lehrer.
Im Mittelpunkt des Romans „Krumme Gurken“ von Jaromir Konecny steht der 16-jährige Benn. Er lebt in der virtuellen Welt von Computerspielen wie Lost Horizon und chattet in Facebook und MySpace. Wie sein Freund Rowdy hat Benn allerdings ein Problem: beide haben sie eine „krumme Gurke“, wie sie im direkten Vergleich feststellen müssen, und beide können sie die nicht unter Kontrolle halten, wenn ihnen ein sexy Mädchen über den Weg läuft. So nennen sie ihre neu gegründete Band auch „Krumme Gurken“ und die ersten Aufnahmen veröffentlichen sie auf YouTube.
Berlin – Jablonskistraße – 1940: Das ist der Schauplatz in Hans Falladas Roman „Jeder stirbt für sich allein“. Der überwiegende Teil des deutschen Volkes lässt sich nur zu gerne täuschen und glaubt an den großen Sieg. Die Juden haben es immer schwerer. Es ist die Zeit, in der jeder etwas zu verbergen hat und sich schnell um Kopf und Kragen reden kann, wenn er nicht aufpasst. Einschüchterungen und Ängste sind an der Tagesordnung und die Luft ist wie bei einem drohenden Gewitter damit geladen. Für jeden spürbar. Niemand kann mehr jemandem trauen, die Kinder verraten ihre Eltern und die Gestapo ist überall.
Ein Mädchen wird schwer verletzt unterhalb einer englischen Steilküste aufgefunden. Mehr kann die Polizei den verstörten Schülern und Lehrern im Moment noch nicht sagen. Allen Anwesenden in der Jugendherberge ist klar, dass es sich um ihre Mitschülerin Valerie handelt, die ohnehin schon vermisst wurde. Wer kann etwas gegen sie gehabt und sie von den Klippen gestoßen haben? Ihr ehemaliger Freund? Der neue Referendar? Ihre Freundin? So beginnt der Thriller „Schwarze Stunde“ von Christine Fehér.
Daniel Kuper scheint ein normaler Junge zu sein, der in einem beschaulichen Dorf namens Jericho aufwächst, dort die Schule besucht, Freundschaften knüpft und wieder löst, sowie ein gewisses Interesse an Mädchen besitzt. Diese Eigenschaften, gepaart mit viel Schabernack und Fantasie im Kopf, macht ihn zu einem gewöhnlichen Teenager. Jedoch ereignen sich im Verlauf der Geschichte merkwürdige Ereignisse: unter anderem das Auftauchen eines Kornkreises, der Selbstmord eines Mitschülers und ganze Häuserreihen beschmiert mit Hakenkreuzen. Als Übeltäter dieser merkwürdigen Geschehnisse wird Daniel ausgemacht, der nun in einen Kampf zwischen sich und seiner Umwelt verwickelt ist.
Carolina Teleuca, selbst Stripperin, gibt in ihrem Buch „Was Frauen von Stripperinnen lernen können“ ihre Erfahrungen an Frauen weiter und erklärt, wie sie begehrenswert für ihren Mann werden oder bleiben können. Das fängt damit an, dass sich keine Frau für die Familie opfern und ihre eigenen Wünsche vernachlässigen sollte. Die Frau sollte dem Mann nicht nachspionieren und da er von Natur aus „Jäger und Krieger“ ist, muss sie für ihren Mann attraktiv erscheinen. Sie sollte ihren Körper so akzeptieren, wie er ist. Ebenso sollten Frauen keine Intrigen schmieden, zu viel Alkohol meiden und am Mann nicht herum meckern oder nörgeln. Hat sie einen jüngeren Partner, sollte sie zu ihrem Alter stehen und den Spaß am Sex genießen. Denn den Alterungsprozess kann jeder steuern, indem die Selbstwahrnehmung eine positive ist. Wenn alles positiv formuliert wird, können damit sogar Krankheiten verhindert werden, denn Männer mögen keine kranken Frauen. Eine Krankheit darf man sich nur nicht einreden, dann bleibt man auch gesund, so lehrt uns die Autorin.
Die 15-jährige Sina Wagenknecht steht im Mittelpunkt des Jugendromans „Dann bin ich eben weg“ von Christine Fehér. Aus Anlass des achtzigsten Geburtstages ihres Opas probiert Sina ihre schöne Jeans und stellt überraschend fest, dass die ganz schön eng geworden ist. Zufällig belauscht sie ein Gespräch, wie sich die Verwandten über ihre Figur äußern: Dass sie nicht dicker werden dürfte und ganz schön stämmige Beine hat. Als ein Onkel auch noch an ihren Busen grapscht und grinsend bemerkt, dass man da ganz schön etwas in der Hand hat, fasst sie in ihrer Verzweiflung den Entschluss zu einer Diät.