100 Gründe, stolz auf diese Stadt zu sein!
Philip J. Dingeldey, der davon überzeugt ist, dass „Nürnberg – einfach Spitze!“ ist, beginnt sein Buch mit der Aufzählung von Superlativen. Dazu zählen die älteste Buchhandlung sowie das größte Kino von Deutschland, in dem auch Silvesterpartys gefeiert werden. In Nürnberg steht die älteste Kettenbrücke Europas, die Stadt beherbergt den größten europäischen Figurenbrunnen und einzigartig auf der Welt ist auch ein riesiger Kessel für eine Feuerzangenbowle.
Der Autor weiß von mittelalterlichen Traditionen zu berichten und bis in diese Zeit zurückreichenden Festen. Er gibt Hintergrundinformationen zur Kaiserburg, dem Wahrzeichen von Nürnberg, schreibt von Fußball und Trachtenmode sowie vom fränkischen Dialekt. Natürlich widmet er auch dem weit über die Grenzen hinaus bekannten Christkindlesmarkt und den berühmten Nürnberger Lebkuchen einen Abschnitt und vergisst dabei nicht, ein weiteres Markenzeichen zu erwähnen: Die Nürnberger Rostbratwurst.
weiterlesenNürnberg – einfach Spitze! von Philip J. Dingeldey
Bereits als Studentin ist Sina Pousset häufig mit einem Fernbus unterwegs gewesen. Auch heute reist sie mit ihnen quer durch Europa und hat ihre im Laufe der Jahre gesammelten Erfahrungen in dem Buch „Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind“ zusammengefasst. Manche Reise, so ist zu lesen, beginnt schon mit dem Problem, das sich bei einer Buchung über die entsprechende App ergibt und findet eine Fortsetzung mit der Suche nach der Bushaltestelle. Die Jogginghose hat sich als Kleidungsstück auf langen Fahrten bewährt und was das Gepäck anbelangt, so sind immer die Gegenstände, die man sucht, ganz unten zu finden. Nicht zu unterschätzen ist die richtige Wahl des Sitzplatzes, wobei die Unsitte mancher Mitreisender störend ist, einen freien Platz durch Gepäck zu blockieren, wozu sogar einmal eine Tanne gehört hat.
Mit dem Kulturreiseführer Mecklenburg-Vorpommern von Katja Gartz begibt sich der Leser auf die Spuren der mittelalterlichen Hansestädte an der Ostseeküste. Wie die Autorin zu berichten weiß, kann sich Mecklenburg-Vorpommern rühmen europaweit die meisten Schlösser zu besitzen. Die einzigartige Landschaft hat schon früh Künstler angezogen und Berühmtheiten haben hier bereits ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihre Urlaube verbracht. Das Buch gliedert sich, der besseren Übersicht wegen, in fünf Küstenabschnitte: Von Schwerin nach Wismar, von Rostock nach Zingst, von Stralsund nach Rügen, von Greifswald nach Usedom und von Neubrandenburg nach Güstrow/Seenplatte. 

Erst seit Juni 2009, so schreibt Georg Quedens in seinem Buch „Weltnaturerbe Wattenmeer“, ist das Wattenmeer von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden. Unzählige Kleinstlebewesen bevölkern das Wattenmeer, das durch den Wechsel der Gezeiten einem steten Wandel unterliegt. Der Autor belegt anhand früherer Kartenausschnitte, wie sich die Inseln und die Wattenströme immer wieder verlagert haben. Er macht in einem Rückblick auf das Ende der letzten Eiszeit vor 20.000 Jahren deutlich, wie das uns heute bekannte Wattenmeer mit seinen Prielen und Wattenströmen entstanden ist und wie sich Inseln, Marscheninseln und Halligen gebildet haben. Dem Leser zeigt er nicht nur die Ursache von Ebbe und Flut auf, sondern geht auch auf die Auswirkungen, was die Gezeiten beeinflusst sowie auf die mit einer Sturmflut verbundenen Gefahren ein.
Eingebettet in den Nationalpark Hohe Tauern liegt Osttirol, ein aus ökologischer Sicht wertvoller Landstrich, da hier seltene Vogelarten und eine Vielzahl von Schmetterlingen beheimatet sind. Der aus der Landeshauptstadt Lienz stammende Walter Mair bietet in seinem neuesten Buch „Das Osttiroler vier Jahreszeiten Wanderbuch“ vierundsechzig Tourenvorschläge, die von leichten und beschaulichen Wanderungen mit kaum nennenswert zu überwindenden Höhenmetern bis zu Klettersteigen mit seilgesicherten Stellen führen, für die absolute Trittsicherheit erforderlich ist. Da es sich bei diesem Buch nicht um einen klassischen Wanderführer handelt, verzichtet der Autor auf die in Wanderführern übliche farbliche Kennzeichnung einer Tour nach Schwierigkeitsgraden. 
Wer seinen Urlaub sowohl am Meer, als auch in den Bergen verbringen will, hat mit der kanarischen Insel Teneriffa die richtige Wahl getroffen. Klaus und Annette Wolfsperger bieten mit dem Wanderführer „Teneriffa“ siebzig Tourenvorschläge, die sie, wie allgemein üblich, in drei Schwierigkeitsgrade eingeteilt haben. So ist bereits an der farblichen Nummerierung der Wanderung auf Anhieb zu erkennen, welche Anforderungen die Tour an den Wanderer stellt. Es folgt ein kurzer Überblick über den Tourenverlauf, gefolgt von Einkehrmöglichkeiten, stichwortartigen Angaben wie zu überwindende Höhenunterschiede und auch mögliche Varianten oder Erweiterungen der Wandertour. Bereits auf einer der ersten Buchseiten findet der Leser eine Übersicht über die wichtigsten Busverbindungen der Insel, was jedoch einen kompletten Busplan, der vor Ort kostenlos erhältlich ist, nicht überflüssig macht. Zu diesem Punkt ist anzumerken, dass bei der Auswahl einer Wanderung von vornherein die Erreichbarkeit des angegebenen Ausgangspunktes berücksichtigt werden sollte.
Getreu dem Zitat „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“ hat auch Mikka Bender viel über „Die All-inclusive-Lüge“ zu enthüllen. Denn da der Begriff rechtlich nicht geschützt ist, sollte man genau darauf achten, was das jeweilige Hotel darunter versteht. Darüber hinaus haben die spitzfindigen Tourismusunternehmen, die in seinem Buch allesamt nicht gut wegkommen, ähnlich wie bei Arbeitszeugnissen eine eigene Sprache entwickelt. Um späteren Regressansprüchen zu entgehen, sind die Katalogbeschreibungen bewusst verklausuliert. Denn wer macht sich schon zu Hause Gedanken über scheinbar positive Aussagen wie „nur fünf Minuten zum Strand“ oder „relativ ruhig gelegen“? Der Autor hat sie für den Leser „übersetzt“, erklärt, was unter einem „Wohnbeispiel“ zu verstehen ist und auch, nach welchen Kriterien die Sterne in verschiedenen Ländern vergeben werden.