Der Engelseher von Laura Flöter

Der EngelseherJeásh, der in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, lebt in einer Heil- und Verwahranstalt für Irre und seelisch Beschädigte in Toch Eleth. An schlimmen Tagen ritzt er sich mit einem scharfen Gegenstand seinen Namen in die Haut und sein Körper ist von Narben gezeichnet. Wie alle Menschen wird er von zwei Engeln begleitet: Dem weißen Engel Malach, der ihn beschützen und ihm helfen soll, den richtigen Weg in seinem Leben zu finden, und dem schwarzen Engel Ezariel, der seine Seele ins Verderben stürzen soll. Als sich Jeásh eines Tages aus Verzweiflung das Leben nehmen will, ringt Malach mit dem schwarzen Engel, doch ist er kaum noch in der Lage, seinen Schützling vor dem Tod zu bewahren. Er sieht nur noch einen Ausweg und gibt Jeásh etwas von seinem Herzblut, das Wertvollste, das ein Engel nur einmal zu geben vermag.

Malach ist jedoch enttäuscht, als er merkt, dass er vergeblich sein Herzblut für Jeásh geopfert hat. Er gibt den Kampf mit Ezariel um den Sterblichen auf und überlässt seinen Schützling dem schwarzen Engel.

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Rezension: „Twin-Pryx – Zwillingsbrut“ von John Asht – Fantastischer Abenteuerroman mit Tiefgang

Buchcover des Romans Twin-Pryx – Zwillingsbrut

Eine Reise ins Übernatürliche mit historischem Fundament

Zum Auftakt von Twin-Pryx* verschlägt es Cyan Grünauge auf Geheiß des Herrn der Finsternis nach Transsilvanien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Leserinnen und Leser, die John Ashts geheimnisvolle Heldin bereits aus früheren Romanen kennen, dürfen sich auf ein Wiedersehen freuen – für alle anderen eröffnet sich ein spannender Einstieg in eine phantastische Geschichte voller Rätsel und Faszination.

Umfangreiches Epos mit weltgeschichtlichem Rahmen

Mit über 900 Seiten ist Twin-Pryx – Zwillingsbrut* ein gewaltiges literarisches Werk – sowohl im Umfang als auch in der erzählten Tiefe. Die Geschichte beginnt in Transsilvanien, einem legendären Ort der europäischen Übernatürlichkeit, und führt in die Wirren des Zweiten Weltkriegs.

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„Blech“ von Oliver Gasperlin – Dystopie, Kritik und literarischer Aufschrei

Buchcover des Romans Blech

Der Geruch des Verderbens

Die Erdkugel ist eingehüllt in einen alles durchdringenden Gestank nach fauligem Eiter und verbranntem Fleisch. Leichenberge, stöhnende Verwundete und schreiende Operierte prägen das Bild. Der Mensch lebt in der „Schanz“, wo unerträgliche Hitze herrscht und dunkle Schächte in bodenlose Tiefe führen. Dieses düstere, albtraumhafte Szenario entwirft Oliver Gasperlin in seiner Erzählung Blech – Blech wohin das Auge reicht.

Ein Erzähler im Kriegsgebiet

Der Ich-Erzähler schleppt sich mit seinem Führer durch diese lebensfeindliche Welt, schwer beladen mit Raketenwerfern und Navigationsinstrumenten. Nach dem Tod seines Führers tritt er einer neuen Truppe bei.

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„Seelenkuss“ von Sharen Ashwood – Urban Fantasy mit Tiefgang und überraschender Handlung

Buchcover des Romans Seelenkuss

Ein frischer Wind in der Vampirliteratur

Seelenkuss* ist der dritte Band der Urban-Fantasy-Reihe von Sharen Ashwood. Wer eine klassische Neuauflage bekannter Vampirgeschichten erwartet, wird positiv überrascht: Die Autorin bricht mit Konventionen und präsentiert eine vielschichtige Handlung mit wechselnden Hauptfiguren und emotionaler Tiefe.

Neuer Fokus: Ashe Carver kämpft an zwei Fronten

Nach Holly Carver und Vampir Alessandro im ersten Band sowie Ex-Cop Mac in Vampirdämmerung* übernimmt nun Ashe Carver, Hollys Schwester, die Hauptrolle. Bereits aus dem zweiten Band bekannt, wird Ashe nicht nur als erfahrene Monsterjägerin, sondern auch als Mutter in einem Sorgerechtsstreit eingeführt.

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„Das Buch ohne Staben“ – Trash-Roman mit Biss und Blutschimmer

Buchcover des Romans Das Buch ohne Staben

Marketingaktion mit Überraschungseffekt

Es ist wohl ein Novum: Ein Roman erhält für eine Marketingkampagne einen völlig anderen Titel. Im vergangenen Jahr erhielten ausgewählte Medienschaffende ein mysteriöses Buch mit leeren Seiten – ein Werk ohne „(Buch)Staben“. Hinter dieser Aktion verbarg sich der Roman Das Auge des Mondes, der kurzerhand mit dem (absichtlich) sinnentleerten Titel Das Buch ohne Staben* versehen wurde. Dabei handelt es sich um die Fortsetzung des Kultromans Das Buch ohne Namen – verfasst von einem bis heute anonymen Autor.

Vampire, Werwölfe und ein rachsüchtiger Serienkiller

In der fiktiven Hafenstadt Santa Mondega haben sich Vampire und Werwölfe aus aller Welt niedergelassen und sich in rivalisierenden Clans organisiert. Mitten unter ihnen: der gefürchtete Serienmörder Bourbon Kid.

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Auf der Spur eines verlorenen Mythos: Xeno Atlas und das Geheimnis des Karawanenbuchs

Cover von Das verlorene Bestiarium von Nicholas Christopher

Kindheit zwischen Verlust und Magie

Seine Mutter stirbt bei seiner Geburt, und sein Vater fühlt sich als Seefahrer nur für die materielle, nicht aber für die emotionale Versorgung zuständig. So wächst Xeno Atlas bei seiner Großmutter auf, die mit den Geistern von Tieren kommuniziert. Nach ihrem Tod steckt ihn sein Vater im Alter von fünfzehn Jahren in ein Internat, wo Xeno von seinem Lehrer Mr. Hood erstmals von einem Karawanenbuch hört – einer Sammlung von Fabelwesen, die auf geheimnisvolle Weise verloren gegangen sein soll. In seinem letzten Schuljahr, im Jahr 1967, macht Xeno zudem seine ersten Erfahrungen mit Drogen.

Krieg, Überleben und eine Suche, die nie endet

Wenig später wird er gezwungen, im Vietnamkrieg zu kämpfen. Zweimal entkommt er nur knapp dem Grauen dieser Hölle und setzt danach seine Suche nach dem verschollen geglaubten Karawanenbuch fort.

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