Endorphase-X von Peter Schmidt

Endorphase-XDer amerikanische Pharmakonzern Paddington, Seek & Co hat Endorphase-X, ein bisher unbekanntes Enzym, entdeckt, das in der Lage ist, Krebs-Patienten mit negativer Prognose zu heilen. Leider steht das Enzym nur in einem begrenzten Maße zur Verfügung und kann auch nicht in einem Labor hergestellt werden. So beschließt der Konzern, die Endeckung geheim zu halten und das Präparat nur einem ausgewählten Kreis von Milliardären anzubieten.

Da die natürlichen Ressourcen für die Herstellung des Medikaments nur für 50 Patienten vorhanden sind, hat der Konzern keine Skrupel für eine Behandlung eine Milliarde Dollar zu verlangen. Um die Klientel todkranker Milliardäre zu akquirieren, wird ein Vermittler gesucht, der finanziell angeschlagen, medizinisch vom Fach und durch seinen Werdegang für die heikle Aufgabe geeignet erscheint. So wird der 39jährige Frank Carlsen ausgewählt, um Kontakt zu potenziellen Patienten aufzunehmen. Er hat Medizin, Biochemie und Psychologie studiert und für verschiedene Geheimdienste gearbeitet. Außerdem ist er hochintelligent, arbeitslos und pleite.

Zur gleichen Zeit erfährt Frank, dass Isabella die Ehefrau seines Freundes Petralla, in die er unglücklich verliebt ist, nach einer Spontanheilung von ihrer schweren Krebserkrankung spurlos aus dem Sanatorium verschwunden ist. Petralla beauftragt ihn, Isabella zu finden. Während sich bei der Suche nach Isabella die Spur zunächst bei einem heimlichen Liebhaber verliert, hat Frank bereits den ersten Kunden für eine Behandlung mit Endorphase-X gewinnen können, den Medienmogul Oberst Paulsen, der mit seinem Medienkonzern Milliarden verdient hat und an unheilbarem Lungenkrebs leidet. Doch während der Behandlung stellt sich heraus, dass der Oberst doch nicht so liquide ist, wie man vermutet hat und Frank soll die Therapie abbrechen…

In seinem Buch „Endorphase-X“ hat Peter Schmidt ein brisantes und aktuelles Thema hervorragend umgesetzt. In der fiktiven Geschichte geht es nicht mehr um Zweiklassenmedizin, sondern um die Frage, ob es moralisch zu verantworten ist, wenn durch die Profitgier von Pharmakonzernen und Medizinern eine Heilung von einer schweren Erkrankung nur noch für Reiche bezahlbar ist. Stil und Sprache des Romans lassen erkennen, dass hier ein Meister seines Fachs schreibt. Denn der Autor bringt die spannende Handlung ohne Abschweifungen auf den Punkt, wodurch ein temporeicher Thriller entstanden ist. Lediglich das abrupte Ende kommt für den Leser etwas unerwartet.

Endorphase-X von Peter Schmidt

Endorphase-X
KBV Verlag 2010
Taschenbuch
248 Seiten
ISBN 978-3-940077-77-6

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Bildquelle: KBV Verlag
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