An einem hellen Morgen im August in den 1950er Jahren beginnt die Geschichte der beiden Familien Trösch und Tippner, als sich der achtundfünfzigjährige Paul Endler versonnen am Hinterkopf kratzt und ins Tal blickt, in dem sich der von einer Dampflokomotive gezogene Personenzug in das Gebirge quält. Eine Feuerschlange, denkt Paul, denn wenn es dunkel ist, wirbeln Dampf und Funken aus dem Schornstein des Stahlkolosses und die Fenster der Abteile sind erleuchtet. Zusammen mit seiner Frau Elsa und seiner Tochter Margot, dessen erster Mann kurz vor Kriegsende im Februar 1945 gefallen war, lebt er in einem kleinen Häuschen am Rande einer Siedlung auf einer Anhöhe. Entgegen seiner Befürchtungen, hatte Margot, die inzwischen Anfang dreißig ist, in ihrem Freund, dem Hochschullehrer Heiner Trösch, doch noch einen Mann gefunden, der zu ihr passt. Paul und Heiner sind sich auf Anhieb sympathisch und mit der Haltung von eigenen Hühnern für ein tägliches Frühstücksei sowie der Anschaffung eines der ersten Fernsehgeräte in der Siedlung bringt Heiner Veränderungen in das kleine Häuschen, die Paul durchaus zu schätzen weiß. Als sich im Sommer 1957 Nachwuchs ankündigt beschließen Margot und Heiner zu heiraten. Nach der Geburt ihres Sohnes Sven hat Margot, die eigentlich gelernte Verwaltungsangestellte ist und nach dem Krieg Neulehrerin wurde, eine Arbeit als Lehrerin an der gleichen Hochschule aufgenommen, an der auch Heiner beschäftigt ist. Weiterlesen »

Finanziell läuft es nicht schlecht für Torsten Brettschneider, denn er hat einen sicheren Job bei einem Frankfurter IT Security Unternehmen. Aber irgendwie befriedigt ihn die Arbeit nicht mehr und er würde viel lieber einen Bildungsroman für Männer in der Midlife-Crisis schreiben. Seine Freundin Tanja ist allerdings der Meinung, es wäre besser für ihn ein solches Buch zu lesen, statt es zu schreiben, denn in ihrer Beziehung kriselt es gewaltig. Um mit Stresssituationen in der Beziehung besser umgehen zu können macht er deshalb seit drei Monaten heimlich eine Ur-Mann-Therapie bei Dr. Ferdinand von Spickaert, dem Lebensgefährten von Tanjas bester Freundin Renate. Doch mittlerweile kommen ihm Zweifel, ob der Gesprächstherapeut und promovierte Psychologe die beste Option gewesen ist, denn die Situation zwischen Tanja und ihm hat sich nicht wirklich verbessert.

Nachdem er von einer schwedischen Anwaltskanzlei erfahren hat, dass er von einer Großtante mütterlicherseits ein Gehöft mit vierzig Hektar Wald in Gödseltorp geerbt hat, kündigt er kurzerhand seinen Job, um in Schweden als Schriftsteller ein neues Leben zu beginnen. Seine Freundin Tanja ist von dieser Idee allerdings nicht begeistert und die beiden bekommen einen Riesenkrach, in dessen Verlauf Tanja die Wohnung verlässt. Auch sein Vater kann es kaum glauben, dass er seinen Job aufgegeben hat, um in diesem Drecksnest, wie er Gödseltorp bezeichnet, zu leben. Weiterlesen »

Nachdem der Schriftsteller Johannes Bernhard bereits einen Bestseller gelandet hatte, gelang es ihm nicht mit den beiden darauf folgenden Romanen diesen Erfolg zu wiederholen und seit der Trennung von seiner Frau Jennifer hat er keine Zeile mehr geschrieben. Nach der Scheidung, durch die er sein Haus und seine Tochter Emily an seine Exfrau verliert, nimmt er an einer Art Eingliederungsprogramm für Langzeitarbeitslose vom Arbeitsamt teil. Denn für einen Akademiker, der nach dem Studium nie in seinem Beruf gearbeitet hat, bietet der Arbeitsmarkt nur wenig Chancen. Seine Vorgesetzte im Rathaus, Frau Pfefferkorn-Schmidt, hegt eine tiefe Abneigung gegen ihn und macht ihm das Leben schwer. Er lässt jedoch alle Schikanen über sich ergehen, denn er braucht den verdammten Job, der vorerst auf achtzehn Monate befristet ist. Hinzu kommt, dass er als studierter Volkswirt für die Tätigkeit hoffnungslos überqualifiziert ist. Allerdings kann er sich mangels Alternativen vorstellen bis zur Rente im öffentlichen Dienst zu bleiben.

Bereits kurz nach Arbeitsbeginn wird Johannes von seiner Chefin Frau Pfefferkorn-Schmidt in ihr Büro zitiert, die grundsätzlich an allem etwas zu meckern hat. Auch wenn er sich noch so viel Mühe gibt und sein Entwurf eines Schreibens tadellos ist, erhält er das Schriftstück mindestens drei Mal mit der Bitte um Korrektur zurück. Den Rest des Tages erledigt er seine Arbeit und versucht möglichst wenig an Frau Pfefferkorn-Schmidt zu denken. Weiterlesen »

Während Ashtanga-Yoga, welches hauptsächlich Körperhaltungen und Atemkontrolle beinhaltet und Bikram-Yoga, dessen Übungen in einem heißen Raum bei etwa 35 bis 40 Grad praktiziert werden, zu den dynamischen Yogastilen gehören, ist Yin-Yoga ein passiver Übungsstil, der sich zum Ausgleich anbietet. Dabei werden die Stellungen ohne, oder mit nur geringer Muskelanspannung ausgeführt und drei bis fünf Minuten gehalten. Durch das Verweilen in einer Haltung ist Yin-Yoga ideal, um den Körper zu entspannen.

Das Buch Yin Yoga des Herzens der beiden Autorinnen Tanja Seehofer und Doris Iding ist eine Einführung in die Grundlagen des Yin-Yoga, die über die reine Praxis hinausgeht. Neben Hintergrundwissen über die Ursprünge des klassischen Yoga sowie des modernen Yin-Yoga erhält der Leser Informationen über die Bedeutung der Lebensenergie Chi, wichtige Meridiane und lernt das Bindegewebe, die Faszien kennen. Im Praxisteil werden die Vorbereitungen und die Durchführung der dreizehn bebilderten Übungen und drei verschiedene Atemtechniken erklärt. Ein weiteres Kapitel widmet sich dem geistigen Weg, um dem eigentlichen Ziel im Yoga näher zu kommen und einige kurze Übungssequenzen, die im Alltag zwischendurch oder gezielt bei Beschwerden eingesetzt werden können, runden das Buch ab. Weiterlesen »

Der Fantasyroman Der Thul ist der zweite Teil der Trilogie „Die Erben der Alten Zeit“und eine Fortsetzung der Geschichte aus dem ersten Teil Das Amulett. Nun ist auch der zweite Band in einer überarbeiteten Fassung als Hardcover-Ausgabe in der Grassroots Edition erschienen.

Nachdem Sora auf dem Planeten Euripides durch ein Orakel von ihrer Bestimmung erfahren hat und durch den Nebel in eine andere Welt gegangen ist, findet sie sich in den Bergen von Jättehem auf dem Planeten Godheim wieder. Dort wird sie von dem Volk der Kentauren aufgenommen, die einen menschlichen Oberkörper, aber den Unterleib eines Pferdes haben und in den Bergen Pegasus züchten. Ihr gelingt es, das Zutrauen von Hravn, dem ersten schwarzen Pegasus seit tausenden von Jahren, zu gewinnen. Doch in ihren Träumen hat sie immer wieder eine Vision von einem Mädchen mit schwarzen, lockigen Haaren, das auf einem schwarzen Pegasus reitet. Sie weiß seit langem, dass sie nach dem Mädchen suchen muss, aber das Wetter in den Bergen lässt das bisher nicht zu. Taurus, das Klanoberhaupt der Kentauren, will mehr über die Legenden der schwarzen Pegasus in Erfahrung bringen und schickt deshalb nach einem Thul, einem Geschichtenerzähler und Bewahrer von Überlieferungen. Weiterlesen »

Kurz vor drei Uhr in der Nacht wird Markus Steinfelder von einem Anruf seines Bruders Thomas geweckt, der vor fast zwei Jahren den Kontakt zu ihm abgebrochen hatte. Seitdem hat er von Thomas und dessen Frau Tanja nichts mehr gehört. Nun teilt ihm sein Bruder mit, dass Tanja nach einem Selbstmordversuch in die Notfallambulanz eingeliefert wurde. Und weil Thomas in den Augen von Markus immer noch der kleine, zehn Jahre jüngere Bruder ist, steht Markus sofort auf, zieht sich an und macht sich mit dem Auto auf den Weg zur Klinik. Am Abend zuvor war in der Wettervorhersage eine arktische Kaltfront angekündigt worden. Nach einem nächtlichen Regenschauer und dem darauf folgenden Temperatursturz sind die Straßen spiegelglatt. Bereits nach der ersten abschüssigen Kurve hat Markus seinen Wagen nicht mehr unter Kontrolle und landet selber als „Eispatient zweihundertvier“ in der Unfallchirurgie.

Tanja liegt im künstlichen Koma auf der Intensivstation und die Ärzte wissen nicht, ob sie durchkommt. Ihr Mann Thomas glaubt, dass sie vor einiger Zeit vergewaltigt wurde, und sie das Geschehene verdrängt hat. Er will den Dreckskerl finden, der ihr das angetan hat und bittet seinen Bruder Markus ihm dabei zu helfen. Weiterlesen »

Dr. Wilhelm Löhring hat einfach verdrängt, dass er nicht mehr als Finanzvorstand bei Rüssling & Huber tätig ist und erscheint am Tag nach seiner Verabschiedung wie gewohnt in seinem Büro. Er glaubt an einen Komplott des Vorstands und will gegen den Aufhebungsvertrag klagen. So wird er in den Hochreitner-Trakt, einem exklusiven Bereich für wohlsituierte Patienten der psychiatrischen Klinik St. Ägidius, eingewiesen. Doch Löhring glaubt, seine Ehefrau habe die Klinik gekauft und er soll nun das Unternehmen sanieren. Er möchte die Klinik zum Premiumanbieter in der Psychiatrie machen, doch da die Klinikleitung nicht mit ihm kooperieren will, gibt er dem Gesellschafterausschuss schriftlich die Empfehlung, den Geschäftsführer Herrn Fechtner abzusetzen.

In einer Therapiegruppe trifft er auf Keith Winter, einen Finanzmanager von Benderman Ley, dessen seltsames Verhalten autistische Züge aufweist, und Hubert Wienkamp, den ehemaligen Personalchef eines großen Beratungsunternehmens, der an einem amnestischen Syndrom leidet und sich an zwanzig Jahre seines Lebens nicht mehr erinnern kann. Zur Überraschung von Löhring hat Winter ohne Berichte und Analysen bereits einen kompletten Business-Plan erstellt, und Löhring beschließt, die St. Ägidius Klinik an die Börse zu bringen. Dabei unterstützt wird die Projektgruppe „Bad Homburg“ von der ehemaligen Chefsekretärin Karin Schlick, die ebenfalls eine Patientin der Klinik ist. Weiterlesen »

Die 38-jährige Anne und ihre Freundin Teresa, von allen Tess genannt, kennen sich seit über zehn Jahren aus einem Yogakurs. Nach sechs Jahren Ehe, in denen sich Anne zwischen Job und Muttersein aufgerieben hat, freut sie sich auf die samstäglichen Treffen mit ihrer Freundin, die immer ein kleines Highlight sind. Doch diesmal ist ihre Laune auf einem Tiefstand, weil sie seit geraumer Zeit keinen Sex mehr mit ihrem Mann Joachim hatte, und er sie am Abend zuvor wieder einmal verschmäht hat. Anne sehnt sich nach Lust und Leidenschaft, doch seit ihr fünfjähriger Sohn Lars auf der Welt ist, haben die sexuellen Aktivitäten zwischen ihr und ihrem Mann nicht nur nachgelassen, sondern tendieren gegen null. Wenn sich ihre Hoffnung auf ein zweites Kind erfüllen soll, ist es für sie höchste Zeit noch einmal schwanger zu werden. Auch bei der kinderlosen Tess, die mit Bernd zusammenlebt, einem Mittdreißiger, der sich als Hausmann betätigt, herrscht Sexflaute im Bett.

Nachdem auch der Versuch der beiden Freundinnen, ihre Männer in einem Wettstreit zu verführen, gescheitert ist, besuchen sie gemeinsam einen Sexshop, um sich mit scharfer Wäsche und angesagtem Sexspielzeug einzudecken. Da sie keine Ahnung haben, wie man die Sachen einsetzt, entschließen sie sich zu einem Besuch in einem SM-Club, um sich vor Ort zu informieren. Weiterlesen »

In der Autobiografie Tantra – Schrei nach Liebe schildert Tara Wera ihren Lebensweg, der in einem konservativen Elternhaus begann. Ihre Mutter war zwar großherzig, aber auch sehr streng und hielt an alten Tugenden fest. Als sie eine politisch engagierte Frau kennenlernte, kam der Wandel, sie begann Alice Schwarzer zu lesen und emanzipierte sich. Der Vater von Tara Wera war schon immer ein unkonventioneller Typ, der sich für die SPD engagierte und eine Leidenschaft für das Drachenfliegen hatte. Als sich ihre Mutter von ihm trennte und nach Berlin zog, blieben ihre beiden noch minderjährigen Geschwister beim Vater. Zu dieser Zeit überredet sie eine Freundin zu einem Saunabesuch, der für sie zum echten Horror wurde. Sie wollte partout nicht auffallen, doch musterten sie die anderen Saunagäste erstaunt, als sie im Badeanzug auf der mittleren Bank saß.

Als 33-Jährige war sie seit fünf Jahren mit einem Rechtsanwalt, verheiratet, den sie bereits mit 14 Jahren in der Tanzschule kennengelernt hatte. Sie arbeitete als gelernte Kinderkrankenschwester in einer Klinik in Offenbach und suchte einen Nebenjob. In der Hanauer Landstraße fand sie eine Stelle in einer Praxis für Erotikmassagen, in der sie die Gäste mit einer abschließenden Handentspannung massierte. Weiterlesen »

Erbsünde ist der erste Band einer neuen Krimireihe der Autorin Nika Lubitsch. In einem Geschäftshaus am Kurfürstendamm 216 in Berlin befinden sich die Räume der Krimiautorin Alice von Kaldenberg, die mit ihrem Team gelegentlich auch in dem einen oder anderen Kriminalfall ermittelt. Die arbeitslose Journalistin Judith Schilling kann den drittklassigen Minijob leider nicht ablehnen und wird vom Jobcenter für Recherchearbeiten zu der Schriftstellerin geschickt. Bei einem Bewerbungsgespräch wird ihr jedoch schnell klar, dass es sich bei dieser Arbeit nicht um eine normale journalistische Tätigkeit handelt.

Der Kunstsammler und Arzt für plastische Chirurgie, Professor Sprengler, wurde im Central Park in New York ausgeraubt und erstochen. Sein Freund, der weltberühmte Dirigent Bernhard Goldsmith, glaubt nicht, dass es sich um einen Raubmord handelt und bittet seine Exfrau Alice von Kaldenberg um Hilfe bei der Aufklärung. Denn der Professor hatte ihm am Abend vor der Tat eröffnet, dass er beabsichtigt seinen gesamten Kunstbesitz WorldKidAid zu hinterlassen und dies am nächsten Tag in der Aufsichtsratssitzung zu verkünden. Weiterlesen »

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