Serafina – Das Königreich der Drachen von Rachel Hartman

Serafina – Das Königreich der Drachen
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Seit vierzig Jahren dauert der Frieden zwischen Menschen und Drachen im Königreich Goredd bereits an. Die Drachen, die als Saarantrai eine menschliche Gestalt annehmen können, leben als Gelehrte an der Universität und als Botschaftsangehörige mitten unter den Menschen. Doch als Prinz Rufus von einem Mörder enthauptet wird und kein Kopf aufzufinden ist, deutet alles darauf hin, dass er von einem Drachen abgebissen wurde.

Serafina Dombegh ist ein junges Mädchen mit einer besonderen musikalischen Begabung. Sie ist erst seit kurzer Zeit am Hof der Königin, um den Komponisten Viridius als Gehilfin zu unterstützen und ist für die musikalische Gestaltung der Begräbnisfeier verantwortlich. Nachdem nicht nur der Solist, sondern auch der Ersatzsolist ausgefallen ist muss sie selber die Flöte auf der Trauerfeier spielen, obwohl sie ihrem Vater versprochen hatte, niemals in der Öffentlichkeit aufzutreten. Zu ihrer eigenen Sicherheit soll sie vermeiden Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

In zehn Tagen sollen die Feierlichkeiten zum vierzigsten Jahrestag des Vertrages zwischen Goredd und den Drachen beginnen, zu denen der berühmte Drachengeneral Comonot höchstpersönlich erscheinen wird. Doch der Hauptmann der Garde, der attraktive Prinz Lucian Kiggs, kommt zusammen mit Serafina auf die Spur eines hinterhältigen Komplotts. Auch die beiden kommen sich bei ihren Ermittlungen näher, was für Serafina immer gefährlicher wird, denn sie hat ein Geheimnis zu wahren.

Gleich zu Beginn des Romans Serafina – Das Königreich der Drachen wird der Leser mit neuen, unbekannten Begriffen förmlich überschüttet, danach plätschert die langatmige Handlung nur noch vor sich hin. Richtig spannend wird die Geschichte nicht und selbst, wenn unvorhersehbare Wendungen eintreten, gibt es kaum spannungsgeladene Momente. Die Konflikte, die sich durch das Aufeinandertreffen völlig unterschiedlicher Kulturen ergeben, werden anhand des Zusammenlebens von Menschen und Drachen sehr gut dargestellt. Wie zum Beispiel eine Gruppe „Die Söhne Ogdos“, deren Mitglieder eine schwarze Feder am Hut tragen, Vorurteile und Misstrauen schüren und Gewalt gegen einen einzelnen Drachen ausüben, wobei sie auf breite Zustimmung der Anwesenden stoßen. Die kanadische Autorin hat sich vielleicht nichts dabei gedacht, dass Drachen – bis auf wenige Ausnahmen, wie Künstler und Gelehrte – als Erkennungszeichen ein Glöckchen tragen müssen. Doch deutsche Leser könnte es an Zeiten erinnern, in denen Menschen einen gelben Stern tragen mussten. Obwohl die Idee von Rachel Hartman, dass die Drachen als Formwandler eine menschliche Gestalt annehmen können, den einen oder anderen Leser faszinieren wird, ist der erste Roman Serafina – Das Königreich der Drachen ein unspektakulärer Auftakt zu einer neuen Drachen-Saga. Denn der Autorin ist es nicht gelungen den Leser wirklich zu fesseln. So bleibt nur zu hoffen, dass die Fortsetzung der Drachengeschichte spannender wird.

Rachel Hartman, Serafina – Das Königreich der Drachen, cbj Verlag 2012, gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 512 Seiten, ISBN 978-3-570-15269-0, Preis: 17,99 Euro.

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