Die Comtessa von Ulf Schiewe

Die ComtessaNach seinem Debütwerk „Der Bastard von Tolosa“ entführt Ulf Schiewe seine Leser mit „Die Comtessa“ erneut ins Südfrankreich des Hochmittelalters. Ermenessa ist die Witwe des Vizegrafen Aimeric II. von Narbona und Stiefmutter von Aimerics fünfzehnjähriger Tochter Ermengarda, die wiederum die Erbin des Grafen ist. Die intrigante Ermenessa trifft ein Abkommen mit dem einflussreichen Grafen von Tolouse und will ihn mit Ermengarda verheiraten. Das Mädchen aber widersetzt sich den Plänen und flieht kurz vor der Hochzeit. Prachtvolle Zeltpagoden, Buffet und Gäste warten vergebens. Unterstützung erhält sie dabei von den beiden Edelmännern Felipe und Arnault, die beide in sie verliebt sind. Für die Freunde beginnt eine abenteuerliche Flucht durch die Gegend des Languedoc – immer auf der Hut vor den Verfolgern und gleichzeitig für Felipe und Arnault immer in der Hoffnung, das Herz von Ermengarda zu gewinnen.

Der Roman ist keine eigentliche Fortsetzung, knüpft aber an die Geschehnisse in Ulf Schiewes Debütwerk „Der Bastard von Tolosa“ an. Wie bereits im Vorgänger gelingt es dem Autor hier erneut, das historische Frankreich, diesmal in der Mitte des 12. Jahrhunderts, zum Leben zu erwecken.

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Brennen muss die Hexe von Sven Koch

Brennen muss die Hexe„Brennen muss die Hexe“ ist der zweite Band einer Krimi-Reihe um die Kriminalpsychologin Alex Stietencron, der aber auch ohne Kenntnisse des ersten Romans problemlos gelesen werden kann, da alle wichtigen Hintergrundinformationen in die Handlung eingestreut wurden. Doch leider hat Sven Koch in diesem Roman auch zu viel über den ersten Fall Purpurdrache verraten, so dass dieser Thriller für Leser, die das Buch noch nicht kannten, nun nicht mehr so interessant ist.

In der Nähe von Lemfeld werden in einem Steinkreis, der auch als Hexentanz bekannt ist, die Überreste einer Frauenleiche gefunden. Wie sich zeigt, wurde die Frau qualvoll wie im Mittelalter gefoltert und anschließend bei lebendigem Leib auf einem Scheiterhaufen in dem Druidenkreis verbrannt. Nur einem in der Nacht einsetzenden Regen ist es zu verdanken, dass Teile der Leiche noch erhalten sind. Da es sich bei der Tat offenbar um das Werk eines Ritualmörders handelt, will der Leiter der Sonderkommission Stephan Reineking die Polizeipsychologin Alexandra Gräfin von Stietencron, die die ermittelnden Kriminalbeamten unterstützen soll, in seinem Team mit dabei haben.

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Ein Sommer wie dieser von Annette Hohberg

Ein Sommer wie dieserKlara und Stephan verbringen in dem Roman „Ein Sommer wie dieser“ von Annette Hohberg eine wundervolle Urlaubswoche in Levanto an der italienischen Riviera. Sie sind jung und verlieben sich ineinander. In einer Woche wollen sie sich an der französischen Küste wieder treffen, doch Klara wartet vergeblich.

Mittlerweile sind zwanzig Jahre vergangen und Klara ist mit Johan, einem berühmten Hirnforscher, verheiratet. Ihre Tochter Isabel hat sich bei Prof. Stephan Lechmann für ein Seminar eingetragen. Obwohl er sehr viel älter ist als sie, verliebt sie sich in ihn. Für ihn wäre sie ein weiteres Liebesabenteuer, wie schon so viele Liebschaften vor ihr. Bei einem privaten Treffen in seiner Wohnung zieht Isabel jedoch die Bremse, da es ihr etwas zu schnell geht. Eine Porzellanpuppe, die Isabel bei ihm entdeckt, führt bei Stephan schließlich zu der Erkenntnis, dass Isabels Mutter die Klara ist, die er vor zwanzig Jahren aus den Augen verloren hat.

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Tochter des Dschungels – Die bewegende Lebensgeschichte von Zoya Phan

Eine wahre Geschichte über Überleben, Widerstand und die Suche nach Gerechtigkeit

Buchcover der Biografie Tochter des Dschungels

Kindheit im Dschungel: Leben in Freiheit und Armut

Zoya Phan gehört zum Volk der Karen, einer ethnischen Minderheit in Burma (Myanmar), und bezeichnet sich selbst als „Tochter des Dschungels“. Ihre Erinnerungen reichen zurück bis zu ihrem zweiten Lebensjahr. Gemeinsam mit ihren Geschwistern führte sie ein freies, aber entbehrungsreiches Leben: Sie jagten mit Schleudern Vögel, rösteten Käfer in der Glut und orientierten sich an Hahnenschreien statt an Uhren. Türen brauchten sie nicht – Diebstahl war im Dorf kein Thema.

Die Familie lebte in extremer Armut. Reis war das Hauptnahrungsmittel, selbst Maden im Essen waren keine Seltenheit. Geld reichte nicht einmal für Schulhefte. Trotzdem war Zoyas Kindheit von Neugier und Entdeckungsfreude geprägt.

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Purpurdrache von Sven Koch – Auftakt zur Thriller-Reihe um Kriminalpsychologin Alex Stietencron

Buchcover des Thrillers Purpurdrache

Ermittlungen mit psychologischem Tiefgang

Mit Purpurdrache* startet Sven Koch eine neue Thriller-Reihe rund um die Kriminalpsychologin Alexandra Gräfin von Stietencron, die immerhin die Initialen mit Stephen King teilt. Nach dem Studium an der BKA-Akademie beginnt Alexandra zunächst ein Medizinstudium, bevor sie zur Psychologie wechselt. Im Rahmen eines landesweiten Pilotprojekts wird sie nach Lemfeld in Nordrhein-Westfalen versetzt, wo Psycholog:innen die Arbeit der Kriminalbeamten unterstützen sollen.

Noch bevor sich Alex in dem beschaulichen Ort eingelebt hat, wird eine junge Frau ermordet in einem Kornkreis aufgefunden. Die Spuren deuten auf einen Ritualmord hin – die Ermittlungen beginnen.

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Sklavenkind von Urmila Chaudhary und Nathalie Schwaiger

Verkauft, verschleppt, vergessen – Mein Kampf für Nepals Töchter!

SklavenkindUrmila Chaudhary schreibt in ihrer Autobiografie „Sklavenkind“ über ihr Schicksal, das sie als Kind erleiden musste. Gemäß der Tradition in Nepal wird sie als 6-jährige von ihrem Bruder als Kamalari, als Sklavenkind, verkauft. Ausgerechnet an einem Feiertag, an dem sie ihre Eltern besuchen darf. Denn wegen der ärmlichen Verhältnisse muss sie bei ihrer Schwester in einem Nachbardorf wohnen. Der Bruder begleitet sie noch ein Stück, dann muss Urmila alleine mit den Männern gehen, die sie abholen. Sie ist von nun an die Leibeigene von Sita, der sie als Geschenk überreicht wird. Urmila muss für Sita und ihre Familie in Kathmandu arbeiten, wo sie von Heimweh geplagt wird: Statt des Vogelgezwitschers hört sie nur Motorenbrummen. Für eine aus sechs Erwachsenen und sechs Kindern bestehende Familie muss sie von fünf Uhr morgens bis spät nachts putzen, waschen und kochen – einfach alle in einem Haushalt anfallenden Arbeiten verrichten. Das Versprechen, sie zur Schule zu schicken, wird nicht eingelöst und sie weint viel. Als sie nach vier Jahren endlich für einen Tag nach Hause zu ihrer Familie darf, erkennt ihre Mutter sie nicht einmal mehr.

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Hexengold von Heidi Rehn

HexengoldMit „Hexengold“ setzt Heidi Rehn die Geschichte um Magdalena, deren Schicksal mit „Die Wundärztin“ begann, fort. Der Dreißigjährige Krieg ist mittlerweile seit zehn Jahren vorbei. Die Protagonistin Magdalena hat sich mit ihrem Eric und der gemeinsamen Tochter Carlotta in Frankfurt niedergelassen, wo Eric als Kaufmann arbeitet. Plötzlich kehrt Eric jedoch von einer Reise nicht zurück. Magdalena muss erfahren, dass er ihr etwas über ihre verschollene Familie in Königsberg verschwieg und ihr ein falsches Reiseziel angegeben hat. Magdalenas Welt bricht zusammen. Plötzlich steht sie mittellos da und fürchtet, dass ihr gemeinsames Leben nur auf Lügen basiert. Daraufhin bricht sie nach Königsberg auf und kommt dort nicht nur ihrem Familiengeheimnis, sondern auch Erics Vergangenheit auf die Spur.

Wie schon in „Die Wundärztin“ gelingt es Heidi Rehn, den Leser mit dem Schicksal der schönen und tapferen Ärztin Magdalena in den Bann zu ziehen. Es ist eine bewegte Epoche, in der die Handlung spielt – die Leiden des Krieges sind noch allgegenwärtig, Frauen haben wenig zu sagen.

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Jenseits von Feuerland von Carla Federico

Jenseits von FeuerlandDas Buch „Jenseits von Feuerland“ von Carla Federico ist der zweite Teil einer Chile Saga, nach dem erfolgreichen Erstling „Im Land der Feuerblume“. Die Geschichte des historischen Romans spielt bei genauerer Betrachtung aber nicht in Feuerland, sondern in der Region, welche gegenüber des Archipels liegt – und zwar in Patagonien. Patagonien ist eine windige, einsame, archaische und raue Gegend. Und genau dorthin flüchten zwei Frauen, Rita und Emilia vor ihrer Vergangenheit.

Der Roman wirft den Leser mit einer Verfolgungsszene direkt in das Geschehen. Eine Frau flüchtet vor bewaffneten Reitern. Es ist eine Hetzjagd auf Leben und Tod. Was man zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: Rita – so heißt die Flüchtende – ist Tochter einer Weißen und eines Mapuche-Indianers. Im Chile jener Zeit herrscht eine strikte ethnische Trennung und ein brutaler Rassismus macht Indigene und auch Mischlinge wie Rita zu Verfolgten.

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„Seelenkuss“ von Sharen Ashwood – Urban Fantasy mit Tiefgang und überraschender Handlung

Buchcover des Romans Seelenkuss

Ein frischer Wind in der Vampirliteratur

Seelenkuss* ist der dritte Band der Urban-Fantasy-Reihe von Sharen Ashwood. Wer eine klassische Neuauflage bekannter Vampirgeschichten erwartet, wird positiv überrascht: Die Autorin bricht mit Konventionen und präsentiert eine vielschichtige Handlung mit wechselnden Hauptfiguren und emotionaler Tiefe.

Neuer Fokus: Ashe Carver kämpft an zwei Fronten

Nach Holly Carver und Vampir Alessandro im ersten Band sowie Ex-Cop Mac in Vampirdämmerung* übernimmt nun Ashe Carver, Hollys Schwester, die Hauptrolle. Bereits aus dem zweiten Band bekannt, wird Ashe nicht nur als erfahrene Monsterjägerin, sondern auch als Mutter in einem Sorgerechtsstreit eingeführt.

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Der Japaner im Kofferraum – Frank Fischers unterhaltsamer Einblick in die Welt des Taxifahrens

Buchcover von Der Japaner im Kofferraum – Mein Leben als Taxifahrer

Kuriose Geschichten und alltägliche Herausforderungen im Taxi

In Der Japaner im Kofferraum* nimmt uns Frank Fischer mit auf eine humorvolle und zugleich informative Reise durch den Alltag eines Taxifahrers. Aus der Perspektive des Fahrers erfahren wir, welche kleinen Dramen sich auf den Straßen abspielen: Das Wechselgeld ist nie passend, der perfekte Tankzeitpunkt wurde wieder einmal verpasst, die benötigte Seite im Straßenatlas fehlt – und natürlich ist der Bahnübergang gesperrt, sobald man sich für diesen Weg entschieden hat.

Typen von Fahrgästen und Eigenheiten von Kollegen

Fischer listet die unterschiedlichen Fahrgast-Typen auf – vom Dauernörgler bis zum stillen Genießer – und beleuchtet auch die Charaktere seiner Kollegen. Besonders hervorgehoben werden die Vorzüge von Stammkunden und Geschäftsreisenden, bei denen der Fahrverlauf meist klar und angenehm ist.

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