Wenn die Nacht dem Wald die Augen öffnet

Cover von Wenn es Licht wird im Wald von Kaisa Happonen und Anne Vasko

Magische Begegnungen im Zwielicht

In elf Geschichten und einem Gedicht erzählt Kaisa Happonen in ihrem Kinderbuch Wenn es Licht wird im Wald, wie Bär Brumm dem Feuerfalter erklärt, dass man im Licht des Waldes sehen kann. Brumm will unbedingt entdecken, wo sich das erste Fitzelchen Nacht versteckt – so zumindest sagt er es einem seiner Freunde.

Am Seeufer singt der Schilfrohrsänger nicht nur am Tag, sondern auch noch in der Nacht. Doch in dem Moment, in dem der Abend zur Nacht wird und der Mond aufgeht, legt er eine Pause ein, um danach noch wilder nur für den Mond zu singen. Auf den schwarzen Federn des Stars glänzt der Mond, und wegen der Spiegelung auf seinem Federkleid trägt er ihn überallhin mit sich. Der Mond scheint aus seinen Augen zurück, und wenn der Star sie schließt, gehört der Mond nur ihm.

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Wie wir die Welt sehen könnten, wenn wir wieder wie Kinder fühlten

Cover von Wir sind eins von Refiloe Moahloli und Zinelda McDonald

Die Kraft weniger Worte

Refiloe Moahloli gelingt es in ihrem Kinderbuch Wir sind eins, mit erstaunlich wenigen Worten eine große emotionale Tiefe zu erzeugen. Viele Sätze beginnen mit „Wenn ich …“ und lassen sich gedanklich mit „… in deine Augen schaue, sehe ich mich selbst“ fortsetzen. Gemeint ist stets dieselbe Botschaft: Ich bin du, und du bist ich. Der Originaltitel „I am you“ bringt dieses Prinzip klar zum Ausdruck.

Im Verlauf des Buches vertieft die Autorin diese Idee: Wenn ich dich mag, mag ich auch mich. Wenn ich mich um dich sorge, sorge ich zugleich für mich. Bin ich zu dir freundlich, bin ich es auch zu mir. Und wenn ich dich verletze, verletze ich mich selbst.

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