Die Frauen der Villa Sommerwind – Die Hoffnung am Horizont von Anna Husen

Die Hoffnung am HorizontIm zweiten Teil der Familiensaga, die mit dem Jahr 1924 eine Fortsetzung findet, wachsen Henriette Graffs Zwillingstöchter Julia und Christine wohlbehütet nach den Entbehrungen des ersten Weltkrieges in der Villa Sommerwind am Timmendorfer Strand auf. Die ungestüme und vorlaute Julia geht mit Vorliebe in der Küche dem stellvertretenden Küchenchef Johannes Grünblatt zur Hand, was weder ihrer Mutter, noch ihrem Ziehvater Ole Bergmann gefällt. Dagegen respektieren diese Christines Wunsch, die als Krankenschwester in der Praxis bei Herrn Marks arbeitet, später einmal Ärztin zu werden. Nachdem Julia sich durchgesetzt und unter Beweis gestellt hat, dass sie für das Winterbankett 1925 die Verantwortung übernehmen konnte, darf sie endlich eine Lehre machen, bevor sie eine Hotelfachschule besucht und ihren Johannes heiraten darf.

Unterdessen hat sich die besonnene Christine in den Politikstudenten Maximilian Grabens verliebt, der allerdings auch für die KPD arbeitet und das soziale Elend bekämpfen will. Nach einem Medizinstudium läuten für sie ebenfalls die Hochzeitsglocken.

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Das Fundament der Hoffnung von Ladina Bordoli

Das Fundament der HoffnungAls der erst zweiundzwanzigjährige Tommaso Mandelli im Jahr 1956 durch ein gebrochenes Gerüstbrett zu Tode kommt, ist das für die Familie ein herber Schicksalsschlag, zumal Tommaso die Baufirma seines Vaters Daniele im italienischen Cerano d’Intelvi übernehmen sollte. Der ebenfalls in dem Unternehmen als Maurer beschäftigte Michele Tunesi drängt trotz der durch den Tod seines Sohnes in Depressionen verfallene Daniele dazu, die Arbeiten fortzusetzen, da andernfalls neue Aufträge ausbleiben. Aurora, die neunzehnjährige Schwester des Verunglückten, teilt die Sorgen von Michele und fasst deshalb den Entschluss, in die Fußstapfen ihres Bruders Tommaso zu treten. Doch als ihre „Mamma und Nonna“ sie in Arbeitskleidung sehen, sind sie entsetzt und prophezeien der Tochter und Enkelin, als Frau niemals einen Bauauftrag zu erhalten.

Lediglich Michele unterstützt Aurora und nimmt sie mit ins Wirtshaus, wo sich die Handwerker den Ritualen gemäß nach Feierabend treffen. Denn nur so, erklärt er ihr, könne Aurora von ihnen akzeptiert werden.

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Das Kino am Jungfernstieg – Der Filmpalast von Micaela Jary

Das Kino am Jungfernstieg - Der FilmpalastNachdem Lili Paal Anfang 1951 einen schweren Autounfall hatte, nutzte ihr Ehemann Albert die Zeit ihrer Genesung, das einst von ihrem Vater gegründete Kino am Jungfernstieg zu einem Musiklokal umzubauen. Beide wohnen bei ihrer Halbschwester Hilde und deren Ehemann Peter. Mittlerweile sind viereinhalb Jahre vergangen und Lili, die unter ihrem Mädchennamen Wartenberg eine gefragte Cutterin für Filme war, arbeitet nunmehr als weniger anspruchsvolle Cutterin bei der Neuen Wochenschau. Eines Tages nimmt ihre Nichte Gesa im Hotel Esplanade eine Buchung der Roolfs-Film entgegen: Thea von Middendorff, der größte Star der Ufa, will unter dem Regisseur und ihrem einstigen Geliebten Leon Caspari ihren ersten Nachkriegsfilm drehen. Ihr Ehemann, der Multimillionär Manfred von Middendorff, kam während der Dreharbeiten zu Leon Casparis letztem Ufa-Streifen zu Tode, ohne dass die Hintergründe geklärt werden konnten.

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Das Unrecht der Väter von Ellin Carsta

Das Unrecht der VäterAuf seinem Anwesen bei Bernried am Starnberger See feiert Paul-Friedrich von Falkenbach im Jahr 1936 mit seinen einstigen Kriegskameraden und nunmehr besten Freunden Wilhelm und Heinrich Lehmann das Jubiläum ihrer Firmenzusammenlegung vor fünfzehn Jahren. Doch inmitten der Feierlichkeiten meldet der Diener eine junge Dame, die sich als Erna Behrend vorstellt. Ihr Vater Viktor Behrend war im Krieg Truppführer der Einheit in Riga, der auch die drei Freunde angehörten. Wie Paul-Friedrich von Falkenbach in Erfahrung bringt, sind der angehenden Journalistin im Zusammenhang mit dem Tod ihres Vaters Ungereimtheiten aufgefallen. Wenn ihre Erkenntnisse bekannt werden, würde das ihn und die Brüder Wilhelm und Heinrich in den Ruin stürzen, was unter allen Umständen vermieden werden muss.

Der Roman Das Unrecht der Väter* ist Auftakt einer Familiensaga um drei wohlhabende Familien. Paul-Friedrich von Falkenbach ist mit Dorothea verheiratet, deren Sohn Gustav in Berlin ein Medizinstudium absolviert und es nicht eilig hat, nach Bernried zurück zu kehren.

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Die Frau des Kaffeehändlers von Susanne Rubin

Die Frau des KaffeehändlersHamburg im Jahr 1896: Paul Friedrich Magnussen erhofft sich vom Privatbankier Ferdinand Claasen, den ihn sein bester Freund Georg von Meyerhoff empfohlen hat, einen dringend benötigten Kredit, um seinen Kaffeehandel weiter ausbauen zu können. Als er Helene, die schöne Tochter des Bankiers sieht, verliebt er sich augenblicklich in sie. Umso größer ist seine Enttäuschung, da sie mit seinem Freund so gut wie verlobt ist. Nach einem Gespräch mit dem reichen Ferdinand Claasen stellt dieser Paul einen großzügigen Kredit in Aussicht, knüpft daran jedoch die Bedingung, dass er die ältere Schwester von Helene heiratet. Zuvor soll Paul der klugen Amalia, die bisher kein Interesse an einer Heirat bekundet hat, ordentlich „den Hof machen“, so dass sie keinen Verdacht schöpft. Schließlich willigt Paul in den „Handel“ ein. So sehr ihn auch das Interesse seiner frisch Vermählten am Kaffeeanbau fasziniert, träumt er doch nur von Helene.

Hamburg im Jahr 2018: Die Großmutter der arbeitslosen Melina Peters, mit der sie über zwei Jahre zusammengelebt hat, ist verstorben. In ihrem Nachlass entdeckt Melina Ordner mit Artikeln über das renommierte Familienunternehmen P. F. Magnussen, die sie noch nie zuvor gesehen hat.

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Vergiss kein einziges Wort von Dörthe Binkert

Vergiss kein einziges WortDer Roman „Vergiss kein einziges Wort“ ist eine Familiensaga, die im Jahr 1921 mit der Teilung Schlesiens seinen Anfang nimmt, den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs sowie die 68er Studentenunruhen und die Niederschlagung des Prager Frühlings mit dem Einmarsch der Russen behandelt, um schließlich mit dem Beitritt Polens in die EU im Jahr 2004 zu enden. Dörthe Binkert schildert anhand von Familienschicksalen die Konsequenzen, die sich für die schlesische Bevölkerung in dem Zeitraum ergeben haben, wobei sie sich einerseits ganz eng an geschichtliche Fakten gehalten, andererseits aber auch fiktive Handlungspersonen in den Plot eingebaut hat, mit denen sich der Leser identifizieren kann und ihm ein besseres Verständnis ermöglichen.

Martha und Carl Strebel wohnen im oberschlesischen Gleiwitz und haben bereits die Kinder Konrad, Heinrich, Ida, Hedwig und Klara, als sie im Jahr 1921 mit Luise ein weiteres Kind bekommen. Die immer hilfsbereite Nachbarin Agnes Liedka ist für Martha eine treue Verbündete. Als sich Konrad mit der Polin Paulina verlobt, gerät er mit seinem Bruder Heinrich in Streit.

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Das Haus am Fluss von Tanja Heitmann

Das Haus am FlussMarie Odenwald ist ihrem Onkel Gerald dankbar, dass er ihr das Haus am Fluss überlässt, ein ehemaliges Kapitänshaus. Nachdem ihr Leben vor drei Jahren eine unverhoffte Wende nahm, sehnt sie sich nach Ruhe. So zieht sie mit ihrem zehnjährigen Sohn Valentin von Frankfurt nach Tidewall an die Elbmündung, auch wenn ihr dort nur die untere Etage zur Verfügung steht. Denn Geralds Mutter hält als Eigentümerin die oberen Räume verriegelt, was Marie zwar nicht stört, aber doch wundert. Während sich der Junge schnell mit der etwas älteren Dasha anfreundet, ist Marie froh, dass ihr deren Onkel Asmus Mehnert bei den anstehenden Renovierungsarbeiten im Haus hilfreich zur Hand geht. Dabei kommt hinter einer Spanplatte ein handgefertigter Einbauschrank zum Vorschein, der aus einer Zeit stammen muss, als das Kapitänshaus noch in hellem Glanz erstrahlte. Marie will unbedingt mehr über die Vergangenheit des Hauses und seine früheren Bewohner wissen und hofft, von Asmus mehr zu erfahren.

Der Roman „Das Haus am Fluss“ von Tanja Heitmann teilt sich in zwei Handlungsstränge. Einmal geht es um das Leben von Marie, die 2013 in das Kapitänshaus einzieht, ein anderes Mal ist Mina die Protagonistin, die im Jahr 1924 zum einundzwanzigsten Geburtstag von ihrer Oma Theophila eine Rubinnadel erhält, ein seit Generationen weitergereichtes Familienerbstück.

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