Intrigen und Abgründe in der Kastanienallee

Ein Roman über menschliche Schwächen und verborgene Machenschaften

Cover von Kastanienallee von Louise K.

Ein Leben voller Unzufriedenheit

Hermann Hartl, der von seinem Onkel die Trafik übernommen hat, ist mit seinem Leben äußerst unzufrieden, nachdem ihn seine Ehefrau Heidi mit der Nachricht ihrer Schwangerschaft konfrontiert hat. Nun liegt ihm nicht nur sie finanziell auf der Tasche, sondern auch die mittlerweile erwachsene, nichtsnutzige Tochter Jessica. Nichtsahnend wird Hartl bereits seit Längerem von Psychologe Arthur Furtner und dessen Ehefrau Dolli beobachtet – wohlhabende, neugierige Nachbarn von Rudi Staller.

Rudi Staller – Kind im Körper eines Erwachsenen

Rudi ist Erbe eines Hauses in der Kastanienallee und aufgrund eines Sauerstoffmangels bei seiner Geburt – diese fand in der luxuriösen Privatklinik Leopoldshof statt – geistig auf dem Stand eines Kindes geblieben. Auch mit Mitte fünfzig interessiert er sich ausschließlich für seine Modelleisenbahn und Autorennbahn.

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Foxlight – Zwei Schwestern auf der Suche nach Herkunft und Heimat

Cover von Foxlight von Katya Balen

Im Leuchtturm mit dem Foxlight

Die Zwillingsschwestern Fen und Rey wurden als Babys von Lissa aufgenommen. Von ihr erfuhren sie, dass sie die beiden inmitten von Füchsen gefunden hatte, die sie offenbar vor dem Frost geschützt hatten – tief im Wildland. Gemeinsam mit Alex, Jasmine, Alice, Robin, Zaki und dem Baby Inigo – allesamt Kinder ohne Eltern, die von Lissa versorgt werden – leben Fen und Rey in einem Leuchtturm mit einem magischen Fuchslicht, dem sogenannten Foxlight.

Ein Fuchs als Zeichen

Eines Tages bemerken die Schwestern einen Fuchs. Rey vermutet, dass es ein Zeichen sein muss, wenn sich ein Fuchs dem Leuchtturm nähert.

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Laurentius’ Wunder – Ein Roman über Glaube, Trauma und Hoffnung

Irene Matts Erzählkunst zwischen Missbrauch, Mystik und Vatikan

Cover von Laurentius' Wunder von Irene Matt

Kindheit ohne Trost – Giulianos schwieriger Start

Als Giuliano Ferrari an seinem zwölften Geburtstag nach Hause kommt, sucht er vergeblich nach seiner Geburtstagstorte. Stattdessen eröffnet ihm sein Vater, dass die Mutter ihn verlassen hat. Giuliano fragt sich, ob er Schuld daran trägt.

Vier Jahre später heiratet der Vater Signora Stefania, die entscheidet, dass Giuliano kein Theologiestudium beginnen, sondern stattdessen eine Kochausbildung bei ihrem Vetter absolvieren soll. Giuliano wird ohne Herzlichkeit verabschiedet und von Pietro ins Hotel gefahren. Noch am ersten Abend wird er von diesem vergewaltigt. In seiner Kammer, in der er sich nie sicher fühlt, blickt der Sechzehnjährige auf die Mauern eines nahen Klosters – seine stille Zuflucht.

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Buchrezension: „Im Meer der Himmel“ von Helen M. Sand – Eine Fortsetzung voller Emotionen, Landschaften und Rückblicke

Cover von Im Meer der Himmel von Helen M. Sand

Reise ins walisische Herz: Der Romanstart

Lily ist studentische Hilfskraft der promovierten Molekularbiologin Zoe, die sich vor wenigen Tagen von ihrem Freund Tobi getrennt hat – er gesteht, keine Kinder zu wollen. Lily träumt davon, nach Anglesey in Wales zu reisen, um mehr über ihre verstorbene Mutter Gwyn Ross zu erfahren. Zoe kommt dieses Vorhaben gelegen: Sie bietet Lily an, sie mit ihrem alten VW-Bus T4 zu begleiten. Von Heidelberg aus machen sich die beiden Frauen auf den Weg zur Fähre nach Dover. In London besuchen sie Lydia, Zoes Patentante, und machen Zwischenstopps auf verschiedenen Farmen. Im Zielort erinnert sich in einem Pub tatsächlich jemand an ein Mädchen, das Lily ähnlich sieht und dort vor rund dreißig Jahren bedient haben soll. Kathryn, die angeblich die beste Freundin von Lilys Mutter war, soll ihr nächstes Ziel sein – doch vorher möchte Lily noch das Kitesurfen bei Sam lernen.

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Wenn der Tod nur Tarnung ist: Ulla Mothes’ fesselnde Spurensuche

Zwischen Betrug, Verlust und Neuanfang – ein vielschichtiger Roman über Schuld, Identität und innere Kraft

Cover von Ich spüre dich leben von Ulla Mothes

Ein Leben zerbricht: Ein Abschiedsbrief mit fataler Wucht

Die Goldschmiedin Stella Schönfeld lebt mit ihrem Ehemann Falk, einem Investmentbanker, im wohlhabenden Frankfurt-Westend. Unerwartet hinterlässt Falk einen Abschiedsbrief, in dem er seinen Suizid ankündigt. Als Stella – hochschwanger und verstört – auf das Klingeln nicht reagiert, verschafft sich die Polizei mit einem Durchsuchungsbeschluss gewaltsam Zutritt zur Wohnung. Der Schock führt zu einem Blasensprung, woraufhin Stella kurz darauf ihren Sohn Linus zur Welt bringt.

Fragwürdiges Erbe: Was Falk hinterlässt

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus entdeckt Stella bei einem Blick in die Kreditunterlagen, dass alle Tilgungen für die Eigentumswohnung bereits abgeschlossen sind

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Romanrezension: „Tage wie Salzwasser“ – Ein bewegendes Mosaik aus Verlust, Freundschaft und Selbstfindung

Cover von Tage wie Salzwasser von Sita Maria Frey

Ein Schicksalsschlag am Bahnsteig

Die 34-jährige Mathematikerin Atlanta Langenbeck wartet am Bahnhof auf Malte, den Vater ihres ungeborenen Kindes, der in München lebt. Doch während der ICE einrollt, erhält sie einen Anruf von der Polizei: Malte wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Es soll sich eindeutig um Suizid handeln – ein Abschiedsbrief fehlt. Für Atlanta bricht die Welt zusammen. Ihre Gynäkologin teilt ihr mit, dass ein Schwangerschaftsabbruch in der 19. Woche nicht mehr möglich ist. Auf dem Heimweg kollidiert sie mit dem Fahrrad von Enza Salino, einer Fahrradhändlerin aus Bad Vilbel. Zwischen den beiden Frauen entsteht schnell eine unerwartete Freundschaft.

Spuren eines rätselhaften Lebens

Beim Ausmisten von Maltes Habseligkeiten entdeckt Atlanta ein Notizheft mit vier Namen und Adressen: Aki aus Freiburg, Sébastien aus Marseille, Antonio aus Barcelona sowie Isabella aus Noto, einer Stadt auf Sizilien nahe Catania.

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Drama im Sumpf: Ein Klassiker der spanischen Literatur neu entdeckt

Cover von Sumpffieber von Vicente Blasco Ibáñez

Ein Naturparadies als literarische Bühne

Der an der Küste des Golfs von Valencia gelegene Naturpark L’Albufera ist ein bedeutendes Feuchtgebiet mit dem größten Süßwassersee Spaniens. Heute werden dort verschiedene Führungen angeboten. Bereits im 15. Jahrhundert schütteten die Bewohner Erde in die Lagune, um Sumpfböden für den Reisanbau zu gewinnen – eine Grundlage für die spätere Paella-Tradition.
Dieses eindrucksvolle Gebiet bildet den Schauplatz des Romans Sumpffieber von Vicente Blasco Ibáñez, der nun in der Reihe Vergessene Moderne neu aufgelegt wurde.

Vom Fischerleben und unerfüllten Träumen

Paloma lebt wie alle Dorfbewohner von Palmar vom Fischfang. Sein Sohn Toni jedoch träumt von einem anderen Leben – vom Wohlstand eines Grundbesitzers. Zwar folgt er dem Willen seines Vaters, heiratet und bekommt mit Tonet einen Sohn, doch gegen Palomas Wunsch pachtet er Reisfelder.

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Intrigen, Schuld und Spiritismus: Eine Reise in Fogazzaros „Piccolo Mondo Antico“

Cover von Piccolo Mondo Antico von Antonio Fogazzaro

Die Welt am Luganer See – ein politisch aufgeladener Schauplatz

Der nach sechsjähriger Arbeit im Jahr 1895 erschienene Roman Piccolo Mondo Antico von Antonio Fogazzaro spielt im Gebiet des Luganer Sees um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit existierte noch das Königreich Lombardo-Venetien – ein Detail, das für das Verständnis der politischen Verhältnisse der vom Autor geschilderten Ereignisse von Bedeutung ist.

Im Zentrum steht Don Franco Maironi, der früh seine Eltern verloren hat und deshalb unter der strengen Autorität seiner wohlhabenden und tief religiösen Großmutter, Marchesa Ursula Maironi, aufwächst. Als sich in ihrem Haus unter anderem Pasotti einfindet – begleitet von seiner tauben Ehefrau Barborin und einem Pfarrer, mit dem er über den Luganer See übergesetzt wurde –, eskaliert ein Streit. Die Marchesa droht Franco mit Enterbung, sollte er Luisa Rigey heiraten. Franco verlässt daraufhin die Zusammenkunft.

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Zwischen Großmarkt, Korruption und Gefühl – ein Roman, der Bayern anders zeigt

Cover von Bavarese von Leo Reisinger

Lene Palatzky: Ein Leben zwischen Lieferwagen und Verantwortung

Lene Palatzky hat das Unternehmen ihres Vaters Gerhard übernommen. Mit einem klapprigen Mercedes Sprinter beliefert sie einen kleinen Kundenstamm mit Obst und Gemüse – und hält so sich und ihren fünfjährigen Sohn Luca über Wasser. Ihr Tag beginnt bereits um drei Uhr morgens mit der Fahrt zum Münchner Großmarkt, wo sie die bestellte Ware einkauft. Nach der Auslieferung wartet ihr zweiter Job im Fitnessstudio, in dem sie während der Aerobic-Stunden die Kinder der Kundinnen und Kunden betreut.

Als ihr völlig unerwartet das Kindermädchen kündigt, steht Lene vor einem großen Problem: Sie findet keine Betreuung für Luca. In ihrer Not nimmt sie ihn kurzerhand im Lieferwagen mit zum Großmarkt.

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Zwischen Himmel und Absturz – Ein Leben über den Wolken

Cover von Hoitage von Béatrice Thal

Anfänge einer außergewöhnlichen Laufbahn

Alexander und Béatrice Thal waren von 1969 bis 2001 für die Fluglinie Swissair tätig, was die Autorin in ihrem autobiografischen Roman Hoitage verarbeitet hat. So erinnert sich ihre dreiundzwanzigjährige Protagonistin Marlis an ihren vor über dreißig Jahren gestarteten ersten Flug als fliegende Krankenschwester, als „Flying Nurse“. Zu ihren Aufgaben zählten das Wickeln und Füttern von Babys – in einem Fall waren es sogar zwei Gorilla-Babys. Einmal musste ein nach einem Autounfall verletzter Mann versorgt werden, wobei zu allem Überfluss noch ein zweites Triebwerk auszufallen drohte. Bei einem anderen Flug sollten vier aus einem indischen Waisenhaus stammende Babys in Europa neuen Eltern übergeben werden. Doch für die offensichtlich unterernährten Kinder gab es keine Babymilch an Bord, und beim Baden im Handwaschbecken des Flugzeugs zeigten sich „offene Hautstellen am Gesäß“, was die mittlerweile routinierte Flying Nurse zum sofortigen Handeln zwang.

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