Hanna und Leon überraschen ihren Papa zum Geburtstag mit einem gedeckten Frühstückstisch. Nach einem gemeinsamen Frühstück hält aber auch Papa für seine Familie eine Überraschung bereit: Alle dürfen an diesem besonderen Tag mit zu seinem Arbeitsplatz an einer riesigen Baustelle. Die beiden Geschwister staunen über die vielen Lastwagen, die zwischen Sandfabrik und Baustelle pendeln, als Papa plötzlich zum Telefon greift, weil einige Laster einen falschen Weg durch ein Loch in einem Bauzaun einschlagen. Danach dürfen die Kinder auf einem Sandhügel spielen und der fünfjährige Leon ist vom vielen Sand schleppen ganz außer Atem, denn er ist krank, weil er ein Loch in seinem Herz hat. Nachdem Hanna und Leon auch noch alle Arbeiter besucht haben, fallen sie am Abend nach dem aufregenden Tag müde ins Bett.

Das Buch Unser Leon hat einen Herzfehler gehört zu der Reihe „Geschwisterbücher“ von Rolf Vortkamp, der selbst als Kinderarzt praktiziert. Hanna erzählt von den Geschehnissen in der Ich-Form, womit Kindern ein komplexer Sachverhalt lebensnah und in kindgerechter Form verständlich gemacht wird. Laut Klappentext erzählt Hanna von ihrem Bruder Ben, wobei es sich offensichtlich um eine Namensverwechslung handelt. Weiterlesen »

Die Eltern des kleinen Niko erwarten Nachwuchs, doch muss das Baby weit vor dem errechneten Geburtstermin per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden. Als sogenanntes Frühchen kommt Lisa direkt nach der Geburt in eine Kinderklinik, wo sie auf einer Intensivstation rund um die Uhr überwacht wird. Da Kinder hier keinen Zutritt haben, darf Niko seine kleine Schwester auch noch nicht besuchen. Erst, als sie auf eine reguläre Station verlegt werden kann, darf er Lisa das erste Mal „richtig“ sehen und anfassen. Endlich kommt der Zeitpunkt, dass sie nach Hause darf, doch müssen die Eltern immer noch häufig in die Klinik zu weiteren Untersuchungen.

Rolf Vortkamp, der selbst als Kinderarzt tätig ist, hat das Buch Unsere Lisa ist ein Frühchen speziell für Geschwisterkinder von Frühchen geschrieben. Er lässt Niko in der Ich-Form erzählen, womit er den Kindern, denen das Buch vorgelesen wird, eine Identifikation und durch die kindgerechte Sprache des Protagonisten ein besseres Verständnis ermöglicht. Farbige Illustrationen von Martin Speyer, der als Kinderkrankenspfleger die entsprechende Fachkenntnis mitbringt, unterstützen den Text und Kindern werden so anschaulich die Wachstumsphasen eines Babys im Mutterleib erklärt. Weiterlesen »

Emma macht mit ihren Eltern und ihrem Bruder Ben Urlaub an der Ostsee. Die Familie fährt mit dem Auto los und wie es wohl häufig genug in der Praxis vorkommt, haben sich Mutter und Vater gegenseitig aufeinander verlassen und etwas zu Hause vergessen, was sie unbedingt brauchen. Während der langen Fahrt wird natürlich auch ein Rastplatz angefahren. Mutter hat von zu Hause eine Kühltasche mit Proviant mitgenommen und nachdem die Kinder gesättigt sind, dürfen sie noch auf den Spielplatz. Am Urlaubsort genießt die Familie einen ersten Strandtag und sie machen während des Aufenthalts einen Ausflug mit einem Schiff nach Dänemark. Ausgerechnet auf dem Schiff fängt Ben plötzlich an zu zucken, kippt zur Seite und wird ohnmächtig. Er hat einen Krampfanfall, obwohl er dagegen Medikamente einnimmt. Doch zum Glück ist Emma in seiner Nähe und weiß sofort, wie sie sich richtig verhält und wie sie reagieren muss.

Rolf Vortkamp weiß, wovon er schreibt, denn er arbeitet selbst als Kinderarzt. Für das Buch Unser Ben hat Krampfanfälle hat er die Informationen, die er an Kinder weitergeben möchte, in eine abenteuerliche Geschichte gepackt, so dass es sich nicht um eine „trockene“ Darstellung der Krankheit handelt. Weiterlesen »

Der unter dem Decknamen „Ameise“ agierende Anatolij Sorokin vom Sondereinsatzkommandos in Leipzig erhält den Auftrag, einen Mann in Zadar aufzuspüren, der einen terroristischen Anschlag mit einem Boden-Luft-Lenkwaffensystem in Sachsen planen soll. Durch die Zusammenarbeit von NSA und BND ist lediglich sein Deckname „Pilot“ bekannt. Sorokin soll sich von seiner Frau und seinen drei Kindern begleiten lassen, damit der Auftrag wie eine Urlaubsreise aussieht, den er seiner Familie natürlich verschweigen muss. An seinem vermeintlichen Urlaubsort erfährt die Ameise, dass es sich bei dem Gesuchten um Todor Coric handelt, der vor zwanzig Jahren als 9-Jähriger von dem serbischen Soldaten Stokan Vujasinović verschleppt wurde, nachdem seine Eltern bei einem Luftangriff der NATO in Udbina ums Leben kamen. Stokan, dem unzählige Morde an Bosniaken und Kroaten sowie begangene Kriegsverbrechen in Srebrenica nachgewiesen werden, hat Todor seitdem für seine Ziele benutzt und ihn zu einem skrupellosen Mörder geformt. Noch ahnt Sorokin nicht, dass sein blinder Sohn Fedor, der sich dank Klicksonar, einer Form der menschlichen Echoortung, weitgehend frei bewegen kann, bereits auf dem Flug von Leipzig nach Zadar neben Stokan gesessen hat. Weiterlesen »

Der ehemalige Angehörige einer russischen Spezialeinheit, Anatolij Sorokin, der inzwischen einem Sondereinsatzkommando in Leipzig angehört, reist mit seinem Sohn Fedor als Tourist nach Moskau. Fedor kam vor vierzehn Jahren in Russland blind zur Welt und Sorokin flüchtete damals mit dem Säugling vor dem Geheimdienst, der zuvor seine Frau ermordet hat. Vater und Sohn wollen in Moskau Jekaterina Ruslanowna Wolkowa treffen, die vom Präsidentenberater Boris Jewgenij Jerchow durch einen Unfall in betrunkenem Zustand früh zur Witwe gemacht wurde. Ihr Schweigen erkauft er sich mit monatlichen Zahlungen. Seit drei Monaten sind die jedoch überfällig und Jekaterina weiß nicht mehr, wovon sie die Miete zahlen soll. Sie will der Presse vom Unfalltod ihres Mannes berichten. Doch Boris Jerchow hat das längst in Erfahrung gebracht und lässt ihr Wohnhaus durch Daniel Leopidowitsch Schestakow und Olga Antonowna Nowikowa vom Geheimdienst beschatten. Unglücklicherweise nähern sich in diesem Moment Anatolij Sorokin und Fedor dem Haus. Sie fallen den beiden Geheimdienstlern auf und der blinde Junge wird von ihnen verschleppt. Er landet in einem Kinderheim, in dem ihm auf übelste Weise mitgespielt wird. Um seinen Sohn wieder zu finden, wendet sich Sorokin an seinen treuen Freund Alexander Komsomolzev vom Inlandsgeheimdienst und dessen Kollegen Alexej Borjenka Kasakow. Weiterlesen »

In Leipzig wird der neunjährige Igor, Sohn von Sergei Michailowitsch Smirnow, wie sein Kindermädchen Anja durch einen Schuss in den Hinterkopf getötet. Sein Vater ist ein bedeutender Wirtschaftsfunktionär und hält sich zur Zeit des Mordes in Moskau auf, wo er an der Ausschreibung eines Russia Towers beteiligt ist. Als Hans Rattner, der Leiter der Mordkommission, von seinen Verbindungen nach Russland erfährt, bittet er Anatolij Sorokin um Unterstützung, der in Leipzig Angestellter eines Sonderkommandos ist, doch vor zwölf Jahren als Angehöriger der Polizei-Spezialeinheit OMON aus Magnitogorsk in Russland floh. Seine junge Frau Galina kam damals unter mysteriösen Umständen ums Leben und er wollte seinen erst ein paar Wochen alten Sohn Fedor in Leipzig in Sicherheit wissen. Wegen der extrem bleihaltigen Luft, die das Erbgut vieler Eltern zerstört hat, wurde Fedor blind geboren und bewegt sich mit Hilfe einer erlernten Echoortung. Als nun Anatolij Sorokin die beiden Ermordeten sieht, erkennt er in Igor den besten Freund seines Sohnes Fedor. Plötzlich soll Anatolij Sorokin an Russland ausgeliefert werden und für ihn besteht kein Zweifel, dass der russische Geheimdienst hinter dem Auslieferungsantrag steckt. Er sieht eine Verbindung der beiden Morde und dem angeblichen Unfall seiner Frau und kann Kommissar Rattner sowie seine Assistentin Katie davon überzeugen, dass er sofort nach Moskau muss. Weiterlesen »

Eythra, im südlichen Raum von Leipzig gelegen, war bereits mehr als tausend Jahre alt, als die beiden Orte Eythra und Bösdorf der Zerstörung durch die Braunkohlebagger zum Opfer vielen. Der aufwändig gestaltete Textbildband Eythra – Am Rande der Großstadt von Werner Klötzer und seinem Autorenteam möchte den Leser auf eine Zeitreise in vergangene Jahrzehnte mitnehmen und Erinnerungen bei all denen wecken, die Eythra und Bösdorf noch aus eigenem Erleben kennen. Aber auch der jüngeren Generation soll ein Stück Heimatgeschichte vermittelt werden.

Nach einem Vorwort von Holger Schulz, dem Bürgermeister der Stadt Zwenkau, lädt Werner Klötzer den Leser zu einem Spaziergang durch die „Weiße Mark“ ein. Danach erinnert er an die Geschichte der Kirchen und ihre Glocken sowie die „Rittergüter und ihre Herrensitze“ in Eythra und Bösdorf. Rudolf Binsack berichtet über das Schicksal seiner Familie während des Zweiten Weltkriegs und von dem Unrecht, das ihnen nach der Bodenreform widerfahren ist und das sein Vater bis zu seinem Tode nicht verwunden hat. Auch die Familie von Wolfgang Ulrich, dessen Vater mit Leib und Seele Landwirt auf dem Rittergut Neuhof war, wurde 1945 enteignet, verhaftet und in ein Lager bei Dresden gebracht. Ein Schicksal, das damals etwa 12.000 Familien ereilte, die von Haus und Hof vertrieben wurden. Weiterlesen »

Die Schüler sitzen konzentriert an ihren Arbeitstischen, zeigen ein überdurchschnittliches Sozialverhalten, sind lernwillig und wissbegierig und freuen sich auf den Schulalltag. Inge Rösl weiß, dass diese Vorstellung nicht einer Fantasie entspringt, sondern durchaus Realität sein kann. In dem Buch Schnupperpraktikum – Mein erstes Jahr als Schulhund lässt sie ihre Boxerhündin Aina zu Wort kommen, die als Schulhund in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin Fanny schlüpfen soll.

Mit gerade zehn Wochen beginnt für Aina das Schnupperpraktikum an der Schule. Jeden Freitag nimmt ihr Frauchen sie und die Hündin Fanny, die ihr viel beibringen muss, mit in die Schule . Denn sie darf die Kinder nicht beißen, nicht an ihnen hochspringen, darf sie nicht umwerfen und nur draußen pinkeln. Außerdem muss sie lernen, sich ruhig zu verhalten, wenn die Kinder lesen lernen sollen und sie darf nicht sofort nach Leckereien schnappen, sondern muss geduldig warten können. Wenn Aina ein Schulhund werden will, muss sie ebenfalls Hefte einsammeln können, darf bei lautem Gebrüll der Kinder nicht erschrecken und muss auch bei unbekannten Geräuschen die Ruhe bewahren. Das „bei Fuß gehen“ muss sie natürlich auch perfekt beherrschen! Weiterlesen »

Eine Tote Leiche gibt es gleich zu Anfang in dem Sachsen-Krimi von Tino Hemmann, noch bevor der eigentliche fünfte Fall für Kriminaloberkommissar Holger Hinrich überhaupt ins Rollen kommt.

Als der elfjährige Oliver Dreh sich wieder einmal unerlaubt aus dem Kinderheim Wiesenthal entfernt hat, wird er in Dresden von der Polizei erwischt, nachdem er eine Bratwurst gestohlen hat. Nur kurz zuvor hatte er für seinen drogenabhängigen Bruder Jan eine Tasche mit einem Laptop aus einem Auto entwendet. Wieder zurück im Kinderheim, hat er einen neuen Mitbewohner, den sechsjährigen Elias Miller, dessen Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Der kleine Elias hängt wie eine Klette an Oliver und als die beiden sich am nächsten Tag bereits eine Stunde früher von der Schule auf den Weg zurück ins Kinderheim machen, werden sie von zwei Männern in einem schwarzen Fahrzeug gekidnappt. Sie geben Oliver 48 Stunden Zeit den gestohlenen Laptop wieder zu beschaffen, sonst muss der kleine Elias sterben.

Währenddessen ist im Kinderheim der Streichelzoo durch Brandstiftung abgebrannt und als Oliver dort ankommt, ist der ermittelnde Kriminaloberkommissar Holger Hinrich bereits vor Ort. Hinrich befragt ihn über den Verbleib von Elias, doch die Entführer hatten ihm verboten mit jemandem darüber zu reden und erst recht nicht mit der Polizei. Weiterlesen »

Markus Hartmann nimmt in seinem Reisebericht Geheimes Israel – Der Norden den Leser mit auf eine 18-tägige Tour rund um die Golanhöhen, den See Genezareth und das weite Jordantal. Im Dezember 2010 startete er von Frankfurt und um Kosten zu sparen, nutzte er für seine Übernachtungen das mittlerweile über drei Millionen Mitglieder zählende Couchsurfing. In Tagebuchform präsentiert er sein tägliches Ausflugsprogramm, das ihn teils bei herrlichem Sonnenschein, aber auch bei sintflutartigen Regenfällen zu bedeutenden Baudenkmälern und Nationalparks geführt hat. Dabei lässt er immer wieder interessante und kuriose Hintergrundinformationen oder geschichtliche Rückblicke in einer ausgewogenen Mischung einfließen. Kritisch und nachdenklich setzt er sich mit Auszügen aus dem Alten Testament und den Evangelien auseinander, denn immerhin wandelt er auf biblischen Pfaden und begibt sich an Orte, an denen bereits Jesus gelehrt hat.

Bei den angemeldeten Hosts sammelt er die unterschiedlichsten Eindrücke. So musste er Ekel vor einer Dusche überwinden und ein anderes Mal war er nach einer Mahlzeit zwar gesättigt, aber vom Essen ebenfalls angeekelt. Markus Hartmann wurde aber auch von Gastgebern mit Leckereien bestens versorgt oder nachts mit eindeutigen Geräuschen „verwöhnt“. Oftmals musste er die Erfahrung machen, dass man in Israel viel Geduld aufbringen muss und verwundert war er über die Gewohnheit, Backwaren einfach im Supermarkt zurückzulegen, wenn sie nicht schmecken. Weiterlesen »

Seite 2 von 3123