Aufbruch von Ulla Hahn

AufbruchEs ist die Amtszeit von John F. Kennedy und vier „Pilzköpfe“ bringen die Mädchen um den Verstand. Das Buch „Aufbruch“ von Ulla Hahn versetzt uns mit Hildegard Palm, kurz Hilla genannt, in diese Zeit. Hilla wohnt mit ihrer Familie in Dondorf, einem kleinen Örtchen am Rhein und besucht das Aufbaugymnasium. Was für eine aus einer Proletenfamilie schon ungewöhnlich ist. Fast täglich trifft sie sich mit dem aus besserem Hause stammenden Godehard, der ihr Geschenke macht. Darunter sogar einen Ring, mit dem er ernste Absichten bekundet. Dabei denkt Hilla noch gar nicht an eine feste Bindung, sondern hat nur ihr Ziel Abitur und Studium vor Augen. So „kniefällig“ wie ihre Mutter will sie nicht werden. Als sie jedoch erfährt, dass sie nur als Ersatz für eine Andere herhalten muss, ist sie froh, sich ihr „Kapital“, wie die Mutter immer gemahnt hat, bewahrt zu haben. Und ihr Zuhause ein Loch genannt zu haben, nein, das hätte Godehard nicht sagen dürfen.

Hilla nimmt einen Ferienjob auf dem Friedhof an, arbeitet dort doch Peter, in den sie verliebt ist. Von der täglichen Arbeit im Freien braun gebrannt, spart sie sich ihr Geld und gibt bei ihren Freundinnen mit einer erdachten und erträumten Reise an. Doch ihre Hoffnungen auf eine Verbindung mit Peter platzen schnell.

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Hexenspiel – Psychokrimi mit verstörender Tiefenschärfe

Buchcover des Psychokrimis Hexenspiel

Der Albtraum beginnt im Dunkeln

Ein Mädchen erwacht in völliger Dunkelheit – mit dem bitteren Geschmack von Mandeln und Blut im Mund. Der Geruch von faulen Äpfeln, Schimmel und Erbrochenem liegt in der Luft. Ihr ist kalt, sie hat Schmerzen und große Angst. Neben ihr liegt der leblose Körper ihrer Freundin Sandra. Was wie ein Spiel begann, entpuppt sich als erschütternde Realität. So beginnt der Psychokrimi Hexenspiel* von Manfred Koch.

Ermittlungen und alte Wunden

Polizeiinspektor Klaus Wagner möchte eigentlich nur seine demenzkranke Mutter besuchen, notwendige Reparaturen im Elternhaus prüfen und im Garten arbeiten. Doch eine reißerische Schlagzeile bringt seinen Tag aus dem Gleichgewicht: Zwei vierzehnjährige Mädchen – Sandra und Daniela – gelten als vermisst.

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Marmeladen-Verführung von Wolfgang K. Buck und Kerstin Hohendorf

Neue Rezepte vom Marmeladeur!

Marmeladen-VerführungIn dem Rezeptbuch „Marmeladen-Verführung“ von Wolfgang K. Buck und Kerstin Hohendorf werden wir mit ausgefallenen Ideen vom Marmeladeur versorgt. Für die herzustellenden Marmeladen werden nicht nur die Früchte verarbeitet, die uns allen nur zu gut aus den Kaufhausregalen bekannt sind. Sondern hier werden auch Spargel, Paprika oder Zucchini zu Marmelade verwandelt. Zum Einsatz kommen Kräuter wie Lavendel, Thymian, Minze, Bärlauch, Estragon oder Rosmarin. Natürlich in frischer Qualität! Verfeinert wird mit Weißwein, Sherry, Rum, Spätburgunder, Cognac, Prosecco, Birnenschnaps, Amaretto oder sogar Glühwein. An Gewürzen finden Zimt, Muskat, Kurkuma, Curry und selbst Lebkuchengewürz Verwendung. Und ebenso fehlt auch nicht der weiße Balsamico-Essig.

Für einige Rezepte werden aber auch Raritäten wie Ebereschenmark, Kumquats, Limquats, Pomelofruchtfleisch und Efeu-Gundermann-Spitzen benötigt. Lauter Namen, die den meisten Hausfrauen (oder sollte man besser auch sagen: Hausmännern?) nicht geläufig sein werden. Und ebenso stellt sich die Frage, wo diese Zutaten käuflich erworben werden können, denn darauf geben die Autoren keine Antwort.

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Der Regler von Max Landorff

Der ReglerIn dem Thriller „Der Regler“ von Max Landorff lässt sich Gabriel Tretjak für Dienste bezahlen, die seine Auftraggeber selbst nicht ausführen wollen. So wird er von Melanie Schwarz beauftragt, ihren Mann zu erpressen. Sie verlangt die Scheidung plus genügend Geld, um ein angenehmes Leben führen zu können. Er ist gewohnt, in seinem Leben alles unter Kontrolle zu haben, wobei er stets von seiner Ratio geleitet vorgeht.

Doch dann passieren merkwürdige Dinge: Der Kommissar August Maler sagt ihm, dass der Hirnforscher Prof. Kerkhoff durch einen Messerstich in die Leber getötet wurde und ihm beide Augen mit einer Eiskugelzange entfernt worden sind. Der letzte Anruf des Toten hätte ihm, Gabriel Tretjak, gegolten. Eine alte Frau, die Gabriel als kleinen Jungen kannte, findet in einem Hotelzimmer Prof. Kufner, der auf dieselbe Art ermordet wurde. Gabriel bekommt einen Anruf von der Tochter seiner Putzfrau, die er angeblich auf seine Kosten in ihr Heimatland Argentinien geschickt haben soll. Wenige Tage darauf findet sie ihre Mutter in der Wohnung von Gabriel tot auf, der daraufhin verhaftet wird.

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Reise nach Lemberg – Ein literarischer Streifzug durch Geschichte, Kultur und Kulinarik

Buchcover des Reiselesebuchs Lemberg

Ein Reiseführer durch das historische Herz der Ukraine

Das Reiselesebuch Lemberg* von Brigitte Schulze entführt seine Leser in die faszinierende Stadt Lemberg (heute Lwiw), gelegen im Westen der Ukraine. Die Altstadt, die seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, beherbergt rund 800.000 Einwohner und begeistert mit einer einzigartigen Mischung aus Architektur, Geschichte und Moderne.

Die Autorin vermittelt einen lebendigen Überblick über Bauwerke aus verschiedenen Epochen und beleuchtet deren historische Hintergründe. Kulinarische Erlebnisse kommen ebenfalls nicht zu kurz: Bei Besuchen in Kaffeehäusern und Restaurants erfährt man etwa, dass das erste Bier der Stadt von Mönchen gebraut wurde.

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Mord auf Schienen – ein Fall zwischen Wien und Berlin

Auf der Strecke von Claus-Ulrich Bielefeld und Petra Hartlieb

Ein Schriftsteller auf dem Weg ins Verderben

Im Kriminalroman Auf der Strecke von Claus-Ulrich Bielefeld und Petra Hartlieb steigt Xaver Pucher in Wien in den Zug, der ihn nach Berlin bringen soll. Er träumt vom großen Geld und davon, als Schriftsteller berühmt zu werden. Doch dazu kommt es nicht: Ein Zugführer findet ihn mit einer Drahtschlinge erwürgt.

Ermittlungen in zwei Städten

Die Ermittlungen laufen parallel in Wien und Berlin. Erste Hinweise deuten auf einen islamistischen Hintergrund, da Pucher bereits Monate zuvor Drohungen wegen seines letzten Buches erhalten hatte. Fatik Özül erklärt jedoch, dass seine Glaubensbrüder in dieser Sache nichts mehr unternehmen würden.

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Welches Bett ist das richtige für den Bären?

Cover von Das beste Bärenbett von Brigitte Weninger

Ein unbequemes Bett und ein guter Rat

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, ob dein Bett wirklich bequem genug ist – oder ob du dir vielleicht ein neues anschaffen solltest? Der Bär jedenfalls denkt darüber nach! Genau davon handelt das Bilderbuch Das beste Bärenbett von Brigitte Weninger, das mit sehr schönen Illustrationen von Barbara Connell ausgestattet ist.

Der Bär bekommt Besuch von Hilda Hase, der es bei ihm eigentlich ganz gut gefällt. Doch dann fällt ihr sein Bett auf, und sie ist der Meinung, dass der Bär ein ganz schreckliches Bett hat und darauf unmöglich gut schlafen kann. Er weiß darauf kaum etwas zu sagen und verspricht der Häsin, sich gleich am nächsten Tag ein neues Bett zu suchen. In dieser Nacht bemerkt er zum ersten Mal, dass er tatsächlich nicht besonders gut schläft.

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Tödliche Aussicht über der Weser

Cover von Tödlicher Schnappschuss von Andreas Schmidt

Unfreiwillige Kur statt Erholung

Andreas Schmidt, Autor von inzwischen sechs Wuppertal-Krimis, schickt in seinem neuen Roman Tödlicher Schnappschuss den Wuppertaler Leiter des KK11, Kriminalhauptkommissar Norbert Ulbricht, zur Kur ins Weserbergland nach Bad Pyrmont.

Doch Ulbricht verspürt nicht den geringsten Drang zu einer vierwöchigen Kur unter strenger medizinischer Aufsicht. Er fühlt sich den „Quacksalbern“ ausgeliefert und entzieht sich den Ärzten, wo er nur kann. Schon am frühen Morgen schleicht er sich aus der Klinik, um einen Becher Kaffee und belegte Brötchen in einer Burgruine zu genießen, die über dem kleinen Ort Polle thront. Als er hinunter ins Tal blickt, entdeckt er einen Mann, der leblos mit weit geöffneten Augen unterhalb der Mauer im Buschwerk liegt.

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Ein Todesurteil voller Zweifel

Cover von Tödliche Injektion von Jim Nisbet

Die Hinrichtung des Bobby Mencken

In Jim Nisbets Thriller Tödliche Injektion ist der junge Bobby Mencken angeklagt, eine fünffache Mutter durch Schüsse ins Gesicht getötet zu haben. Obwohl es keine Zeugen für den Mord gibt, soll er – ein Schwarzer und ehemaliger Junkie – durch die Giftspritze hingerichtet werden.

Alles ist vorbereitet: Der Pfarrer hat seine Gebete gesprochen, und der Gefängnisarzt Dr. Johanson steht bereit. Seit 25 Minuten warten sie auf den Verurteilten. Stattdessen erreicht sie die Nachricht, Bobby habe einen Wärter getötet, der ihn aus der Zelle führen sollte – und das, obwohl ihm bereits eine hohe Dosis Valium verabreicht wurde. Schwer verletzt wird Bobby schließlich in die Todeszelle geschleppt.

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Wenn Aschenputtel zum Aschenpudel wird

Cover von Liebe ist Gewühle von Thomas Maiwald

Heitere Anekdoten aus dem Schulalltag

Thomas Maiwald schildert in seinem Buch Liebe ist Gewühle seine Erfahrungen aus dem Schulalltag in Form kleiner, humorvoller Anekdoten. So fällt es manchen Schüler/innen bereits schwer, sich seinen Namen zu merken, und er wird kurzerhand „Herr Urwald“ oder „Herr Bergwald“ genannt. Auch scheint nicht allen klar zu sein, dass Lehrer sein tatsächlich ein Beruf ist – so wurde er allen Ernstes gefragt, ob er denn auch eine Arbeit habe.

Von Bestimmern, pupenden Herzen und Altersheimern

Aus Versehen oder Unwissenheit entstehen immer wieder kuriose Wortschöpfungen: Aus dem Rektor wird ein „Bestimmer“, ein Herz kann „pupen“, aus Aschenputtel wird Aschenpudel, Leibeskräfte werden zu Leideskräften. Es gibt „Altersheimer“ statt Alzheimer, und die Monatsblutung wird zur Durchblutung.

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