Nein, du gehst jetzt nicht aufs Klo! von Thomas Böhm

Was Lehrer dürfen: Der Experte für Schulrecht hilft bei allen kniffligen Lehrerfragen.

Nein, du gehst jetzt nicht aufs Klo!Als Dozent für Schulrecht und Rechtskunde ist Thomas Böhm ein ausgewiesener Experte bezüglich sämtlicher im Schulalltag auftretender Fragen der Lehrer, die häufig keine Gewissheit darüber haben, was sie dürfen und was nicht. In seinem informativen Ratgeber „Nein, du gehst jetzt nicht aufs Klo!“ macht er deutlich, dass Lehrer einen öffentlichen Bildungsauftrag zu erfüllen haben und nicht etwa dazu da sind, die „Glücksansprüche“ der Schüler zu erfüllen. Das Ziel von Schule ist klar definiert: Die Lern- und Erziehungserfolge stehen im Vordergrund, der Spaßfaktor ist nur zweitrangig, wenn auch erwünscht.

Der Besuch einer Schule ist nicht nur ein Recht, sondern eine Pflicht, und der Schüler ist laut Schulgesetz zu einer aktiven Mitarbeit verpflichtet. Hier wird bereits deutlich, dass es auch in der Schule nicht ohne Regeln geht, die in den Schulgesetzen verankert sind.

weiterlesenNein, du gehst jetzt nicht aufs Klo! von Thomas Böhm

Da fällt mir noch was ein … von Dora Heldt

Von pummeligen Hummeln, Männern am Telefon und anderen weltbewegenden Fragen.

Da fällt mir noch was ein …Den meisten Menschen ist die Kolumne durch eine einzeilige Zeitungsspalte bekannt, in der ein Journalist in kurzer, knapper Form seine Meinung zu einem alltäglichen Thema äußert. Dieses Motto greift Dora Heldt auch in dem Band Da fällt mir noch was ein …* mit dreiundfünfzig Kolumnen auf, in denen, von ihr selbst als Handlungsperson einmal abgesehen, ihr Liebster, ihre Freundinnen Nele, Anna, Barbara, Luise und Karola sowie Annas Tochter Lena, Dora Heldts Patenkind, die Hauptakteure sind.

So erfährt der Leser, dass die Autorin fast jeden Ferientag auf Sylt verbringt, wo sie geboren wurde, und sich dort mit einer Jeans gut angezogen fühlt. Ganz anders war das bei einer Preisverleihung: Für diesen Anlass hat sie sich extra ein neues Kleid gekauft, das sie dann aber doch nicht getragen und es kurzerhand gegen einen Hosenanzug getauscht hat. Zufrieden ist sie mit dem Kauf einer Lederjacke, doch von einem anprobierten gepunkteten Kleid lässt sie doch besser die Finger.

weiterlesenDa fällt mir noch was ein … von Dora Heldt

Der Serienkiller, der keiner war und die Psychotherapeuten, die ihn schufen von Dan Josefsson

Einer der größten Justizskandale der Geschichte!

Der Serienkiller, der keiner warMitunter ist es schwierig, einen Täter zu einem Geständnis zu bewegen. Ganz anders verhält es sich jedoch in dem Sachbuch „Der Serienkiller, der keiner war“, in dem Dan Josefsson der Frage nachgeht, wie es möglich ist, dass ein Mensch 39 Morde gesteht, aber keinen einzigen davon begangen hat. Als der Autor zur Beerdigung seines Freundes Hannes Råstam fährt, der 2008 den größten Justizskandal des Jahrhunderts um den Fall Sture Bergwall aufdeckte, bittet ihn kurz darauf der Bruder des angeblichen Killers, bisher noch unerwähnte Details in einem Buch zu veröffentlichen. Um dieser Bitte nachzukommen und die Arbeit seines verstorbenen Freundes fortzusetzen, beginnt Dan Josefsson mit der Recherche:

Im Jahr 1991 wird der Drogenabhängige Sture Bergwall wegen Diebstahls in die Forensische Psychiatrie in Säter eingeliefert und im selben Jahr beginnt er eine Therapie. Die Psychologen erstatten der zu Therapiebeginn bereits 77 Jahre alten Psychoanalytikerin Margit Norell Bericht, da sie die Supervision übernommen hat und Stures Aussagen einer Deutung unterziehen will.

weiterlesenDer Serienkiller, der keiner war und die Psychotherapeuten, die ihn schufen von Dan Josefsson

Nächste Ausfahrt Zukunft von Ranga Yogeshwar

Geschichten aus einer Welt im Wandel!

Nächste Ausfahrt ZukunftRanga Yogeshwar gesteht schon in dem Vorwort seines Buches „Nächste Ausfahrt Zukunft“, dass er als Wissenschaftsjournalist eine andere, ihn prägende Perspektive auf die Dinge des Fortschritts genießt als die meisten Menschen. Bereits in den ersten Sätzen lässt er seinen privaten, familiären Alltag in Form eines defekten Kaffeeautomaten einfließen, womit er deutlich macht, dass er als Zielgruppe nicht nur Wissenschaftler ansprechen will, sondern vor allem auch Laien. Im Zusammenhang mit Smartphone und WhatsApp, die nicht ohne Auswirkungen auf die Arbeitswelt und das Familienleben sind, spricht er von einer digitalen Revolution, wobei er die Frage nach einer möglichen totalen Überwachung aufwirft. Ein jeder muss sich bewusst machen, dass die über ihn gesammelte Datenfülle nicht ersichtlich ist, ähnlich unsichtbarer Strahlung, so sein Vergleich, trotzdem aber existiert.

Ausführlich schreibt der Autor über die Kernspaltung, eines seiner Fachgebiete als Physiker. Seine Erfahrungen und Eindrücke, die er im Reaktorgebäude von Tschernobyl sammeln durfte, präsentiert er dem Leser in eindrucksvollen Tagebucheinträgen, wobei er nicht mit Kritik spart. Mit demselben, bewährten Team besuchte er Fukushima, rekonstruiert die letzten Minuten vor der Katastrophe, und gerade durch die detaillierte Schilderung seiner Gefühle während der Besichtigung macht er die Beklemmung begreifbar.

weiterlesenNächste Ausfahrt Zukunft von Ranga Yogeshwar

Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind von Sina Pousset

Mit dem Fernbus unterwegs!

Keine Ahnung, wo wir hier gerade sindBereits als Studentin ist Sina Pousset häufig mit einem Fernbus unterwegs gewesen. Auch heute reist sie mit ihnen quer durch Europa und hat ihre im Laufe der Jahre gesammelten Erfahrungen in dem Buch „Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind“ zusammengefasst. Manche Reise, so ist zu lesen, beginnt schon mit dem Problem, das sich bei einer Buchung über die entsprechende App ergibt und findet eine Fortsetzung mit der Suche nach der Bushaltestelle. Die Jogginghose hat sich als Kleidungsstück auf langen Fahrten bewährt und was das Gepäck anbelangt, so sind immer die Gegenstände, die man sucht, ganz unten zu finden. Nicht zu unterschätzen ist die richtige Wahl des Sitzplatzes, wobei die Unsitte mancher Mitreisender störend ist, einen freien Platz durch Gepäck zu blockieren, wozu sogar einmal eine Tanne gehört hat.

Unter den Busfahrern gibt es einige, die nette Scherze machen, doch zwecklos ist es, jemanden um eine rücksichtsvollere Fahrweise zu bitten, sofern man nicht selbst das Steuer übernehmen kann. Was die Ruhe während der Fahrt anbelangt, so kann man die nur in den seltensten Fällen genießen: Einmal wird man durch ein zu lautes Telefongespräch gestört, ein anderes Mal schreit ein Kleinkind oder die Rücklehne des Vordersitzes wird so weit zurückgestellt, dass man kaum noch Platz hat und schon recht nicht schlafen kann, woran aber gelegentlich auch nicht einrastende Fußstützen verantwortlich sind.

weiterlesenKeine Ahnung, wo wir hier gerade sind von Sina Pousset

Acid ist fertig von Alexander Fromm

Eine kleine Kulturgeschichte des LSD!

Acid ist fertigIm Jahre 1938 synthetisierte Albert Hofmann erstmals Lysergsäurediäthylamid (LSD). Doch in Tierversuchen bestätigte sich nicht die erhoffte Wirkung für den Einsatz als Kreislauf- und Atmungsstimulanz. Erst 1943 entschied sich der Chemiker das Lysergsäurediäthylamid erneut zu testen und hat durch unsauberes Arbeiten im Labor ein wenig davon über die Haut aufgenommen. Dabei bemerkt er eine veränderte Wahrnehmung, die er sich zunächst nicht erklären konnte. Zu Hause versank Hofmann in einen angenehmen, rauschartigen Zustand. Nur diesem Zufall ist die Kenntnis über die bewusstseinsverändernde Wirkung des LSD zu verdanken. In der darauf folgenden Woche unternahm er einen gezielten Selbstversuch, um seine Beobachtungen zu bestätigen. Doch da er die kleinste wirksame Dosis viel zu hoch einschätzte, erlebte er einen Horrortrip, der sich erst nach einiger Zeit in das wandelte, was erst viel später Hippies begeistern sollte. Glücksgefühle durchströmten ihn und er genoss das Spiel der Farben. Am nächsten Morgen fühlte er sich merkwürdig erfrischt.

weiterlesenAcid ist fertig von Alexander Fromm

Die Zornschaukel von Thorsten Purps

Ursprünge der enthemmten Gesellschaft!

Die ZornschaukelWas hat die Terroristen vom 11. September 2001 bewogen, das Leben von dreitausend Menschen im World Trade Center auszulöschen? Die Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris haben einhundertdreißig Menschen das Leben gekostet. Ein blutjunger Glaubenskrieger filmt im Jahr 2012 seine Mordtaten, denen drei Kinder zum Opfer fielen. In den Jahren 2001 bis 2009 töten Mörder des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) vornehmlich Mitbürger islamischen Glaubens. Der rechtsextremistische, norwegische Massenmörder Breivik tötet bei den Anschlägen vom 22. Juli 2011 die jugendlichen Teilnehmer eines Zeltlagers. Am 14. Dezember 2014 töten islamistische Terroristen im pakistanischen Peschawar über einhundert Schulkinder. Keinen Monat später töten die Brüder Kouachi zehn Mitarbeiter des Satiremagazins „Charlie Hebdo“.

„Warum zürnt der Mensch?“ Dieser Frage geht der Rechtsanwalt, Publizist und Autor Thorsten Purps in seinem Buch „Die Zornschaukel“ nach und versucht, die Ursachen von Gewalt in einer philosophischen Untersuchung zu ergründen.

weiterlesenDie Zornschaukel von Thorsten Purps

Die Knigge-Kur von Kai Oppel

So befreien Sie sich von unsinnigen Benimmregeln und falschen Karrierehelfern!

Die Knigge-KurBereits vor über zweihundert Jahren hat Freiherr Adolph Knigge sein Werk Über den Umgang mit Menschen* verfasst und schon erkannt, dass Höflichkeit zum guten Umgangston gehört. Worauf es heute ankommt, hat Kai Oppel in seinem Ratgeber „Die Knigge-Kur“ zusammengefasst, wobei er mit der Erläuterung der seiner Meinung nach sieben Knigge-Feinde Mobilität, Erreichbarkeit, Effizienz, Ökonomisierung, Informationsflut, Digitalisierung und Beschleunigung beginnt. Wegen der permanenten Erreichbarkeit, sogar beim Essen oder Autofahren, fühlt sich der Mensch gehetzt und möchte am liebsten zwei Dinge gleichzeitig erledigen. Trotz immer schneller werdender Verkehrsmittel spart der unter enormem Leistungsdruck Stehende keine Zeit ein, die Inanspruchnahme einer digitalen Bordkarte versichern ihn einer Effizienz und seinen Erfolg misst er gemäß dem ökonomischen Prinzip nur noch an materiellen Dingen, was unweigerlich körperliche Veränderungen zur Folge hat und sich auf seine Gesundheit in Form von Stress oder Burn-out auswirken.

weiterlesenDie Knigge-Kur von Kai Oppel

Kampfplatz Liebe von Marie-Luise Schwarz-Schilling

Wieviel Gleichberechtigung verträgt die Partnerschaft?

Kampfplatz LiebeSeit dem Zweiten Weltkrieg ist in unserer Gesellschaft eine Veränderung in puncto Ehe und Familie zu beobachten und Singlehaushalte sind nichts Ungewöhnliches mehr. Die Diplom-Volkswirtin Marie-Luise Schwarz-Schilling hat dieses Phänomen in ihrem Buch „Kampfplatz Liebe“ einer wissenschaftlichen Untersuchung unterzogen und die Frage aufgeworfen, wie viel Gleichberechtigung eine Partnerschaft verträgt. Um dieses komplexe Thema „lebendig“ zu gestalten und nicht nur „trocken“ darüber zu dozieren, lässt sie drei jüngere Personen zwischen 28 und 35, sowie drei ältere zwischen 55 und 59 Jahren, die sich mit Ausnahme der Gastgeberin untereinander nicht kennen und sich mit selbst gewählten, historischen Namen titulieren, darüber kontrovers diskutieren.

Elisabeth, die sich in den über ein halbes Jahr hinziehenden sechs Tafelrunden Helena nennt, schreibt historische Romane und lädt die Tänzerin Magdalena ein, die für sich den Namen Salome erwählt hat. Weiterhin kommen zu dem philosophischen Gedankenaustausch der provozierende, ehemalige Spiegelredakteur Balthasar, die Mathematikerin Hypathia, der Investmentbanker Alexander sowie Lug, ein ehemaliger Junkie, Expolizist und nunmehr Bierbrauer.

weiterlesenKampfplatz Liebe von Marie-Luise Schwarz-Schilling

Gladbeck – Vor und hinter den Kulissen von Brigitte Vollenberg

Gladbeck – Vor und hinter den KulissenWer wissen will, wie es in den vergangenen Jahrzehnten in „Gladbeck – Vor und hinter den Kulissen“ aussah, wirft am besten einen Blick in das Buch von Brigitte Vollenberg. Aus eigenen Erlebnissen oder auch Erzählungen ihrer Bekannten weiß sie darin von Geschichten und Anekdoten zu berichten. So auch von der Entstehungsgeschichte der im Eingangsbereich des St. Barbara Krankenhauses aufgestellten Bronzestatue „Der kleine Fritz“ oder den über der Eingangstür zur Gaststätte Surmann befindlichen Schlussstein des Künstlers Gottfried Kappen. Mancher Leser wird erstaunt sein, wenn er von sieben Kinos liest, wobei im Stadttheater sogar bis Ende der 1950er Jahre Stars von Weltrang aufgetreten sind. Außerdem zählte man zum Ende des Jahres 1968 allein in Gladbeck 173 Schank- und Gastwirtschaften. Da werden Erinnerungen an eine unrühmliche Drogenszene, eine Diskothek und eine Oben-Ohne-Bar wach. Gegenüber vom Café Siebeck, das seinen Gästen als Besonderheit eine Spanische Vanilletorte und im Winter eine Erdbeertorte anbot, gab es sogar noch die Lido Bar, einen Nachtklub, und in der ehemaligen Kultkneipe Dietzel, so ist zu lesen, hat man auf einem Billardtisch ein Schwein zerlegt.

weiterlesenGladbeck – Vor und hinter den Kulissen von Brigitte Vollenberg