Die Uhr meines Großvaters – Ein poetisches Kinderbuch über Erinnerung und Zeit

Buchcover des Kinderbuchs Die Uhr meines Großvaters

Persönliche Erinnerungen als literarischer Ausgangspunkt

Das Kinderbuch Die Uhr meines Großvaters* erzählt die persönliche Geschichte des aus Kolumbien stammenden Samuel Castaño Mesa, wie er im Epilog anmerkt. Manches beruht auf eigenen Erinnerungen, anderes weiß er aus Erzählungen seiner Familienmitglieder. Als kleiner Junge beobachtete er, wie sein Großvater die Pendeluhr im Haus mit einem kleinen Schlüssel aufzog. Wenn es ganz still war – etwa in der Nacht – konnte er sogar das Ticken hören.

Doch dann verstarb sein Großvater, und nach der Beerdigung geschah vieles einfach nicht mehr: Die Suppe wurde nicht mehr heiß, die Blumen verwelkten nicht, und das Kind seiner Tante wurde nicht geboren.

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Kascha Nord-Nordost von Anne C. Voorhoeve

Kascha Nord-NordostValentina Natzweiler, dessen Sinti-Name Kascha lautet, lebt mit ihren Eltern, dem Großvater und ihren Geschwistern Zippi, Janko, Hanno und Gecko in Groß-Mooren an der Ostsee. Am 28. Dezember bittet sie ihr Nachbar Hugo Müller, für ihn einen Brief einzuwerfen. Bei noch milden Temperaturen macht sie sich mit dem Fahrrad und in Begleitung ihres Bruders Janko auf den Weg. Spontan entscheiden sie, bei ihrer Tante Lonny vorbeizuschauen. Doch der Wind gewinnt an Kraft und es wird merklich kälter. Als die fast Zwölfjährige mit ihrem jüngeren Bruder durchgefroren bei der Tante ankommt, knallt ihnen ihre Cousine Bettina die Tür vor der Nase zu. Sie will mit den „Scheißzigeunern“ nichts zu tun haben, da ihre Mutter einen Gadsche, einen Nicht-Sinti, geheiratet hat.

Während des kurzen Besuchs am Nachmittag gibt es einen plötzlichen Wintereinbruch und es schneit ununterbrochen. Da die Kinder nicht mehr mit dem Rad nach Hause fahren können, soll ihnen ihr Bruder Hanno mit dem Geländewagen entgegenkommen, während sie von ihrem Onkel Harald mit dem Auto gefahren werden.

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Wenn die Zukunft verstrahlt ist – Gudrun Pausewangs düstere Vision

Buchcover: Noch lange danach

Atommüll ohne Ende – ein ungelöstes Problem

Noch sind in Deutschland sieben Atomkraftwerke am Netz, und bis heute hat niemand eine Lösung dafür gefunden, wo und wie der anfallende Atommüll sicher und dauerhaft entsorgt werden kann. Der Müll, dessen Halbwertzeit bei Technetium-99 beispielsweise über 200.000 Jahre und im Fall von Neptunium-237 sogar unvorstellbare 2,1 Millionen Jahre beträgt, wird vorerst in Zwischenlagern deponiert oder wiederaufbereitet – ein Vorgehen, das wegen der damit verbundenen Gefahren höchst umstritten ist. Ein Endlager für den radioaktiven Abfall, der weltweit und auch in Deutschland bis zum Jahr 2022 anfällt, ist noch nicht in Sicht.

Ein Jugendbuch als Warnung

Gudrun Pausewang hat in ihrem Jugendbuch Noch lange danach* das Szenario einer Reaktorkatastrophe in Deutschland literarisch Wirklichkeit werden lassen.

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Zauberschön von Irene Matt

ZauberschönSeit über vierzig Jahren wird das Königreich Florapis von Florobert dem Siebten regiert. Langsam ist es an der Zeit, dass er seinen Sohn an den Regierungsgeschäften beteiligt, doch seit dieser als Säugling von einer Biene gestochen wurde, hat er vor allem Angst. Bei seiner Rede an das Volk verkündet Florobert der Achte zur Überraschung aller zwei neue Gesetzte: Von nun an möchte er nur noch Geranobert genannt werden, weil er Geranien als die einzige Blume in seiner Nähe duldet, und zur Sicherheit der Bürger möchte er eine Mauer um Florapis bauen. Die Eltern des Prinzen sind verärgert, da sie den Bau für unnötig halten und das Volk ist entsetzt. Immerhin haben sie sich dank eines großen, auf drei Tage angesetzten Festes schnell beruhigt.

Da sogar nachts am Bau der Mauer gearbeitet werden soll, finden die Bewohner keinen Schlaf mehr. Niemand kümmert sich um die reifen Früchte und die viele Pflanzen verwelken. Die Touristen, die früher von den Bewohnern hergestellte gesunde Produkte zu schätzen wussten, bleiben wie die Kaufleute aus, mit denen ein reger Tauschhandel betrieben wurde.

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Der wundersame Weltraumzoo von Meike Haas

Der wundersame WeltraumzooDie neunjährige Nelly Pütz erzählt in dem Kinderbuch Der wundersame Weltraumzoo* von Meike Haas, wie sie Sonderbeauftragte des Weltraumzoos auf dem Planeten Wummerding wurde: Eines Tages sehen sie und ihre Mitschüler vor dem Klassenfenster eine Weltraumrakete, aus der Flugblätter mit einer Einladung zur Eröffnung eines Weltraumzoos auf den Schulhof geworfen werden. Kurze Zeit später beobachtet sie gemeinsam mit ihrem besten Freund Julius, wie sein Meerschweinchen Bommel mit einem Kescher von einer Raumfähre eingefangen wird. Da sich die Rakete beim Wegflug in den Seilen einer Hollywoodschaukel verfängt, springen beide schnell darauf auf und heben in den Weltraum ab.

Nach der Landung auf einem Planeten hört Nelly, wie ein Hund traurig jault. Sie erkennt darin Schark, den vermissten Hund ihres Nachbarn, der sein Tier nicht gut behandelt hat. Nachdem Nelly und Julius staunend den Eingang zu einem Weltraumzoo entdeckt haben, finden sie dort auch Bommel wieder.

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Drachenbabys in Gefahr – Ein Ritterabenteuer voller List und Mut

Buchcover: Drachen machen starke Sachen

Ein Schloss voller Geheimnisse

Es ist das Jahr 1280: Ritter Ottokar von Zipp wohnt mit seiner Gemahlin Edeltraud, dem Hausdrachen Klemens sowie dem Drachenweibchen Stella, die Nachwuchs erwartet, im Schloss des Herzogs. Die Herzogin ist mit den Vorbereitungen für ihr fünfundzwanzigjähriges Ehejubiläum beschäftigt, als alle von der freudigen Nachricht aufgeschreckt werden: Die Geburt der Drachenbabys steht bevor.

Doch die Kunde von den vier kleinen Drachen Nepomuk, Elinor, Robert und Klementine erreicht auch den Drachenjäger Sigmund Silberzahn-Floretto – für ihn sind Drachenbabys ein Leckerbissen.

Gefangen im Hungerturm

Mit List gelingt es Sigmund Silberzahn-Floretto, drei der Drachenbabys zu fangen. Nur die kleine Klementine bleibt den trauernden Eltern als Trost. Auf seinem Schloss verlangt der Drachenjäger von seiner neuen Köchin Milena die Zubereitung der Drachenbabys.

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Die unglaublichen Fälle des Dr. Dark – Das Geheimnis der goldenen Stadt von Fabian Lenk

Die unglaublichen Fälle des Dr. Dark - Das Geheimnis der goldenen StadtIn dem Kinderbuch Die unglaublichen Fälle des Dr. Dark – Das Geheimnis der goldenen Stadt von Fabian Lenk bewohnt Dr. Dark, Privatermittler für besonders schwere Fälle, mit seinen Zwillingen Leandro und Luna ein Schloss an der Küste in Schottland. Eines Abends erwarten sie Mister Canterbury als Gast zum Essen. Der Vorsitzende verschiedener Forschungsprojekte bittet Dr. Dark um Unterstützung, denn seit einer Expedition in Peru wird sein Schwiegersohn Theo Etzel vermisst. Mit einem Team sollten die Experten die Region Pantiacolla erforschen. Dorfbewohner haben Theo von einer geheimnisvollen Stadt berichtet: In Paititi sollen sich die Inkas mit ihren Goldschätzen vor den Spaniern versteckt haben.

Bevor sich der Vater und die Zwillinge mit Rob, einem von Dr. Dark entwickelten Roboter sowie mit Tinnie, einen Roboter, den Leandro konstruiert hat, auf den Weg machen, nehmen sie noch von Professor Fantasio Fesser eine neu entwickelte Waffe entgegen.

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Das Zornickel von Manfred Mai

Das ZornickelAlexander findet es ungerecht, dass er von seiner Mutter immerzu für Dinge bestraft wird, die seine Schwester Marie zu verantworten hat. Enttäuscht zieht er sich in sein Zimmer zurück und malt ein glatzköpfiges Wesen mit krummer Hexennase, das einen Piratensäbel und einen Zauberstaub in Händen hält. Er wünscht sich, dass so ein Wesen seiner „Mama mal richtig Bescheid sagen und Marie fürchterlich erschreckt“. Tatsächlich erhält er zu seiner Verwunderung eine Antwort von der gezeichneten Figur, die behauptet, ein Zornickel zu sein. Mit Hilfe eines Zauberspruchs, den ihm das Zornickel verrät, wird aus der Zeichnung ein Wesen auf dem Schreibtisch des Jungen.

Nachdem sich die Mutter wieder einmal über die Unordnung im Zimmer von Alexander beschwert hat, meldet sich plötzlich Zornickel zu Wort und wird immer größer, bis es an die Decke reicht. Alexander stellt fest, dass es immer das ausspricht, was er denkt, sich jedoch nie zu sagen traut. Außerdem wächst Zornickel, je wütender er wird und schrumpft erst wieder auf die Größe eines Gartenzwerges, wenn sich Alexander beruhigt.

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Die Südstadtdetektive von Mathias Wünsche

Köln Krimi für Pänz

Die SüdstadtdetektiveDer dreizehnjährige Marius Maximilian Magnus, von allen nur M Punkt genannt, erhält im Beisein seiner Freunde einen ungewöhnlichen Anruf: Der unbekannte Anrufer behauptet, Frederick von der Heide zu sein, Sohn eines bekannten und vermögenden Fabrikaten. Er sei entführt worden und würde gefangen gehalten. Nach anfänglichem Zögern glaubt ihm M Punkt. Als er ihm sagt, dass er die Verbindung halten soll, während er von seinem Handy die Polizei informiert, will Frederick wissen, was ein „Händi“ sein soll. Wie sich im weiteren Gesprächsverlauf herausstellt, kommt der Anruf aus der Vergangenheit, nämlich aus dem Jahr 1969!

Diese unglaubliche Geschichte weckt den detektivischen Eifer von M Punkt. Der gleichaltrige Tarik, der später Physik studieren möchte, erklärt den Freunden, dass es sich bei dem Phänomen um das von Albert Einstein vorausgesagte Wurmloch handelt. Das Zeitgefüge ist offensichtlich durcheinandergeraten und macht eine Zeitreise möglich, so lange das Telefongespräch mit Frederick nicht unterbrochen wird. Tatsächlich schaffen Fabian, Tarik und M Punkt den Sprung vom Jahr 2012 ins Jahr 1969.

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Ein Bruder zu viel von Linde Hagerup

Ein Bruder zu vielFür die neunjährige Sara ist die Welt in Ordnung, bis Karin, die Freundin ihrer Mutter, plötzlich verstirbt. Denn nach deren Beerdigung verkündet der Vater, dass Karins Sohn nur noch eine Großmutter hat und deshalb in Zukunft bei ihnen wohnen wird. Den fünfjährigen Steinar, der jedes Jahr mit seiner Mutter das Weihnachtsfest bei ihnen verbracht hat, mochte Sara aber noch nie leiden und hatte sich schon darüber gefreut, dass ihr das in diesem Jahr erspart bleiben würde. Wie ihre fünf Jahr ältere Schwester Emilie soll Sara nett zu dem neuen Familienmitglied sein. Während ihre Schwester weiterhin ihr Zimmer behalten darf, wird Steinar auch noch in Saras Zimmer untergebracht. Aber Sara findet, dass es nach dem Umbau nicht mehr ihr Zimmer ist.

Trotz aller Unzufriedenheit wird Sara klar, dass Steinar zu bemitleiden ist. Da Sara ihn aber noch nie mochte, schlüpft sie in eine andere Rolle: Von nun an nennt sie sich Alfred, trägt eine Jeans und Kapuzenpulli und schneidet sich selbst die Haare ab.

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