Eines Tages entdeckt ein Leopard zwischen grün und rot schillernden Bäumen etwas Schwarzes. Dabei kann es sich nur um einen seiner schwarzen Flecken handeln, die er beim Jagen verloren haben muss. Damit den anderen nicht dasselbe widerfährt, macht er sich sofort auf um alle zu warnen. Ein Rabe sieht ebenfalls das Schwarze und hält es für ein Stück von einem Stern. Er fürchtet, der Himmel könnte einstürzen und will alle Waldbewohner über das drohende Unheil informieren. Sein Gekrächze alarmiert wiederum den Fuchs. Dieser sieht das Schwarze auch, weiß aber nicht, was es sein könnte. Vielleicht das Tuch der Prinzessin? Wenn der König sein Heer ausschickt um es zu suchen, muss er unbedingt alle vor seinen Soldaten warnen.
Kinder- & Jugendbuch
In dieser Kategorie stehen Geschichten im Mittelpunkt, die junge Leserinnen und Leser begleiten, begeistern und stärken. Kinder‑ und Jugendbücher eröffnen fantasievolle Welten, erzählen von Freundschaft, Mut, Familie und dem Erwachsenwerden und greifen Themen auf, die Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag bewegen. Von warmherzigen Bilderbüchern über spannende Abenteuer bis hin zu tiefgründigen Jugendromanen – diese Literatur fördert Neugier, Empathie und Vorstellungskraft. Ideal für alle, die Bücher suchen, die junge Menschen inspirieren, trösten oder einfach mitreißend unterhalten.
Mister Oscar macht Ferien von Jim Field
In einer dicht besiedelten Stadt wohnt im obersten Stockwerk eines Hochhauses der freundliche Hund Mister Oscar. Er beschließt, mit seinem Goldfisch Chips seine Freunde zu besuchen. Bevor es mit dem Zug auf die Reise geht, muss er natürlich einige Dinge einpacken. Bei der Ankunft auf dem Land regnet es. Da Mister Oscar nicht weiß, wie man ein Zelt aufschlägt, hilft ihm Eva dabei. Am darauffolgenden Tag fährt er mit dem Bus in die verschneiten Berge und mit dem Lift geht es auf einen Skihang. An einem anderen Tag trifft sich Mister Oscar mit seiner Freundin Caro an einem See, wo sie eine Bootsfahrt unternehmen. Mit Jojo und Didi geht er im Meer schwimmen. Als er sich mit seinem alten Freund Dougal in einer Stadt trifft, kennt der zum Glück ein nettes Café. Aber auch die schönsten Ferien neigen sich einmal dem Ende zu, und es geht für Mister Oscar und seinen Goldfisch Chips wieder nach Hause.
Ich bin still von David Ouimet
Von einem Mädchen, das seine Stimme findet
Es gibt Menschen, die sich lieber zurückziehen und still verhalten. Für ihre Mitmenschen gelten sie als schüchtern oder introvertiert. Nur selten kommen sie aus sich heraus und erheben ihre Stimme. Genau so ergeht es einem kleinen Mädchen in dem Bilderbuch Ich bin still* von David Ouimet. Es ist manchmal still, weil es sowieso niemand versteht, wenn es spricht. Aus der Kleinen spricht Verzweiflung, weil sie nicht weiß, wie sie sein soll. Sie hört auch nicht immer zu, wenn andere etwas sagen, weil ihre Gedanken leicht abgelenkt werden und abschweifen. Am liebsten möchte sie davonfliegen.
Erst der Griff zu einem Buch und dem Besuch einer riesigen Bibliothek gibt ihr das Gefühl, auch irgendwie dazuzugehören. Beim Lesen schöpft sie neuen Mut und stellt fest, dass sie gar nicht so viel anders ist wie die anderen und auch gar nicht so klein, wie sie immer meinte. Endlich blickt sie voller Pläne in die Zukunft und will ganze Städte erbauen, in denen es nicht still sein wird, auch wenn sie es jetzt noch manchmal ist.
Kuckuck, ich bin wieder da! von Daniel Fehr
Der Kuckuck zählt zu den bedrohten Tierarten. Um den Winter in unseren Breitengraden überleben zu können, begibt er sich jedes Jahr im August auf eine weite Reise, die ihn entweder zu seinem Winterquartier südlich des Äquators oder nach Westafrika führt. Erst im Frühling, spätestens Ende Mai, tritt er die lange Rückreise an, die er vornehmlich in der Nacht und in Etappen von etwa fünfzig Kilometern zurücklegt. In dem Kinderbuch von Daniel Fehr kommt auch ein Kuckuck gerade im Frühling aus Afrika und ruft freudestrahlend „Kuckuck, ich bin wieder da!“. Doch leider antwortet ihm niemand, was ihm seltsam vorkommt. So fliegt er zum großen Baum, wo die Maus wohnt und stellt fest, dass sie nicht zu Hause ist. Sein nächstes Ziel ist die Lichtung, wo er den Hirsch anzutreffen hofft.
Schließlich versucht es der Kuckuck beim Igel, der eigentlich immer da ist. Zu seinem Erstaunen ist auch er nicht in seinem Nest. Er hat kaum noch Hoffnung, den Salamander in seiner Höhle anzutreffen.
Die Wahrheit schmeckt nach Marzipan von Anni E. Lindner
Für die sechzehnjährige Gymnasiastin Talitha Kramer, die von allen Tally gerufen wird, bricht mit dem Tod ihres Vaters eine Welt zusammen. Obwohl er selbst Facharzt für Lungenchirurgie an der Charité war, ist er an einem Lungenkarzinom verstorben. Mit ihrem Paps, der sie wegen ihrer Haarfarbe gerne Füchslein nannte, hatte sie sich von klein auf bestens verstanden. Doch mit seinem Tod, so ist sie überzeugt, ist auch die „alte“ Tally gestorben. Entschlossen unterzieht sie sich einer drastischen äußeren Veränderung. Über ihre beste Freundin Sanna lernt sie Timo, den süßesten Jungen der Schule kennen und sie errötet, wenn sie ihm nur begegnet. Da er Mitglied in einem Bibelkreis ist, dem Tally nicht angehören möchte, macht sie sich keine Hoffnungen, ihn für sich gewinnen zu können. Eines Tages macht sie zufällig die Bekanntschaft einer alten, Marzipan liebenden Frau mit einem Papagei, die ihre trüben Gedanken vertreibt.
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Darius der Große fühlt sich klein von Adib Khorram
Der sechzehnjährige Darius Kellner lebt mit seinen Eltern Stephen und Shirin sowie seiner acht Jahre jüngeren Schwester Laleh in Portland. Er geht auf die Highschool, wo er von seinen Mitschülern Trent Bolger und Chip Cusumano immer wieder tyrannisiert wird, indem sie sein Fahrrad auseinandernehmen oder seinen Rucksack zerstören. Niemand soll in der Schule wissen, dass Darius, dessen größter Wunsch es ist, nach dem Schulabschluss in einem Teefachgeschäft zu arbeiten, in einem Einkaufszentrum aushilft und die Kunden beim Teekauf berät.
Als Babu, der im Iran lebende Großvater von Darius, an einem Hirntumor erkrankt, beschließt die Familie in den Iran zu reisen, wo die Eltern von Shirin und zwei ihrer Brüder leben, die sie seit siebzehn Jahren nicht mehr gesehen hat. Darius ist aufgeregt und darauf gespannt, was ihn im Iran erwartet. Seine Mutter hat zwar seiner Schwester Laleh Farsi gelehrt, doch Darius selbst versteht von dieser Sprache nur einzelne Wörter und von den persischen Traditionen weiß er auch nicht viel.
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Die zweite Arche von Heinz Janisch
Im strömenden Regen steht Alef am Strand und sieht, wie sich die Arche Noah am Horizont immer weiter von ihm entfernt. Zu dumm, dass er zu spät gekommen ist und die Abfahrt verpasst hat. Wie sich herausstellt, hat es auch das Einhorn nicht geschafft. Nach und nach kommen noch Zentauren hinzu, ein geflügeltes Pferd, ein Pegasus, der Vogel Greif und eine Sphinx. Alef fasst einen Plan und verkündet, eine zweite Arche bauen zu wollen, woraufhin alle sofort das benötigte Material zusammentragen. Nach drei Tagen und Nächten sind sie endlich mit der Arbeit fertig, und der stärker werdende Regen hebt das Boot an und treibt es auf das offene Meer.
Es ist eine lange Reise, bei der sie Zyphius, halb Fisch, halb Drache, schwimmend begleitet. Während es unaufhörlich regnet, haben sich die Passagiere, die einander respektieren, viel zu erzählen. Erst nach vierundzwanzig Tagen lässt der Regen nach, das Wasser fließt ab und die zweite Arche geht auf Grund.
Die Savannenkicker von Regi Widmer
In der Savanne, dem Übergang vom tropischen Regenwald zu einer Wüste, fragt der Löwe unter einem Affenbrotbaum, wer mit ihm Fußball spielen möchte. Wie zu erwarten, sind „Die Savannenkicker“, bestehend aus Antilope, Gepardin, Giraffe, Hyäne, Warzenschwein, Zebra, Nashorn, Erdmännchen und Gnu sofort begeistert. Alle machen sich auf den Weg zum Fußballplatz. Der Löwe, der ins Tor geht und davon überzeugt ist, dass er keinen Ball ins Netz gehen lässt, erhält sofort einen Dämpfer, als das Warzenschwein richtig zielt.
Widerwillig spielt der Löwe weiter. Als die Giraffe zum Kopfball ansetzt, muss die Hyäne darüber lachen. Übermütig hält sie sich am Hals der Giraffe fest. Für den Löwe ist das ein klares Foul, weil es gegen die Regeln verstößt.
Agentin Yeshi von Gabriela Kasperski
Hauptfigur in dem Kinderroman Agentin Yeshi von Gabriela Kasperski ist die dunkelhäutige, aus Äthiopien stammende zehnjährige Yeshi. Sie lebt allein mit ihrer Adoptivmutter, die als Lektorin in einem Verlag arbeitet. Als Yeshi ihren von der Mutter getrenntlebenden Adoptivvater in London besucht, verliert sie ihn unterwegs aus den Augen. Zum ersten Mal muss sie ihr Talent als Agentin unter Beweis stellen und haarscharf kombinieren, wie sie sich wiederfinden können.
In ihrer Schule gibt es sowohl einen neuen Lehrer als auch die neue Mitschülerin Liv. Yeshi würde gerne ihre Freundin werden, wird jedoch von ihr abgewiesen. Als Herr Bernasconi mit den Schülern ein Weihnachts-Musical aufführen will und jeder etwas anderes möchte, können sie sich nicht einigen. Deshalb sollen sie sich Argumente für ihre Wahl überlegen. Danach soll demokratisch abgestimmt werden. Yeshi will unbedingt eine Prinzessin spielen, aber zu ihrer Enttäuschung scheint es noch nie eine dunkelhäutige Prinzessin gegeben zu haben. Mit ihren pfefferminzgrünen Turnschuhen begibt sie sich auf die Suche nach einer Lösung, wobei sie auf ihren besten Freund Stefano und seine Freundin Mo bauen kann, die auch aus Äthiopien stammt.
Tina hat Mut von Tatia Nadareischwili
Tina lebt mit ihren Eltern und ihrem Hund Poppy in einem Holzhaus auf dem Land. In ihrem Garten geht sie mit ihrem Vater auf Entdeckungsreise. Vor dem dunklen und riesigen, hinter dem Haus gelegenen Bambuswald fürchtet sie sich. Als ihr Vater auf eine lange Reise geht, schenkt er Tina einen Kreisel. Wenn sie Langeweile hat, so sein Rat, soll sie ihn kreisen lassen und dann in die Richtung laufen, wohin die Spitze zeigt, denn dort gäbe es bestimmt Interessantes zu entdecken. Tatsächlich wagt sich das Mädchen zusammen mit Poppy in den Bambuswald, nachdem die Spitze des Kreisels genau in diese Richtung gezeigt hat.
Im Wald vernimmt Tina ein ungewöhnliches Pfeifen. Sie entdeckt ein Papier mit einer Zeichnung, geht weiter und findet ein weiteres Blatt. Immer begleitet von dem Pfeifton, stößt sie im Wald auf noch mehr bemalte Papiere. Der Spur der Töne folgend, steht sie plötzlich vor einem Baumhaus.