Der Roman Läufers Fall* von Lothar Koopmann verbindet Krimispannung mit humorvoller Gesellschaftssatire und einem ungewöhnlichen Erzählstil. Detektiv Ambrosius Läufer stolpert in einen Mordfall, der ihn nicht nur beruflich, sondern auch emotional herausfordert.
Ein Mordfall beim Lauftreff – und ein Detektiv mit Eigenheiten
Ambrosius Läufer arbeitet als Detektiv im Büro Alternate. Als sein Chef Achim Alter mit seiner Frau Heidelinde Urlaub auf Sylt macht, erhält Ambrosius einen neuen Auftrag: Andreas Schmidt sorgt sich um seine Frau Eva, die seit zwei Tagen verschwunden ist. Kurz darauf entdeckt eine Gruppe von Läufern beim Lauftreff zwei Leichen – ein Paar, das durch Pfeile getötet wurde. Die Gruppe, bestehend aus Kai-Uwe und Edeltraud Gaukel, Paul Reimann, Melanie Berg-Wacht, Edgar Kornfeld und Manfred Pechner, identifiziert einen der Toten als ihren Trainer Günter Stock.
weiterlesenLäufers Fall – Ein skurriler Krimi mit Lokalkolorit und literarischem Augenzwinkern
Das Buch „mondo kranko“ von Jonis Hartmann vereinigt 45 Kurzgeschichten unterschiedlichster Art, deren tieferer Sinn sich nur den wenigsten Lesern erschließen mag. Da wird eine Straßenbahn im Wasser versenkt und an einem Dünenrennen nimmt ein Pilot mit einer Taucherbrille teil, dem bei einer Bremsung die Kastration droht. Strandkörbe bewegen sich von allein, eine Fußballfrau vergräbt Eier und ein Mann erlebt einen Overkill, als er vor dem Fernsehen einschläft. Ein anderer Mensch nimmt in einem Schwimmring Kurs auf Calais, Finger steigen in einen Bus und einem pferdeähnlichen Mensch kommen Karotten aus den Ohren. Jonis Hartmann schreibt von turmhohen Mohnblumen und einer Riesenwelle, von einem grünen Himmel und einem einstürzenden Einkaufszentrum. Ein Großvater kreuzt Enten, bis alle die gleiche Scheckung aufweisen und ein Musiker lässt sich von einem Mädchen drei Finger mit einem Beil abschlagen.
Aktuell dreht sich die politische Diskussion um die Frage einer Mautgebühr auf bundesdeutschen Autobahnen. Im Mittelalter war es üblich, dass für die Benutzung von Straßen und Wasserwegen ein Wegezoll entrichtet werden musste und wer Einlass in eine Stadt begehrte, wurde am Stadttor zur Kasse gebeten. So belasten diese Gebühren auch den jungen Jakob in dem Buch „Wie der Weihnachtsbaum in die Welt kam“ von Astrid Fritz, der sich schon seit frühester Kindheit mit Diebstählen durchs Leben schlagen muss.
Ella Brandt ist mit dem Zug auf dem Weg in die Dunenburg-Klinik auf Juist. Mit drei Jobs war sie völlig überlastet, was in einem Burnout endete. Drei Operationen sowie eine Trennung von ihrem Freund Marty hat sie hinter sich, fühlt sich nur mehr als menschliches Wrack und setzt alle Hoffnungen auf die vier Wochen Klinikaufenthalt. Als sie der Kutscher Berno Hansen bei der Ankunft in der Klinik mit den Worten verabschiedet, gut auf sich acht zu geben und zu ihm zu kommen, wenn etwas sein sollte, misst sie dem noch keine Bedeutung zu.
Mitten in der Nacht taucht vor dem Haus von Fokko Broer, das weit außerhalb von Werlesiel liegt, eine verwirrte und offensichtlich verletzte junge Frau aus dem dichten Küstennebel auf. Die verstörte Frau fleht ihn an, ihr zu helfen und verschwindet kurz darauf auf mysteriöse Weise wieder im Nebel. Auch in der kleinen Polizeiinspektion von Werlesiel meldet sich in der Nacht eine ängstliche, scheinbar panische Frau über den Notruf und bittet um Hilfe, danach bricht das Gespräch plötzlich ab. Am nächsten Morgen wird die neunzehnjährige Vikki Rickmers aus dem Nachbarort Bornum von ihrer Mitbewohnerin als vermisst gemeldet. Solche Dinge geschehen für gewöhnlich nicht in Werlesiel und Femke Folkmer, die seit drei Jahren die Polizeistation leitet, glaubt nicht an einen normalen Vermisstenfall.

In Deutschland boomt der Markt sogenannter Zeitarbeitsfirmen, die Arbeitnehmer einem Dritten auf Zeit überlassen. Die Beschäftigten werden häufig systematisch ausgebeutet und viele bezeichnen die Vermarktung als eine Form der modernen Sklaverei. Der Personaldienstleister Manpower zählt zu den drei größten Anbietern dieser Branche weltweit und so macht auch der Protagonist Al in dem Roman „Sämtliche Niederlagen“ von Al Burian immer wieder Bekanntschaft mit diesem Unternehmen.
Die heutige „BRDgeneration“ setzt sich nach Uwe Helfrich aus Schildbürgern zusammen, die in der BRS leben, was gleichbedeutend mit „Bundesrepublik Schilda“ ist. In der Satire kritisiert der Autor unser Krankenkassensystem und die Pflegeversicherung sowie die Machenschaften in der Zeitarbeit und das Leid der Minijobber. Er greift das Thema Grundsicherung, Bild-Zeitung und die Schnulzen der TV-Sender auf. Lustig macht er sich über einen Fachmann der Pisa-Studie und erinnert den Leser ganz nebenbei daran, was in unseren Lebensmitteln steckt. Uwe Helfrich schreibt vom Schicksal der Menschen, die in Alten- und Pflegeheimen ans Bett gefesselt sind und von den Kindern, die häufig Opfer der Streubomben werden. Er warnt vor den Gefahren, die vom Teflon, den Pestiziden, der Gentechnologie, des Fluglärms, der Atomkraftwerke, Resistenzen und Herbizide ausgehen sowie vor den Nebenwirkungen der Arzneimittel. Außerdem schreibt er von einem Genetiker, der zweifelhafte Versuche an der DNA anstellt und prangert die zunehmende Kluft zwischen Armen und Reichen an.
Vor dem Hintergrund der jüngsten Abhöraktionen der US-Geheimdienste greift Martin Sudermann mit dem Atomkraft-Krimi „XXX“ ein brandaktuelles Thema auf: Holger plant im April 2006 mit Markus, Willy und Lisa einen Anschlag auf einen Strommast in der Nähe des Atomkraftwerkes Grohnde. Geschädigter dieses Anschlags ist die Westdeutsche Energie AG, kurz WEAG. Unerwartet geraten sie während des Rückzuges in eine Polizeikontrolle. Fast ein Jahr später lernt Holger über seinen Freund Bernd die zwei Aktivisten Nadine und Önder kennen, mit denen er einen Atommülltransport behindert, sich ins Netzwerk der WEAG hackt und eine Hauptversammlung stört. Da es wiederholt zu Polizeikontrollen kommt, vermutet Hendrik einen Spitzel in der Gruppe. Er recherchiert auf eigene Faust.