Der Roman Sweetland* erzählt die Geschichte Neufundlands, vor deren Südküste der eisige und nährstoffreiche Labradorstrom auf den wärmeren Golfstrom trifft und wo sich einzigartige, unvorstellbare Kabeljaugründe bildeten. Die Menschen entdeckten, dass sich der Fisch leicht gesalzen und luftgetrocknet über viele Jahre halten kann, selbst in der Hitze der Tropen, was bereits die spanischen Konquistadoren auf ihren langen Reisen zu nutzen wussten. Seit Jahrhunderten lebten die Menschen von dem Fischreichtum, doch von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des neuen Jahrtausends setzte eine Überfischung ein, die von der kanadischen Regierung zunächst nicht ernst genommen wurde. Erst, als es zu spät war, verhängte man ein Fangverbot, in der Folge verloren mehr als dreißigtausend Menschen ihre Arbeit und die Dörfer starben aus. Für die Bewohner war die Welt eine andere geworden.
Der inzwischen pensionierte Moses Louis Sweetland geht auf die siebzig Jahre zu und war Fischer, bevor er Leuchtturmwärter auf der nach seiner Familie benannten Insel Sweetland war. Seine Vorfahren waren seit mindestens zweihundert Jahren Fischer und ernährten sich von Pökelfleisch und Wurzelgemüse.
Im Leben des namenlosen Protagonisten des Romans
Als Eve einen Abschluss als Museumswissenschaftlerin macht, lernt sie den aus Spanien stammenden Antonio kennen, der gerade an seiner Promotion in Neurobiologie arbeitet. Für beide ist es die große Liebe, doch mit einer unerwarteten Schwangerschaft konfrontiert, ist für Antonio eine Vaterschaft unvorstellbar. Eve zieht kurzerhand die Konsequenzen und beschließt, das Kind alleine großzuziehen. Mittlerweile hat sie in Robin einen Lebensgefährten gefunden, der auch für die inzwischen sechzehnjährige Tochter Maddy ein guter Ersatzvater ist. Eve könnte glücklich sein, wäre ihre Tochter nicht an Blutkrebs erkrankt.
Heddi, die es durch ein Austauschprogramm von Amerika nach Neapel geführt hat, wohnt mit einem „bunt zusammengewürfelten Haufen“ im Spanischen Viertel. Wie sie, studieren auch Luca, Davide, Angelo, Tonino und Sonia aus der Clique an Neapels Universität. Auf einer Party überreicht ihr einer der Gäste eine Kassette mit alten Liedern, die er extra für sie aufgenommen hat. Wie Heddi erfährt, handelt es sich dabei um den Geologiestudenten Pietro, der sich mit seinem Bruder Gabriele eine Wohnung teilt. Heddi besucht ihn und nach anfänglicher Befangenheit bleibt es nach der ersten sinnlichen Begegnung nicht nur bei einem Kuss. Als Pietro immer öfter zu seinen rückschrittlichen Eltern reist, die in einem kleinen Bergdorf als ärmliche Landwirte leben und die er bei der Arbeit unterstützen muss, verhindert das die Zukunftspläne des verliebten jungen Paares.
Die ehemalige Grundschullehrerin Gundel Vestergard hat aus der Affäre ihres Ehemannes Xaver mit einem „Blondchen“ die Konsequenz gezogen und die Scheidung eingereicht. Mit sechsundfünfzig Jahren will sie es noch einmal wissen und gründet ein Reiseunternehmen für jung gebliebene Alte: Das erste Ziel dieser exklusiven Reise führt direkt in den Regenwald nach Amazonien. Doch die erste böse Überraschung wartet auf Gundel in der brasilianischen Stadt Belém, als sie dort auf ihren Ex trifft, der unbedingt mit ihr reden will. Wie vereinbart, treffen sich die sechs angemeldeten Teilnehmer direkt im Hotel und erfahren von der Reiseleiterin den weiteren Ablauf: Am nächsten Tag fliegen sie mit einem kleinen Flugzeug weiter nach Santarém, wo sie in einer Lodge erwartet werden. Gundel nutzt den restlichen Tag zu einem Besuch auf dem Markt und macht dort die Bekanntschaft eines geheimnisvollen Mannes, den sie, ohne es zu ahnen, sehr bald wiedertreffen wird.
Oliver Seuß, deren Mutter das unerwünschte Kind schon kurz nach der Geburt im Jahr 1989 verlassen hat, wurde daraufhin von seinem Vater Achim in eine Wochenkrippe gegeben. Von allen ungeliebt, galt Oliver stets als Außenseiter. Bereits in der Grundschule fiel seine rasche Auffassungsgabe für Mathematik auf. Zunehmend fühlte er sich von der Verbindung der Klänge von Bach und ein paar Gläsern Bier beflügelt. Als ihm die Direktorin wegen übermäßiger Fehlstunden mit einem Wechsel des Gymnasiums droht, verspricht er, für eine mathematische Olympiade in Montreal alles zu geben. Tatsächlich freut sich die Schule über die mit seinem Erfolg verbundene Auszeichnung, und die Direktorin empfiehlt dem Eigenbrötler ein Studium in Dresden. Dort lässt er sich gehen, vernachlässigt seine Körperhygiene und bleibt ohne Freunde, was nicht ausschließt, dass er nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums als „größte mathematische Hoffnung des Landes“ gilt.
In der Mitte des 21. Jahrhunderts wurde der demokratische Staat von einem totalitären System abgelöst, das sich Methode nennt. Die Methode hat Gesundheit zur höchsten Bürgerpflicht gemacht und jeder Bürger ist gezwungen, täglich sportliche Aktivitäten auszuüben, um seinen Körper gesund zu erhalten, sowie verschiedene Maßnahmen wie Blutdruckmessung und Urintest durchzuführen. Im Rahmen einer Meldepflicht müssen Schlaf- und Ernährungsberichte eingereicht werden. Diese Bestimmungen werden vom Staat ständig überwacht und Verstöße werden bestraft. Die Ideologie, auf denen dieses System beruht, wurde von Heinrich Kramer mit seinem Werk „Gesundheit als Prinzip staatlicher Legitimation“ geschaffen.
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wird häufig aus Scham nicht zur Anzeige gebracht und nach einem Artikel auf Tagesschau.de ist in Deutschland jede achte Frau davon betroffen. In dem Roman
Während Johanna Silcredi an ihrem dreiunddreißigsten Geburtstag in einem erstklassigen Restaurant in Wien einen Heiratsantrag von Roman erwartet, der allerdings einen Schlussstrich unter die Freundschaft zieht, erleidet ihr Großvater Bernhard einen Schwächeanfall. Als Johanna ihn im Krankenhaus besucht, schenkt er ihr einen einwöchigen Aufenthalt in der Villa Costa in Triest, in der schon ihre Urgroßmutter Afra gelebt hat. Allerdings bittet er seine Enkelin vor Ort in Erfahrung zu bringen, wer sein Vater war. Nach Aussage seiner Mutter Afra wäre es Alfred Herzog gewesen, doch ist dieser bereits 1917, acht Jahre vor seiner Geburt, im Krieg gefallen.
Unter der Bezeichnung Osteogenesis imperfecta, umgangssprachlich auch Glasknochenkrankheit genannt, verbirgt sich eine genetisch bedingte, selten auftretende Erbkrankheit, bei der die Knochen leicht brechen und die bis heute nur symptomatisch behandelt werden kann. Elisa von Treue, die Protagonistin in dem Roman