Helena Seeger erkennt nach dem Tod ihrer Mutter, dass ihr zunehmend depressiver Vater Herbert nicht länger alleine wohnen kann. Mit ihrer Schwester Irene will sie eine Lösung finden, doch will die sich auf keinen Fall um den Vater kümmern, da sie gerade eine Stelle als Schulleiterin angetreten hat. Stattdessen schlägt sie vor, dass Helena mit ihrem Sohn Jakob zum Vater ziehen soll. Überraschend zeigt sich Jakob von der Idee begeistert, weil damit auch für seine Freundin Annika genug Platz wäre. Da sich auch Helenas Freund Burkhard von dem Vorschlag Vorteile verspricht, lässt sich Helena schließlich überreden und zieht nach einem Umbau in das Haus mit Garten ihrer Kindheit ein.
Obwohl Burkhard, selbst auch geschieden und Vater einer Tochter, ihr versprochen hat, dass sie sich nun öfter sehen, kommt er aber immer nur kurz vorbei und hat nie Zeit für Helena. Ihr Vater sitzt häufig nur vor dem Fernseher und Jakob hat Liebeskummer. Als Burkhard mit seiner Tochter in den Urlaub fährt und Britta, ihre Chefin von der Buchhandlung, ebenfalls, lädt sie ihr geschiedener und mittlerweile wieder verheirateter Ehemann Armin zu Dreharbeiten seiner Produktionsfirma auf Amrum ein.
Alma ist sieben Jahre, als sie von ihren Eltern aus dem von den Nazis besetzten Polen zu ihrem Onkel Isaac Belasco und seiner Frau nach Sea Cliff in Kalifornien geschickt wird. Nach der Trennung von ihrem in den Krieg gezogenen Bruder Samuel, von dem kein Lebenszeichen mehr kommt, und den Eltern, die im Warschauer Ghetto umkommen, wird ihr Cousin Nathaniel ihr bester Freund. Ihre Liebe gehört jedoch Ichimei Fukuda, dem Sohn des Gärtners, dessen aus Japan stammende Familie im Krieg alles verloren hat. Die heimlichen Treffen mit Ichimei lassen Alma eines Tages eine folgenschwere Entscheidung fällen, die auch für Nathaniel Konsequenzen hat.
Um die Aufnahmeprüfung an einer französischen Eliteuniversität zu bestehen, verbringt der aus München stammende Steffen einige Tage in Paris. Auch wenn seinem langjährigen Freund André der Zeitpunkt ungelegen kommt, nimmt er ihn bei sich auf. André stellt Steffen seinem neuen Freund Aaron und seiner Tochter Sarah vor. Im Gegensatz zu ihrem Vater, der auf Steffen einen abweisenden Eindruck macht, ist er von Sarah fasziniert, obwohl in München Claudia auf ihn wartet.
Hinter dem Deich, abseits des Dorfes gelegen, haben die Vorfahren von Inge Boysen das Haus Tide auf einer Insel in der Nordsee errichtet. Als die fast Achtzigjährige nach den Weihnachtsfeiertagen scheinbar tot in ihrem Bett liegt, informiert Schwiegertochter Kerrin die Verwandten. Doch bevor diese eintreffen, wird klar, dass es sich um ein tragisches Missverständnis gehandelt hat.
Mit vierundzwanzig Jahren tritt Camilla eine Stelle bei der renommiertesten Werbeagentur in Vicenza an. Als sie ihrem Chef Paolo zum ersten Mal begegnet, ist sie von seiner Erscheinung fasziniert und dem Duft seines Parfüms verfallen. Sie kann den Avancen des Frauenhelden nicht widerstehen und wird die Geliebte des fast fünfzigjährigen Familienvaters. Vorgeschobene Kundenbesuche müssen für die teilweise nur wenige Stunden dauernden oder auch schon mal übers Wochenende gehenden Treffen in Gästezimmern oder Häusern von Freunden herhalten. Allerdings unter dem Vorbehalt, dass es keine Versprechen gibt!
Der Krimiautor Marko Kindler wartet in Berlin seit Stunden auf einen Psychologen, der ihn verhören soll. Denn er hat seinen erst wenige Wochen alten Sohn entführt, der dabei zu Tode kam. Während der langen Wartezeit blickt Marko auf sein Leben zurück, zunächst an der Seite seiner Jugendliebe Nadja, mit der er die Kinder Jakob und Merle hat. Marko leidet unter einer Hausstaub- und Gräserallergie sowie extremer Schlaflosigkeit. Seine Schilddrüsenerkrankung verursacht bei ihm Zahnfleischblutungen und lässt ihn zu immer höheren medikamentösen Dosen greifen, die extreme Auswirkungen auf seinen Sexualtrieb haben: Filmszenen mit Lesben reizen ihn immer mehr, er genießt erotische Massagen und wegen häufiger Masturbationen wird seine Haut wund.
Mit der Geburt ihres Sohnes Matti hat sich für die Cellistin Isabell und ihren Mann, den Journalisten Georg, einiges geändert. Das Glück der jungen Familie wird durch den Alltag überschattet, den es zu organisieren gilt: Wenn er nach Hause kommt, verabschiedet sie sich zu den Proben bei einem Musical Ensemble, wobei der Austausch von Zärtlichkeiten auf der Strecke bleibt. Isabell hat nach der Babypause ihre Selbstsicherheit verloren und kann sich nur schwer einfügen. Ihre Ängste, beim Solo zu versagen, verfolgen sie den ganzen Tag über, und sogar während einer Radtour denkt sie nur an ihre Hände, die beim Spielen zittern. Eine Krankschreibung scheint für Isabell die Lösung zu sein und sie sucht Hilfe bei einem Physiotherapeuten.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war der Aberglaube zumindest in den ländlichen Gebieten noch weit verbreitet, so auch in dem auf Sardinien gelegenen Dorf Baghintos, von dem der Roman Das wilde Herz des Wacholders von Vanessa Roggeri handelt. Während eines tobenden Gewitters liegt Assunta Zara in den Wehen, und die Hebamme betet inständig darum, dass es nach sechs Töchtern nicht wieder ein Mädchen wird, was nur ein Unglück bedeuten kann. Doch es kommt noch schlimmer: Die Siebtgeborene trägt die Zeichen des Teufels, ein Schwänzchen am Rücken und ausgebildete Zähne. Sie muss eine Coga, eine Hexe sein!
Um auf die südlich von Sizilien und östlich von Tunesien gelegene Insel Linosa zu gelangen, muss man von Sizilien aus weitere sechs Stunden mit einer Fähre übersetzen. Linosa,
Die ausgeflippte und immer noch der Hippiekultur nachhängende Rosa hat wie ihr Nachbar Robert ihr Haus verkauft, um mit ihm gemeinsam in eine neue Eigentumswohnung auf den Kaiserstern zu ziehen, was sie ihrer geschiedenen Tochter Ellen allerdings verschwiegen hat. Die wird von ihrem Exmann mehr oder weniger vor die Tür gesetzt und fährt zu Rosa, weil sie zusammen mit Tochter Kim bei ihr unterkommen will. Doch Rosa findet gerade Robert tot in seiner Wohnung auf, was für sie aber nicht der einzige Schock bleibt: Auf dem Kaiserstern erkundigt sie sich über die Baufortschritte und stellt fest, dass noch gar nicht mit dem Bau begonnen wurde, obwohl sie bereits neunzig Prozent der Kaufsumme bezahlt hat. Wie es aussieht, hat sich der Geschäftsführer der Baufirma, Achim Weiterscheid, mit dem Geld abgesetzt. Rosa sieht ein, dass sie nicht zu ihrer Tochter Ellen kann, die selbst bald obdachlos ist. Die wiederum fällt aus allen Wolken, als sie von der Tochter des toten Nachbarn vom Verkauf des Hauses ihrer Mutter erfährt.