
Die Suche nach einem unbekannten Geliebten
Nach dem plötzlichen Tod von Antonia Weber hat ihre Tochter nur noch einen Wunsch: Sie möchte dem Mann begegnen, der ihrer Mutter offenbar so viel bedeutet hat. Erinnerungen steigen in ihr auf: „Eine Liebe, in Gedanken“, geht es ihr durch den Kopf. Wer war dieser Mann? Falls der mittlerweile über Siebzigjährige noch lebt und wie jedes Jahr im Spätsommer in sein Haus zurückkehrt, muss sie ihn aufsuchen.
Eine Liebe in jungen Jahren
Vor über fünfzig Jahren verliebt sich Antonia, damals Mitte zwanzig, in Edgar Janssen. Am 4. Advent wartet sie bei ihrer Zimmerwirtin auf ihn, um ihn ihrer Familie vorzustellen. Edgar verspätet sich, und Antonia befürchtet, er könnte gar nicht mehr erscheinen.
weiterlesenEine Liebe, in Gedanken – Rückblick auf ein Leben voller Sehnsucht und Erinnerung
Das Lesen von Büchern ist eine Leidenschaft. So auch für die Protagonistin in dem Roman „Die Buchhandlung der Träume“ von Cristina Di Canio. Obwohl Nina als Angestellte eines Unternehmens die Vorzüge von Sozialleistungen zu schätzen wusste, hat sie sich vor fünf Jahren ihren Traum erfüllt und eine Buchhandlung in Mailand eröffnet. Das Außergewöhnliche daran ist, dass ein Kunde ein Buch, das ihm besonders am Herzen liegt, käuflich bei der Buchhändlerin erwirbt, das diese anonym an einen nächsten Kunden verschenkt.
Im Kanton Genf in der Schweiz findet im CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, ein Experiment von höchster Bedeutung zur Entstehung des Universums statt. Doch als eine Störung auftritt, muss der Versuch abgebrochen werden, und der Sicherheitsdienst findet in der Nähe eines Teilchendetektors die Leiche von Frank Bellamy, dem wissenschaftlichen Direktor der CIA. Durch eine vorsätzlich herbeigeführte Beschädigung tritt aus einem Kühlsystem Helium aus, was darauf schließen lässt, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. In der Hand des Toten finden die Männer vom Sicherheitsdienst einen Zettel mit einem seltsamen Zeichen und dem Namen Tomás Noronha, der der Schlüssel sein soll. Sie vermuten, dass Bellamy mit seiner Botschaft einen Hinweis auf seinen Mörder geben will.
Simon Havlicek war Chefdisponent einer Kinokette, bevor er nach der Geburt des zweiten Kindes Hausmann in Elternzeit wurde. Anke, mit der er glücklich verheiratet ist, konnte den Posten übernehmen. Mit Lea und Lilly leben sie zufrieden in einem Reihenhaus in Hamburg, bis eines Tages ein Brief vom Sozialamt mit einem Zahlungsbescheid eintrifft: Simon soll für seinen im Pflegeheim lebenden Vater Michael Petersen monatlich fast siebenhundert Euro zahlen. Doch seinen leiblichen Vater hat er lediglich bei seiner Einschulung kurz gesehen und später auch nur einmal auf einer Rolltreppe in der U-Bahn erkannt. Janko, der Lebenspartner seiner Mutter Jarmila, war für ihn der Vater, der sich um ihn gekümmert hat. Für Simon steht fest, dass er gegen den Bescheid Widerspruch einlegen wird, denn zum einen musste sich die Familie für den Kauf des Reihenhauses verschulden, zum anderen findet er es unfair, für einen Vater aufzukommen, der nicht einmal Unterhalt gezahlt hat.
Jutta Meuser ist Kassiererin in einem Drogeriemarkt in Bedburg und beobachtet, wie ein Kunde mit einer Mitarbeiterin flirtet. Sie sieht vor dem Laden eine alte Frau mit einem Poncho, die sie vom Sehen her kennt und die an Kinder Traubenzuckerlollys verteilt. Eine gut gekleidete, junge Frau hat sie ebenfalls im Blick, die sich bei der Wahl eines Lippenstiftes auffallend viel Zeit lässt. Jutta Meuser wundert sich, dass die Kundin nicht – wie sonst – mit einem Kinderwagen, sondern lediglich mit ihrem älteren Sohn im Laden ist, der immer wieder nach draußen geht, wo auch er einen Lolly bekommt. Als die junge Mutter schließlich den Laden verlässt, schreit sie laut auf, weil ihr Baby nicht mehr im Kinderwagen liegt.
Nach einer nur zweiwöchigen Ausbildung als Englischlehrerin unterrichtet die aus Schweden stammende Julia an einer Berlitz-Schule in Wien. Die neunundzwanzigjährige, ehemalige Journalistin wohnt in einem Altbau, und da sie von einem Erfolg als Schriftstellerin träumt, bewundert sie ihre Nachbarin Elfriede Jelinek, eine Nobelpreisträgerin. Nach dem Ende einer Beziehung langweilt sich Julia und sieht so viele Serien im Fernsehen an, dass sie schon glaubt, eine der Figuren zu sein. Sie hat ein Date mit Stephan, weiß aber schnell, dass es kein weiteres Treffen mit ihm geben wird. Ihre Langeweile hält an, bis sie mit einem Penner ins Gespräch kommt, der sich ihr als Ben vorstellt. Er hat nicht nur schmutzige Hände, sondern auch Füße, da er keine Schuhe trägt. Seine Haare sind verfilzt, er stinkt und nennt eine Hecke im Stadtpark sein Zuhause. Aber der aus Kanada stammende junge Mann ist humorvoll, was Julia imponiert. Während sie noch nicht davon überzeugt ist, ihn jemals wiederzusehen, spricht er schon von Heirat und Kindern.
Wenn wir ein paar Hundert Jahre alt werden könnten, müssten wir im Laufe unseres Lebens wahrscheinlich mehrere Berufe erlernen, weil einige einfach aussterben und nicht mehr gebraucht werden, während andere neu entstehen. Wahrscheinlich würden wir auch an unterschiedlichen Orten auf der Welt leben, wie Tom Hazard in dem Roman „Wie man die Zeit anhält“ von Matt Haig. Tom ist nämlich mit der Veranlagung, extrem langsam zu altern, im Jahr 1581 in Frankreich geboren und entspricht daher mit seinen inzwischen vierhundertneununddreißig Jahren nur einem Alter von einundvierzig. Er hat eine neue Stelle als Geschichtslehrer angetreten und erinnert sich an frühere Zeiten.
Aidan Ignis arbeitet als Journalist bei einem Verlagshaus in Kreuzberg, wo er auch Hannah kennengelernt hat. Er führt mit ihr eine offene Beziehung und lebt sowohl mit ihr, als auch mit Cherry und Sam zusammen. Sie lieben es, auf Partys zu gehen, Drogen zu konsumieren und teilen die Vorliebe für die Berliner BDSM-Szene. Für das Wüstenfestival Favilla in Nevada baut Aidan in seinem Keller einen Drachen aus Esche, der dort in Flammen aufgehen soll. Als es für ihn mit einem unbefristeten Vertrag beruflich aufwärts geht, ist Hannah verärgert, da sie sich schon seit längerem als Anwärterin auf diesen Posten gesehen hat. Der Ärger führt zu einer Beziehungspause, doch kann Aidan diese Lücke schnell mit Bill besetzen, den er auf einer Party im Wald kennengelernt hat.
Man stelle sich einmal vor: Ein Ehepaar hat drei Töchter. Sie lassen sich scheiden und heiraten jeweils wieder. Mit dem neuen Ehepartner zeugt jeder ein weiteres Kind. Ein Mädchen und ein Junge werden mit nur zweiwöchigem Abstand geboren. Die beiden sind zwar Halbgeschwister der drei Mädchen, doch sie selbst sind nicht miteinander verwandt. Allerdings sind die Familienverhältnisse noch komplizierter, denn es gibt auch noch zwei Kinder aus der ersten Ehe des Mannes. Um genau diese Konstellation geht es in dem Roman „Ein Sommer für zwei“ von Ann Brashares.
Für einen Auktionskatalog soll Emilia Lukin die Bildunterschriften schreiben. Bei einem Porträt stutzt sie, denn genau so sah sie als junge Frau aus! Paul-Raymond Fugin soll das Porträt gemalt haben, das den Angaben zufolge vermutlich aus den späten 1930er Jahren stammt. Für Emilia stellt sich die Frage, ob ihre Großmutter Sophie Langenberg die Frau auf der Zeichnung ist. Emilia weiß lediglich, dass Sophie in Paris gelebt haben soll und mit nicht einmal zwanzig Jahren ein uneheliches Kind bekommen hat. Sie soll ihre Tochter Pauline, also Emilias Mutter, zu ihrem Stiefbruder Arno und seiner Ehefrau Hanne gegeben haben, die inzwischen verstorben sind. Emilia kann die beiden also ebenso wenig fragen wie Pauline selbst, die in einer Wohngemeinschaft für psychisch Kranke untergebracht ist und sich an nichts mehr erinnert. Erst kürzlich fand Emilia zufällig eine Urkunde über ein Häuschen im Lubéron, das Pauline zwar geerbt hat, von dem sie allerdings keine Kenntnis hat.