Fanø ist eine dänische Insel im Wattenmeer, nördlich von Sylt gelegen. Auf diese Insel wird Klara ganz überraschend von ihrer Mutter Elisabeth eingeladen, weil deren Mann beruflich verhindert ist und sie nicht begleiten kann. Klara fällt die Entscheidung nicht leicht, denn zum einen hat sie noch eine Menge Arbeit für ihren Verlag zu erledigen, und eine Woche zusammen mit ihrer durchorganisierten und hektischen Mutter würde nicht gerade eine Erholung werden. Schließlich willigt sie im Hinblick auf die abgekühlte Liebe und angespannte Beziehung zu ihrem Mann Johann doch ein.
Nach einer heftigen Auseinandersetzung der beiden Frauen kommt es auf regennasser Fahrbahn zu einem Unfall. Zum Glück eilt ihnen sofort Mads Olsen zu Hilfe und fährt sie zum nächsten Krankenhaus. Vom behandelnden Arzt erfährt Klara, dass ihre Mutter infolge des Schocks ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat. Untersuchungen an der an einer vorübergehenden Amnesie Leidenden ergeben aber auch einen weiteren beunruhigenden Befund.
Knut Jansen, Revierleiter der Polizeistation in Valandsiel, und sein Kollege Bernd Magnussen werden in dem Thriller „Der Jungfrauenmacher“ von Derek Meister zu einer Leiche gerufen, die von einer Sturmflut an den Strand gespült wurde. Am Verwesungsgrad und der Besetzung durch Krebse ist ersichtlich, dass der Tod vor einiger Zeit eingetreten sein muss. Nachdem sich Knut vom grauenvollen Anblick der Leiche einigermaßen erholt hat, muss er direkt zum „Dünenkieker“ fahren. Helen Henning, die seit fünf Jahren in Washington lebt und gerade erst in Valandsiel angekommen ist, weil sie von ihrem verstorbenen Vater Joost ein Wohnhaus mit Restaurant in den Dünen geerbt hat, fühlt sich von einem Einbrecher bedroht und hat die Polizei verständigt. Im Gespräch mit ihr erfährt Knut, dass sie als Profilerin das FBI beraten hat. So bittet er sie um Mithilfe bei den laufenden Ermittlungen.
Seit einem halben Jahr wohnt Julie mit Casper zusammen. Doch bevor er den Schritt in die Ehe wagt, will er sich ganz sicher sein und verlässt Julie für eine Weile, indem er sich einfach auf und davon macht. Umso enttäuschender ist es für sie, dass er sich sogar für ein halbes Jahr beurlauben ließ und seine Reise nach Indien lange geplant hat. Julie lässt sich von ihrer besten Freundin Nina trösten und redet sich gebetsmühlenartig ein, dass Casper sicher bald wieder zu ihr zurückkommt. Schließlich hat er ihr einen Heiratsantrag gemacht und will mit ihr Kinder haben.
Auf der Insel Sylt findet eine mysteriöse Einbruchserie statt, wobei die Täter es nicht etwa auf die millionenschweren Luxusvillen der Touristen abgesehen haben, sondern auf die Häuser älterer, alleinstehender Inselbewohnerinnen. Die Polizei ist ratlos, zumal kaum etwas gestohlen wird. Die Täter dringen am helllichten Tag über die Terrassentüren in die Häuser ein, verwüsten die Räume und hinterlassen erhebliche Sachschäden. Karl Sönnigsen, der pensionierte Revierleiter der Polizei in Westerland, traut seinem Nachfolger Polizeihauptkommissar Peter Runge, der von der Ostsee auf die Insel versetzt wurde, die Aufklärung des Falls nicht zu und bietet den ehemaligen Kollegen seine Hilfe an. Da er sich nicht damit abfinden will, dass er inzwischen im Ruhestand ist, droht ihm Revierleiter Runge bei weiterer Einmischung mit einem Hausverbot.
Aufgrund einer gegen sie gerichteten Intrige wird Dr. Samantha Goodwin, die alle nur Sam nennen, die Weiterarbeit an einem Projekt in Syrien vom Leiter des archäologischen Instituts in Oxford untersagt. Doch ihre Enttäuschung weicht schnell der Freude über einen neuen Auftrag in Wales, wo ihre Großmutter Gwen Morris zu Hause ist. Ein „Sturm über dem Meer“ hat dort einen vor 5000 Jahren existierenden, nunmehr versteinerten Wald freigelegt, wo die Reste einer Burganlage vermutet werden, die einer Legende zufolge auf ein versunkenes Königreich hindeuten.
Während des ersten Elternsprechtags seines Lebens versucht der junge Lehrer Fabian Dreher, eine Aufstellung der besten Deutschen Fußball-Nationalmannschaft aller Zeiten zu Papier zu bringen, denn er hat mit seinem Kumpel Gibbel um einen Kasten Bier gewettet, dass er eine bessere Elf aufstellen kann als sein Freund. Die einschläfernde Langeweile des Elternsprechtags macht ihn müde, woran der vorherige Abend, an dem er sich mit seinem Lehrerkollegen Herbert zum „Komma-Saufen“ getroffen hat, nicht ganz unschuldig ist, denn sie müssen bei diesem Spiel die Deutsch-Diktate ihrer Schüler korrigieren und für jeden Komma-Fehler einen Sambuca trinken. Auch nach drei Aspirin-Tabletten ist Fabian Dreher mit seinen Kräften immer noch am Ende und folgt nur gelangweilt den Ausführungen der Eltern, die ihre Kinder für Intelligenzbestien halten.
Obwohl Hedwig und Wolfgang bei ihrer Arbeit im Beerdigungsinstitut „Anders & Anders“ von ihrem Neffen Viktor, der sich nach dem Tod seiner Schwester Hannah eine zehnjährige Auszeit genommen hat, unterstützt werden, fühlt sich Hedwig überfordert. Neben dem Haushalt kümmert sie sich um die Buchführung und ihren autistischen Sohn Tobias, weshalb sie sich eines Tages in eine Kurklinik absetzt. Ihr Mann trifft unterdessen auf einer Beerdigung Max Mertens, den früheren Freund seiner Nichte Hannah, der von einem Geheimnis Kenntnis haben will und Wolfgang damit erpresst. Doch der sieht sich plötzlich auch noch mit dem Verschwinden der Asche eines Toten konfrontiert und muss Tobias vorübergehend in einem Behindertenheim unterbringen, wo sich der Logopäde Friedhelm Werth um ihn kümmert.
Kriminalhauptkommissar Frank Quirin wird zu einer Leiche im Aachener Stadtwald gerufen. Die Tote weist Verletzungen am Hinterkopf, Nacken und Hals auf, die ihr mit einer Axt beigebracht wurden. Als er sieht, dass ihr auch die Haare abgeschnitten wurden, weist er seinen jungen Kollegen Benjamin Kämpfer, den alle nur Benny nennen, sofort an, die ebenfalls zum Ermittlerstab gehörende Charlotte Rumor, kurz Charly genannt, auf dem schnellsten Weg zum Tatort zu bringen. Charly kann zunächst nicht verstehen, warum Frank sie ausgerechnet aus ihrem Urlaub holen lässt. Allerdings ändert sich das schlagartig, als sie von Benny die näheren Einzelheiten erfährt. Im Gegensatz zu ihrem neuen Kollegen weiß sie von drei weiteren Morden an Frauen, die in den vergangenen fünf Jahren verübt wurden. Auch sie wurden alle mit einer Axt erschlagen und ihnen wurden die Haare abgeschnitten.
Alex Dunbar leidet unter einer Drogenpsychose und befindet sich seit Jahren in therapeutischer Behandlung auf Gut Betzing in der Nähe von Wasserburg. Der in die Jahre gekommene Gitarrist wirkt mit seinen langen, grau gelockten Haaren und einem regenbogenfarbenen Pillbox-Hut wie ein alter Hippie. Gemeinsam mit Ben Setznick, einem jungen Punk mit Tourette-Syndrom, der ihn auf dem Waschbrett rhythmisch unterstützt, spielt er gelegentlich auf einer improvisierten Bühne im Speisesaal von Gut Betzing für ein kleines, aber wohlmeinendes Publikum den Blues. Alex und Ben galten schon immer als unzertrennlich, doch seit einiger Zeit haben die beiden Willi Oertel als ständigen Begleiter adoptiert. Er hat die Statur eines Sumoringers, ist jedoch in seiner geistigen Entwicklung auf dem Niveau eines einfältigen Kindes zurückgeblieben.
In drei Erzählungen setzt sich Beile Ratut in ihrem Buch „Welt unter Sechs“ mit dem Handeln und dem Charakter von Männern auseinander, die sich selbst im Leben erst sehr spät erkennen und zu sich selbst finden. So fragt sich der Priester Mattei in „Das Schandmal“ immer wieder, wer und was er ist. Fast zwölf Jahre ist er mit Malessa verheiratet, doch sie reden kaum mehr, haben keine Gemeinsamkeiten und leben in verschiedenen Welten. Ihr Rückzugsort ist der Garten, er sucht seinen Frust im Schreiben von Büchern zu verarbeiten. Mattei genießt es, seine Frau zu demütigen, die dazu schweigt und ihm intellektuell nicht gewachsen scheint.